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https://queer.de/?10659
  • 26. Juni 2009 14 1 Min.

Der scheidende Präsident Litauens, Valdas Adamkus, hat einem Gesetz, das Aufklärung über Homosexualität an Schulen verbieten soll, offenbar die Zustimmung verweigert.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtet, nach ihren Informationen habe der Präsident sein Veto gegen das "Gesetz zum Schutz von Minderjährigen gegen schädliche Auswirkungen öffentlicher Informationen" eingelegt. Das Parlament kann allerdings den parteilosen, aber dem rechten Lager zugehörenden Präsidenten überstimmen.

67 der insgesamt 141 Abgeordneten hatten letzte Woche für den Gesetzentwurf gestimmt, der (nach dem britischen, unter Thatcher erlassenen Vorbild Clause 28) jegliche Erwähnung des Themas Homosexualität in Schulen verbietet (queer.de berichtete). Der Gesetzentwurf enthält auch Verbote der Darstellung von körperlicher und seelischer Gewalt.

Der dritte und sechste Präsident Litauens, der in Deutschland und den USA aufwuchs und sich als Umweltpolitiker und Kämpfer der litauischen Unabhängigkeitsbewegung einen Namen machte, befindet sich in den letzten Tagen seiner Amtszeit. Zur Nachfolgerin wurde in der letzten Woche die konservative Europapolitikerin Dalia Grybauskaite gewählt. (nb)

-w-

#1 Adrian
  • 26.06.2009, 22:59h
  • Kann mir vielleicht jemand die Motive von Valdas Adamkus erklären (Redaktion oder User). Ist er, ausgerechnet als konservativer Politiker ein Schwulenfreund oder was ist der Grund für sein Veto?
    Adrian
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#2 VolumePro
  • 27.06.2009, 00:18hMönchengladbach
  • Die Motive kann ich so jetzt auch nicht erklären, aber es könnte folgende gewesen sein:

    1. Zweifel an der Übereinstimmung des Gesetzes mit der litauischen Verfassung.
    2. Zweifel an der Übereinstimmung mit EU-Recht.
    3. Anständigkeit
    4. Sachverstand
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#3 TimmAnonym
  • 27.06.2009, 00:24h
  • Die Verhältnisse in Litauen sind mir auch weniger geläufig.

    Dafür habe ich heute eine interessante Meldung aus Irland entdeckt:

    *
    www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2009/0626/breaking34.h
    tm


    Irlands Regierung erlaubt zum Ende des Jahres die Civil Union (Eingetragene Partnerschaft). Damit hat ein weiteres Land in Europa einen Schritt nach vorne geschafft.

    Mit diesem Meilenstein in Irland ab Ende des Jahres haben es dann alle nordeuropäischen sowie westeuropäischen Staaten komplet geschafft eine Lebenspartnerschaft einzuführen oder sogar die Ehe ganz staatlicherseits zu öffnen.

    Auffällig für Europa ist das es dann der ganze Norden und der ganze Westen es soweit geschafft hat.

    In Mitteleuropa fehlen vor allem "nur noch" Liechtenstein und Österreich.

    Probleme für die staatliche Anerkennung findet man für homosexuelle Paare je weiter man nach Osten (ab Polen fängt es an) und Südosten fährt.
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