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  • 24. Juni 2009 17 2 Min.

Zur CSD-Saison hagelt es Auszeichnungen für engagierte Heten: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) erhält den Zivilcouragepreis des CSD Berlin, DFB-Präsident Theo Zwanziger darf sich über die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW freuen und Theologin Uta Ranke-Heinemann erhält den Blütenfest-Award der schwul-lesbischen Community in Essen.

Nur wenige Monate vor der Bundestagswahl zeichnet der Hauptstadt-CSD die Justizministerin aus für ihre Courage, "auch gegen die Front der Konservativen in der Bundesregierung zu agieren". Sie habe sich den Preis unter anderem durch ihren Einsatz für das Antidiskriminierungsgesetz sowie für die Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften und der (Hetero-)Ehe erworben. Der Preis solle für die Sozialdemokratin eine "Ermutigung" sein, "ihre Haltung mit noch mehr Konsequenz und Mut gegen jene zu profilieren, die die Ungleichbehandlung Homosexueller für natur- und gottgegeben halten." Zuletzt setzte sich Zypries dafür ein, auch Homo-Familien unter den besonderen Schutz des Grundgesetzes zu stellen (queer.de berichtete).

Die Berliner würdigen außerdem den österreichischen Homo-Aktivisten Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda in Wien mit den Zivilcouragepreis. Der 44-jährige Jurist sei ein "gefürchteter Gegner konservativer Politiker, Theologen und Rechtswissenschaftler", so die Begründung. Die Preise an Graupner und Zypries werden am Wochenende übergeben.

Eine Woche später vergibt das Schwule Netzwerk NRW anlässlich des Kölner CSDs seine prestigeträchtige Kompassnadel an Theo Zwanziger, den Präsidenten des Deutschen Fußballbundes. Der 64-Jährige erhält den Preis für seine "Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen und lesbischen Minderheit". Gerade im Fußballsport, der nach wie vor als Hetero-Bastion gilt, sei es wichtig, Flagge zu zeigen. Vergangenes Jahr hat Zwanziger bereits den Tolerantia-Preis für seinen Einsatz erhalten (queer.de berichtete).

Neben Zwanziger werden auch dieses Jahr wieder Ehrenamtler für ihren Einsatz ausgezeichnet: Dominic Frohn und Katahrina Kroll vom Aufklärungsprojekts SchLAu NRW erhalten den Preis für ihren Einsatz für schwule Jugendliche.

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Homo-Rechte ehrt das "Forum Essener Lesben und Schwule" (F.E.L.S.) dieses Jahr mit Uta Ranke-Heinemann eine Theologin. "Frau Ranke-Heinemann hat bereits beginnend in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts bis heute sich sehr persönlich für die Emanzipation von schwulen Männern und lesbischen Frauen in unserer Gesellschaft eingesetzt", erläuterte Peter Hackbarth von F.E.L.S. die Auszeichnung der 81-Jährigen mit dem Blütenfest-Award. "Gerade als Wissenschaftlerin der katholischen Theologie hat sie einen herausragenden Beitrag dazu geleistet, die von der Amtskirche ‚verordnete’ Einzigartigkeit nur einer lebbaren und tolerierbaren Lebensform – hier die heterosexuelle Partnerschaft – aufzubrechen. Der Preis wird am 1. August beim Essener CSD persönlich an Ranke-Heinemann übergeben. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.06.2009, 16:56h
  • Heute vergeben wir wieder Preise, Preise, Preise! Ist ja auch Superwahljahr!
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#2 Adrian
  • 24.06.2009, 18:26h
  • Mein Glückwunsch an alle Preisträger und Preisträgerinnen!

    Ja, ich habe mich gefreut über den Einsatz von Theo Zwanziger (dazu gibt es beim DSF Deutsches Sportfernsehen eine sehenswerte Dokumentation über Homophobie im Profifussball) Zwanziger hat Mut und Entschlossenheit gezeigt.

    Ich mochte Uta Ranke-Heinemann ("Eunuchen für das Himmelreich") schon immer. Sie war mutig und entschlossen genug, um sich mit dem gesamten Klerus anzulegen.

    Und danke auch an Brigitte Zypries, dass sie so standhaft gegenüber CDU/CSU blieb, als es um das "Gleichbehandlungsgesetz" (Antidiskriminierungsgesetz) und zuletzt um die Gleichstellung von "Eingetragenen Partnerschaften" mit der Hetero-Ehe ging.

    Es ist gut die Wertschätzung und Anerkennung solchen Einsatzes zu zeigen. Schön, dass diese aus unserer schwul-lesbischen Community kommen.

    Vielleicht macht das anderen Mut, ihren Beispielen zu folgen.

    Adrian
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#3 PierreAnonym
  • 24.06.2009, 18:31h
  • QUEER schreibT: 'Zur CSD-Saison hagelt es Auszeichnungen für engagierte Heten...'
    Ich mag das Wort 'Heten' nicht, insbesondere nicht in d e m Zusammenhang.
    Mir wäere es lieber gewesen, der Satz hätte geheißen:'Zur CSD-Saison hagelt es Auszeichnungen für engagierte Menschenrechtler'.
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