Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=10726
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Mach mir den Brüno


#1 Absurde LogikAnonym
  • 09.07.2009, 17:43h
  • Ich schließe mich folgendem Kommentar von "Annorlunda" zu einem (dümmlich-heterozentrischen) "Brüno"-Artikel unter
    www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/schamlos-charmanter-held
    /

    an:

    "Nachdem ich die Vorschau gesehen habe, war mir klar, dass ein heterosexuelles Publikum diesen Film lieben wird, da er alle Vorurteile ueber Homosexuelle bestaetigt.
    Ich bin fast versucht, Anzeige zu erstatten wegen Hetze gegen eine Volksgruppe. Das hier hat nichts mehr mit Humor zu tun."

    Und Fakt ist: Diese Art der Volksverhetzung wird einen weitaus größeren Einfluss auf das Bewusstsein gerade junger Menschen haben als irgend etwas, das die Pius-Brüder ausstoßen!

    Eigentlich sollten im Jahr 2009 schwule Jungs und Männer, ihre Erotik, Sexualität, Liebe und Partnerschaft regelmäßig und selbstverständlich und in derselben Weise wie Heterosexuelle in den Massenmedien, z.B. in Kinofilmen, in der Pop-Branche, in Musikvideos, vorkommen! Stattdessen erleben wir aber einen immer aggressiveren Rückfall auf plumpsten Heterosexismus und die dümmsten Akte der Stigmatisierung und Verunglimpfung von schwulen Männern!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Luckylion
  • 09.07.2009, 21:49h
  • Antwort auf #1 von Absurde Logik
  • Ach nimm das doch nicht so ernst. Es ist eine Komödie. Da wird nunmal gerne übertrieben. Sie soll die Leute schließlich zum Lachen bringen. Ich denke jeder Zuschauer weiß wie übertrieben die Figur dargestellt wird. Junge Menschen sehen doch Schwule inzwischen überall in den Medien und niemand würde z.b. auf die Idee kommen, dass alle Heteromänner sich wie im Film "Ballermann 6" benehmen. Denke mit etwas Augenzwinkern betrachtet werden auch Schwule einen herrlichen Kinoabend mit Brüno haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#3 georg berlinAnonym
  • 09.07.2009, 22:16h
  • @#2luckylion

    Ich glaube, du überschätzst die Fähigkeiten der durchschnittlichen Hetero-Kinogänger. Die werden nur wieder mal vorgeführt bekommen, was eh jeder weiß: schwul = lächerliche Tunte. Klischees werden nicht dadurch in Frage gestellt, daß man sie perpetuiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Absurde LogikAnonym
  • 09.07.2009, 22:22h
  • Antwort auf #2 von Luckylion
  • Ja, das glaube ich dir mit dem "herrlichen Kinoabend",

    und ganz besonders werden sich die vielen jungen homosexuell empfindenden Männer amüsieren, die tagtäglich mit eben den dümmlichen Vorurteilen und Klischees, wie dieses widerliche Machwerk sie propagiert, und dem daraus resultierenden Schwulen-Bashing und -Mobbing, das unter Jugendlichen immer mehr in Mode kommt, zu kämpfen haben!!! Die - wie ich in diesem Alter - verzweifelt nach schwulen Identifikationsfiguren suchen, die nicht nur die Clowns der selbsternannten Hetero-Mehrheit sind und von dieser wie der letzte Dreck behandelt werden dürfen. Und die deshalb immer noch einem viermal höheren Selbstmordrisiko ausgesetzt sind als ihre heterosexuellen Altersgenossen! Und nichts anderes geschieht da, wenn zur Belustigung der (Zwangs-) Hetero-Massen schwule Männer zu Idioten gemacht werden und Leute wie du das auch noch als "herrlichen" Abend bezeichnen.

    Wenn die nächsten schwulen Jugendlichen sich das Leben nehmen, wenn die nächsten schwulenfeindlichen Pöbeleien unter Jugendlichen im Minutentakt erfolgen, die nächsten Schwulen auf der Straße zusammengeschlagen oder beleidigt werden, dann hat dieses Machwerk samt seiner eifrigen Befürworter in der Community gehörigen Anteil daran.

    Merkt eigentlich schon niemand mehr, welche Rollen diese heterrornormative Gesellschaft uns nach wie vor (und offenbar immer noch aggressiver und hetzerischer) zuweist und wie wir dazu auch noch Beifall klatschen??? Ich könnte kotzen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#5 hurtzAnonym
  • 09.07.2009, 23:21h
  • ich war noch nicht in dem film drinne,aber ich werde 100% rein gehen.
    ich find ihn klasse, seine art von humor ist eine andere,eine neue.
    ich weiss,dass dort viele vorurteile aufgezeigt werde,aber humor ist,wenn man trotzdem lacht.
    bei jeder art von humor wird irgendwer verletzt und ich verstehe nicht, wieso homos sich über alles und jeden lustig machen, aber sobald ein film irgendwas nicht positives (ich sage bewusst nicht negativ,weil er das nicht macht!) aufzeigt wird überall rumgeheult.
    sehr arm finde ich!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 03:00h
  • Antwort auf #5 von hurtz
  • ARM ist deine Definition von "Humor"!

    Für mich zeichnet sich guter Humor dadurch aus, dass dabei niemand "verletzt" wird! Und in dieser Gesellschaft werden schwule Jungs und Männer wortwörtlich und tagtäglich verletzt - nicht zuletzt dank solcher volksverhetzenden Darstellungen, die du hier schönreden und salonfähig machen willst. Was für eine widerliche Verherrlichung (mindestens) psychischer Gewalt!

    Man darf daran erinnern: Es fing in diesem Lande schon einmal mit dieser Art von "Humor" an, bevor neben den davon unmittelbar Betroffenen auch schwule Männer zu Tausenden ermordet wurden!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 Melvin
  • 10.07.2009, 06:15h
  • Nach dieser Filmbesprechung von Christian Scheuß, werde ich darauf verzichten (wie angedroht ), hier demnächst noch meine "Filmkritik" online zu stellen. Allerdings habe ich auch bisher keine Zeit gehabt den Film anzusehen.

    So wie ich Christian verstanden habe, ist es Sascha aber wieder einmal gelungen, diejenigen bloßzustellen, die mit empörter Ablehnung (also der heterosexuelle "Durchschnittsamerikaner") auf alles und jeden reagieren, was nicht dem kleinen, beschränkten Weltbild entspricht.

    Wenn ich (kleiner Themenwechsel) mich an einige Kritiker der CSD-Umzüge erinnere, die sich über "schrille" Typen (Tunten, Transen, entblößte Ärsche, Fetish-Freunde usw.) aufregten, dann schließt sich für mich der Kreis zwischen "kleingeistigen Heteros und ängstlich auf Durchschnittlichkeit bedachten Homos."

    Ich kann einfach nicht anders. Ich mag Sascha Baron Cohens subversive Kritik an Spießigkeit, an Rassismus, an Antisemitismus und (Überraschung?) Homophobie, die er in schwärzesten Humor zu packen versteht (nein, ich schreibe jetzt keine Filmkritik, kenne den Film ja noch gar nicht ).

    Im übrigen lache ich auch durchaus über mich selbst, wenn jemand mein eigenes Verhalten satirisch überzeichnet und das ganze gekonnt abläuft (schließlich hat wohl jeder von uns seine "Eigenarten" und "Macken").

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht - oder?
    Melvin
  • Antworten » | Direktlink »
#8 NonhomonormativAnonym
#9 TrudeAnonym
#10 felix4uProfil
  • 10.07.2009, 10:49hKöln
  • Hier geht es wieder mal kreuz und quer durch einander. Während die einen ihren eigenen Humor als das Maß aller Dinge betrachten, scheint es den anderen um politische Correctness zu gehen.

    Zugegeben: da es keine wissenschaftlichen Untersuchungnen über die tatsächliche Wirkung von Filmen wie z.B. Traumschiff Surprise gibt, ist es schwer zu sagen, ob Brüno "Heteronormativität"(s.o.) verfestigt oder durchbricht. Die von Christian Scheuß genannte Kuss-Szene ist allerdings keinesfalls ein Kriterium. Denn wenn Cohen eine Situation wie Wrestling und ein Publikum ausnutzt, das mit den beschriebenen Mitteln angelockt wird, dann sagt das schlicht nur aus, dass Cohen auf den Affekt und Effekt zielt. Schade.

    Ich habe den Filmnoch nicht gesehen, aber ich frage mich, ob das Umherstolzieren des Mr. Cohen tuntenfeindlich ist oder nicht. Ob das schwulenfeindlich ist, nur weil sich viele bürgerlich adaptierte Schwuchteln als "Tunte" diskreditiert sehen, ist scheißegal.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 queer_christianEhemaliges Profil
#12 jörgAnonym
  • 10.07.2009, 11:36h
  • Daß sogar die nicht gerade schwulenfreundliche "Süddeutsche Zeitung" in diesem Zusammenhang von "steinzeitlichen Schwulenklischees" spricht, finde ich bezeichnend.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 11:56h
  • Ich sage nur: Klatscht ruhig weiterhin Beifall, wenn Schwule in einer Gesellschaft, in der junge Männer sich weiterhin das Leben nehmen, wenn sie ihre Homosexualität entdecken, immer und immer wieder als Clowns der selbsternannten Hetero-Mehrheit diffamiert werden!

    Damit ist aber auch klar, dass sich in dieser Gesellschaft NIEMALS etwas Grundlegendes ändern wird und jedes Gefasel von "Gleichberechtigung" nichts weiter ist als eine lächerliche Farce.

    Ich bin wahrlich schockiert zu sehen, wie sich manche hier über jeden Furz echauffieren, den die katholische Kirche ablässt (deren Einfluss auf die allermeisten jungen Menschen inzwischen praktisch gleich null ist), aber nicht wahrhaben wollen, woher der homophobe Müll, den heute schon Frühpubertierende mit sich herumtragen und der sie sexuell so unfrei macht wie selten zuvor, in Wahrheit herkommt!

    Wie gesagt: Jede Veränderung muss in unserem eigenen Bewusstsein beginnen, und da wundert mich inzwischen angesichts eines solchen Maßes an offenbar völlig "selbstverständlicher" Selbsterniedrigung und Verherrlichung massiver psychischer Gewalt und Stigmatisierung überhaupt nichts mehr!

    Wo sind die selbstbewussten jungen Schwulen, die in ihrer Sexualität, Erotik, Liebe und Partnerschaft ganz genauso selbstverständlich dargestellt werden wie die selbsternannte (konstruierte) heterosexuelle "Mehrheit" sich rund um die Uhr auf allen Kanälen in Szene setzt??? Es ist kein Zufall, dass die im Kino oder überhaupt in den Massenmedien weiterhin nicht vorkommen, sondern -wenn überhaupt - immer und immer wieder nur die dümmlichsten, mittelalterlichsten Klischees zur heterosexistischen Selbstvergewisserung!
  • Antworten » | Direktlink »
#14 jörgAnonym
  • 10.07.2009, 12:08h
  • #13 absurde logik

    Und von guter PR-Arbeit haben die Schwule leider noch n i e was verstanden!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 12:12h
  • Antwort auf #10 von felix4u
  • "nur weil sich viele bürgerlich-adaptierte Schwuchteln als "Tunte" diskreditiert sehen"

    Leute wie du wollen einfach nicht wahrhaben, wie wirkungsvoll die betreffenden Stereotypen und Klischees dafür sorgen, dass junge Männer in dieser Gesellschaft homosexuelle Empfindungen verdrängen oder durch diese jedenfalls ganz sicher nicht dazu ermutigt werden, sich leichter mit Homosexualität und mit Schwulsein identifizieren zu können. Jeder seriöse Sozialpsychologe wird dir aber hoffentlich bestätigen, wie wichtig gerade solche Identifikationsfiguren für junge Menschen sind, die gerade entdecken, dass sie nicht der ihnen eingetrichterten "Norm" entsprechen (aber deswegen noch lange nicht "tuntig" sein müssen).

