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Kommentare zu:
Die Union - und sie bewegt sich doch!


#1 goddamnedliberalAnonym
  • 03.07.2009, 20:28h
  • Zugegeben: Selbst wenn ich nicht schwul wäre, wüßte ich absolut keinen Grund, ausgerechnet die CDU zu wählen.

    Aber irgendwie bewundere ich Leute wie Herrn Letocha für ihre geradezu unendliche Bereitschaft zur Selbstdemütigung. Denn die gehört schon dazu, wenn man Partei-'Freunde' davon überzeugen muss, dass man doch irgendwie so etwas ähnliches wie ein Mensch mit Rechten ist....

    Und sich dann so sehr darüber freuen kann, dass dies ab und an sogar gelingt.
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#2 Linu86Profil
  • 03.07.2009, 21:05hAachen
  • Irgendwie bedaure ich Leute wie Herrn Letocha ein wenig. Nein, ganz im Ernst, ich frage mich ob er das was er hier schreibt wirklich ernst meint.

    "Mit Blick auf Artikel 6 Grundgesetz ("Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.") herrscht der bekannte Streit unter den Juristen, ob eine vollständige rechtliche Gleichstellung verfassungsrechtlich überhaupt zulässig sein kann."

    Darüber hat das Verfassungsgericht doch längst entschieden!!! Der Gesetzgeber hat in dem Urteil einen Freifahrtsschein erhalten die Eingetragene Lebenspartnerschaft mit der Ehe gleichzustellen, weil sich die beiden Institutionen an unterschiedliche Personenkreise richten!! Also nicht so einen Stuss labern! So hat auch die Bundes- FDP seinerzeit zunächst argumentiert, ihre Meinung dann aber wenigstens konsequenterweise nach diesem Grundsatzurteil geändert.

    "Auch wenn dies bewusst nicht anerkannt wird, hat die Union Verbesserungen für die Eingetragene Lebenspartnerschaft in den vergangenen vier Jahren Regierungszeit aktiv gefördert."

    *LOL*.. Beispiele???

    "Als ein Beispiel sei nur die Gleichstellung von Lebenspartnern und Ehegatten bei den Freibeträgen der Erbschaftssteuer genannt. "

    Das soll wohl ein Witz sein? Ich bin zwar kein Sozialdemokrat, aber die Gleichstellung beim Freibetrag kann sich, wenn denn überhaupt, nur die SPD auf die Fahnen schreiben. Das einzige bei dem sich die CDU/CSU durchgesetzt hat ist die Tatsache, dass über dem "Freibetrag" Lebenspartner weitaus höher versteuern müssen als Ehepartner. Da hat sich die CDU/CSU in der Tat durchgesetzt (es war Bedingung für die Zustimmung) ...aber nich in unserem Sinne!!!

    "In der letzten Zeit bemerke ich leider eine zunehmende Intoleranz innerhalb der lesbisch-schwulen Szene, die mich beunruhigt! Sind wir es nicht als Community, die Jahr für Jahr gemeinsam um Toleranz und Respekt in der Gesellschaft werben?"

    Ohja genau... vergleichen wir doch Äpfel mit Birnen! Also wenn ich homosexuelle Liebe als minderwertig gegenüber Heterosexueller Liebe bezeichne, so ist dies eine "respektable Meinungsäußerung", aber dies laut und deutlich als diskiminierend anzuprangern heißt "Intoleranz"? Nicht so wie es Ihnen passt, Herr Letocha!

    "Unsere Mutterpartei kann man vieles vorwerfen, aber eines definitiv nicht, dass sie sich in den letzten Jahren nicht erheblich voran bewegt hätte."

    Sie wurde von ALLEN ANDEREN Parteien im Bundestag hinterhergeschleift, wie ein trotziges Kind, dem man seinen Schnulli wegnehmen will. Dass die CDU sich überhaupt bewegt hat liegt auch nicht an ihr selbst, sondern an einem Wandel des gesellschaftlichen Konsenses, dem sich auch die CDU (notgedrungen) stellen muss. Die CDU bleibt für mich deshalb höchstens auf Länderebene (Hamburg) wählbar... Herr Letocha, Sie tuen mir herzlich leid!
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#3 Victor
  • 03.07.2009, 21:24h
  • Lieber Eike Letocha, ja die Community ist schon eine ganz böse. Da will sie einfach nicht die großen Verdienste der Unionsparteien, gegenüber Schwulen und Lesben anerkennen. Wie undankbar!

    Und dabei "haben sich CDU und CSU doch weiterentwickelt" ... ? Ja? Sind wir in den Augen der CDU/CSU-Mehrheit nicht mehr "krank", "pervers", "verirrt", "bedauernswert", "haltlos" usw.? Dann sollten wir uns wohl alle 'mal ganz schnell bei den lieben C-Parteien bedanken.

    Eike, möchten Sie in der CDU Karriere machen? Dann würde ich Ihnen raten, eine Alibi-Frau zu heiraten ... dann klappts auch mit dem innerparteilichen Aufstieg.

    "Sie haben doch Ole von Beust, als 'offen schwulen B .......?" Offen schwul? Wie lange ist der Mann im Amt? Seit wann streitet er nicht mehr ab schwul zu sein? Hat er sich geoutet oder war das ein gewisser Ronald Schill?

    Lange schon nicht mehr eine so gelungene Satire hier bei "Queer.de" gelesen.

    Victor
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#4 Absurde LogikAnonym
  • 03.07.2009, 21:54h
  • Antwort auf #3 von Victor
  • Wie gewohnt ein hervorragender Kommentar von dir, @Victor! Es gibt wahrlich viel wichtigere Themen, die gerade jetzt mit Beginn des Bundestagswahlkampfes bei queer.de zu behandeln wären, als neokonservativen Fortschrittsblockierern eine Plattform für ihre vorgestrige Propaganda zu bieten. Wie ich schon an anderer Stelle ausführte:

    KEINE schwule oder lesbische Wählerstimme für irgendeine Partei (auch nicht für die, die meinen, sie hätten uns schon in der Tasche), deren Spitzenkandidaten jetzt im Wahlkampf nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit und für alle sichtbar auf nationaler Bühne Farbe bekennen für die uneingeschränkte (!) Gleichberechtigung homosexueller Menschen UND gegen die erstarkende Homophobie und homophobe Gewalt gerade unter jungen Menschen!

    Sexuelle Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung sind nicht irgendein Randthema, sondern ein fundamentales Menschenrecht, von dessen Verwirklichung wir aber immer noch sehr weit entfernt sind!
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#5 Mister_Jackpot
  • 03.07.2009, 22:00h
  • ZITAT
    "Einige Kommentatoren in den verschiedenen Foren bemerken in dem Zusammenhang bereits gewohnheitsmäßig, dass die Union für sie nicht wählbar sei. Bei dieser Einstellung fehlt mir grundsätzlich eine differenziertere Haltung. Wir als Lesben und Schwule in der Union wissen genau, wo innerhalb der Partei nachgearbeitet werden muss und tun dies."
    ENDE

    Also bin ich auch einer von diesen "gewohnheitsmässigen" und "nicht differenzierten" Kommentatoren oder wie? Damit unterstellt er praktisch der eigenen Community nun Intoleranz, aber bitte wer war es denn der Jahrzehntelang Schwule als pervers gesehen hat? Das war ja wohl die Union und das ist nicht undifferenziert, sondern Fakt. Noch immer wollen sie keine Gleichstellung, bezüglich Homo Ehe und Adoption! In Bayern würden Schwule z.B. immer noch beim Notar ihre Partnerschaft "beglaubigen" müssen, wäre die CSU dort immer noch Alleinherrscher! Das Argument mit dem Schutz der Ehe im Grundgesetz zählt nicht, denn wäre die Union wirklich so homofreundlich, würde sie ja genau diesen Artikel abschaffen oder auf jeden fall neu formulieren helfen! Nein im Gegenteil ...die CDU verteidigt diesen Grundgesetzartikel auch noch und schafft damit die Grundlage der LSU Ausrede, dass sie ja aus "juristischen" Gründen nicht gleichstellen könnten. Und bitte warum strebt die LSU denn nur eine "weitestgehende Angleichung" an? Was is das denn bitte? LOL.....wenn sie für unsere Rechte kämpfen würde, würde sie eine vollkommene Gleichstellung fordern, wie es ALLE anderen Parteien im Bundestag auch tun.
    Mittlerweile trauen die sich sogar schon hier in Köln auf den CSD, um die Menschen auf gut deutsch zu verarschen!
    Und dieses bemitleidenswerte "die pöse pöse Community schliesst uns ja aus" ist sowas von lächerlich....wenn sie sich ausgegrenzt fühlen, dann sollen sie doch mal wirklich was für uns tun , z.B. ein bisschen mehr Rabatz bei der Kanzlerin machen, provokativer gegenüber der Parteiführung auftreten und vor allem komplett gleiche Rechte fordern.....aber nein dafür ist man ja zu angepasst....Merke: Hätten sich Schwule und Lesben immer angepasst, wären wir heute sicher nicht da wo wir sind...nämlich öffentlich auf den Strassen Europas! Die LSU sollte sich was schämen die eigene Mutterpartei hier auch noch in Schutz zu nehmen und den schwarzen Peter den eigentlichen Opfern dieser intoleranten Politik zuzuschieben...nämlich uns Schwulen und Lesben!
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#6 Absurde LogikAnonym
  • 03.07.2009, 22:01h
  • Und noch etwas zu obigem Kommentar: KEINE Toleranz für Intoleranz!

