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  • 22. Juni 2009 12 2 Min.

Ein peruanischer Komiker hat den 25-jährigen Fußballprofi Paolo Guerrero als Schwulen verulkt - der Stürmer reagierte verschnupft.

"Ich bin nicht homosexuell! Der Schwule ist er", erklärte Guerrero nach Angaben der "Hamburger Morgenpost" in einem Fernsehinterview auf die Frage, was er von den Witzen des Komikers Carlos Álvarez halte. Dabei benutzte er das von vielen Schwulen als abwertend empfundene Wort "maricón" (etwa: "Schwuchtel"). "Es ist gut zu lachen, aber irgendwann reicht es. Es gibt viele Menschen, die mittlerweile glauben, ich bin wirklich so. Aber das bin ich nicht."

Komiker Álvarez fand es allerdings auch nicht lustig, als Schwuler zu gelten - und drohte seinerseits dem HSV-Spieler mit einer Klage. Inzwischen haben sich die beiden aber in einem privaten Gespräch geeinigt - und überhäufen sich nun gegenseitig mit Lob. "Er ist eine großartige Persönlichkeit!", so der Fußballer über den Komiker. Guerrero erklärte ferner, er habe Álvarez wegen seines Homo-Vorwurfs um Verzeihung gebeten - und dieser habe die Entschuldigung angenommen. Umgekehrt sicherte Álvarez zu, seine Sketche den Wünschen des Hamburger Spielers anzupassen.

Youtube | Paolo Guerrero bekräftigt seine Heterosexualität

Im Profifußball gab es bislang nur einen offen schwulen Spieler: Justin Fashanu galt Anfang der 1980er Jahre als großer britischer Hoffnungsträger: 1982 suspendierte ihn sein Trainer von Nottingham Forest allerdings, als er von den Besuchen seines Stars in Schwulenbars erfuhr. Daraufhin wechselte er mehrfach das Team und machte schließlich 1990 seine Homosexualität publik, nachdem er in einer Sekte versucht hatte, seine gleichgeschlechtlichen Gefühle wegzubeten. Nach dem Coming-out war seine Karriere aber endgültig beendet, er spielte lediglich bei unbedeutenden Vereinen in Kanada und Schweden und später bei Provinzclubs in Großbritannien. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Nach diesem Schicksal traute sich kein Profi mehr, mit einem Coming-out an die Öffentlichkeit zu treten. (dk)

#1 alexander
  • 22.06.2009, 15:37h
  • besser lässt sich überhaupt nicht belegen wie sehr wir gesellschaftlich missbraucht werden !!!
    mit witzchen über schwule kohle machen ist ok. aber allein der verdacht eventuell selbst schwul zu sein, löst entrüstete protestreaktionen aus.
    wer hat eigentlich das gerücht, dass schwule unmännlich sind in die welt gesetzt ?
    wir sollten es mal als supermacho´s mit paramilitärischem outfit versuchen und dem motto : "alle heten stinken " ! vielleicht würde es zum erfolg führen, wenn "hete" zum schimpfwort würde.
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#2 TussiAnonym
  • 22.06.2009, 16:05h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • "wer hat eigentlich das gerücht, dass schwule unmännlich sind in die welt gesetzt ?"

    Gerücht? Das ist doch Naturgesetz.
    Schreist DU nicht schrill, wenn der Champagnerkorken knallt?
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#3 servietten-jonnyAnonym