    Ich habe ganz und gar kein Problem mit "Tunten", aber ich verbiete mir, dass meine homosexuelle Identität immer und immer wieder auf dieses Klischee reduziert wird (bei dem ohnehin klar sein dürfte, dass viele Schwule letztlich nur deshalb "tuntig" sind, weil sie sich in Ermangelung anderer Identifikationsfiguren in die von der Gesellschaft zugewiesene Rolle fügen!). Die konstruierte (zwangs)heterosexuelle Mehrheit hat uns genau da, wo sie uns haben will, wenn wir uns weiterhin bereitwillig auf die dümmsten und gezielt stigmatisierenden Stereotypen reduzieren lassen!

    PS: Es ist nebenbei auch eine Beleidigung für Tunten, ihnen zu unterstellen, sie seien so dumm wie Brüno!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#16 seb1983
  • 10.07.2009, 12:29h
  • Antwort auf #15 von Absurde Logik
  • "(bei dem ohnehin klar sein dürfte, dass viele Schwule letztlich nur deshalb "tuntig" sind, weil sie sich in Ermangelung anderer Identifikationsfigur en in die von der Gesellschaft zugewiesene Rolle fügen!)"

    Da ist schon was dran, habe bei 2 Freunden erlebt wie sie nach dem Abi nach Köln bzw. Frankfurt gezogen sind, aus 2 völlig normalen und sympathischen Jungs wurden Konstruktionen die völlig in der Szene aufgegangen sind und gegen die selbst Brüno teils alt aussieht. Schade.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 12:35h
  • Antwort auf #15 von Absurde Logik
  • Um es auf den Punkt zu bringen:

    Das wirksamste Mittel zur Unterdrückung männlicher Homosexualität in dieser Gesellschaft ist deren gezielte (!) Reduzierung auf das Tuntenklischee!

    Es gibt keinerlei biologisch oder sonstwie nachvollziehbaren Grund, weshalb schwule Männer "von Natur aus" mehr oder weniger häufig "tuntig", "tuckig" oder - nach mittelalterlichem Rollenverständnis - "affeminiert" sein sollen als Heterosexuelle. Nebenbei bemerkt sind ja nicht schwule Männer diejenigen, die auf "das Weibliche" abfahren!

    Das ist übrigens auch das, was ich mit meinem Nick, der sich auf eben diese vorherrschende, absurde "Männlichkeit"slogik bezieht, auszudrücken versuche. Klar ist aber, dass in einer Gesellschaft, die auf dieser absurden Logik aufbaut bzw. wo diese jedem von kleinauf eingehämmert wird, für viele homosexuelle Männer das ihnen - neben allem anderen - immer wieder eingetrichterte Tuntenklischee zu einer "self-fulfilling prophecy" wird, einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#18 jörgAnonym
  • 10.07.2009, 12:47h
  • @#17 absurde logik

    Bravo!!! Warum nur ist das für so viele so schwer zu durchschauen?
  • Antworten » | Direktlink »
#19 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 12:52h
  • Antwort auf #16 von seb1983
  • Weißt du, @seb1983, das gefällt mir an dir, dass man, wenn es darauf ankommt, doch immer wieder sachlich mit dir diskutieren kann! Ich denke, dass die von dir geschilderte Erfahrung schon viele von uns gemacht haben. Jeder Mensch möchte eben gern irgendwo "dazugehören". Und er muss seine Identität irgendwie für sich abstecken. In einer Gesellschaft, in der Schwulsein fast immer nur mit den Brünos der Welt gleichgesetzt wird und andere Identifikationsfiguren Mangelware sind, da verdrängen die allermeisten jungen Männer von vorneherein ihre homosexuellen Empfindungen, weil sie merken: "Da passe ich nicht rein! Das bin nicht ich! Und außerdem machen sich meine Kumpels sowieso in jedem zweiten Satz über Schwulsein lustig" und diejenigen, die ihre Gefühle zumindest nicht verdrängen, denken zu einem gewissen Teil:"Ich bin schwul, also muss ich so sein, wie die Klischeetunten, die von dieser Gesellschaft mit Schwulsein gleichgesetzt werden." Irgendwie alles ziemlich logisch, oder?! Und irgendwie ziemlich klar, dass auf diese Weise alles so bleibt, wie es ist!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#20 daisy randaleAnonym
#21 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 13:57h
  • Antwort auf #20 von daisy randale
  • Ich knutsche immer und überall gern mit Jungs und Männern und zeige mit größtem Stolz, dass ich auf Jungs und Männer stehe. Dafür muss ich aber nicht "tuntig" sein, sondern ich bin einfach so, wie ich bin (und nicht jeder schwule Mann passt in die von der "Mehrheits"gesellschaft konstruierten Klischees), oder ist das nach deinem Verständnis die Voraussetzung für einen offenen, selbstbewussten Umgang mit männlicher Homosexualität? Ich hoffe nicht!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#22 schwarzeneggerAnonym
#23 AufgeklärterAnonym
#24 jörgAnonym
  • 10.07.2009, 17:36h
  • Lesetipp für Interessierte:

    Gisela Bleibtreu-Ehrenberg: Homosexualität. Die Geschichte eines Vorurteils
  • Antworten » | Direktlink »
#25 felix4uProfil
  • 10.07.2009, 18:27hKöln
  • Da man hier anscheinend seine Position am besten mit anschaulichen Beispielen verdeutlicht - bitte schön:
    Mein 16 jähriger Neffe ist schon seit Kindheitstagen eine Tunte par excellence. Dass dafür seine (angebliche) heteronormative Erziehung "schuld" sein soll, wage ich zu bezweifeln.

    Um aber noch einmal auf Brüno zurück zu kommen: als Borat schreckte er die kasachische Staatsführung auf, die ihm heute für diese "Werbung" dankbar ist. Also KÖNNTE es vielleicht doch sein, dass BRÜNO gegenüber gleichgültigen Mitmenschen bezüglichen Schwulendiskriminierung das gängige Schwulenbild tatsächlich an seinem wundesten Punkt angreift?

    Und abschließend noch eine Ratlosigkeit zu diesem Satz: "ich zeige mit größtem Stolz, dass ich auf Jungs und Männer stehe."
  • Antworten » | Direktlink »
#26 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 18:42h
  • Antwort auf #25 von felix4u
  • Du scheinst bei so einigem, was ich geschrieben habe, "ratlos" zu sein - nur leider ist das kein überzeugendes sachliches Argument! Ich habe übrigens nicht die Existenz schwuler Tunten in Abrede gestellt. Aber ich stelle in Abrede, dass es unter homosexuellen Männern generell "von Natur aus" mehr Tunten geben soll als unter Männern heterosexueller Orientierung. Zugleich verbiete ich mir, dass männliche Homosexualität bzw. deren selbstbewusstes Ausleben mit Tuntigsein gleichgesetzt oder darauf reduziert wird. Denn eben dieses Klischee war, ist und bleibt das wirksamste Mittel der "Herrschenden" (s. Kommentar von @daisy) zur Unterdrückung männlicher Homosexualität! Und wer davor die Augen verschließt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er selbst schwule Männer weiterhin in genau der vermeintlichen "Minderheiten"position halten wollen, in die wir seit dem Mittelalter und der damit einhergehenden Konstruktion der heterosexuellen Zwangsidentität gezielt hineingedrängt worden sind. Und dass es ihm zudem scheißegal ist, welche schwerwiegenden psychischen Konflikte sich für viele junge homosexuell empfindende Männer eben auf Grund dieser dummen Klischees, Stereotypen und Vorurteile immer wieder ergeben.

    Fakt ist: Eine wahrhaft freie Gesellschaft braucht keine solchen Stereotypen und Klischees, wie sie im Jahr 2009 gerade in einem Machwerk wie "Brüno" so geballt und widerwärtig wie nie zuvor aufgewärmt werden. Eine Gesellschaft, die hingegen so etwas braucht, hat alles im Sinn, nur keine Freiheit und Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 FelixHHProfil
  • 10.07.2009, 18:43hHamburg
  • hab mir gestern den film gleich angesehen. mal abgesehen davon, dass ich ihn -unabhängig vom plot-nicht umwerfend finde, denke ich aber auch, dass die kritik hier z.t. überzogen ist (hier in berlin war das publikum übrigens zum grössten teil schwul und hat sich tierisch amüsiert - es wurde auch kein popcorn geschmissen, sondern prosecco getrunken).

    mein eigentlicher punkt ist aber, dass meiner meinung nach die heten viel schlechter wegkommen als die schwulen. während brüno offenherzig durchs leben trampelt und zumindest eine "type" ist, klemmen sich die heten einen ab.

    ich glaube z.b., dass homophober hiphop ein viel grösseres problem ist und genau solche typen wie "eminem" gibt brüno mit seinen auftritten -wie neulich geschehen- der lächerlichkeit preis.

    ein bisschen zu dick aufgetragen ist mir der film tatsächlich an einigen stellen. wirkt eher plump als lustig. aber mutig ist er ja, der brüno.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 TrudeAnonym
#29 FelixHHProfil
  • 10.07.2009, 19:11hHamburg
  • hallo a_logik

    du schreibst:

    "...muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er selbst schwule Männer weiterhin in genau der vermeintlichen "Minderheiten"position halten wollen, in die wir seit dem Mittelalter und der damit einhergehenden Konstruktion der heterosexuellen Zwangsidentität gezielt hineingedrängt worden sind."

    also, die position von schwulen hat sich im vergleich zum mittelalter schon verbessert. erklärungen und begründungen dafür sind an dieser stelle meines erachtens überflüssig. dein vergleich ist indiskutabel.

    du schreibst weiterhin:

    "Eine Gesellschaft, die hingegen so etwas braucht, hat alles im Sinn, nur keine Freiheit und Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten!"

    also, so wie du auf den "tunten" rumhaust, hast du das auch nicht im sinn. egal, ob schwul oder hetero, "tuntig zu sein" ist eine facette von männlichkeit. und nicht die tunte, ob biologisch oder angenommen, hat sich zu ändern, sondern die gesellschaft. auch wenn dieser prozess noch dauert oder vielleicht sogar nie endet.

    allerdings finde ich, deine konsequent kämpferische haltung hat etwas. denn in einem punkt bin ich mit dir gleich: schwule, insbesondere jugendliche, haben es immer noch schwer. darüber täuscht auch kein schwuler bürgermeister oder auch keine schicki-micki-promis wie udo walz (der selber noch doofe sprüche für die schwulen übrig hat, die nicht in der schickeria verkehren, wo schwule weitgehend anerkannt sind) in hochglanz-magazinen hinweg.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 19:34h
  • Antwort auf #29 von FelixHH
  • Also, nach fast 30 Kommentaren in diesem Thread sollte mehr als deutlich geworden sein, dass ich definitiv NICHT "auf Tunten rumhaue", sondern mich einzig und allein dagegen wehre, dass das Tuntenklischee von der selbsternannten "heterosexuellen Mehrheit" gezielt dafür benutzt wird, um männliche Homosexualität zu stigmatisieren und damit letztlich zu unterdrücken.

