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  • 25. Juni 2009 46 2 Min.

Der schwule Comic-Papst teilt aus: Er wettert gegen zu viel Kommerz beim CSD und plädiert für deutlichere politische Botschaften.

Von Carsten Weidemann

Die Frankfurter Rundschau hat sich zur CSD-Saison mit dem Comiczeichner Ralf König unterhalten und in der Ausgabe vom Donnerstag ein ausführliches Interview mit ihm veröffentlicht. König findet deutliche und kritische Worte zu den Paraden im Jahr des 40-jährigen Geburtstages des Ereignisses.

"Bei den Paraden gibt es geradezu abstoßende kommerzielle Entwicklungen", schimpft er und berichtet der Tageszeitung von einem Ereignis beim Kölner CSD im vergangenen Jahr. Mit ein paar Freunden habe er sich als kleine Fußgruppe spontan einreihen wollen. Man sei aber von ein paar Bodyguards abgedrängt worden, die die Fläche hinter einem Wagen für zwei Models, die Werbung für einen Energy-Drink machten, freihalten wollen. Es sei kein Wunder, dass es zum regulären CSD seit einiger Zeit Gegenveranstaltungen gebe. "Das Bedürfnis nach ernsteren politischen Tönen ist da."

Einseitig findet König auch die Aufmerksamkeit der berichtenden Medien, die sich zu sehr auf die "Paradiesvögel und Exoten" konzentrierten. "Ich finde, eine Message sollte schon dabei sein beim CSD. ‚Seht her, wie toll ich aussehe‘, das reicht nicht. Der CSD ist nach meinem Verständnis immer noch eine Demo, keine Love Parade." Damit kein Missverständnis entsteht, fügt der Erfinder der Knollennasen aber deutlich hinzu, dass er nichts gegen Tunten habe, und selber häufig genug mit Pumps und Fummel unterwegs gewesen sei.

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-w-

#1 Mister_Jackpot
  • 25.06.2009, 18:34h
  • Was soll ich dazu sagen, ausser: ER HAOWAS VON RECHT!!!!!
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#2 alexander
  • 25.06.2009, 18:38h
  • bin seit jahren genau der gleichen meinung !!!

    als besonders pevers finde ich am kommenden berliner csd den wagen # 19. der "bundestagsfraktion der fdp" !!!

    so schnell werden meine eier gar nicht faul, wie ich werfen möchte !
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#3 jochen
  • 25.06.2009, 18:49hmünchen
  • in unserem eigenem interesse sollte der csd-zug wieder politischer werden.

    Ralf König hat recht.
    und ich finde es gut , dass ER diese thema anstösst.
    weil man IHM zuhört und ihn ernst nimmt, wenn er GEGEN den strom spricht.
    andere, die eine ähnliche meinung vertreten wie er, werden schnell als spießer , tuntenfeinde oder spaßbremsen abgestempelt.

    ich stimme auch Thomas Herrmann zu wenn er fordert:
    - leute, zieht euch wieder was an zur demo.-
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