    Und mit einer Politik der sexuellen Apartheid, die sowohl eine wirklich effektive und umfassende Antidiskriminierungspolitik blockiert (siehe AGG, das noch nicht einmal die Mindestanforderungen der EU erfüllt, siehe die völlige Untätigkeit der "Antidiskriminierungsstelle" des Bundes), die sexuelle Vielfalt und den Schutz homosexueller Jugendlicher in einem ohnehin völlig unhaltbaren und sozial ausgrenzenden Bildungswesen gezielt sabotiert, haben sich CDU/CSU in den letzten Jahren in ganz besonders widerwärtiger Weise als Agenten der Intoleranz, der heteronormativen Gewalt und der Homo-Feindlichkeit erwiesen.
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#7 Liedel
  • 03.07.2009, 22:05h
  • Ich warte ja bloß noch auf den Tag, an dem die Unionsparteien von sich behaupten, sie hätten das LPartG geschaffen (und nicht ständig wie ein gewisser Stoiber in Bayern dagegen geklagt).
    Und natürlich braucht man am AGG nichts ändern, die Kirchen dürfen Lesben und Schwule weiter munter diskriminieren, weil sich die "C-Parteien" dem Vatikan doch eher verpflichtet fühlen als der "Community", die Herr Letocha hier so beschwört...

    Gibt es eigentlich auch eine "Bad Bank" für überflüssige Gruppierungen wie die LSU (und z.B. auch die HuK- Homosexuelle und Kirche), die unter dem "Dialog" mit unseren Feinden nichts anderes als die willenlose Anbiederung an ebendiese verstehen? Und uns immer noch weis machen wollen, dass man alles "von der Basis her" verändern kann? Blabla, kikeriki!
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#8 darkon
  • 03.07.2009, 23:52h
  • Neben den bereits genannten inhaltlischen Fehlern (Gleichstellung im Erbschaftsgesetz und Verfassungsmäßigkeit einer kompletten Gleichstellung) ist dieser Standpunkt einfach nur peinlich und man schämt sich direkt fremd dafür.

    Besonders peinlich finde ich dann das hier hier:

    "Einige Kommentatoren in den verschiedenen Foren bemerken in dem Zusammenhang bereits gewohnheitsmäßig, dass die Union für sie nicht wählbar sei. Bei dieser Einstellung fehlt mir grundsätzlich eine differenziertere Haltung."

    Schon klar, wer gegen euch ist hat keine differenzierte Haltung und ist ja nur aus Gewohnheit gegen die Union...

    Daß wir neben einer Gleichstellung vielleicht uach keine Lust haben auf Sachen wie "christliche Leitkultur", "Bundeswehr im Inneren" und dergleichen kann ja gar nicht...

    "Wir als Lesben und Schwule in der Union wissen genau, wo innerhalb der Partei nachgearbeitet werden muss und tun dies. "

    Da fehlt ein Nebensatz. ", allerdings ohne jeden Erfolg" zwischen "tun dies" und dem Punkt.

    "In der letzten Zeit bemerke ich leider eine zunehmende Intoleranz innerhalb der lesbisch-schwulen Szene, die mich beunruhigt!"

    Stimmt, die bemerke ich auch.
    Da gibt es tatsächlich Schwule die ihren Standpunkt veröffentlichen und dabei andere Meinung als Gewohnheit und Uninformiertheit abwerten.
    Das muß man sich mal vorstellen!! Wie gut, daß die LSU uns vor solchen Intoleranten Leuten schützt....

    "Sind wir es nicht als Community, die Jahr für Jahr gemeinsam um Toleranz und Respekt in der Gesellschaft werben?"

    Und das als Standpunkt einer Partei, die Leute wie Norbert Geis noch in ihrer Mitte duldet und noch nicht mal öffentlich für deren Verbalattacken maßregelt...

    In der Schule würde man sagen: "Setzen, Sechs.Thema verfehlt."
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#9 Victor
#10 OliAnonym
  • 04.07.2009, 01:54h
  • Ich hoffe, ich mute keinem zu viel zu:

    Da kennen die Lesben und Schwulen in der Union scheinbar das Parteiprogramm der eigenen Partei nicht. Eingetragene Lebenspartnerschaften werden darin nämlich gerade NICHT anerkannt. Die Bezeichnung Lebenspartner oder Eingetragene Lebenspartner ist dort nicht zu finden.
    Also bitte noch einmal nachlesen!!!

    Stattdessen werden nur gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkannt und zwar werden sie in einem Atemzug genannt mit unverheirateten Heteropaaren.
    Eingetragene Lebenspartner, die vor dem Gesetz Verantwortung wie Eheleute für einanander übernehmen, werden eben gerade nicht erwähnt und sind keinesfalls mit "Wilden Ehen" zu vergleichen.
    Das bedeutet gleichzeitig, dass entgegen der Behauptung von Eike Alexander Letocha die CDU in ihrem Parteiprogramm die CDU Lebenspartnerschaften eben auch nicht anerkennt:

    "Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft ihren Lebensentwurf verwirklichen. Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Dies gilt nicht nur für nicht-eheliche Partnerschaften zwischen Frauen und Männern. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften."

    Man beachte: Partnerschaften, nicht (Eingetragene) Lebenspartnerschaften.

    Gleichzeitig schreibt die CDU aber in ihrem Programm:

    "Auch in Ehen, die ohne Kinder bleiben, übernehmen Männer und Frauen dauerhaft füreinander Verantwortung. Deshalb steht die Ehe unter dem besonderen Schutz unseres Grundgesetzes."

    Hier wird klar, warum die CDU Lebenspartnerschaften nicht anerkennen kann: Da in diesen eben in gleichem Umfang Verantwortung füreinander übernommen wird, wie in Ehen, die ohne Kinder bleiben. Und für diese bejaht die CDU ja den besonderen Schutz des GG und damit alle bestehenden Vorteile, für Lebenspartner will man dies jedoch nicht.
    Wie soll man diese widersprüchliche Haltung erklären? Das geht nicht, deshalb spricht die CDU auch nur von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, eben solche, ohne "Trau"-Schein und tut so, als gäbe es da nicht noch mehr ;-)

    Ich habe seinerzeit bei Verabschiedung des Parteiprogrammes selbst CDU-Abgeordnete u. a. auf diese widersprüchliche Haltung und Formulierung hingewiesen. In den Antworten haben sich aber alle um eine Stellungnahme hierzu herumgedrückt und das Thema "Grundsatzprogramm" ausgespart. Selbst Herr Pofalla selbst hat - bewusst wie ich meinen will - hierzu nichts geschrieben. Das ist damit wohl Antwort genug: Selbst in der CDU kann man diesen widersprüchlichen Blödsinn nicht erklären! Eben weil die Ablehnung einer Gleichstellung logisch nicht zu erklären ist.
    Gleichzeitig betont man aber, dass man gegen Diskriminierung sei. Merke: Nur zu sagen, dass man Diskriminierung ablehnt, bedeutet noch lange nicht, auch nicht zu diskriminieren!

    Also: Was hier die Anerkennung Eingetragener Lebenspartner der CDU in deren Grundsatzprogramm betrifft, sind die Feststellungen von Seiten des Autors schlicht nicht korrekt. So steht es eben gerade nicht im Programm.

    Außerdem ist die Frage, ob eine rechtliche Gleichstellung überhaupt machbar ist oder gegen das GG verstößt, längst vom BVerfG beantwortet worden!

    Richtig ist jedoch, dass sich auch in der CDU einiges bewegt hat und durchaus so mancher Abgeordnete und erst recht eine große Zahl von Mitgliedern keine grauen Haare oder Ausschlag im Falle einer Gleichstellung bekommen würden.
    Aber man sollte sich nicht in die Tasche lügen und so tun, als wäre, zumindest auf Bundesebene, die CDU ein Fortschrittbringer.
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#11 SkunkiProfil
  • 04.07.2009, 08:23hBruchsal
  • Ich bin schwul, halte mich mit Anfang 30 noch für jung, ich spiele Paintball, ab und zu auch mal auf CDU-Deutsch ein "Killerspiel", auch übers Internet in einem Team, und ich bewege mich täglich ca. 1-2 Stunden im Internet.
    Damit bin ich so ziemlich alles, das die CXU haßt, verdammt, dagegen abkämpft und gerne zensieren möchte, wenn da nicht dieses dumme Grundgesetz im Wege wäre, über das man manchmal stolpert.
    Meine Seele steht bei den nächsten Wahlen leider nicht zum Verkauf.
    Es gibt noch andere Themen wie das schwule Leben. Aber wer als Partei so vehement gegen "junge" Themen ankämpft, der hat bei mir verloren.
    Oder wie Jörg Tauss (PIRATEN) es gestern im Bundestag gesagt hat: "Alte, graue Männer, die mit Kugelschreibern bewaffnet sind..."
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#12 Kristian
  • 04.07.2009, 08:42h
  • Schon erstaunlich, wie man einen inakzeptablen Satz so konsequent umdeuten kann. Gratulation Herr Letocha!
    In der LSU-Logik liegt dann also beim Satz "Ich mag keine Schwulen." die Betonung natürlich auf "mag" und nicht auf "keine", oder? :P
    Fakt ist, dass die "BILD-Partei" (hallo Frau Krogmann) und "im Profilierungswahn gut gemeint aber schlecht gemacht"-Partei (Hallo Frau Stephanie zu Guttenberg und Frau von der Leyen) sowieso von keinem freiheitsliebenden und toleranten Menschen gewählt werden kann.
    Das kann zum Glück auch bisherigen CDU-Wählern vermittelt werden und es muss ihnen auch vermittelt werden.
    Wählbar ist zur Zeit nur die Piratenpartei (da verlinke ich auch gern auf die sehr gute Rede von Herrn Tauss:
    www.youtube.com/watch?v=WqMPSmW1CPY
    ).
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#13 goddamnedliberalAnonym
  • 04.07.2009, 08:51h
  • Antwort auf #7 von Liedel
  • @Pitty