    Hast du dir eigentlich schon mal die Frage gestellt, warum im Mainstream-Kino des Jahres 2009 (ebenso wie in den Massenmedien insgesamt) nicht in mindestens vergleichbarem Umfang junge, selbstbewusste Schwule mit ihrer Sexualität, Liebe, Partnerschaft vorkommen, die eben nicht den uralten, stigmatisierenden Klischees entsprechen??? Das ist wahrscheinlich nach deiner Lesart alles nur purer Zufall, oder?!

    Und leider merkst du nicht einmal, dass GENAU DAS auch das Problem ist, mit dem sehr viele junge homosexuell empfindende Männer in dieser Gesellschaft schwer zu kämpfen haben! Daher stellt sich auch die Frage, ob deine Haltung zu solchen Machwerken in irgendeiner Weise verantwortbar ist, wenn du angeblich die Probleme junger schwuler Männer ernstnehmen willst?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 free_worldEhemaliges Profil
  • 10.07.2009, 20:07h
  • Leutz, nun mal mit der Ruhe.

    Ich sehe das so: NUR WER ÜBER SICH SELBST LACHEN KANN, LEBT WIRKLICH!
  • Antworten » | Direktlink »
#32 Luckylion
  • 10.07.2009, 20:21h
  • Irgendwie verstehe ich die Kritiker und vor allem Absurde Logik nicht wirklich. Wieso regt ihr euch so über Brüno auf und fühlt euch gleich persönlich über seine Darstellung angegriffen. Seht ihr denn nicht, dass er gar nicht ernst genommen werden will? Er möchte nur unterhalten! Er macht einfach sein Ding. Ihr seid die einzigen die ihm unterstellen, dass er euch da repräsentiert. Wie wär es wenn ihr ihn einfach sein Ding machen lässt und euch dadrauf konzentiert wie ihr euch präsentiert?
  • Antworten » | Direktlink »
#33 hwAnonym
#34 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 21:48h
  • Antwort auf #31 von free_world
  • Genau, @tux!

    Die immergleichen, stigmatisierenden Klischees werden von der zwanghaften Hetero-Gesellschaft nur deswegen in derart aggressiver Weise propagiert, damit die armen Schwulen, die ja sonst nichts zu lachen haben, mal so richtig herzlich über sich selbst lachen können. Dass dabei am Ende des Tages junge Schwule wiederum viermal häufiger daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen, macht das Ganze dann nur noch "lustiger"!

    Aus meiner Sicht verdeutlichen die meisten Kommentare hier, wie sehr schwule Männer sich daran gewöhnt haben, zu Idioten der Mehrheitsgesellschaft gemacht zu werden und wie sehr sie offenbar an ihrer Position als "Minderheit", mit der man all das machen darf, was mit keiner anderen Gruppe mehr erlaubt wäre, festhalten wollen! Wenn WIR aber eine solche Haltung einnehmen, dann sollte es doch niemanden mehr wundern, dass es in dieser Gesellschaft immer rasanter zurück geht ins geistige Mittelalter, so "bunt" und pseudo"modern" der Anstrich und die Illusion drumherum auch sein mögen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 23:06h
  • Hier noch zwei gelungene Leserkommentare zu "Brüno", die ich bei taz.de gefunden habe:

    Von "Loren":

    "Dass man Cohens Film auch anders beurteilen kann, zeigt Uwe Mies im Kölner Stadtanzeiger: 'Wenn Satire alles darf, dann ist diese 'Derber ist
    besser'-Strategie zweifellos ein Hochpunkt zeitge-
    nössischen Schelmentums. Schade, dass er so selten
    über den Rand der Klobrille hinausreicht.'

    Mit welchen Augen junge Schwule, die gerade kurz vor dem Coming Out stehen, diesen Film sehen werden, der bei Gleichaltrigen genau die widerlichen homophoben Instinkte (?) weckt, die junge Schwule so oft in den Suizid treiben?"

    Von "Sven Gregor":

    Ich kann dem [was "DiversityAndEquality" dort geschrieben hat] nur zustimmen! Und es hört in den Schulhöfen noch lange nicht auf, es geht selbst in der Universität weiter. In einer Elektrotechnik Vorlesung z.B. war zunächst der Prof eine "schwule Sau", 2 Minuten später die "Totalschwuchtel". Die Hausaufgaben waren "extremst schwul" pflichtete der Kommilitone bei, als gerade wieder ein anderer bemerkte, was für eine "schwule Handbewegung" der Prof macht. Zur Abrundung sagte der fünfte im Bande noch, wie "total gay" er diesen Prof findet, weil er so nasal spricht.

    Jetzt stelle ich mir vor, wie diese Clique im Kino sitzt und Brüno anschaut. Ob diese Herren wohl nach der Vorstellung sich sagen: "Oh, wir sagen ab sofort nicht mehr schwul statt ekelhaft!", oder "Oh, Schwule sind ganz normale Menschen...". Ich befürchte nicht."

    www.taz.de/1/leben/film/artikel/kommentarseite/1/baby-liebt-
    brennenden-phosphor/kommentare/1/1/
  • Antworten » | Direktlink »
#36 axel fAnonym
#37 SamuelAnonym
  • 11.07.2009, 10:30h
  • Brüno ist lustig. Und die Kritiker hier sind selbst das perfekte Klischeebild eines Schwulen: das der weinerlichen, jammernden Tunte. Dann doch lieber Brüno, der zwar eine Macke hat, aber selbstbewusst dazu steht.
  • Antworten » | Direktlink »
#38 FelixHHProfil
  • 11.07.2009, 12:39hHamburg
  • Antwort auf #30 von Absurde Logik
  • hallo a_logik

    du schreibst:

    "Daher stellt sich auch die Frage, ob deine Haltung zu solchen Machwerken in irgendeiner Weise verantwortbar ist, wenn du angeblich die Probleme junger schwuler Männer ernstnehmen willst?!"

    die frage stellt sich aber nur dir. du solltest deine relativ extremen ansichten besser in ich-botschaften formulieren, denn deine meinung ist auch nur eine von vielen. deine meinung hat kein anspruch auf allgmeingültigkeit. du hast dich so in deine position verrannt, dass du nicht mehr bereit bist, nach links und rechts zu sehen. wie kommst du darauf, dass du derjenige bist, der die sozialen problemlagen von schwulen durchblickt?

    ich finde es ziemlich daneben, den leuten, die brüno gut finden, suizidgefährdete schwule teenager als grund um die ohren zu hauen, brüno zu verteufeln.

    wir bewegen uns alle in unterschiedlichen lebenswelten. ich kenne genug schwule jugendliche, die mit deiner position mal gar nichts anfangen könnten, weil sie sehr selbstbewusst ihr leben meistern.

    du musst nicht gleich jeden beleidigen oder verteufeln, der es wagt, dir zu widersprechen. ich finde deinen argumentations-stil schon fast diktatorisch.

    und um nochmal auf die tunten zu kommen. du redest immer von nachteilhaften klischees. gestehe den tunten doch weibliches verhalten zu. es sind nicht alles nur klischees. und es gibt auch keinen grund, sich für diese klischees zu schämen oder verhaltensweisen zu verstecken.

    nun, wie gesagt, ich kenne dich nicht und vor allem nicht die umgebung, in der du lebst. ich selber lebe in hamburg in berlin und erlebe in meinen bezirken ein sehr liberales umfeld gegenüber schwulen. natürlich gibt es auch in HH und B noch viele probleme und leider auch wieder vermehrt gewalt gegen schwule, aber von mittelalterlichen zuständen kann man nun wirklich nicht sprechen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#39 peteAnonym
  • 11.07.2009, 12:55h
  • Antwort auf #35 von Absurde Logik
  • du mit deiner TAZ. ich hab in den letzten monaten einiges online gelesen und finde die schreiber dumm. über michael jackson schreiben sie wörter wie RASSE, dabei ist schon lange klar dass beim menschen es keine Rassen gibt im biologischen sinne. ausserdem hat ein taz-schreiber michael jackson als rollenmodell bezeichnet. da hat er wohl 1:1 übersetzt. role model ja, aber das wort rollenmodell gibts nich.
    taz ist echt dilettantisch. das witzige ist, dass deren leser denken sie seien intellektuelle lol
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#40 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 13:51h
  • Ich sehe schon: Die längst überfälligen, dringenden Veränderungen in den Massenmedien zur Beendigung des omnipräsenten und omnipotenten Heterosexismus und der Stigmatisierung männlicher Homosexualität finden auch und in erster Linie deswegen nicht statt, weil eine beträchtliche Zahl schwuler Männer sich offenbar in der Position der Idioten und Clowns der Heteros gefällt. Vor lauter manischer Selbsterniedrigung merken sie noch nicht einmal, dass es kein Zufall ist, dass wieder einmal nicht die Liebesgeschichte zweier junger selbstbewusster Schwuler in die Kinos des Jahres 2009 (oder überhaupt irgendwo in die Massenmedien - z.B. ins öffentlich-rechtliche Fernsehen!) kommt, sondern eben die immergleichen dümmlichsten Klischees, mit der die zwangsheterosexuelle "Mehrheit" uns weiterhin genau dort hält, wo sie uns haben will! Mit denen sie dafür sorgt, dass junge homosexuell empfindende Männer ihre Gefühle von vorneherein unterdrücken oder doch zumindest einen jahrelangen Kampf überstehen müssen, um irgendwann vielleicht eine eigene, selbstbewusste schwule Identität fernab eines "Brüno" zu entwickeln - aber nur vielleicht.

    Und dass sich bei diesem Spießrutenlauf nicht wenige das Leben nehmen oder Opfer brutaler Gewalt werden, wie sie durch einen solch widerwärtigen Film befördert wird, der im Kern keinem anderen Zweck als der Perpetuierung der dortigen Klischees und eben der STIGMATISIERUNG dient, ist offenbar nicht nur der "Mehrheit", die zumindest massenmedial Schwule weiterhin wie den letzten Dreck behandelt, sondern auch vielen angeblich Schwulen selbst scheißegal.

    Also, dieser Thread ist wieder einmal ein schlagendes Beispiel dafür, wie wir selbst in dieser Gesellschaft jede Gleichberechtigung und jeden wahrhaftigen Fortschritt verhindern. Und auf diese Weise ist vorprogrammiert, dass auch in tausend Jahren schwule Männer - sofern bis dahin überhaupt noch jemand seine Homosexualität auslebt - immer nur in eben diesen dümmlichen Rollen zur Belustigung und Selbstvergewisserung von Zwangsheten vorkommen werden.

