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- 25. Juni 2009 4 Min.
Der männliche Körper wird ja heutzutage gerne rasiert. Vor allem die Behaarung am Po ruft bei vielen Schwulen ein Naserümpfen hervor.
Von Dennis Klein
Der Körper wird ja heutzutage gerne rasiert. Sexsymbole wie Sean Connery, dem die Haare in seinen James-Bond-Filmen nur so aus dem Hemd herausquellen, gibt es heutzutage nicht mehr so oft. Das führt auch dazu, dass die Behaarung am Hintern bei vielen ein Naserümpfen hervorruft. Auch wenn der Trend nicht ewig anhalten wird – die meisten bevorzugen einen haarfreien Hintern.
Was tun? Nun, man kann hier, wie am ganzen Körper, auch einfach mit dem Rasierer Hand anlegen. Allerdings ist es eine gute Idee, einen elektrischen Rasierapparat zu nehmen – besonders dann, wenn man alleine für glatte Haut sorgt. Grund: Mit einem Nassrasierer schneidet man sich sehr einfach, da man sich sehr verrenken muss. Es gibt viele mit einer kleineren Schneidefläche (beispielsweise von Braun), die ideal ist, um zwischen den Backen die lästigen Begleiter loszuwerden.
Alleine könnte das so einige Schwierigkeiten verursachen – denn der Hintern ist keine Stelle, an die man leicht herankommt. Am besten ist es, sich auf den Rück zu legen, die Beine leicht anzuwinkeln und vorsichtig die Analgegend zu ergründen. Ein Handspiegel ist immer hilfreich, um zu überprüfen, ob man auch die richtigen Gegenden erwischt.
Vor der Nassrasur ein langes Bad
Wer mit Nassrasur, vielleicht mit einem Freund, die Haare entfernen will, sollte vorher ein langes, warmes Bad nehmen. Danach sollte einige Minuten vor dem Rasieren ein Rasiergel für empfindliche Haut aufgetragen werden. Danach sollte die Haut gut gewaschen und mit einer sanften Creme wie Nivea eingerieben werden. Manche reiben auch Talkumpuder drauf, um Irritationen und Infektionen zu vermeiden.
Diese Methode muss man oft wiederholen, da das Haar natürlich schnell wieder nachwächst. Auch empfinden es viele Männer als unangenehm, wenn die Stoppeln wieder zum Vorschein kommen. Und ganz glatt wird’s nie…
Eine länger anhaltende Methode, sich die Haare vom Leib, bzw. vom Arsch zu schaffen, ist das Wachsen, auch Waxing genannt. Hierbei wird erwärmtes Spezialwachs aufgetragen, das dann mit einem Ruck abgezogen wird. Dadurch werden, anders als beim Rasieren, auch die Haarwurzeln entfernt. Der Hintern ist glatter und es braucht Monate, bis die Haare nachwachsen. Es gibt natürlich einen ganz entschiedenen Nachteil dieser Prozedur: Das ganze tut höllisch weh. Die Haare werden ja schließlich auf brutalste Art und Weise aus der Haut herausgerissen. Und man sollte aufpassen, nicht die empfindlichen Bereiche zuzukleistern. Gerade die sensible Haut um das Loch darf nicht gereizt werden – oder man muss tage-, womöglich sogar wochenlange Schmerzen in Kauf nehmen. In manchen Kosmetikstudios in Großstädten wird das Waxing für den Hintern bereits angeboten. Die Schmerzen muss man allerdings auch hier aushalten.
Enthaarungscremes sorgen für sehr unterschiedliche Ergebnisse, die von Person zu Person extrem variieren. Der eine hat tolle Erfolge mit Marken wie Pilca oder Veet – der andere kriegt damit kein Haar runter und reagiert auf die Enthaarungscremes mit geröteter, brennender Haut. Dazu muss gesagt werden, dass diese gern verwendeten Pasten auch nicht für den sensiblen Po geschaffen wurden und darauf in der Regel auf den Packungen hingewiesen wird. Darum ist es ratsam, Cremes dieser Art immer an einer kleinen Hautstelle zu testen. Ein weiterer Nachteil der Enthaarungscremes ist die oft lange Einwirkungszeit.
Recht unbekannt, aber durchaus gebräuchlich ist die Stromepilation. Dabei wird eine feine Nadel in den Haarkanal eingeführt und die Haarwurzel durch Strom "verödet". Die Methode ist allerdings nicht billig und zudem auch ziemlich schmerzhaft.
Laserbehandlungen dürften zu den effektivsten, aber auch teuersten Methoden zählen, die Haare in der Intimgegend zu entfernen. Die Kosten können locker vierstellige Eurobeträge erreichen, zumal die Entfernung in mehreren Behandlungen erfolgt. Das Laserlicht wird durch das pigmentierte Haar absorbiert und in die Tiefe weitergeleitet bis hin zur Haaranlage. Durch die Schädigung der Haaranlage verlangsamt sich das Haarwachstum, die Haare werden dünner. Im Idealfall hört das Haar vollständig auf zu wachsen. Während der Behandlung können ziemliche Schmerzen auftreten. Nach dem Lasern fühlt sich die Haut wie bei einem leichten Sonnenbrand an. Sie kann für ein bis zwei Tage gerötet und gespannt sein. Auch eine leichte Schwellung kann dazukommen. Ganz selten sind Bläschen oder leichte Krusten zu beobachten, die jedoch innerhalb weniger Tage folgenlos abheilen. Zur Beruhigung der Haut werden nach der Behandlung Kühlkompressen aufgelegt.















Komische Mode das.