    "Gibt es eigentlich auch eine "Bad Bank" für überflüssige Gruppierungen wie die LSU (und z.B. auch die HuK- Homosexuelle und Kirche)"

    Also, in Bezug auf die HUK würde ich nicht von einer überflüssigen Gruppierung sprechen. Die haben mich zwar nicht als Mitglied und sind mir auch nicht besonders sympathich, haben aber faktisch viel bewegt, und zwar in den evangelischen Landeskirchen. In der 'Evangelischen Kirche im Rheinland' gab es z. B. eher die Anerkennung von Lebenspartnerschaften als irgendwo auf politischer Ebene.

    Nun könnte man - zurecht - ja sagen: was geht mich das an! Dann vergißt man aber, dass hierzulande alle gesellschaftlichen Bereiche religiös dominiert sind (siehe den Sozi Wolfgang Thierse im ZdK oder die Grüne Göring-Eckhardt als EKD-Präses). Die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in vielen evangelischen Landeskirchen war somit die Vorbedingung für juristische und politische Erfolge.
    Gerade die grundsätzlich reaktionäre deutsche Justiz kann sich jetzt nicht mehr auf das kirchliche Sittengesetz berufen, wenn sie uns zusetzt.

    So ist das halt hierzulande...

    PS. Auch von der 'Linken' würde ich mir keine Abhilfe versprechen. Die haben einerseits eine Beisshemmung gegenüber Christen, weil sie ihnen in der DDR zu arg zugesetzt haben, und von ihrer Beisshemmung gegenüber Moslems wollen wir erst gar nicht reden (am kritischsten sind da übrigens noch wie überall mache PolitikerInnen mit muslim. Hintergrund)...
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#14 TimmAnonym
  • 04.07.2009, 09:18h
  • Also ich finde es zwar gut, dass die CDU in ihrem Parteiprogramm mittlerweile Lebenspartnerschaften anerkennt und akzeptiert. Die Frontalstellung aus den 1990er von damals hat die CDU infolge des Urteils des Bundesverfassungsgericht von 2002 aufgegeben und das Lebenspartnerschaftsinistitut akzeptiert.

    ---
    Vollkommen verfehlt ist es aber, wenn Herr Letocha nochmals auf den altbekannten, veralteten Streit unter den Juristen, ob eine vollständige rechtliche Gleichstellung verfassungsrechtlich überhaupt zulässig sein kann, hinweist. Er sollte wissen, dass dieser Streit vollkommen überholt und von vorgestern ist, da dieser Streit vom Bundesverfassungsgericht in seinem Grundsatzurteil entschieden wurde, wonach Rechte und Pflichten "weitestgehend gleich oder gleich" zur Ehe ausgebaut werden können.

    Ein Abstandsgebot gibt es nicht, Herr Letocha, das sollten sie juristisch eigentlich mitbekommen haben. Von juristischer Seite hat das Bundesverfassungsgericht daher längst "Grünes Licht" zur Gleichstellung gegeben und das dürfte Herr Letocha eigentlich wissen.
    Daher verwundert es mich sehr, wenn er auf diesen längst 2002 entschiedenen Streit verweist und sollte dies besser in seiner Darstellung des Themas lassen. Vollkommen daneben ist dies.

    ----

    Ansonsten kann ich nur sagen: gut das die CDU zumindest die Lebenspartnerschaft mittlerweile akzeptiert, denn hierdurch erspart sie sich den Vorwurf, dass diese Partei homosexuelle Paarbindungen als ethisch oder theologisch sündhaft bewertet. So gesehen ist dies nämlich der eigentliche Fortschritt den mittlerweile die CDU mit ihrem Parteiprogramm geschafft hat.

    ----

    Natürlich sind andere Parteien des Bundestages viel weiter und besser aufgestellt, wenn es um das Thema Eheöffnung geht.
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#15 jungwolfAnonym
  • 04.07.2009, 09:59h
  • Ja, es ist wundervoll, dass man nicht mehr das große Arschloch ist, sondern nur noch das Arschloch. Da sind die echt auf uns zugegangen. Respekt!!
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#16 holger
  • 04.07.2009, 10:01h
  • die berufung auf das grundgesetz bleibt infam, stammt es doch aus einer zeit, in der homosexualität unter strafe stand. an eine gleichgeschlechtliche partnerschaft als rechtsinstitut war überhaupt nicht zu denken, konnte demnach also auch nicht im grundgesetz verankert werden.

    der spruch der cdu "toleranz ja, ehe nein" heißt doch nichts weiter, wir verfolgen euch schwule nicht mehr und bestrafen werden wir euch auch nicht - aber das ist es doch schon!

    ich pfeife auf solche art von toleranz, die in meinem empfinden den schwulen und lesben die würde nimmt, weil sie nicht ehrlich ist.

    toleranz muss mehr folgen haben als nur leere worthülsen, sonst ist sie keine.
    die cdu trägt durch ihre blockaden dazu bei, dass es in unserer gesellschaft weiterhin politisch korrekt bleibt, menschen aufgrund ihrer sexuallen identität zu diskriminieren.

    und ich fremdschäme mich, wenn schwule, das auch noch gut heißen und meinen, die cdu hätte sich bewegt, indem sie uns in ruhe lässt.

    übrigens ist die cdu meiner erinnerung nach immer nur durch gerichte gezwungen worden, ihre diskriminierungen einzuschränken.
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#17 Tim_ChrisProfil
  • 04.07.2009, 10:11hBremen
  • Antwort auf #14 von Timm
  • Jubel, wir können ein Fass aufmachen, die CDU/CSU ist zumindest schon mal im 20. Jahrhundert angekommen und hat eingesehen, dass wir Menschen sind. Zwar noch immer 2. Klasse, aber immerhin schon Menschen. Vielleicht tatsächlich ein Verdienst der LSU, vielleicht auch der Druck der anderen Parteien und der Gesellschaft oder gar des Europäischen Gerichtshofes, dem sich nicht mal mehr die CDU/CSU entziehen kann.

    Wenn sie dann im 21. Jahrhundert angekommen sind und uns endlich mal in ALLEN Bereichen als völlig gleichberechtigt mit Heten ansehen, dann kann man über dies "C"-Parteien als LGBT auch noch mal nachdenken, aber so lange bleibt sie für mich noch immer unwählbar.
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#18 PhaidrosAnonym
  • 04.07.2009, 10:27h
  • Was? Ich als schwuler, latent libertärer Student aus einer Familie der unteren Einkommensklasse soll die CDU wählen?

    Lasst mich einen großen Vorsitzenden der CSU zitieren: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber."
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#19 alexander
  • 04.07.2009, 10:32h
  • gott schütze uns vor solchen "nachwuchspolitikern" !!!!!!!!!

    was speziell von diesem burscherl zu halten ist, wurde in früheren threads schon ausführlichst behandelt, man sollte das eikele nicht über gebühr wichtig nehmen !
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#20 stephan
  • 04.07.2009, 11:49h
  • "Wir sollten über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für mehr Rechte eintreten und uns nicht nur gegenseitig Defizite vorwerfen! "

    Das ist doch mehr als lachhaft: Natürlich muss man genau an den - als defizitär erkannten - Punkten arbeiten ... woran denn sonst?

    "Als ein Beispiel sei nur die Gleichstellung von Lebenspartnern und Ehegatten bei den Freibeträgen der Erbschaftssteuer genannt. "

    Na, wer die Diskussion eifrig verfolgt und vielleicht selber mit verschiedenen MdBs korrespondiert hat, weiß doch genau, wie diese Debatte verlaufen ist. Andere Parteien und Gruppen mussten die Union am Nasenring zu einer halbwegs vernunftgerechten Position führen und so mussten die Unionsparteien schließlich aus Angst vor der Bloßstellung ihrer Intoleranz und Unkenntnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit zustimmen!

    "In der letzten Zeit bemerke ich leider eine zunehmende Intoleranz innerhalb der lesbisch-schwulen Szene, die mich beunruhigt!"