    Ich empfehle jedem hier, sich mal mit der absolut PERVERSEN Lebenswirklichkeit junger homosexuell empfindender Männer, insbesondere mit den unerträglichen Zuständen in deutschen Schulen, auseinander zu setzen. Was dort abgeht - und worüber die deutsche Gesellschaft und Politik konsequent hinwegesehen - zeigt, dass man in dieser Gesellschaft ganz und gar nichts aus der Vergangenheit gelernt hat! Wer sich mit diesen Realitäten einmal ernsthaft auseinander gesetzt hat, der wird hoffentlich auch die extrem wichtige Funktion der Massenmedien in diesem "Spiel" (bei dem es nur leider um Menschenleben geht) richtig einordnen können! Und er wird hoffentlich begreifen, dass das hier angesprochene Problemfeld wie kein anderes im Mittelpunkt unseres gesellschaftlichen und politischen Handelns als Betroffene stehen muss!

    www.dbna.de/leben/berichte/070629-homophobschule.php

    "Die Statistiken sind erschreckend. Die Jugendstudie „iconkids“ fand im Jahr 2002 heraus, dass 71% aller männlichen und 51% aller weiblichen Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren eine grundlegend ablehnende Haltung gegenüber Homosexualität haben."
  • Antworten » | Direktlink »
#41 SamuelAnonym
#42 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 14:24h
  • Antwort auf #33 von hw
  • Immerhin hast du damit deutlich gemacht, wer diesem Machwerk, unter anderen, Beifall klatscht:
    www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-27/artikel-2009-27-handschell
    en-in-rosarot.html


    "Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt? Kann es sein, dass sich der Film zu Recht über das seit Jahren anschwellende Theater um Schwule, Lesben und die Bedeutung sexueller Veranlagungen in der Öffentlichkeit lustig macht? Nichts gegen persönliche Vorlieben, aber die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte."

    Und dann zum Schluss:

    "Schließt den Hosenladen...
    Frühere Generationen dachten freier. Thomas Mann, selbst homoerotisch veranlagt, sah die Homosexualität durchaus unsentimental: «Sie ist ‹freie› Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist.» Sie «irrlichteliere», schweife «nach allen Seiten». Ihr fehle «die Treue».
    ...
    Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum."

    Also, Heteros, die ihr euch rund um die Ohr mit eurer Sexualität in Szene setzt, schließt endlich euren Hosenladen und sucht euch Clowns aus euren eigenen Reihen, über die ihr euch lustig machen könnt! Gleiches Recht für Alle!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#43 hwAnonym
  • 11.07.2009, 15:23h
  • Antwort auf #42 von Absurde Logik
  • "..Immerhin hast du damit deutlich gemacht, wer diesem Machwerk, unter anderen, Beifall klatscht:
    Link zu www.weltwoche...."

    "Immerhin ?"

    Der Kommentar '33 zeigt mit und ohne Brüno etwas mehr.

    Allein das ef-Magazin mit seiner Hayek-Werbung.
    Fast so schön wie Weltoche-Werbung auf Der Achse des Guten.

    Wer hat den Weltwoche-Artikel breitwalzt und akzentuiert, für windschnelle, zähe, stahlarte Eliten ?

    Für Kreise, zu deren Gesprächen, vielleicht klemmige Völklinger Greise Zutritt bekommen.

    Mir ging es darum, eine Vorgabe aufzuzeigen, wie diese "Eliten", schwule Emanzipation sehen
    und einordnen sollen.

    Die flexiblen, nachhaltigen, robusten Eliten

    Also nochmal zum Magazin "ef":

    ef = eigentumlich frei

    "Jung & Liberal, Mitglieder-Magazin der Jungen Liberalen / Ausgabe 2/2004:

    Wie viel Freiheit braucht der Mensch? Auf diese Frage gibt es mindestens so viele Antworten, wie es Gesellschaftstheorien gibt. Doch wo die liberale Antwort mit “so viel wie möglich” noch Spielraum für Interpretationen lässt, gibt es auch weitaus radikalere, kompromisslosere Ansätze. Würde man einem Leser der Zeitschrift “eigentümlich frei” diese Frage stellen, erhielte man als Antwort möglicherweise “Der Mensch braucht unbeschränkte Freiheit ohne Zwänge.”

    "Der rechte Rand", Ausgabe 110, Januar/Februar 2008:

    "Die Zeitschrift »eigentümlich frei« versteht sich als Teil eines marktradikalen Netzwerks. Sie ist jedoch vor allem einfach rechts. Erklärte Feinde sind Feministinnen, die »Antifa« und der Sozialstaat. Unterstützung erhält sie von der FDP—nahen »Friedrich-Naumann-Stiftung«. Von Ernst Kovahl »Der Kapitalismus ist das Wirtschaftssystem der Liebe«, behauptet André F. Lichtschlag, Gründer und Herausgeber der marktradikalen Zeitschrift »eigentümlich frei« (EF). Er selbst versteht sich als libertär und tritt »für einen durch keinerlei staatliche Vorschriften eingeschränkten Laissez—faire—Kapitalismus ein«. Die EF gibt es bundesweit in über 100 Zeitschriftenläden. ln 19 Städten treffen sich zudem »Libertäre Stammtische«, regelmäßige Lesertreffen der Zeitschrift.

    Die EF ist eng in das publizistische Netz der deutschen Rechten eingebunden. lhr prominentester Autor aus der extremen Rechten ist Josef Schüßlburner (s. DRR Nr. 109), der heute in fast jedem Heft schreibt. Ausgerechnet er wurde engagiert, um im Themenheft »NPD: Braune Sozis auf roter Spur« 2006 ein Verbot der neonazistischen Partei als »diktatorisch« zu kritisieren. Der stellvertretende Chefredakteur der EF, Thorsten Boiger, behauptet im selben Heft, es gebe kaum Unterschiede zwischen der NPD und den anderen Parteien. Reale neonazistische Gewalt relativiert er. Während die NPD sich noch Straßenschlachten liefere, hätten andere Parteien dies nicht mehr nötig, denn Polizei und Verfassungsschutz würden ihnen dies abnehmen, um »gegen Andersdenkende vorzugehen«. Keine Gefahr von rechts also. Die EF lehnt die NPD aber aufgrund ihrer »sozialistischen« und »etatistischen« Positionen ab. Die Nazis seien »nur die konsequenteren Vertreter des allfür— und vorsorgenden Staates [...]. Als etwas militantere Vorboten einer Zukunft, auf die wir auch ohne diese Extremdemokraten zusteuern würden«.

    Beste Verbindungen unterhält dle EF zur »Neuen Rechten«. Bereits 2003 plädierte Lichtschlag in der Zeitschrift des »Instituts für Staatspolitik« (IfS) »Sezession« für eine Zusammenarbeit. Die erbitterte Feindschaft gegenüber der politischen Linken eint: »Dieses Gemisch aus Bürokraten, Staatsfans, Umwelthysterikern, Männerhassern und Antifaschos regiert und dominiert bis in den letzten Gedankenwinkel hinein heute unser Land und die meisten Köpfe. Gegenwehr ist nicht in Sicht, und die verschiedenen kleinen Freundeskreise, Zirkel und Zeitschriften wirken zersplittert und noch wenig lautstark. [...] Nun ist es Zeit zum Widerstand. [...] Gegen Bürokratie, political correctness und Staatsallmacht, gegen Feminismus, Gesinnungsterror und Ästhetisierung des Banalen und Durchschnittlichen, für Zukunftsfreude, Freiheit, persönliche Verantwortung und Unternehmertum«, meint Lichtschlag. Genauso wie die »Neue Rechte« beklagt auch er Selbsthass, Schuldkult sowie »Vertreibung« der Deutschen und kritisiert parteipolitisches Engagement. Er empfiehlt; »Es gilt also, den Zeitgeist zu ändern. Im Vorfeld. Nicht in der Politik. l...] Die Pöstchenjäger werden sich am Ende ohnehin von selbst des neuen Zeitgeistes annehmen, wenn er sich denn gewandelt hat«. Götz Kubitschek vom IfS antwortete im selben Heft auf Lichtschlag und kritisiert zwar dessen »Laissez-faire—Kapitalismus«. Doch in der Ablehnung der ·»Staatsökosozifemiantifaschodoktrin« und im Menschenbild finden sich Ähnlichkeiten; »Die Persönlichkeit — und nicht das Milieu! — als ausschlaggebenden Träger geschichtlicher Bewegung zu sehen, das verbindet Rechte und Libertäre. Auch: der Welt mit eigener Gestaltungskraft begegnen zu können, danach zu fragen, was zu tun sei und nicht: was einem wohl als nächstes zustoße. Daß diese Hochschätzung von Willen, Selbständigkeit, Leistung auch den Mut und die Arroganz begründet, mit der jener verheerenden Umgründung der BRD durch das linksliberale Meinungskartell entgegengetreten werden kann, ist sicher einer der wichtigsten Anknüpfungspunkte zwischen Lichtschlag und mir.«

    »Orte der freien Rede sind selten geworden«, schrieb Kubitschek in der »Sezession«. Die EF sei einer der wenigen verbliebenen Orte. Nachdem Johannes B. Kerner die ehemalige NDR—Moderatorin Eva Hermann aufgrund ihrer Aussagen aus der Sendung geworfen hatte, schlug sich die EF daher sofort auf ihre Seite und titelte: »Eva und die >Antifa
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 I.Ramos GarciaAnonym
#45 hwAnonym
  • 11.07.2009, 15:34h
  • Antwort auf #43 von hw
  • der Resst. sorry

    ..Voiksgerichtshof im TV«. Hermann sei »misshandelt« worden, so Lichtschlag. »Die neue SA nennt sich Antifa««, meint er. Auch plädierte die EF mehrfach für »Meinungsfreiheit« für Nazis. So wurde der hessische NPD-Vorsitzende Marcel Wöll von Lichtschlag nach seiner Verurteilung wegen Leugnung des Holocaust in Schutz genommen: »Was hat Woll getan: Er hat auf die fehlende Meinungsfreiheit hingewiesen. Macht vier Monate Knast.«
    FDP
    »Die Massenarbeitslosigkeit ist l...] eine Folge von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld —also der Prämien fürs Nichtstun«, meint Lichtschlag, Erwerbslosigkeit und Armut seien das Ergebnis mangelnden Ehrgeizes und Anspruchshaltung. Damit ist die EF auch an den etablierten Liberalismus anschlussfähig. So ist das »Liberale Institut« der FDP—nahen »Friedrich-Naumann-Stiftung« (FNS) regelmäßig mit Anzeigen in der Zeitschrift präsent und wirbt für ihr Stipendienprogramm. Zudem ist der Leiter des »Liberalen Instituts« der FNS, Detmar Doering, Mitglied im Redaktionsbeirat der EF. Der stellvertretende Chefredakteur Boiger ist außerdem Mitglied der FDP. Schon in den 1990er Jahren galt die FDP zeitweise als mögliche Sammlungsbewegung von Wirtschafts- und Nationalliberalen mit Anziehungskraft auf heimatlose Konservative.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#46 lysisAnonym
#48 FelixHHProfil
  • 11.07.2009, 16:58hHamburg
  • hallo a_logik

    ich merke schon. du willst nicht diskutieren, du willst diktieren.

    ich kann dir aber abschliessend noch ein paar gute filme empfehlen, die nicht nur deine sogenannten "tunten-klischees" transportieren (du hast übrigens immer noch nicht gemerkt, dass sich deine äusserungen echt tunten-feindlich anhören) wenn auch nicht aus dem jahr 2009. es laufen übrigens immer mal wieder gute und ernsthafte filme mit schwul-lesbischer thematik im fernsehen, die durchaus positive orientierungsmöglichkeiten bieten. man muss nur mal aufmerksam durch das programm schauen. inzwischen gibts sogar einen schwulen fernsehsender "timm", der allerdings aus deiner sicht bestimmt nur tunten-propaganda macht, die die heten dann benutzen, um uns zu unterdrücken.

    filmtips (kommerzielle, massenmediale filme):

    "was am ende zählt" (bundesfilmpreis 2009 - lesbische thematik)
    "brokeback mountain" (3 oskars)
    "sommersturm" (erfolgreicher kino- und fernsehfilm)

    natürlich leiden die protagonisten dieser filme auch , aber das gehört häufig zum coming out hinzu, das dann in ein selbstbestimmtes leben führt, bzw. führen kann. wie gesagt, ich bin durchaus der meinung, dass noch viel für die emazipation der schwulen getan werden muss (aber mit den tunten an bord).

    meine persönlicher lieblingsfilm ist übrigens:

    "a beautiful thing" (engl. coming-out-story)

    allen ein schönes we!
  • Antworten » | Direktlink »
#49 goddamnedliberalAnonym
  • 11.07.2009, 17:20h
  • Interessante 'liberale' und 'freiheitliche' Verbindungen, die Du da aufdeckst...

