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Kommentare zu:
Die Union - und sie bewegt sich doch!


#11 SkunkiProfil
  • 04.07.2009, 08:23hBruchsal
  • Ich bin schwul, halte mich mit Anfang 30 noch für jung, ich spiele Paintball, ab und zu auch mal auf CDU-Deutsch ein "Killerspiel", auch übers Internet in einem Team, und ich bewege mich täglich ca. 1-2 Stunden im Internet.
    Damit bin ich so ziemlich alles, das die CXU haßt, verdammt, dagegen abkämpft und gerne zensieren möchte, wenn da nicht dieses dumme Grundgesetz im Wege wäre, über das man manchmal stolpert.
    Meine Seele steht bei den nächsten Wahlen leider nicht zum Verkauf.
    Es gibt noch andere Themen wie das schwule Leben. Aber wer als Partei so vehement gegen "junge" Themen ankämpft, der hat bei mir verloren.
    Oder wie Jörg Tauss (PIRATEN) es gestern im Bundestag gesagt hat: "Alte, graue Männer, die mit Kugelschreibern bewaffnet sind..."
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#12 Kristian
  • 04.07.2009, 08:42h
  • Schon erstaunlich, wie man einen inakzeptablen Satz so konsequent umdeuten kann. Gratulation Herr Letocha!
    In der LSU-Logik liegt dann also beim Satz "Ich mag keine Schwulen." die Betonung natürlich auf "mag" und nicht auf "keine", oder? :P
    Fakt ist, dass die "BILD-Partei" (hallo Frau Krogmann) und "im Profilierungswahn gut gemeint aber schlecht gemacht"-Partei (Hallo Frau Stephanie zu Guttenberg und Frau von der Leyen) sowieso von keinem freiheitsliebenden und toleranten Menschen gewählt werden kann.
    Das kann zum Glück auch bisherigen CDU-Wählern vermittelt werden und es muss ihnen auch vermittelt werden.
    Wählbar ist zur Zeit nur die Piratenpartei (da verlinke ich auch gern auf die sehr gute Rede von Herrn Tauss:
    www.youtube.com/watch?v=WqMPSmW1CPY
    ).
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#13 goddamnedliberalAnonym
  • 04.07.2009, 08:51h
  • Antwort auf #7 von Liedel
  • @Pitty

    "Gibt es eigentlich auch eine "Bad Bank" für überflüssige Gruppierungen wie die LSU (und z.B. auch die HuK- Homosexuelle und Kirche)"

    Also, in Bezug auf die HUK würde ich nicht von einer überflüssigen Gruppierung sprechen. Die haben mich zwar nicht als Mitglied und sind mir auch nicht besonders sympathich, haben aber faktisch viel bewegt, und zwar in den evangelischen Landeskirchen. In der 'Evangelischen Kirche im Rheinland' gab es z. B. eher die Anerkennung von Lebenspartnerschaften als irgendwo auf politischer Ebene.

    Nun könnte man - zurecht - ja sagen: was geht mich das an! Dann vergißt man aber, dass hierzulande alle gesellschaftlichen Bereiche religiös dominiert sind (siehe den Sozi Wolfgang Thierse im ZdK oder die Grüne Göring-Eckhardt als EKD-Präses). Die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in vielen evangelischen Landeskirchen war somit die Vorbedingung für juristische und politische Erfolge.
    Gerade die grundsätzlich reaktionäre deutsche Justiz kann sich jetzt nicht mehr auf das kirchliche Sittengesetz berufen, wenn sie uns zusetzt.

    So ist das halt hierzulande...

    PS. Auch von der 'Linken' würde ich mir keine Abhilfe versprechen. Die haben einerseits eine Beisshemmung gegenüber Christen, weil sie ihnen in der DDR zu arg zugesetzt haben, und von ihrer Beisshemmung gegenüber Moslems wollen wir erst gar nicht reden (am kritischsten sind da übrigens noch wie überall mache PolitikerInnen mit muslim. Hintergrund)...
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#14 TimmAnonym
  • 04.07.2009, 09:18h
  • Also ich finde es zwar gut, dass die CDU in ihrem Parteiprogramm mittlerweile Lebenspartnerschaften anerkennt und akzeptiert. Die Frontalstellung aus den 1990er von damals hat die CDU infolge des Urteils des Bundesverfassungsgericht von 2002 aufgegeben und das Lebenspartnerschaftsinistitut akzeptiert.