    Das ist eine absolute Unverschämtheit. Wir sind intolerant, weil wir uns und unsere Beziehungen nicht mehr als zweitklassig angesehen wissen wollen, weil wir es im 21. Jh. einfach nicht mehr akzeptieren, dass politische Kräfte mit Berufung auf sog. christliche Wurzeln Minderheiten missachten? Lachhaft! und unverschämt!

    Für mich geht es nur um eines: Kommt die Union endlich dahin, die gesellschaftliche Wirklichkeit anzunehmen und
    1. sexuelle Minderheiten vor Diskriminierung zu schützen und dies durch Aufnahme in Artikel 3.3 zu schützen,
    2. homosexuelle Beziehungen endlich als absolut gleichrangig, gleichwertig und gleichgestellt anzusehen und dies durch Unterstützung entsprechender Gesetzesänderungen zu dokumentieren.

    Bis dahin bleibt die Union für mich, was sie immer war: intolerant, konservativ-ideologisch, religiös-verblendet ...

    Schließlich bleibt ein Schwulenhasser auch dann noch ein Schwulenhasser, wenn er die Existenz des schwulen Paares in der Nachbarwohnung zur Kenntnis nimmt und sie seit neustem sogar grüßt ...

    Also: Ich kann mich immer noch kaum beruhigen - wirft uns, Lesben und Schwulen, dieses LSU-Jüngelchen doch Intoleranz vor, weil wir kein Verständnis für das Schneckentempo der Union haben und weil wir ihr ideologische Gefangenschaft in einer sehr dunklen Ecke nicht akzeptieren wollen. UNVERSCHÄMT (und dumm)!!!
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#21 gatopardo
  • 04.07.2009, 12:19h
  • Man kennt diesen Typus eines schwulen Konservativen, der Betriebswirtschaft studiert hat, aus klassischem Bürgertum stammt und sich bedingungslos für eine christdemokratische Welt einsetzt und wo die Gleichstellung schon irgendwie kommen wird, denn man ist schliesslich nicht nur neo, sondern auch liberal. Vielleicht sind diese jungen Leute in jenen C-Parteien sogar notwendig, denn einem Druck von aussen, also aus anderer sozialpolitisch fortschrittlicheren Ecke würde da doch sonst niemals nachgegeben.
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#22 hwAnonym
#23 jochenProfil
  • 04.07.2009, 12:36hmünchen
  • bei der aktuellen parteien-diskussion sollte man bedenken , dass die politischen parteien meist nur verwalter und hüter der momentanen verhältnisse sind.

    veränderungen, neue richtungen und bewegungen kommen meistens von ausserhalb d. parlaments. z.b. die bürgerrechtsbewegungen - schwulenemanzipation, umweltbewegung, arbeiterbewegung, anti-akw, die außerparlamentarische opposition der 68-ger...usw..

    die parteien ,bzw. das parlament nimmt dann diese strömungen und forderungen der außerparlamentarischen kräfte bestenfalls auf. (sehr oft nehmen die parteien die forderungen der lobbyistengruppen auf)

    wer also mit den jetzigen zuständen nicht zufrieden ist und wer etwas verändern möchte, sollte sich meineserachtens von den parteien nicht allzuviel erwarten.
    wir müssen es selber tun.
    (der einzelne wird nichts bewegen)
  • Antworten » | Direktlink »
#24 goddamnedliberalAnonym
  • 04.07.2009, 12:39h
  • Antwort auf #22 von hw
  • @hw

    Bitte mein 'PS' genau lesen...

    Leute wie Frau Dagdelen sind die letzten, die heutzutage noch die Werte der Aufklärung hochhalten. Sehr gut ist auch ihre Kritik am Kulturalismus, der soziale Konflikte zukleistert...

    Aber: Ist das repräsentativ für das, was sich hier und heute hierzulande 'links' nennt?

    Oder ist es nicht eher Jürgen Elsässer, der über iranische 'Diskomiezen' und 'Strichjungen' fantasiert, die Ahmadimedschads Truppen im Darkroom behandeln sollen?

    juergenelsaesser.wordpress.com/2009/06/15/gluckwunsch-ahmadi
    nedschad/


    Auch die 'Junge Welt' ist da nicht viel besser...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 hwAnonym
  • 04.07.2009, 13:09h
  • Antwort auf #24 von goddamnedliberal
  • also elsässer lese ich nicht.
    ich kenne das angesprochene aus einem artikel
    bei telepolis.
    scheinbar kann man den "skandal" auch ganz anders beleuchten.

    "..Iran und die Fakten eines Leitmediums

    Marcus Klöckner 30.06.2009

    Seit der Wahl im Iran wird über den Ausgang diskutiert: War es Wahlbetrug oder nicht? Ein Spiegel-Artikel liefert ein groteskes Bild eines mainstreammedialen Wirklichkeitsverständnisses. Eine Analyse...."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30632/1.html

    zu welcher linken ?

    zu welchem generalstreik ?

    www.tudehpartyiran.org/detuch.htm

    wer stellt wo was und vor allem warum als repräsentativ dar ?

    das erste iranische rollkommando erlebte ich hautnah als antos, vermutlich in der 7/8. klasse, in relativer nähe im unterricht saß. war im inter II in mainz.

    kripo und verfassungsschutz ermittelten.
    natürlich gegen die opfer.
    ich habe seit langem schon einige iranische freunde
    und bekannte arbeiter, teppichhändler, ingenieure
    und zwei geisteswissenschaftler.
    früher hätten die sich gefetzt, als linke.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 FloAnonym
  • 04.07.2009, 13:18h
  • Diese peinliche LSU, die so gerne von ihren konservativen Partei"freunden" akzeptiert würden und ihnen nachhecheln sind ja echt peinlich...

    ------

    "In der letzten Zeit bemerke ich leider eine zunehmende Intoleranz innerhalb der lesbisch-schwulen Szene, die mich beunruhigt! Sind wir es nicht als Community, die Jahr für Jahr gemeinsam um Toleranz und Respekt in der Gesellschaft werben?"

    Nee, schon klar: andere behandeln uns als Menschen 2. Klasse und zeigen keine Toleranz, aber wir sollen gegenüber deren Haltung tolerant sein...

    Ich weiß nicht, ob ich das nur peinlich oder dumm finden soll...

    -----------

    "Und wir wurden nicht enttäuscht! Es heißt jetzt im Unions-Wahlprogramm wörtlich: "Eine vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften mit der Ehe lehnen CDU und CSU ab." (...) Wir als LSU streben eine weitest mögliche Angleichung an und sehen uns durch die gewählte Formulierung unterstützt."

    Wie unterwürfig kann man sich eigentlich noch anbiedern, wenn man die Festschreibung von Diskriminierung als "wir wurden nicht enttäuscht" und "sehen uns unterstützt" ansieht...

    Und zu Art. 6: dass Ehe und Familie unter besonderem Schutz stehen, ist ja auch richtig, das heißt aber nicht, dass nicht auch gleichgeschlechtliche Ehen und Familien diesen Schutz verdienen. Das steht da nirgends, sondern ist Interpretationssache.

    Und sollten auch die höchsten Juristen dies so interpretieren, dann ist dieser Teil des GG halt diskriminierend und sollte von der Legislative geändert werden (was dann aber wohl an der Union scheitern würde).

    ---------------

    "Einige Kommentatoren in den verschiedenen Foren bemerken in dem Zusammenhang bereits gewohnheitsmäßig, dass die Union für sie nicht wählbar sei. Bei dieser Einstellung fehlt mir grundsätzlich eine differenziertere Haltung."

    Das ist nur soweit "gewohnheitsmäßig", wie die Union uns gewohnheitsmäßig diskriminiert.

    Die Sache ist ganz einfach: solange die Union mich als Menschen 2. Klasse behandeln will, kann ich sie nicht wählen - da inteeressiert erst gar nicht das restliche Programm.

    Schwarze, Juden, etc. würden ja auch keine faschistische Partei wählen. Wer Menschen schlecht bahandeln will, darf auf deren Stimmen nicht hoffen, egal wie das restlichde Programm aussieht...

    ------------

    "Nachdem die CDU im Jahr 2007 die Anerkennung der Eingetragenen Lebenspartnerschaften in ihrem Grundsatzprogramm verankert hat
    (...)
    Unsere Mutterpartei kann man vieles vorwerfen, aber eines definitiv nicht, dass sie sich in den letzten Jahren nicht erheblich voran bewegt hätte. Denn genau das hat sie und das gibt uns als LSU auch immer wieder Kraft um diese gesellschaftspolitische Arbeit aus voller Überzeugung fortzuführen."

    Will uns der Autor da verarschen?

    Die Union hat mehrfach gegen die eingetragene Partnerschaft geklagt!!

    Nachdem sie damit immer wieder vor den Gerichten grandios gescheitert sind, sich dieses Rechtsinstitut etabliert hat und von der Mehrheit der Bevölkerung positiv gesehen wird, muss die Union einsehen, dass sie es nicht mehr verhindert können und das Rad nicht zurückdrehen können.

    Und erst dann schreibt man, dass man das akzeptiert. Hallo? Das ist so, wie wenn sich jemand durch die Instanzen klagt und immer wieder verliert und am Ende sagt er dann generös, dass er das Urteil akzeptiere!

