Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?10720
  • 08. Juli 2009 71 2 Min.

Die Regierung der Provinz Saskatchewan will die 2005 für ganz Kanada beschlossene Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben teilweise rückgängig machen.

Standesbeamte sollten nach Ansicht der regierenden konservativen Saskatchewan Party die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren ablehnen dürfen, falls die Zeremonie ihre "religiösen Gefühle verletzt". Derzeit wird geprüft, ob diese Änderung im Einklang mit der in der kanadischen Verfassung verankerten Grundrechtecharta steht, berichtet der Fernsehsender CBC.

Das kanadische Parlament hat 2005 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Mehrere Provinzen hatten aber bereits zuvor gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt, nachdem Gericht festgestellt hatten, dass Schwule und Lesben durch ein Eheverbot diskriminiert werden würden.

Saskatchewans Justizminister Don Morgan erklärte, man werde nun Gerichten zwei Versionen eines neuen Gesetzes zur Prüfung vorlegen. Die erste würde jedem Standesbeamten die Möglichkeit geben, Homo-Ehen abzulehnen. Bei der zweiten Version könnten neue Standesbeamte bei ihrer Amtseinführung festlegen, ob sie gleichgeschlechtliche Paare trauen wollen oder nicht.

Dem Vorstoß vorausgegangen ist ein Gerichtsverfahren gegen einen Standesbeamten, der sich geweigert hatte, ein schwules Paar zu trauen. Er begründete die Ablehnung mit seinem christlichen Glauben. Daraufhin wurde er von einem Menschenrechtstribunal zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.500 Dollar (1.500 Euro) verurteilt. Ein Berufungsverfahren läuft gegenwärtig.

In Kanada sind bereits jetzt Pfarrer und andere Geistliche von der Pflicht ausgenommen, eine Hochzeit für Homo-Paare anzubieten. Derlei Eheschließungen werden dort – anders als in Deutschland – auch ohne eine standesamtliche Hochzeit anerkannt.

Die ländliche Prärieprovinz Saskatchewan hat knapp über eine Million Einwohner. (dk)

-w-

#1 SmartiSaar
  • 08.07.2009, 13:51h
  • Da ist doch totaler Schwachsinn. In Kanada ist die Ehe seit 2005 für verschieden und gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Punkt. Das weis also auch jeder Standesbeamte. Wenn ein Standesbeamter jetzt seinen Glauben vorschiebt um gleichgeschlechtliche Paare nicht trauen zu müssen dann könnte er genau so gut sagen sein Glaube verbietet es ihm Paare zu trauen die einem anderen glauben angehören als seinem oder sein Glaube verbietet es ihm Paare zu trauen die überhaupt keinem Glauben angehören. Zudem unterstehen in Kanada genau wie bei uns die Standesämter der staatlichen Ordnung und nicht einer religiösen Ordnung. Keine Religion hat sich über den Staat zu erheben das gilt auch für Kanada. Wenn dieser Standesbeamte keine gleichgeschlechtlichen Paare mehr trauen will dann muß er halt seinen Job aufgeben.
  • Direktlink »
#2 goddamnedliberalAnonym
  • 08.07.2009, 13:59h
  • Ein Standebeamter, der sich mit einem Priester verwechselt, der eine religiöse Zeremonie abhält, hat seinen Beruf verfehlt...
  • Direktlink »
#3 Adrian
  • 08.07.2009, 13:59h
  • "Ich sag's doch immer: SETZT ENDLICH ÜBERALL IN DER WESTLICHEN WELT DIE STRIKTE TRENNUNG VON STAAT UND RELIGIONEN DURCH!"

    Diese "aber-"gläubigen Kleingeister haben sich aus dem weltlichen Gesetzgebungsverfahren genauso herauszuhalten, wie aus Justiz (ich möchte nicht vor einem Richter stehen, der hinter sich an der Wand ein Kruzifix hängen hat!!! Er soll nach weltlichen Gesetzen Recht sprechen und nicht nach sog. "Gottesgesetz"!!) und Bildung.

    ENTMACHTET DIE KIRCHEN!
    ENTZIEHT IHNEN DAS PRIVILEG DER KIRCHENSTEUER, DIE DURCH UNSERE FINANZÄMTER ALS ZWANGSABGABE EINGEZOGEN WIRD!
    VERBIETET IHNEN UNSERE KINDER (JA, AUCH ICH HABE KINDER) IN EINEM ABERGLÄUBISCHEN SINNE ZU ERZIEHEN!

    G A Y - P O W E R !

    Adrian
  • Direktlink »