    V.a. auf personaler Ebene...

    Wichtig auch, darauf hinzuweisen, dass durch diese Querfrontstrategie der alte reaktionäre Mist hipp und peppig parfürmiert wird, als wäre er noch nie dagewesen...

    Wobei wir wieder bei Brüno wären. Schließlich gab es auch in Veit Harlans 'Anders als du und ich' v. 1957 massenweise (Kultur-)Tunten und 'Damenimitatoren' und anderes zu bestaunen....

    PS. Auch eine Mahnung für die eigene Vorbereitung auf den nächsten CSD. Motto: Kein unbewußter Gehorsam gegenüber diskriminierenden Diskursen!
  • Antworten » | Direktlink »
#50 hwAnonym
  • 11.07.2009, 17:34h
  • Antwort auf #49 von goddamnedliberal
  • "..Auch eine Mahnung für die eigene Vorbereitung auf den nächsten CSD. Motto: Kein unbewußter Gehorsam gegenüber diskriminierenden Diskursen!..."

    Genau so war das gedacht.

    (Wer unbedingt Liberale im Paulskirchen-Sinn sucht, findet die bei den Grünen mittlerweile zuhauf...mit ein bißchen Wald & Wiese, ja eigentlich auch die richtige location (um das Wort Heimat zu vermeiden)

    Der FDP-Naumann-Dreck rödelt in S-Amerika zur Zeit ohne Hemmungen herum, um soziale Emanzipationsversuche zu liquidieren.

    Der ef-Müll an ein ähnliches Spiel vor Jahren mit Prof. Rohrmoser. Er machte sich in der steuergelderfinazierten CDU-nahen elitären Stiftung Schloß Weikersheim lustig über Volker Becks Engagement dür russische Schwule und über dieGewalt, die Beck dabei erfuhr.

    PS.: Tatchell mit Sonnenbrille ohne Scheuklappen

    www.ukgaynews.org.uk/Archive/09/Jul/0701.htm
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 goddamnedliberalAnonym
  • 11.07.2009, 17:49h
  • Antwort auf #50 von hw
  • @hw

    "Der FDP-Naumann-Dreck rödelt in S-Amerika zur Zeit ohne Hemmungen herum, um soziale Emanzipationsversuche zu liquidieren."

    Seitdem dort denen 'liberale' Schutzheilige wie Pinochet für ihre Wirtschaftstexperimente , also Menschenversuche, fehlen (Nordkorea rechtsrum), ist ihre grosse Zeit in Südamerika vorbei. Da mach ich mir um die Situation hierzulande grössere Sorgen...

    Auf das Rohrmoser-Zitat ist übrigens meine Wenigkeit bei Feindbeobachtung gestossen. Wurde dann weitergeleitet. Das Resultat ist bekannt.

    PS. Hoffentlich nährt man durch solche Bekenntnisse nicht die Homo-Lobby-Paranoia der anderen Seite. Aber, liebe Öffentlichkeit: Wer lässt sich schon gerne blutig schlagen? Wer wird gerne verhöhnt, wenn er geschlagen wird?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#52 hwAnonym
#53 hwAnonym
  • 11.07.2009, 18:40h
  • Antwort auf #52 von hw
  • um was es ging:

    "
    Wir brauchen nicht nur russisches Öl, sondern wir brauchen diesen russischen Konservativismus als Gegengewicht gegen die liberale Dekadenz, die sich bei uns ausbreitet.
    Ich will nicht darüber frohlocken, daß sie den Hauptvertreter des deutschen Schwulentums in Moskau ins Gesicht geschlagen haben, aber ich bin sicher, daß durch diesen Vorgang Rußland neue Freunde, wenn nicht 10, dann 100 000 dazugewonnen hat.
    Wir sind durch den seltenen Anblick konfrontiert worden - hier ist ein Land, das sagt schlicht: Wir wollen das nicht.
    Meine Damen und Herren, die diskutieren nicht über unendliche Gesichtspunkte, die da-für oder dagegen sind. Sie sagen: Wir wollen es nicht. Und sie handeln danach.
    Und das Volk macht Front auf den Straßen..."

    www.studienzentrum-weikersheim.de/content.php?kat=PUBLIKATIO
    NEN&ukat=WEIKERSHEIMER+BL%C4TTER&artikelid=70&briefid=3
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#54 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 21:53h
  • Antwort auf #48 von FelixHH
  • Ich bitte dich, @FelixHH, wann sind im Hauptabendprogramm der großen Fernsehsender zum letzten Mal junge selbstbewusste Schwule, die ausnahmsweise mal nicht auf die üblichen Klischees und Stereotypen reduziert wurden, vorgekommen?Wann in den Musikvideos der ach so liberalen "Pop-Branche"? Wann im Programm der Musiksender MTV und Viva, wo die Konzerne den Jugendlichen einhämmern, wie sie sich zu verhalten und was sie zu konsumieren haben, um "hip" und anerkannt zu sein?

    Fakt ist, dass junge Schwule in diesen Programmen praktisch nicht vorkommen, schon gar nicht außerhalb der üblichen dummen Klischees! Dabei wäre es ein Leichtes, gar nicht unbedingt immer einen ganzen Film nur über schwule Männer zu machen, sondern ganz selbstverständlich und regelmäßig in Film XY oder Serie Z den Sohn, der deswegen nicht gleich tuckig sein muss, mal seinen Freund und nicht die obligatorische Freundin mit nach Hause bringen zu lassen! Allerdings bin auch ich der Meinung, dass man nicht nur darauf warten kann, bis die betreffenden Programmverantwortlichen selbst aus reiner Nächstenliebe solche Veränderungen vornehmen, sondern es ist in erster Linie auch UNSERE Aufgabe, hier die Massenmedien in die Pflicht zu nehmen und einen umfassenden Dialog über eine angemessene Repräsentation schwuler Männer gerade in den Programmen anzustoßen, die das Bewusstsein junger Menschen wesentlich beeinflussen! Hierbei muss gerade mit Blick auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen deutlich werden, dass schwul-lebische Gebührenzahler auch einen Anspruch auf eine entsprechende Berücksichtigung in den betreffenden Programmen haben. Sonst zahlen wir alle eben mal solange keine Gebühren mehr, bis sich da etwas Grundlegendes ändert. Die wieder zunehmende Homophobie und deren verheerende Folgen gerade für junge Homosexuelle sind kein Randthema und kein Kavaliersdelikt, sondern eines, wo ALLE Akteure dieser Gesellschaft endlich einen aktiven Beitrag zur Veränderung zu leisten haben! Dies ist auch und vor allem eine zentale Aufgabe eines freiheitlich-demokratischen Staates!

    Dass Tunten dabei ebenfalls "an Bord" sein sollen, habe ich noch nie mit auch nur einem Wort in Abrede gestellt. Ebenso wenig müssen sie aber immer und überall mit der Absicht der Stigmatisierung von Homosexualität, zumeist gezielt von der zwangsheterosexuellen "Mehrheit" so arrangiert, in den Vordergrund gespielt bzw. männliche Homosexualität auf eben dieses Klischee reduziert werden. Es besteht in der öffentlichen Darstellung schwuler Männer ganz sicher kein Defizit hinsichtlich der Verbreitung "klischeetuntiger" Identifikationsfiguren, sondern es sind die Figuren jenseits dieses Klischee, die vielen jungen Männern in ihrem Coming-Out-Prozess oder überhaupt für eine angst- und zwangfreie sexuelle Selbstentdeckung fehlen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#55 hwAnonym
  • 11.07.2009, 22:02h
  • Antwort auf #51 von goddamnedliberal
  • ha, kurz ich nochmal. letztens hatte ich den
    den blalabla-kritikern empfohlen für ihr anti-cuba-gekotze doch wenigstens in den gefilden
    cubanischer regime-kritiker zu fischen.

    weil ich deren dumpfheit kenne, also der kotzer, die ande3ren sind eher gewitzt, habe ich sogar noch "generationy" verlinkt, damit sie sich wenigstens ansehlich aufblasen können.

    und sie da, die bionaden -papas, -opas, -gays
    bekommen jetzt von der Kinder-FAZ, jede woche ihren kritischen brei geliefert.

    "...Die 34-jährige Yoani Sánchez (www.desdecuba.com/generaciony) lebt in Havanna und betreibt den unabhängigen, regimekritischen Blog "Generación Y"
    ..Ab sofort ist wird Sánchez regelmäßig in der Rubrik "Politik von unten" Kolumnen für die sonntaz verfassen..."

    www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/erinnerung-an-warscha
    uer-pakt/


    arömtömtöm !!!

    www.granma.cu/aleman/index.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#56 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 22:14h
  • Antwort auf #49 von goddamnedliberal
  • "Kein unbewusster Gehorsam gegenüber diskriminierenden Diskursen"

    Wie die Diskussion um "Brüno" deutlich macht, sollten wir erst einmal gründlich darüber nachdenken, wo in diesem Zusammenhang der "diskriminierende Diskurs" zu finden ist. Ich finde es schon erstaunlich, dass mir in diesem Thread oben Zitiertes unterstellt wurde, obwohl seit jeher kaum jemand so entschieden wie ich jedem Diskurs der Ausgrenzung welcher Gruppe auch immer, u.a. in den regelmäßigen CSD-Threads (siehe "CSD-Charta" etc.) entgegen getreten ist. Daher greift diese Kritik bei mir sowohl persönlich als auch inhaltlich völlig ins Leere. Inhaltlich ist sie deshalb unsinnig, weil ich nicht das Vorhandensein von Tunten "kritisiere" oder Menschen diskreditiere, die diesem Klischee in irgendeiner Weise entsprechen mögen, sondern ich wende mich gegen die Reduzierung männlicher Homosexualität auf das Tuntenklischee (oder welches Klischee auch immer)! Denn die (zwangs-)heterosexuelle Dominanzgesellschaft wendet de facto kaum ein anderes Instrument zur Unterdrückung homosexueller Empfindungen gerade bei jungen Männern so aggressiv und so wirkungsvoll an wie eben dieses!