    Würde sich die Union wirklich bewegen, dann würde sie nicht Dinge, die sie nicht mehr ändern kann, akzeptieren, sondern ihren Widerstand gegen weitere Fortschritte aufgeben!!

    ------------------

    "Wir sollten über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für mehr Rechte eintreten und uns nicht nur gegenseitig Defizite vorwerfen!"

    Die einzig wahre Aussage im ganzen Gastartikel! Nur beinhaltet diese Aussage auch, dass das nur mit solchen Parteien geht, die sich auch bewegen können. Eine Partei, die nur akzeptiert, was sie eh nicht mehr ändern können und alles andere bis aufs Blut bekämpft bleibt unwählbar. (Ob es der LSU gefällt oder nicht...)

    --------

    Würde die Union irgendwann nicht mehr Leute schlechterstellen, nur weil sie lieben, dann könnte man über das restliche Programm reden und sie vielleicht sogar wählen. Aber das werden wir wohl nicht mehr erleben...
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#27 goddamnedliberalAnonym
  • 04.07.2009, 13:36h
  • Antwort auf #25 von hw
  • @hw

    Sag ich ja. Marx (und meinetwegen Mossadegh) statt Foucault sind angesagt. Wer als Schwuler (und als Mensch) 1979 über eine spirituelle Revolte faselt, während der klerikale Mob triumphierend eine verkohlte Frau durch die Strassen schleppt, weil sie als Prostituierte gearbeitet hat, der ist halt politisch blamiert.

    Und wenn heute in Teheran ein neomoderner Aufstand losgeht, dann sollten auch wir aus den postmodernen Derridada-Träumen erwachen...

    PS. Mainstream ist nur bah, wenn er rein medial inszeniert ist. Mainstream kann auch volksnah sein. Und vor dem Volk sollte kein Linker zurückschrecken...
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#28 Daniel
#29 QueenMargrethe
  • 04.07.2009, 14:36h
  • Der Letocha schon wieder... was soll ich von einem Haufen bemitleidenswerten Konservativen halten, die sich einer Ignoranz- und Intoleranzpartei anbiedern und lieber Heten wären...

    Die Union war, ist und wird immer unwählbar sein, denn allein schon das "Christlich" hat in der Politik nichts verloren... Glaube und Religion sind Privatsache und gehören weder in Legislative, noch Exekutive oder Judikative.

    Bei der CDU/CSU ist es doch gang und gäbe NICHTS für die Menschen in diesem Land, sondern nur für die eigene Tasche zu tun...
    "Näher am Geldbeutel der Menschen"...

    Und da bekanntlich das letzte Hemd keine Taschen hat, nimmt die Union eben das Hemd...

    Und welche Existenzberechtigung die LSU hat, ist mir noch nicht ganz klar...

    Allen ein schönes Wochenende!
    Es grüßt euch ganz herzlich

    Hendes Majestæt Dronningen
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#30 hwAnonym
  • 04.07.2009, 15:48h
  • Antwort auf #27 von goddamnedliberal
  • "Und vor dem Volk sollte kein Linker zurückschrecken..."

    sag mal, hast du einen aphorismenabreißkalender, du weißt schon, diese größeren brühwürfel mit tagesrationen ?

    das hat mir meine uroma schon beigebracht.
    bei zwei geschichten hatten sie immer leuchtende
    augen. uropa beim kieler matrosenaufstand, das regime
    war so nett, die jungs mit waffen zu versorgen, und
    bei der geschichte von der falschaussage in marseille
    für einen schwulen offizier (2. weltkrieg)
    uropa war metallfacharbeiter.

    bilderbücher ausleihen ging sie mit mir immer bei
    einem kriegsversehrten (1 bein, 1 arm). der hatte
    seine wohnung mit 4 zimmern als ausleihe. massig
    bücher.

    als ich dann 18 war, erklärte sie mir, sie war kurz vorm sterben, dass der mann der parteikassierer(illegale kpd) war und die informationsverteilung über die leibücher lief.

    die nette alte frau in der nähe unserer alten wohnung,
    die handarbeitskurse gab, sei moskau-schülerin gewesen, und ihr mann nicht mehr aus rußland heimgekehrt. ich fragte an welcher front. sie antwortete
    nur: stalin.

    trotzdem, twittern ist gut, kontrolle ist besser.
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#31 free_worldEhemaliges Profil
  • 04.07.2009, 17:21h
  • Antwort auf #11 von Skunki
  • Wow, du bist ja ein gaaaaaaaaaanz böser!

    Aber glaube mir, DU BIST NICHT ALLEIN!

    P.S.: Wenn Du Offizier bei der Bundeswehr währst und das Land am Hindukusch gegen Drogenhändler, Warlords etc "verteidigen" würdest, wären die (Realen) Killerspiele alle nicht so geächtet...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#32 alfAnonym
  • 04.07.2009, 18:02h
  • Ja, die CDU hat sich bewegt aber wenn man so tief im Keller sitzt dann bringt diese Bewegung noch kein Tageslicht. Ganz nebenbei, wo wäre die Postion der CDU+CSU hinsichtrlich Lesben + Schwulen wenn es die anderen Parteien, insbesondere die SPD nicht gäbe? Ich erinnere nur an die erste Teilabschaffung des unrühmlichen §175!
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#33 LorenProfil
  • 04.07.2009, 18:51hGreifswald
  • Tut mir Leid, verehrte LSU bzw. CDU/CSU,
    aber als seit 2002 in einer ELP Lebender bleibt
    diese Partei für mich weiterhin nicht wählbar,
    da sie meine Partnerschaft als rechtlich zweit-
    klassig behandelt: gleiche Pflichten, aber
    weniger Rechte (ich sage nur Steuerpolitik).
    Euer politisches Handeln zeigt, dass Ihr Lesben
    und Schwule bestenfalls duldet, aber nicht als
    gleichwertige Menschen akzeptiert.
    Wer mich als zweitklassig behandelt, bekommt
    deshalb von mir noch lange nicht meine Zweit-
    stimme.
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#34 goddamnedliberalAnonym
#35 manon
  • 04.07.2009, 19:36h
  • ..."gemeinsam um Toleranz und Respekt in der Gesellschaft werben?"

    Ich kann nicht glauben, was Eike Letocha hier abliefert. Ich werbe nicht mehr, ich fordere und diese Weichspüleierei bin ich auch leid. Ich leiste mir den Luxus der Intoleranz, weil solche Leute permanent Toleranz fordern ohne selber dieses zu praktizieren. Mag er in dieser Partei aufgehoben sein, da bin ich ganz tolerant, aber ich kann derartige Diskriminierung nicht mehr tolerieren. Außerdem kann das Grundgesetz für andere Dinge einfach geändert oder erweitert werden, aber bei Gleichstellung von Schwulen und Lesben wird getan, als wenn es in Stein gemeißelt wäre.
    Mag die CDU/CSU wählen wer mag, in der Community werden sich wahrscheinlich nicht so viele finden
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#36 WolfgangAnonym
  • 04.07.2009, 21:14h
  • Kaum zu glauben, was man da lesen muss: Wir Lesben, Schwule und Transgender sollen den C-Partein nun wohl auch nch dankbar sein für die gewaltigen Fortschritte, die sie für uns mühselig gegen alle Widerstände gegen Grüne und SPD errungen haben! Schlicht lächerlich. Und wenn man die homophobe Politik der CDU, insbesondere der CSU kritisiert, wird man auch noch als intolerant hingestellt! Vielleicht sollen wir demnächst auch noch vor dem Papst auf die Knie fallen und ihm dafür danken, dass er uns schon immer geliebt hat.

    Sicher: Die Altvorderen der C-Parteien, ob die Herren Strauß, Uhl und Geiß, aber natürlich auch Kohl weilen nicht mehr unter uns oder haben kaum noch politische Macht. Aber von einer Frau Merkel habe ich noch keine einzige Aussage vernommen, dass sie sich auch für die Rechte der Queer Community einsetzt - im Gegenteil.

    Das Wahlprogramm, ganz unbescheiden ja auch Regierungsprogramm genannt, macht für jeden realistisch denkenden Menschen eines klar: Fortschritte wird es mit einer C-geführten Regierung nicht geben. Und selbst ein schwuler Außenminister wird daran nichts ändern, solange es aus seiner Sicht nicht karrierefördernd ist, sich für unsere Rechte einzusetzen.

    Grüße
    Wolfgang
    Rosa Liste München
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#37 Absurde LogikAnonym
  • 04.07.2009, 22:08h
  • Antwort auf #33 von Loren
  • "...als seit 2002 in einer ELP Lebender...weiterhin nicht wählbar, da sie meine Partnerschaft als rechtlich zweitklassig behandelt"

    Ups, das hast du aber früh gemerkt, dass mit der "ELP" die ultimative sexuelle Apartheid festgeschrieben wurde. Außerdem liebe ich diese wunderbar einfältige Sichtweise - "ich als in einer ELP Lebender". Was ist denn mit all den homosexuellen Menschen, die nicht in einer "ELP" leben (sprich: der überragenden Mehrheit homosexuell empfindender Menschen in dieser Gesellschaft)? Wer interessiert sich eigentlich für deren Belange, z.B. für die, die in den Schulen, Sportvereien, über die Massenmedien tagtäglich einer aggressiven heterornormativen und homophoben Gewalt ausgesetzt sind??? Die, die sich eigentlich frei und selbstbestimmt sexuell entdecken können sollten, es aber nach allen vorliegenden Erhebungen zu diesem Thema immer weniger können???

