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  • 08. Juli 2009 29 2 Min.

US-Präsident Barack Obama sprach vor katholischen Journalisten vom Widerspruch, Christ zu sein und sich für Homo-Rechte einzusetzen.

Obama hatte vergangene Woche Vertreter der katholischen Medien zu einem 45-minütigen Gespräch ins Weiße Haus eingeladen, um sich auf sein erstes Treffen mit Papst Benedikt XVI. am Freitag vorzubereiten. Die beiden Staatsoberhäupter treffen sich am Rande des G8-Treffens im italienischen L'Aquila. Die Journalisten berichteten daraufhin, dass sich Obama kritisch zu mehreren politischen Themen geäußert hatte, in denen die römische Kirche eigene Interessen verfolgt, darunter auch Homo-Rechte.

Dan Gilgoff, Religionskorrespondent des Nachrichtenmagazins "U.S. News and World Report" zitiert den Präsidenten wie folgt: "Lesben und Schwule fühlen sich in diesem Land benachteiligt und leiden nicht nur unter bestimmten Lehren der katholischen Kirche, sondern des christlichen Glaubens allgemein", erklärte der Protestant Obama. "Als Christ kämpfe ich andauernd zwischen meinem Glauben und der Sorge um die Rechte für Schwule und Lesben."

Seit dem Katholiken John F. Kennedy waren alle US-Präsidenten Mitglieder einer protestantischen Kirche. Auch Obama gilt als regelmäßiger Kirchgänger. Seine Gottesdienstbesuche werden dabei wiederholt in den Fernsehnachrichten gezeigt. Die Frömmigkeit ist wichtig für die Popularität: Einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2007 zufolge haben 53 Prozent der US-Amerikaner angegeben, niemals bei der Präsidentenwahl für einen Atheisten zu votieren.

Viele Homo-Aktivisten haben inzwischen Zweifel geäußert, ob Obama wirklich die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen vorantreibt. So gab es Ende Mai eine Demonstration gegen Obamas "Untätigkeit" (queer.de berichtete). Zwar hat der Demokrat im Juni schwule und lesbische Bundesbeamte mit ihren heterosexuellen Kollegen gleichgestellt (queer.de berichtete). Allerdings wird kritisiert, dass die Obama-Regierung in diesem Jahr offiziell über 200 Militärangehörige wegen Homosexualität feuern ließ, obwohl der Präsident das Recht hätte, diese Entlassungen zu unterbinden. Obama hat in Aussicht gestellt, das Gesetz bis 2010 abzuschaffen. (dk)

-w-

#1 RabaukeAnonym
  • 08.07.2009, 16:26h
  • Wie Bitte?????? "Bis 2010 in Aussicht gestellt, das Gesetz abzuschaffen." Naja, "Bravo Mr President". Dieses Jahr sind es 200 Gefeuerte............Nächstes nochmal paar Tausend. Dann "Nachfrage" , ob die US Armee "gesäubert" ist. Dann Gesetz erlassen und als "Saubermann" dahstehen. "Yessssssss........Mr President............you can!!!!!!!
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#2 Melvin
  • 08.07.2009, 16:58h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • Hi Rabauke,
    du weißt vielleicht ich bin Obama-Anhänger.

    Lass uns sachlich abklären:

    Barack ist seit wie vielen Monaten im Amt?

    Was hat sein Amtsvorgänger in zwei kompletten Legislaturperioden in diesen Bereichen getan?

    Hat Präsident Obama sich nicht schon "sehr weit aus dem Fenster gewagt" indem er öffentlich diverse Vorhaben bzgl. Schwulen- und Lesben-Rechte angestoßen hat?

    Haben wir nicht schon 2009 und beginnt 2010 nicht bereits in einigen Monaten?

    Gibt es in den USA nicht eine fast erdrückende konservativ-klerikal-geprägte Mehrheit, die gegen alle Schwulen- und Lesben-Rechte ist?

    Muss ein Präsident nicht pragmatisch (das Erreichbare durchsetzen, ohne seine *Absetzung zu riskieren) handeln?

    Natürlich, Ungeduld ist verständlich, aber auch ein bißchen unfair, oder?

    Melvin (ich glaube dem Mann!)

    (*seit der Wahl Obamas habe ich Schiß vor einem Attentat, wie bei John F. und Robert Kennedy, wie bei Martin Luther-King u.a.)
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#3 LorenEhemaliges Profil
  • 08.07.2009, 17:24h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • Ich beneide Obama nicht um seine Aufgabe,
    spielt doch die Religion in den USA eine viel
    größere Rolle im politischen wie täglichen
    Leben als hier in Deutschland. Klar, dass er
    da nicht wie ein Elefant im Porzellanladen
    vorwärtsgehen kann. Man sollte ihm schon
    ein wenig mehr Zeit einräumen.
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