    Alles andere, was hier zu neoliberaler Politik und zu emanzipatorischen Bewegungen gesagt wurde, entspricht so ziemlich dem, wofür hier seit mehreren Jahren mit allem Nachdruck eintrete. Wenn da jemand über soziale Bewegungen in Südamerika schreibt, erlaube ich mir den Hinweis, dass ich mich während meines Studiums mehr als zwei Jahre lang in den Armenvierteln von Rio de Janeiro mit meinen brasilianischen Freunden für neue Ansätze einer partizipativen Demokratie eingesetzt habe, in verschiedenen Basisorganisationen der "Favelas", gegen soziale Ausgrenzung so genannter "marginalisierter" Gruppen durch "diskriminierende Diskurse (und v.a. Politiken) der Herrschenden", und für eine zivilegesellschaftlich organisierte, basisdemokratische Veränderung der herrschenden Verhältnisse von unten. Soviel also zu diesem Thema. Nebenbei sind mir dabei auch noch einige selbstbewusste junge Schwule begegnet, bei denen ich mir manches Mal dachte, dass sich einige Leute in der hiesigen "Community" von denen eine dicke Scheibe abschneiden könnten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#57 FelixHHProfil
  • 12.07.2009, 10:44hHamburg
  • hallo a_logik

    so wie du dich in diesem beitrag ausdrückst (ohne mich persönlich anzugreifen und alles etwas weniger emotional und radikal formulierst) kann ich dein anliegen schon besser nachvollziehen.

    du schreibst:

    "Fakt ist, dass junge Schwule in diesen Programmen praktisch nicht vorkommen, schon gar nicht außerhalb der üblichen dummen Klischees! Dabei wäre es ein Leichtes, gar nicht unbedingt immer einen ganzen Film nur über schwule Männer zu machen, sondern ganz selbstverständlich und regelmäßig in Film XY oder Serie Z den Sohn, der deswegen nicht gleich tuckig sein muss, mal seinen Freund und nicht die obligatorische Freundin mit nach Hause bringen zu lassen!"

    ich habe einen anderen eindruck. die daily-soaps oder auch die gute alte "lindenstrasse" haben doch ständig schwule protagnisten in ihren stories (die nicht nur klischees transportieren). auch in spielfilmen sehe ich in nebenhandlungen immer wieder mal schwule rollen, die anders sind als die "üblichen". auf MTV und VIVA (+Bravo) werden bands wie "rosenstolz" gefeatured....

    ABER, ganz klar...es sollte noch mehr und noch selbstverständlicher vorkommen. nun sind schwule aber auch nicht die einzige und auch nicht die grösste randgruppe in der gesellschaft und alle suchen ihren platz. dein anliegen an sich finde ich aber wie gesagt nachvollziehbar. problem sind ja immer auch die einschaltquoten. und das interesse an anspruchsvollen filmen (ob schwul oder nicht) ist leider kein quotenbringendes.

    also, mehr schwule protagonisten (unterschiedlichster auch "klischeefreier" typen) in kommerziellen filmen fände ich sehr gut. ich glaub, auf sat1 gibts ne krimiserie mit nem schwulen kommissar
  • Antworten » | Direktlink »
#58 goddamnedliberalAnonym
  • 12.07.2009, 11:05h
  • Antwort auf #56 von Absurde Logik
  • @Absurde Logik

    Vielleicht kann man sich ja auf 'Spielregeln' einigen.

    1. Ironie und Satire über Minderheiten und die Klischees, mit denen sie belegt sind, kommen fairerweise am besten von diesen Minderheiten selbst (Woody Allen ist da ein schönes Vorbild, auf 'Brüno' trifft das eben nicht zu).

    2. Ironie und Satire über Minderheiten sind nur dann statthaft, wenn die staatsbürgerliche Gleichberechtigung dieser Minderheiten fest verankert ist. Das ist bei uns noch nicht der Fall, weil es immer noch als ganz normaler konservativer Standpunkt gilt, wenn Klerus, Kuby, Tariq Ramadan, 'Weltwoche' etc. etc. über uns und unsere Rechtsansprüche herziehen. Genauso wie vor 100 Jahren antisemit. Standpunkte zwar als irgendwie altmodisch ('Sozialismus des dummen Kerls' -Bebel) galten, aber auch als konservative Normalität.

    3. Ironie und Satire sind nur dann subversiv, wenn sie sich gegen wirklich Mächtige richten, nicht gegen mächtige Projektionen - sei es in früheren Zeiten das 'Weltjudentum' oder heute eben die angebliche weltweite kulturelle Dominanz der 'Gay-Kultur' (wie der Vatikan das nennt)...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #56 springen »
#59 Absurde LogikAnonym
  • 12.07.2009, 15:35h
  • Antwort auf #57 von FelixHH
  • Ich finde es erfreulich, dass du "mein Anliegen" nachvollziehen kannst, das in Wahrheit unser aller Anliegen sein sollte, wenn wir es mit Gleichberechtigung (nicht nur auf dem Papier) wirklich ernstmeinen.

    Die Beispiele schwuler Rollen in Fernsehprogrammen, die du nennst, sind alles andere als zahlreich - sie sind im besten Falle sporadisch, und sie sind vor allem nicht dort, wo gerade die jungen Zuschauer sind! Und ich kann mich nicht erinnern, in den von dir zitierten Programmen jemals einen schwulen Jugendlichen gesehen zu haben.

    Wenn dann bei RTL, wie im vergangenen Jahr geschehen, mal eine junge schwule Rolle in der Daily Soap "Alles was zählt" vorkommt, dann muss der Betreffende, wohlgemerkt nach ausführlicher Darstellung seines schwulen Coming Outs, binnen weniger Monate wieder zum Hetero bekehrt werden! Eine wahrlich gelungene, "emanzipatorische" Botschaft für das junge Publikum!

    Und wo sind bitte junge Schwule oder allgemein männliche Homosexualität/-erotik in der ach so liberalen und durch und durch zwangssexualisierten bis pornographisierten Pop-Branche zu finden, beispielsweise in den Musikvideos? So meint selbst jemand wie Mark Medlock ja inzwischen, in seinen Videos ebenfalls nur noch die dümmsten heterosexistischen Inszenierungen abliefern zu müssen.

    Insgesamt haben wir es in den Massenmedien neben einer absurd ungleichen Darstellung der Körperlichkeit von Männern und Frauen zu tun mit einer völlig grotesken Ausgrenzung jeder Zärtlichkeit, Erotik, Körperlichkeit zwischen Jungs und Männern und auch mit einer nahezu völligen Ausgrenzung junger Homosexueller bei gleichzeitig zwang- und krampfhafter, immer aggressiverer heterosexistischer Selbstinszenierung. Schwule Jungs und Männer werden mit ihrer Sexualität, Liebe und Partnerschaft, wenn sie überhaupt mal vorkommen, in aller Regel ganz und gar nicht in derselben Weise dargestellt wie die heterosexuellen Protagonisten. Das fängt bei der Darstellung von Zärtlichkeiten an und erreicht bei der Darstellung von Erotik und Sex seinen Höhepunkt! Das beste Beispiel - von den wenigen, die es in Sendungen mit jungem Publikum überhaupt gab - war auch da die Darstellung in "Alles was zählt", wo bei jeder Hetero-Affäre das volle Romantikprogramm durchgenudelt wird - aber natürlich nicht bei dem flugs umpolbaren schwulen Denis und seinem Serienpartner (der übrigens weiterhin schwul und mit seiner besten Freundin im Programm bleiben darf).

    Jede gesellschaftlich Veränderung muss mit einem entsprechend scharfen und kritischen Bewusstsein auf unserer Seite beginnen! Die oftmals stark unterschätzte Macht der Massenmedien und ihrer Bilder (!) über die Wahrnehmung gerade junger Menschen sind eines der zentralen Themen, denen wir uns stellen müssen und die auf die effektive Freiheit junger Menschen zur sexuellen Selbstbestimmung in ihrer konkreten Lebenswirklichkeit mindestens so großen Einfluss (in Wahrheit sogar wesentlich größeren) haben wie Gnadenhäppchen der Herrschenden in Sachen "Eingetragene Lebenspartnerschaft", um die inzwischen seit 15 Jahren der gesamte "Gleichstellungs"-Diskurs kreist. Seither sind trotz aller angeblichen "Fortschritte" Jugendliche in dieser Gesellschaft, insbesondere junge Männer - also die Gesellschaft von morgen - nochmals deutlich homophober und sexuell unfreier geworden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#60 free_worldEhemaliges Profil
  • 12.07.2009, 17:22h
  • Was ich total amüsant und gleichzeitig erschreckend finde, ist die Tatsache, das sich hier über diesen Film so sehr aufgeregt wird, während tagtäglich auf den Privatsendern irgendwelche "Reality"shows gut platziert im Nachmittagsprogramm flimmern, in denen Schwule als Tunten, Weicheier, Dumm, Schwanzgesteuert, .... dargestellt werden. Nur das scheint niemanden zu stören.
  • Antworten » | Direktlink »
#61 seb1983
#62 FelixHHProfil
  • 12.07.2009, 19:09hHamburg
  • Antwort auf #59 von Absurde Logik
  • hallo a_logik

    auch wenn wir jetzt etwas am thema vorbeischweifen und uns "verlaufen".

    ich sehe seit langem keine dailys mehr (deswegen bin ich nicht mehr genau informiert), aber zumindest vor ein paar jahren gabs in so gut wie jeder daily (die massenweise von jugendlichen gesehen werden) mind. einen schwulen. in der lindenstrasse gibts schon seit 1000 jahren dr. flöter und käthe (beide schwul, haben sogar ein pflegekind gehabt). in "verbotene liebe" gab es genau die umgedrehte variente, von der du gerade erzählt hast (hete wird zum homo)...die ganzen reality-formate auf mtv wie dating -shows haben auch schwule folgen. z.b. "date my mom" wo mütter, die stolz auf ihre schwulen söhne sind, einen partner für diese suchen. wie gesagt, es gibt sogar einen schwulen sender "timm", schwule magazine wie "andresrum" auf rtl und und und...ich könnte die wirklich eine lange liste zusammenstellen.
    es gab versuche mit homoerotischen musikclips von schwulen boy-bands, die leider schlecht waren und sich nicht durchgesetzt haben. aber denk bitte mal an erasure, placebo, queen, scissor sisters..., die auch z.t. eindeutig schwule musicclips aufden markt geworfen haben. oder jimmy sommerville und pet shop boys. ich denke z.b., dass die schwulen besser repräsentiert sind als schwarze, die in den medien immer wieder auf ihr gangster-image reduziert werden.

    problem ist auch, dass es unter randgruppen keine grosse solidarität gibt und sie sich sogar noch gegenseitig fertig machen. früher gabs versuche, frauen, schwule und schwarze gemeinsam zu organisieren. hat aber nicht geklappt.