    DAS sind die Menschen, die zwar über keine Lobby in Gestalt unserer Verbands"repräsentanten" verfügen, aber an deren Schicksal sich in allererster Linie die Gesellschaft von morgen entscheidet! Und gerade mit Blick auf diese Realitäten, auf die Sabotage jeder angemessenen Aufklärung über sexuelle Vielfalt in den Kindergärten und Schulen, in der Jugendarbeit etc., die Blockade jeder breitenwirksamen Antidiskriminierungspolitik überall dort, wo CDU/CSU das Sagen haben, sind diese Parteien für mich unwählbar!
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#38 Adrian
  • 05.07.2009, 00:24h
  • @Eike Alexander Letocha

    Tja Eike Alexander,

    wenn ich mir die inzwischen aufgelaufenen Kommentare zu Deinem Artikel so durchlese ...dann würde ich an Deiner Stelle irgendwelche "Konsequenzen" ziehen.

    Als Vorschläge hätte ich anzubieten:

    - Austritt aus der CDU oder
    - den Versuch heterosexuell zu leben oder
    - einen Rhetorik-Kurs belegen ("Lügen, ohne rot zu werden!"), ach den Kurs hast du schon erfolgreich abgeschlossen, na dann also weiter
    - Selbsthilfegruppe gründen für "von der schwul-lesbischen Community unverstandene LSU-Mitglieder helfen sich gegenseitig" oder
    - LSU-Mitglieder laden Volker Kauder (Kauder ist Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und scharfer Gegner nicht nur der "Homo-Ehe", sondern auch der derzeit gesetzlich verankerten sog. "Eingetragenen Partnerschaft"
    www.bundestag.de/mdb/bio/k/kaudevo0.html)
    zu einem Gespräch ein und schimpfen ganz doll mit ihm, weil er der LSU so sehr schadet :-) oder

    Eike Alexander Letocha geh' uns einfach nicht weiter auf den Sack!

    Und jetzt langweilst du mich tierisch.

    Nein, ich wünsche dir kein schönes Wochenende, denn du schadest unserer Community!!!
    Adrian
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#39 Ainer v. FielenAnonym
#40 Adrian
  • 05.07.2009, 01:16h
  • @Eike Alexander Letocha

    Da bin ich noch einmal:

    Wenn ich mir überlege, dass sich immer noch jedes Jahr so unverhältnismäßig viele junge Schwule umbringen
    www.coming-out-day.de/
    werde ich wütend auf Leute, wie dich.

    Was du damit zu tun hast?
    Wer heute mit vielleicht 16 Jahren sein Coming Out hat und sich plötzlich als Außenseiter fühlen muss, der "von allen" gehaßt wird, der braucht zumindest "schwule Vorbilder", an denen er sich irgendwie orientieren kann.

    Also selbstbewußte, erfolgreiche Männer, die in ihrem Umfeld (Wirtschaft, Politik, Sport, Wissenschaft, Kultur etc.) offen schwul sind.

    Parteien/Politiker aber, die es uns so schwer machen, uns selbst zu mögen (indem sie uns, auf dem Weg zur Gleichstellung innerhalb der Gesellschaft, ständig "Steine in den Weg werfen") und dadurch auch von anderen gemocht oder zumindest akzeptiert zu werden, handeln "kriminell", weil sie indirekt zu den massenhaften Selbstmorden von jungen Schwulen und Lesben beitragen.

    Diese Selbstmorde geschehen meist aus Verzweiflung und werden kaum öffentlich. Weil Eltern sich beispielsweise schämen zuzugeben, dass sie versagt haben, als sie ihr Kind nicht in seinem Selbstfindungsprozess unterstützten.

    In solchen Todesanzeigen liest man dann häufig: "Aus, für uns unfassbaren, Gründen ..." Aus Angst davor, "was die Nachbarn sagen könnten, wenn sie wüßten, dass der nette Junge schwul war." Andere Eltern haben noch nicht einmal einen Abschiedsbrief, mit dem Motiv, vorgefunden.

    Eike Alexander Letocha, krieg deinen Arsch hoch, denn auch (und besonders) Politiker haben eine Vorbildfunktion, weil sie die Repräsentanten der Bevölkerung sind.

    Adrian

    P.S. Wenn du es nicht für dich tun willst, mach' es für die "Kids", die haben ihr ganzes Leben noch vor sich und diese Selbstmorde sind so ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft!
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#41 KameliendameEhemaliges Profil
  • 05.07.2009, 04:07h
  • Glaubt Letocha den Mist den er von sich gibt eigentlich selber?

    Das fänd ich wirklich tragisch....
  • Antworten » | Direktlink »
#42 Axel FAnonym
#43 Axel FAnonym
#44 Adrian
  • 05.07.2009, 09:52h
  • Antwort auf #39 von Ainer v. Fielen
  • Ja, denn ich glaube eine "andere Sprache" verstehen viele der selbstgerechten Politiker einfach inzwischen nicht mehr. Ob Eike das hier überhaupt jemals lesen wird, weiß ich nicht - aber vielleicht macht ihn irgendjemand von seinen Beraterern darauf aufmerksam. Ich habe übrigens festgestellt, dass auch einzelne durchaus etwas erreichen können (Leserbriefe, Mails an Abgeordnete usw.), darüber staune ich selbst oft noch.
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#45 manon
  • 05.07.2009, 13:13h
  • was ich ganz vergaß:

    "CDU - und sie bewegt sich doch!"

    Da strickt Herr Letocha die Galileo Galilei zugeschriebene Aussage:"...Und sie bewegt sich doch!" mal ganz schnell um, sollte aber auch berücksichtigen, das Galilei vorher offiziell abgeschworen hatte, weil die Inquisition es von ihm verlangt hatte.
    Tja Herr Letocha, ich frage mich, wem oder was haben Sie denn abgeschworen ? Oder wollen Sie uns das hier genauso "heimlich" erzählen wie Galilei das getan haben soll um seinen Kopf zu retten?
    Eine Antwort werde ich wie immer von "POlitkern" eh nicht erhalten
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#46 Absurde LogikAnonym
  • 05.07.2009, 13:58h
  • Antwort auf #40 von Adrian
  • Danke, @Adrian, für diesen eindringlichen und wichtigen Beitrag!

    Die exorbitant höhere Suizidrate unter homosexuellen Jugendlichen ist das äußerste Ende der Fahnenstange einer durch und durch aggressiv heteronormativen Gesellschaft. Es ist unfassbar, dass im Jahr 2009 die mittelalterliche Erfindung und Konstruktion einer angeblichen heterosexuellen "Norm" teilweise aggressiver als je zuvor jedem Menschen vom ersten Atemzug an eingetrichtert wird. Die Massenmedien mit ihrem immer absurderen, aber auch extrem wirkungsvollen Hetero(!)sexismus, haben einen ganz wesentlichen Anteil daran, ebenso wie natürlich die Tatsache, dass in Erziehung und Bildung weiterhin keine auch nur ansatzweise angemessene Aufklärung über Homosexualität als gleichberechtigte (!) sexuelle Orientierung stattfindet. In Wahrheit werden junge Männer in dieser Gesellschaft ja ganz bewusst noch nicht einmal richtig über ihren Körper und ihre Sexualorgane aufgeklärt! Und die entsprechenden empirischen Erhebungen zeigen, dass sie - zu einem großen Teil befördert durch die heteronormative Zwangssexualisierung, denen sie vor allem durch die kommerziellen Medien unterworfen werden - zu Beginn des 21. Jahrhunderts so wenig sexuelle Freiheit empfinden, sich mit dem gleichen Geschlecht sexuell auszuprobieren, wie noch nie zuvor seit Beginn entsprechender Erhebungen Anfang der 70er Jahre!

    Wie man sieht: Es geht um SEHR viel mehr als die "Eingetragene Lebenspartnerschaft"! Es geht um sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung als solche und letztlich um die Emanzipation des Mannes von der absurden "Männlichkeitslogik" und von der sexuellen Unterdrückung, der er durch die konstruierte Zwangsheterosexualität seit dem Mittelalter unterworfen wurde (bzw. sich weiterhin nur zu bereitwillig unterwerfen lässt). Es geht im Kern darum, die einzig und allein konstruierte (und nicht etwa vom Himmel gefallene) zwangsheterosexuelle "Mehrheit" und v.a. ihren Normativitätsanspruch (!) aufzulösen und uns als Homosexuelle nicht länger bereitwillig in die Minderheitenposition (die ebenso wenig vom Himmel gefallen ist) hineindrängen zu lassen. Und bevor jetzt wieder einige aus vorauseilendem Gehorsam vor der "Mehrheit" mit dem Hinweis auf "Fortpflanzung" kommen: Menschliche Fortpflanzung bedarf in keiner Weise einer heterosexuellen Orientierung/Identität - eben diese unsinnige und jeder Logik entbehrende Verquickung ist integraler Bestandteil der Unterdrückung von (Homo-) Sexualität, wie sie seit dem Mittelalter stattfindet!
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#47 Lupo__Profil
  • 05.07.2009, 18:37hBielefeld
  • "Und wir wurden nicht enttäuscht! Es heißt jetzt im Unions-Wahlprogramm wörtlich: "Eine vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften mit der Ehe lehnen CDU und CSU ab.". Die Betonung liegt dabei auf vollständig und nicht auf Ablehnung. "

    Wollen wir hier etwa Wortklauberei betreiben?