    ---
    Vollkommen verfehlt ist es aber, wenn Herr Letocha nochmals auf den altbekannten, veralteten Streit unter den Juristen, ob eine vollständige rechtliche Gleichstellung verfassungsrechtlich überhaupt zulässig sein kann, hinweist. Er sollte wissen, dass dieser Streit vollkommen überholt und von vorgestern ist, da dieser Streit vom Bundesverfassungsgericht in seinem Grundsatzurteil entschieden wurde, wonach Rechte und Pflichten "weitestgehend gleich oder gleich" zur Ehe ausgebaut werden können.

    Ein Abstandsgebot gibt es nicht, Herr Letocha, das sollten sie juristisch eigentlich mitbekommen haben. Von juristischer Seite hat das Bundesverfassungsgericht daher längst "Grünes Licht" zur Gleichstellung gegeben und das dürfte Herr Letocha eigentlich wissen.
    Daher verwundert es mich sehr, wenn er auf diesen längst 2002 entschiedenen Streit verweist und sollte dies besser in seiner Darstellung des Themas lassen. Vollkommen daneben ist dies.

    ----

    Ansonsten kann ich nur sagen: gut das die CDU zumindest die Lebenspartnerschaft mittlerweile akzeptiert, denn hierdurch erspart sie sich den Vorwurf, dass diese Partei homosexuelle Paarbindungen als ethisch oder theologisch sündhaft bewertet. So gesehen ist dies nämlich der eigentliche Fortschritt den mittlerweile die CDU mit ihrem Parteiprogramm geschafft hat.

    ----

    Natürlich sind andere Parteien des Bundestages viel weiter und besser aufgestellt, wenn es um das Thema Eheöffnung geht.
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#15 jungwolfAnonym
  • 04.07.2009, 09:59h
  • Ja, es ist wundervoll, dass man nicht mehr das große Arschloch ist, sondern nur noch das Arschloch. Da sind die echt auf uns zugegangen. Respekt!!
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#16 holger
  • 04.07.2009, 10:01h
  • die berufung auf das grundgesetz bleibt infam, stammt es doch aus einer zeit, in der homosexualität unter strafe stand. an eine gleichgeschlechtliche partnerschaft als rechtsinstitut war überhaupt nicht zu denken, konnte demnach also auch nicht im grundgesetz verankert werden.

    der spruch der cdu "toleranz ja, ehe nein" heißt doch nichts weiter, wir verfolgen euch schwule nicht mehr und bestrafen werden wir euch auch nicht - aber das ist es doch schon!

    ich pfeife auf solche art von toleranz, die in meinem empfinden den schwulen und lesben die würde nimmt, weil sie nicht ehrlich ist.

    toleranz muss mehr folgen haben als nur leere worthülsen, sonst ist sie keine.
    die cdu trägt durch ihre blockaden dazu bei, dass es in unserer gesellschaft weiterhin politisch korrekt bleibt, menschen aufgrund ihrer sexuallen identität zu diskriminieren.

    und ich fremdschäme mich, wenn schwule, das auch noch gut heißen und meinen, die cdu hätte sich bewegt, indem sie uns in ruhe lässt.

    übrigens ist die cdu meiner erinnerung nach immer nur durch gerichte gezwungen worden, ihre diskriminierungen einzuschränken.
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#17 Tim_ChrisProfil
  • 04.07.2009, 10:11hBremen
  • Antwort auf #14 von Timm
  • Jubel, wir können ein Fass aufmachen, die CDU/CSU ist zumindest schon mal im 20. Jahrhundert angekommen und hat eingesehen, dass wir Menschen sind. Zwar noch immer 2. Klasse, aber immerhin schon Menschen. Vielleicht tatsächlich ein Verdienst der LSU, vielleicht auch der Druck der anderen Parteien und der Gesellschaft oder gar des Europäischen Gerichtshofes, dem sich nicht mal mehr die CDU/CSU entziehen kann.