    und dieses problem beginnt schon innerhalb der randgruppen. du musst dir nur mal hier bei queer.de einige threads durchlesen. es wird ständig aufeinander rumgehackt. die leute machen sich gegenseitig richtig fertig. wie sollen wir uns da für gemeinsame interessen organisieren. die schwulenbewegung, sofern es sie überhaupt noch gibt, hat keine grosse und schlagkräftige basis. party ist angesagt, nicht politik. leider.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#63 ChristineAnonym
  • 12.07.2009, 19:42h
  • Antwort auf #62 von FelixHH
  • Ich verstehe nicht, wieso queer.de und ihr alle, die ihr euch über den Cohen-Film aufregt, nicht registriert, dass Schwule in anderen Ländern längst selbstbewusst in der “Hochkultur“ gelandet sind und sich einen ...... drum scheren, wer was von ihnen hält. Wir waren vorgestern in Manchester auf der Weltpremiere von Rufus Wainwrights erster Oper Prima Donna, inszeniert vom ebenfalls schwulen amerikanischen Wunderkind Daniel Kramer. Die Musik war eher klassisch, aber mit vielen queeren Elementen, die Handlung auch, das Publikum ebenso. Es war einfach wunderschön. Alles hat gepasst. Rufus und sein Freund Jörn sind händchenhaltend vor und nach der Oper sowie in den Pausen durch ihr Publikum flaniert, haben Jungs und Mädels geküsst, so what!? Ich verstehe auch nicht, wie sich hier manche über “Tunten“ aufregen. In Manchester waren einige wunderschön aufgebrezelte Transfrauen und Dragqueens in der Oper. Junge Schwule, alte Schwule, welche mit Glatzenschnitt und welche mit Lockenpracht, straighte Männer in allen Schattierungen. Küssende Männer, gemischte Pärchen, händchenhaltende Frauen, alles war vertreten. Alle waren happy, hatten sich für die Oper fein gemacht und feierten Rufus und sein Opernerstlingswerk. In der Canal Street habe ich nur freundliche Leute getroffen, keiner regt sich dort über ein aufgebrezeltes Heteropärchen auf dem Weg zur Rufus-Oper auf. Nur hier in den Kommentaren trieft es vor Selbstmitleid und Anklagen gegen die bösen Heteros, dass es eine(n) grausen kann. Ein bisschen mehr open mind und pride kann keinem(r) schaden. Wenn sich mancher Deutsche in etwas verbeißt, dann aber gründlich?! Ich habe bei den Partys vor und nach der Premiere nur nette und relaxte schwule Männer getroffen und kann immer noch nicht verstehen, warum sich die Szene hier in Deutschland so zwanghaft von der Heterowelt, die es gar nicht gibt, abgrenzt. Liebe Leute, es gibt nur EINE Welt und in dieser kommen ALLE Menschen vor.

    Anm. d. Red.: Viel Spaß noch in Manchester, wir lieben die Stadt! (nb)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#64 ChristineAnonym
#65 FeinsinnigerAnonym
  • 12.07.2009, 20:42h
  • Schwule waren schon immer in der rentierlichen Hochkultur.

    Eben drum, nicht oft sichtbar.

    Als Adam warf, und Joe sprang,
    wo war dann da der Edelmann ?

    Das "Stonewall Inn", eine etwas abgehalfterte Bar ohne Schankerlaubnis in der Christopher Street in Greenwich Village. Die Kundschaft besteht größtenteils aus Afroamerikanern und Latinos, Transvestiten und Strichjungen. Von der Straße aus ist das Lokal nicht einsehbar, wer hineinwill, muss an der Tür klopfen, es öffnet sich dann ein Guckloch, und Einlass findet nur, wer den Türstehern bekannt ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#66 ChristineAnonym
  • 12.07.2009, 21:33h
  • Antwort auf #65 von Feinsinniger
  • an den Feinsinnigen:
    ich habe in Manchester einige schwule Jungs (in Jeans und T-Shirt, aber auch im feinen Hemd und dunkler Hose) getroffen, die mir erzählten, dass sie noch nie in einer Oper waren, musikalisch aus völlig anderen Welten kommen, aber Rufus unterstützen möchten, weil sie von ihm, seiner Musik und seinen Texten so inspiriert sind. Die waren total aufgeregt. Und hinterher waren alle begeistert - bis auf den ein oder anderen professionellen Kritiker - aber auf die kommt es ja nicht an, oder? Das Palace Theater liegt direkt am oder gar noch in der Gay Village, also reg dich nicht über "Hochkultur" auf. Außerdem scheinen Rufus und Jörn noch von besoffenen Idioten dumm angemacht worden sein nach der Premiere. Das liegt aber an den vielen Besoffenen, die abends in der Innenstadt pöbeln. Mein Mann und ich waren nachts um 3 auch froh, heil im Hotel angekommen zu sein. Es geht mir drum schwule Kultur zu unterstützen und hier zu berichten, wie ungezwungen ALLE Sorten Mensch (egal welcher sexuellen Präferenz) ebensolche Kultur feiern und genießen. Also calm down! Die Metropolitan Opera New York wollte die Rufus-Oper zunächst unterstützen, hat dann aber wegen der Sprache (Französisch mit Untertiteln) gemauert und das Manchester International Festival hat angeboten, die Oper rauszubringen. Am liebsten wäre dir wohl, Feinsinniger, wenn es keine schwule Musik gäbe oder Heten sie nicht hören sollten? Ich lass es jetzt mal - und genieße meine Zeit hier.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #65 springen »
#67 FelixHHProfil
  • 12.07.2009, 22:11hHamburg
  • Antwort auf #63 von Christine
  • @christine

    ich reg mich doch gar nicht auf. du musst schon vom anfang an lesen.

    deine erlebnisse in manchester in ehren. aber in diesem thread geht es eben nicht um die schwulen männer, die sich in einer privilegierten szene bewegen. das tue ich persönlich zum glück auch - würde mich aber hüten, meine erfahrungen zu verallgmeinern. es geht hier in erster linie um junge schwule, die z.b. in der schule gemobbt werden bzw. fertig gemacht werden (und oft nicht mal von den lehrern geschützt werden), schwule, die NICHT akzeptiert werden und für die ein opern-besuch in manchester so weit entfernt ist wie für dich vielleicht eine reise zum mond. habe selber ein schönes frühjahr in san fransisco erlebt und wurde nur ängelächelt - von homos und heten, aber was hat das mit der diskussion zu tun? gelegentliche ausflüge in die schwule kunstszene sind keine qualifikation, um über die diskriminierung von schwulen im normalen leben zu diskutieren. unterhalt dich mal mit türkisch stämmigen oder muslimischen schwulen jugendlichen in berlin-neukölln und erzähl ihnen doch mal, wie leicht es sich so als schwuler junge leben lässt.

    ich bin übrigens auch ein grosser fan von rufus w.! bester songwriter seit dem grossen lou reed! also, du musst berücksichtigen, aus mir spricht der blanke neid
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#68 FeinsinnigerAnonym
#69 Daniel
#70 goddamnedliberalAnonym
#71 ChristineAnonym
  • 12.07.2009, 22:50h
  • Antwort auf #67 von FelixHH
  • Felix sorry, ich meinte gar nicht dich, sondern unseren absurden Logiker. Hab das falsche Feld angeklickt. Ich bleibe dabei, dass bei allen Problemen, denen sich mein schwuler Sohn ebenfalls stellen muss, eine Gesellschaft sich nur zum Besseren ändern kann, wenn alle zusammenarbeiten und keiner andere ausschließt. Ich habe hier erwähnt, dass man sich statt über den Cohen-Film aufzuregen, auch hätte bemerken können, dass Rufus am gleichen Tag in Manchester gefeiert wurde. Er ist hier _der Held_. Aber leider dringt das offenbar nicht bis nach Deutschland. In Deutschland ist er offenbar nur "Geheimtipp" und dabei hat er als schwuler Mann soviel zu sagen. Schade drum. Nächstes Mal sehen wir uns auf einem Rufus-Konzert! Grüße übern Kanal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #67 springen »
#72 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 01:08h
  • Antwort auf #62 von FelixHH
  • Sorry, aber einerseits erkennst du die Schwere der Probleme an, mit denen junge Schwule in dieser Gesellschaft konfrontiert sind (wobei du das nicht gleich wieder auf bestimmte ethnische Gruppen verengen solltest - das ist ein Problem in der "Mitte unserer Gesellschaft"!), andererseits beschönigst du die nahezu völlige Ausgrenzung und eben gerade nicht gleichberechtigte Darstellunge schwuler Jungs und Männer in den Massenmedien. Wo sind denn bitte in der "Lindenstraße" oder sonstwo junge (!), und ich meine jetzt vor allem auch jugendliche, Schwule zu sehen? Und wo werden in den betreffenden Programmen (alles, was auf ARD/ZDF läuft - auch die Daily Soaps - erreicht übrigens kaum junge Leute, die sind alle bei MTV, Viva, RTL, Pro7) oder beispielsweise in den Musikvideos der Pop-Branche männliche Körperlichkeit, Zärtlichkeit zwischen Männern, Erotik zwischen Männern auch nur ein einziges Mal in derselben Weise dargestellt, wie das bei der selbsternannten, konstruierten "Mehrheit" rund um die Uhr auf allen Kanälen manisch der Fall ist?

    Sogar in einer sexuell extrem repressiven und aggressiv heteronormativen Gesellschaft erkennen Sozialwissenschaftler inzwischen einen Anteil von rund 10% Homosexuellen an. Da frage ich mich: Wo ist in den Fernsehprogrammen oder in der Pop- und Jugend"kultur" auch nur ansatzweise dieser Anteil homosexueller Jungs und Männer vertreten??? Gerade im öffentlich-rechtlichen Fernsehen geht es da nicht nur um eine gesellschaftspolitische Verpflichtung, sondern schlichtweg um einen Anspruch, den schwule und lesbische Gebührenzahler mit ihren Gebührengeldern erworben haben - sonst zahlen wir eben alle für einige Zeit keine Gebühren mehr, bis die Verantwortlichen merken, dass sie uns endlich in angemessenem Umfang zu berücksichtigen haben! Von ihrer Verantwortung im gesamtgesellschaftlichen Kampf für Freiheit und Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung, auf den auch kommerzielle Anbieter sowohl von uns als auch von der Politik verpflichtet werden müssen, ganz zu schweigen!