    Mich würde es ja wirklich freuen, wenn die CDU und die CSU sich jemals (!) dazu berufen fühlen würde, Forderungen der schwul-lesbischen Community zu unterstützen, ohne daß vorab Druck vom Koalitionspartner, zb der FDP ausgeübt wird.

    Aus welchen Gründen wird denn ein Adoptionsrechte für homosexuelle Paare von Anhängern der CDU/CSU abgelehnt? - Weil man homosexuelle Paare weitgehend nicht als "im Sinne der christlichen Moral ansieht".

    Als löbliche Ausnahme möchte ich Rita Süssmuth erwähnen, die sich stets für mehr Toleranz innerhalb der eigenen Reihen eingesetzt hat und die auch (wohlbekannt in Polen) sich deutlich für die dortige Parada Rownosci einsetzt.
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#48 ChristineAnonym
  • 05.07.2009, 21:50h
  • Sehr geehrter Herr Letocha,
    zur Lesben- und Schwulenpolitik der CDU: Solange Ihre Partei nicht für die vollständige Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare mit gleichen Rechten (inklusive Adoptionsrecht) eintritt, ist sie leider für unseren schwulen Sohn, seine Familie (Großeltern, Eltern, Geschwister) und seine engsten Freunde und Freundinnen auf diesem Gebiet vollkommen unwählbar. Vielleicht sollte Ihre Partei nicht nur auf die Stimmen religiöser Fundamentalisten (jedweder Religion) schielen, sondern die gleiche Wertigkeit ALLER Bürger einer Gemeinschaft anerkennen und sich auf die Verwirklichung und Verteidigung von grundlegenden Menschenrechten konzentrieren. Dazu gehört übrigens auch eine engagierte und begleitende Aufklärungspolitik für junge Menschen in der Schule und eine bessere Unterstützung für HIV-Infizierte. Außenpolitischer Druck auf Staaten, in denen sexuelle Minderheiten nicht nur diskriminiert, sondern sogar verfolgt und ermordet werden, stünde einer christlichen Partei auch nicht schlecht, finde ich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Christine
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#49 mok120Profil
  • 05.07.2009, 22:58hNürnberg
  • Wenn man ein Wort fettdruckt kann man sich offensichtlich sogar die allergrößte Grütze schönreden ;-)

    Generell sehe ich den Sinn einer "LSU" nicht so ganz. Bringt offensichtlich auch nicht mehr, als, sagen wir, ein Ausländerbeirat bei der NPD.
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#50 NorthsideProfil
  • 06.07.2009, 01:58hHamburg
  • Der Beraterstab der LSU hält sich in Grenzen:-). Als ehemaliger LSUler möchte ich erst mal darauf hinweisen, das hier, wie richtig erkannt, die Partei nicht hinter ihre eigene parteinahe Organisation steht.

    Mit wenigen Ausnahmen(z.B. Berlin) bekommt die LSU keinen Cent von der Partei und höchstens vielleicht mal logistische Unterstützung in Form eines Parteisonnenschirmes. Das wird sich auch nicht in den letzten Jahren geändert haben. Das sieht bei den anderen Parteien etwas anders aus. Das Engagement(auch das finanzielle) war und ist wahrscheinlich bei den Mitgliedern der LSU weitaus höher als bei den Mitgliedern schwullesbischen Organisationen der anderen Parteien. Deshalb finde ich PERSÖNLICHE Angriffe nicht gerechtfertigt.

    Im übrigen habe ich folgende eher seltsame Erfahrung bei den schwulen Mitgliedern der großen Parteien gemacht. Bei der CDU sagen sie alle, dass sie konservativ und spießig sind, im realen Leben ist das eher umgekehrt und bei der SPD tun sie alle ziemlich modern, sind aber in Wirklichkeit ziemlich spießig und konservativ mit dem eigenen Lebenstil.

    Wie man als Schwuler in der CDU, später auch in der LSU landet?
    Mir haben Leute wie Geissler, Süssmuth und Biedenkopf doch irgendwie mehr zugesagt, wie Scharping, Lafontaine und H.J.Vogel.

    Die Grünen waren mir damals noch sehr auf den Alternativ bzw.Ökokurs und sind mir zu sehr auf Schmusekurs mit den Muslime. Von der FDP gar nicht zu reden. Ich bin kein Millionärssohn und Manchester-Kapitalismus(Westerwelle nennt es heutzutage soziale Marktwirtschaft) sagt mir nicht unbedingt zu.

    Man stellt aber irgendwann bei der CDU fest, dass die Arbeit der LSU umsonst ist. Die CDU geht zwar hin und wieder mit, z.B. in Großstädten, wo sie ein eher liberales Bild abgibt, weil sie sonst keinerlei Chancen hätte zu regieren. Aber auch ein Ole von Beust ist nie ein homosexueller Kandidat der CDU gewesen, sondern während seine Amtszeit stellte sich nun mal zumindest offiziell raus , dass er homosexuell ist. Was durchaus richtig ist, dass die CDU nicht so sehr mehr auf ihre homofeindliche Positionen beharren. Wenn es z.B. in Koalitiongespräche um längere Atomkraftwerkslaufzeiten im Gegenzug gegen die völlige Gleichstellung gehen würde. Würde sich die CDU weiterhin sperren? Es ist also derzeit eher eine Frage des Preises, als ein genereller Widerstand. Wenn es der Union nicht unmittelbar nützt, bleibt sie allerdings bisweilen sogar homophob und das hat sich (leider) auch in 10 Jahren LSU nicht verändert. Daher ist die Union für Menschen, die als Ziel eine völlige Gleichstellung möchten, nicht wählbar, sondern man muss andere Parteien stärken.
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#51 Simon1979Anonym
  • 06.07.2009, 09:31h
  • Antwort auf #50 von Northside
  • "Aber auch ein Ole von Beust ist nie ein homosexueller Kandidat der CDU gewesen, sondern während seine Amtszeit stellte sich nun mal zumindest offiziell raus , dass er homosexuell ist."

    Und nun bei Peter Kurth in Köln ist das anders und absolut kein Problem. Von offen schwulen Bundes- und Landtagsmitgliedern ganz zu schweigen. Denn: Sie bewegt sich doch!
    :-)
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#52 Daniel
  • 06.07.2009, 09:47h
  • Antwort auf #50 von Northside
  • Hallo Northside,

    mir gefällt dein Kommentar, weil er ehrlich und selbstkritisch auf mich wirkt.

    Ja, ich habe Eike in diesem Kommentarbereich angegriffen. Ich möchte es aber nicht "destruktiv" verstanden wissen (also "vernichtend"), sondern ich will (falls er die Kommentare hier überhaupt lesen sollte ...) ihm "Denkanstöße" liefern.

    D.h. ihm vor Augen führen, wie große Teile unserer schwul-lesbischen Community die Arbeit (und durchaus auch die begrenzten Möglichkeiten ... innerhalb einer doch immer noch sehr einem "traditionellen" Familien- und Menschen-Bild verhafteten CDU/CSU) einschätzen.

    Dass ich oft beißend ironisch bin, weiß ich (und manchmal bedaure ich das auch). Andererseits staut sich bei mir regelmäßig soviel Wut an (auf z.B. heuchlerische Politiker, womit ich jetzt nicht unbedingt Eike meine), dass ich "verbal draufhaue", bis es "qualmt."

    Northside, dein Kommentar hat mir gut getan.

    Beste Grüße
    Daniel
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#53 Daniel
  • 06.07.2009, 09:57h
  • Antwort auf #51 von Simon1979
  • Das sehe ich anders, Simon1979!

    Denn, all diese Politiker, die es schaffen in der Öffentlichkeit "schwul aufzutreten", wie jetzt (und nach großen Verrenkungen, auch Ole von Beust, der aber gezwungener Maßen, nach dem Zwangsouting durch Ronald Schill) Peter Kurth, können das nicht etwa, WEIL sie durch ihre eigene Partei (CDU) unterstützt werden.

    Sie erreichen etwas, OBWOHL sie gegen Widerstände, wie die von Volker Kauder (Fraktionsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und erklärter Gegner sowohl von "zukünftiger Homo-Ehe", als auch der jetzt bestehenden "Eingetragenen Lebenspartnerschaft"), Norbert Geis (CSU-Hardliner) oder Ilse Falk ("verklemmt-christlich" fabulierende CDU-MdB) kämpfen müssen.

    Und das ... lieber Simon1979 ist für mich ein gewaltiger Unterschied z.B. zu Politikern anderer Parteien, wie DIE LINKE. oder auch DIE GRÜNEN, die eine breite Unterstützung der eigenen Partei-Basis genießen und dadurch ganz anders Wahlkampf machen können.