    Wenn sie dann im 21. Jahrhundert angekommen sind und uns endlich mal in ALLEN Bereichen als völlig gleichberechtigt mit Heten ansehen, dann kann man über dies "C"-Parteien als LGBT auch noch mal nachdenken, aber so lange bleibt sie für mich noch immer unwählbar.
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#18 PhaidrosAnonym
  • 04.07.2009, 10:27h
  • Was? Ich als schwuler, latent libertärer Student aus einer Familie der unteren Einkommensklasse soll die CDU wählen?

    Lasst mich einen großen Vorsitzenden der CSU zitieren: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber."
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#19 alexander
  • 04.07.2009, 10:32h
  • gott schütze uns vor solchen "nachwuchspolitikern" !!!!!!!!!

    was speziell von diesem burscherl zu halten ist, wurde in früheren threads schon ausführlichst behandelt, man sollte das eikele nicht über gebühr wichtig nehmen !
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#20 stephan
  • 04.07.2009, 11:49h
  • "Wir sollten über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für mehr Rechte eintreten und uns nicht nur gegenseitig Defizite vorwerfen! "

    Das ist doch mehr als lachhaft: Natürlich muss man genau an den - als defizitär erkannten - Punkten arbeiten ... woran denn sonst?

    "Als ein Beispiel sei nur die Gleichstellung von Lebenspartnern und Ehegatten bei den Freibeträgen der Erbschaftssteuer genannt. "

    Na, wer die Diskussion eifrig verfolgt und vielleicht selber mit verschiedenen MdBs korrespondiert hat, weiß doch genau, wie diese Debatte verlaufen ist. Andere Parteien und Gruppen mussten die Union am Nasenring zu einer halbwegs vernunftgerechten Position führen und so mussten die Unionsparteien schließlich aus Angst vor der Bloßstellung ihrer Intoleranz und Unkenntnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit zustimmen!

    "In der letzten Zeit bemerke ich leider eine zunehmende Intoleranz innerhalb der lesbisch-schwulen Szene, die mich beunruhigt!"

    Das ist eine absolute Unverschämtheit. Wir sind intolerant, weil wir uns und unsere Beziehungen nicht mehr als zweitklassig angesehen wissen wollen, weil wir es im 21. Jh. einfach nicht mehr akzeptieren, dass politische Kräfte mit Berufung auf sog. christliche Wurzeln Minderheiten missachten? Lachhaft! und unverschämt!

    Für mich geht es nur um eines: Kommt die Union endlich dahin, die gesellschaftliche Wirklichkeit anzunehmen und
    1. sexuelle Minderheiten vor Diskriminierung zu schützen und dies durch Aufnahme in Artikel 3.3 zu schützen,
    2. homosexuelle Beziehungen endlich als absolut gleichrangig, gleichwertig und gleichgestellt anzusehen und dies durch Unterstützung entsprechender Gesetzesänderungen zu dokumentieren.

    Bis dahin bleibt die Union für mich, was sie immer war: intolerant, konservativ-ideologisch, religiös-verblendet ...

    Schließlich bleibt ein Schwulenhasser auch dann noch ein Schwulenhasser, wenn er die Existenz des schwulen Paares in der Nachbarwohnung zur Kenntnis nimmt und sie seit neustem sogar grüßt ...

    Also: Ich kann mich immer noch kaum beruhigen - wirft uns, Lesben und Schwulen, dieses LSU-Jüngelchen doch Intoleranz vor, weil wir kein Verständnis für das Schneckentempo der Union haben und weil wir ihr ideologische Gefangenschaft in einer sehr dunklen Ecke nicht akzeptieren wollen. UNVERSCHÄMT (und dumm)!!!
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