    Daniel
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#54 Daniel
  • 06.07.2009, 10:05h
  • Noch etwas Simon1979,

    da ich Menschen mag, ganz besonders aber schwule Männer (denn ich bin selbst ein schwuler Mann ), habe ich mir vorgenommen AB SOFORT nie mehr zu schweigen, wenn ich heuchlerische Politiker erlebe, die uns unsere Menschenrechte vorenthalten wollen.

    Mit mir ist zu rechnen! Mir reichen diese verklemmten Typen, die selbst Dauergäste in Bordellen sind, aber uns ihre (selbst nicht befolgten) Moralvorschriften aufdrücken wollen.

    Enough is enough ... für mich ist das Fass zum Überlaufen gekommen. Ganz besonders seitdem sich diese widerlichen Pius-Brüder und Kardinäle volksverhetzend zu Wort gemeldet haben.

    Daniel

    P.S. bevor ich mich jetzt zu sehr "in Rage" schreibe, logge ich mich lieber aus
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#55 Absurde LogikAnonym
  • 06.07.2009, 15:25h
  • Antwort auf #53 von Daniel
  • "wie DIE LINKE. oder auch DIE GRÜNEN, die eine breite Unterstützung der eigenen Partei-Basis genießen und dadurch ganz anders Wahlkampf machen können."

    Dann hoffen wir, dass sie das auch endlich mal tun. Bis jetzt merke ich leider nichts davon, dass die Spitzenkandidaten der betreffenden Parteien gegen die zunehmende Homophobie in dieser Gesellschaft, gerade unter jungen Menschen, endlich auf nationaler Bühne bei jeder sich bietenden Gelegenheit Farbe bekennen.

    Das wird jetzt im beginnenden Bundestags-Wahlkampf der Offenbarungseid gerade für die, die sich einbilden, sie hätten unsere Stimmen schon in der Tasche. Denen müssen wir klarmachen: KEINE schwule oder lesbische Wählerstimme (und die dürften gerade bei den Grünen durchaus ein paar entscheidende Prozente ausmachen!), wenn ihr nicht endlich ebenso sichtbar für alle wie beispielsweise ein US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama bei jedem nationalen Wahlkampfauftritt sexuelle Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung als genau das zentrale Menschenrechtsthema behandelt, das es ist! Wo hat eigentlich unter der rot-grünen oder der aktuellen Bundesregierung (immerhin mit SPD-Beteiligung ) jemals ein Regierungschef offiziell den CSD-Monat ausgerufen und verschiedenste Vertreter der Community ins Kanzleramt eingeladen???

    Wir brauchen endlich eine neue Kultur der Vielfalt in diesem Lande, auch und gerade in sexueller Hinsicht, und jede Partei, die sich anschickt, um unsere Stimmen zu werben, hat unsere dringenden Anliegen an vorderster Front als die zentralen Menschen- und Bürgerrechtsthemen zu behandeln, die sie darstellen, und nicht immer nur heimlich, still und leise auf die zweite oder dritte Reihe ihrer Partei-Prominenz (siehe z.B. Volker Beck bei den Grünen) abzuwälzen!!! Es reicht nicht, sich ab und zu mal bei CSD-Paraden blicken zu lassen - denn unser Kampf um Gleichberechtigung und gegen Homophobie muss "in der Mitte der Gesellschaft" ausgetragen werden, der sich doch gerade die Grünen (und natürlich auch die "S"PD) seit geraumer Zeit so verpflichtet fühlen!
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#56 NorthsideProfil
  • 06.07.2009, 22:54hHamburg
  • Antwort auf #51 von Simon1979
  • Nöh, da bewegt sich gar nichts. Ob Peter Kurth aufgestellt wurde oder nicht. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Ein Homokandidat in der Homohochburg und Großstadt Köln. Das ist reine Wahltaktik und bestätigt das, was ich geschrieben habe. Die Türkei, Pakistan und Bangladesh hatten mal Frauen als Staatsoberhäupter. Niemand wurde behaupten, dass diese Länder gerade Vorreiter oder große Befürworter zum Thema Gleichstellung der Frau sind. So sieht es auch zum Thema Homosexualität in der CDU aus.
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#57 NorthsideProfil
  • 06.07.2009, 23:33hHamburg
  • Antwort auf #55 von Absurde Logik
  • Was Du schreibst ist leider absurd. Ein Frank-Walter Steinmeier kommt zu einen kleineren Fußballturnier, um "gerade unter jungen Menschen, endlich auf nationaler Bühne bei jeder sich bietenden Gelegenheit Farbe bekennen". Letztes Jahr war im übrigen Wolfgang Thierse da.
    Beides nicht gerade irgendwelche Hinterbänkler.

    Link:
    www.berlin.lsvd.de/cms/index.php?option=com_conten
    t&task=view&id=326&Itemid=223

    Die CDU-Spitzenpolitiker haben zu diesen Zeitpunkt dann leider immer wichtige andere Termine, wie das Jahrestreffen des Kaninchenzuchtvereines Berlin-Friedenau oder so.

    Zu Barack Obama, ich finde ihn auch gut, aber interessant wird das Ergebnis sein. Er kann Leute mitreißen und begeistern, aber das ist nicht alles. Er muss auch tun, was er sagt und bei den ersten Dinge fängt es doch schon an zu stottern. Siehe Guantanamo. Den CSD-Monat ausrufen finde ich gut. Was ist allerdings mit dem Frauen, Senioren, Migranten, Gehandicapten, Asexuellen, etc. -Monat? Sollen da auch immer Vertreter der Community ins Kanzleramt geladen werden, vielleicht zu einen Teller Kartoffelsuppe(die Merkel sehr gut kann)? Es ist etwas ironisch gemeint, aber solche Gesten bringen m.E. wirklich nicht viel.
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#58 Absurde LogikAnonym
  • 06.07.2009, 23:50h
  • Antwort auf #57 von Northside
  • @Northside: Ja, genau, wie du richtig geschrieben hast: zu einem "kleineren Fußballturnier", sprich: zu einem, das der breiten, nationalen Öffentlichkeit am A... vorbeigeht. Ein Wunder, dass Herr Steinmeier dafür bei seinem Engagement für religiöse Gehirnwäsche in den Schulen (Stichwort "Pro Reli") und damit gegen das Fach, das über sexuelle Vielfalt bisher am meisten aufklärt, überhaupt Zeit findet. Aber die schwulen Prozente sind für eine 20%-Partei wie die neoliberale SPD des 21. Jahrhunderts offenbar gar nicht sooo unwichtig - noch wichtiger sind sie für eine Partei wie die Grünen, die meinen, uns mit ihrem Gegacker der aus der zweiten Reihe ihrer Parteiprominenz sowieso schon in der Tasche zu haben.

    Ich sehe also nicht, dass bis jetzt irgendein Spitzenkandidat für alle Menschen in dieser Gesellschaft sichtbar und bei jeder sich bietenden Gelegenheit Farbe gegen die zunehmende Homophobie bekannt hätte! Und das hat ganz offensichtlich Methode bei denen - es reicht ja schließlich, wenn man der Community ab und zu vorgaukelt, man würde etwas für sie tun, aber sobald es auf die nationale Bühne geht, kommen unsere (und nicht nur unsere) sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung nicht mehr vor im Vokabular der betreffenden Herrschaften! Nun liegt es an uns, deutlich zu machen, dass es dafür KEINE einzige schwule und lesbische Wählerstimme mehr gibt! Unsere Freiheit gehört endlich dorthin, wo sie zunehmend bedroht ist: in die "Mitte der Gesellschaft" und in die Mitte der politischen/gesellschaftlichen Debatte!
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#59 Absurde LogikAnonym
  • 06.07.2009, 23:55h
  • Antwort auf #57 von Northside
  • PS: Wenn es deiner Meinung nach in einer Gesellschaft, in der junge Menschen sich immer noch ihr Leben nehmen, weil sie homosexuell sind, "nichts bringt", dass der Regierungschef den "Gay Pride Monat" ausruft und demonstrativ die Community in seinen Amtssitz einlädt, dann sagt das leider alles über dein Selbstverständnis als schwuler Mann aus!
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#60 Adrian
  • 07.07.2009, 07:07h
  • Antwort auf #57 von Northside
  • Obama gilt zu Recht als schwulen- und lesben-freundlichster US-Präsident aller Zeiten.

    Die gewaltigen (unerledigten) Aufgaben, die er von seinem - in diesen Dingen untätigen - Vorgänger übernommen hat, sind so gewaltig, dass sie einen einzelnen im Grunde völlig überfordern. Und sie sind auch nicht in einer Legislaturperiode zu schaffen (das hat Obama bereits mehrfach öffentlich gesagt).

    Ich vertraue diesem Präsidenten, weil er einerseits die "Zwänge" kennt, unter denen der arbeiten muss (eine enorm starke konservativ bis reaktionäre Gegenströmung im eigenen Land) und andererseits immer das macht, was sich durchsetzen läßt. Ich nenne das Pragmatismus, der letztlich zum Ziel führen wird.

    Und - was diese Genörgel über Obama betrifft: Was der Präsident in seiner unglaublich kurzen bisherigen Amtszeit bereits angestoßen und eingeleitet hat, nötigt mir den allergrößten Respekt ab.

    Adrian
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