    Du beschönigst hier nach meinem Eindruck leider die geradezu absurden Realitäten der massenmedialen Welt und verkennst damit leider auch, welch enorm negativen, da repressiven und gerade nicht Vielfalt anerkennenden und Freiheit fördernden Einfluss diese Ungleichbehandlung von Homosexualität und insbesondere schwulen Jungs und Männern auf das Bewusstsein gerade junger Zuschauer hat. Ich empfehle dir, nur ein paar Stunden das Programm der "Trendsender" MTV und Viva zu verfolgen, dann wird dir hoffentlich auffallen, wie aggressiv dort gerade junge männliche Zuschauer mit plumpsten, überwiegend pornographisierendem Heterosexismus auf eben die absurde Männlichkeitslogik getrimmt werden, die ich mir erlaubt habe, zu meinem Nicknamen zu machen. Zärtlichkeit, Erotik, Sex und Liebe zwischen Jungs und Männern, überhaupt männliche Körperlichkeit, kommen da nicht vor und sollen da auch nicht vorkommen, weil das die gesamte heterosexistische Illusion, die aus rein kommerzieller Intention den jugendlichen Zuschauern eingetrichtert wird, wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen ließe! Daher sage ich immer wieder in aller Deutlichkeit: Entweder wir beteiligen uns endlich auf eben derselben Ebene gezielt und strategisch klug an dem Kampf um die Bilder, die das Bewusstsein gerade junger Menschen prägen, oder das letzte Bisschen Freiheit zur unbefangenen sexuellen Selbstentdeckung gerade junger Männer, die nach allen Erhebungen zu diesem Thema ohnehin auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt ist, wird in den nächsten Jahren auch noch aufgefressen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#73 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 01:32h
  • Antwort auf #63 von Christine
  • Also, @Christine, es zeugt nicht nur von einer ungeheuerlichen Ignoranz, sondern erfordert nach meinem Eindruck auch ein gewisses Maß an Frechheit, hier nach ein paar Tagen Abwesenheit wieder in diese Diskussion hineinzuplatzen und die schwerwiegenden Probleme, die hier diskutiert werden und mit denen gerade junge Homosexuelle in dieser Gesellschaft trotz deiner liebreizenden, "queeren" Ballabende - und überhaupt der auch in der Gay Community durchaus weit verbreiteten "Partystimmung" - zu kämpfen haben, einfach herunterzuspielen und der Lächerlichkeit preiszugeben! Deine hochglanzpolierte Illusion namens "Hochkultur" in allen Ehren, aber mit der konkreten Lebenswirklichkeit junger Männer, die einem nach wie vor viermal höheren Selbstmordrisiko ausgesetzt sind als ihre heterosexuellen Altersgenossen, die damit zu kämpfen haben, dass eine Mehrheit in ihrer Altersgruppe Homosexualität grundlegend ablehnt und in jedem zweiten Satz mit schwulenfeindlichen Schimpfwörtern männliche Homosexualität gerade auf die dümmlichen Klischees und Vorurteile reduziert, die durch ein Machwerk wie "Brüno" endgültig so richtig beflügelt werden, die zum Teil aus ihrer Schule gemobbt werden und dabei keinerlei Unterstützung von ihrem schulischen Umfeld erfahren, die überhaupt in einer Welt leben müssen, in der sie verzweifelt nach Identifikationsfiguren jenseits des Brüno-Klischees suchen (und viele finden sie erst nach sehr langer Suche oder überhaupt nicht), in einer Gesellschaft, in der junge Männer sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts so unfrei in Sachen unbefangener sexueller Selbstentdeckung fühlen wie noch nie zuvor seit Beginn entsprechender Erhebungen Anfang der 70er Jahre, da erlaubst du dir allen Ernstes, uns etwas von "Hochkultur" in Manchester vorzubeten und die ernsthaften Probleme und Argumente ins Lächerliche zu ziehen, die hier immerhin von Männern, die selbst betroffen sind, vorgebracht werden, die also wissen wovon sie reden, weil sie es im Gegensatz zu dir selbst erlebt haben (und auch wenn dein Sohn schwul ist, heißt das noch nicht, dass du selbst seine Erfahrungen oder die anderer schwuler Männer gemacht hast)?

    Sorry, aber ich hatte es schon bei der Diskussion um männliche Emanzipation anklingen lassen und möchte es hier noch einmal festhalten: Unsere sexuelle Emanzipation als Männer können am Ende nur wir selbst bewerkstelligen, und in diesem Zusammenhang stünde dann entgegen den inzwischen geltenden Gepflogenheiten ausnahmsweise auch mal Frauen ein wenig Zurückhaltung nicht schlecht zu Gesicht! Wir haben uns schließlich auch nie angemaßt, euch erzählen zu wollen oder zu können, wie ihr euren Feminismus und eure weibliche Emanzpation zu definieren habt!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#74 SimoneAnonym
  • 13.07.2009, 09:19h
  • Antwort auf #73 von Absurde Logik
  • Also bitte mal abregen. Brüno ist alles andere als heteronormativ und schwulenfeindlich, geh mal rein. Die Schwulenklischees sind so überzogen, dass sie nicht nachhaltig als Grundidee für Schwule an sich wirken (anders etwa als das unnötige und unwitzige Rumgetunte bei Traumschiff Surprise etc.) Weil Brüno völlig überzogen ist und zugleich das homophobe Verhalten der Heten erkennbar im Vordergrund steht, kann das auch nicht mal als Lustigmachen über Schwule missverstanden werden, anders als etwa die schwulen Rollen in "Little Britain". Und ich kann aus meinem Kino berichten, dass alle sehr unterschiedlichen Zuschauer kein einziges Mal an den falschen Stellen gelacht haben.

    Ansonsten verstehe ich auch nicht das Rumhacken auf Christine, die wohl vor allem einen schönen Abend in Manchester gehabt hat. Nun können Vergleiche der Diskussion nicht schaden: Du solltest Dir etwa mal das britische Fernsehprogramm ansehen, dort sind Minderheiten, auch Schwule, durchaus sichtbarer als hierzulande - und oft sind sie einfach genau nur das, ohne ein Problem daraus zu machen.

    Und Christine macht einen guten Punkt: Queere Kultur, ob hoch oder tief, erreicht auch Heterosexuelle, wird oft angenommen und verändert diese. Brüno passt nicht wirklich unter das Etikett "queer", aber es könnte bei Heterosexuellen die Wahrnehmung von Homophobie steigern anstelle Homophobie zu steigern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #73 springen »
#75 FelixHHProfil
  • 13.07.2009, 09:51hHamburg
  • Antwort auf #72 von Absurde Logik
  • hallo a_logik

    also, langsam werde ich müde, mich ständig wiederholen zu müssen, weil du einen konsequent falsch verstehen willst und scheinbar auch nur das herausliesst, was du möchtest. irgendwie scheine ich aber auch zu viel zeit zu haben, dass ich immer wieder darauf eingehe.

    also, ich habe nun schon mehrfach beipsiele aus film und fernsehen aufgezählt (vorangig mit jungen protagonisten), die deiner theorie widersprechen (du ignorierst das konsequent). bedenk auch mal bitte, dass schwule nicht die mehrheit der gesellschaft ausmachen und natürlich nicht nur schwulenfilme im tv zu sehen sind. aber WIE GESAGT, es könnte mehr und vielschichtiger sein. ausserdem denke ich, dass die diskriminierung von schwulen NICHT NUR mit blödel-filmen wie brüno zu tun hat. das problen liegt vor allem in politik und kirchen begründet.

    mit deiner art zu argumentieren erreichst du übrigens nichts, nur unverständnis - bei homos und heten. dennoch, deine absicht in ehren! ich wünsch dir was und verabschiede mich jetzt aus der ermüdenden diskussion.

    @christine

    sorry für das mißverständnis. aber ich denke wirklich, dass du ein anderes thema aufmachst. natürlich super, dass du als mutter eines schwulen sohnes so ein interesse und so eine offenheit an schwuler kultur hast! rufus ist aber auch in berlin kein geheimtip, sondern eine grosse "nummer". solltest du mal die gelgenheit haben, lou reed live zu sehen, dann lass dir das nicht entgehen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#76 LorenProfil
  • 13.07.2009, 11:00hGreifswald
  • Antwort auf #69 von Daniel
  • Da würde ich mal die Familie von Michael Causer
    in Liverpool fragen. Der wurde im vergangenen
    Juli dort im Schlaf erschlagen, nachdem die
    Mörder, die sein Handy gestohlen hatten,
    darauf Inhalte entdeckten, die darauf schließen
    ließen, dass er schwul war. Während sie ihn
    erschlugen, beschimpfte ihn einer der Mörder
    als "little queer faggot". Die Polizei bezeichnete
    die Tat als "hate crime".
    Abseits der Oper kann GB für Schwule ein ganz
    heißes Pflaster sein.

    (Infos habe ich wikipedia.org entnommen -The
    murder of Michael Causer.
    Auch nachzulesen unter www.liverpoolecho.
    co.uk , wenn man Michael Causer als Suchbe-
    griff eingibt)

    Übrigens wurde den Medien in GB im vergange-
    nen Jahr im Zusammenhang mit der Berichter-
    stattung über diesen Mord vorgeworfen, die-
    sen wie auch andere homophobe Gewalttaten
    (hate crimes) herunterzuspielen und so eine
    öffentliche Debatte darüber zu verhindern.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#77 LorenProfil
  • 13.07.2009, 11:17hGreifswald
  • Antwort auf #71 von Christine
  • "Ich bleibe dabei, dass ... eine Gesellschaft sich
    nur zum Besseren ändern kann, wenn alle zu-
    sammenarbeiten und keiner andere ausschließt".

    Dem stimme ich voll zu, befürchte aber, dass sich
    die Menschen dabei selbst ständig im Wege stehen,
    sei es aus gegenläufigen Interessen und Bedürfnis-
    sen, sei es aus Besserwisserei, Profilierungssucht
    oder aus anderen Gründen.

    Zu Rufus: Gelobt sei der schwule "Held", auch wenn er meinen persönlichen Musikgeschmack
    nicht so trifft. Ich bevorzuge da mehr die här-
    tere Variante (Anal Traffic), vielleicht auch die
    Pop-Punkige (Pansy Division) oder die Queer-
    HipHoppige (Jonny Dangerous, Deadlee).
    Warum die relativ unbekannt sind?
    Wahrscheinlich weil Medien und Plattenin-
    dustrie offen schwule Künstler in der Mehrheit
    nicht nach oben kommen lassen wollen.
    Rufus hat hier den klaren Vorteil, dass er
    aus einer sehr bekannten Musikerfamilie
    stammt.
    In GB übrigens auch ein schwuler "Held":
    Sir (oder Lady?) Elton John.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#78 LorenProfil
  • 13.07.2009, 11:34hGreifswald
  • Antwort auf #71 von Christine
  • Und da ich sie gerade vergessen hatte:

    im Country-Bereich kann sich Mark Weigle und
    in der Transgender-Rock-Sparte (gibts die ei-
    gentlich?) die Gruppe The Cliks hören lassen.
    Alles im Internet möglich bei youtube, itunes,
    cdbaby.com, leider nicht in den Massenmedien.
    Deshalb: Gelobt sei nicht nur dein schwuler "Held"
    Rufus, sondern auch das Internet!

    P.S. Viel Spaß noch in Good Old England!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#79 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 11:36h
  • Antwort auf #75 von FelixHH
  • @FelixHH:

    Du hast überhaupt nichts "widerlegt", denn die von dir so gerühmten Beispiele sind erstens alles andere als "zahlreich", weit entfernt von einem Anteil von 10%, gemessen am Gesamtumfang des Programmes, das jeden Tag über den Äther geht, noch kommen diese Beispiele zur besten Sendezeit oder eben dort vor, wo gerade junge Zuschauer hinsehen!

    Ich habe außerdem generell allmählich die Schnauze voll von Leuten, die uns auf einer schwulen Seite in jedem zweiten Satz darauf hinweisen, dass wir eben "nicht die Mehrheit" seien und uns daher weiterhin gefälligst wie die Minderheit zu verhalten haben, zu der uns die Gesellschaft ja ganz gezielt gemacht hat. Was ich von dieser Rollenverteilung halte, die letztlich nichts anderes ist als eine gesellschaftliche Zwangskonstruktion, habe ich ebenfalls schon mehrfach ausgeführt. Wenn in dieser Diskussion jedenfalls eines deutlich geworden ist - zumindest wenn man es wahrnehmen will - dann die Tatsache, dass schwule Jungs und Männer in der massenmedialen Welt WEIT davon entfernt sind, quantitativ und qualitativ angemessen und mit ihrer Sexualität, Liebe, Partnerschaft, überhaupt in der Darstellung männlicher Körperlichkeit, Zärtlichkeit und Erotik zwischen Männern, gleichberechtigt dargestellt zu werden. Allein über die groteske Ungleichbehandlung in der Darstellung von Männern und Frauen sowie den allgegenwärtigen Heterosexismus hast du übrigens konsequent hinweggeschrieben. Das nenne ich symptomatisch für deine Art der "Analyse"!

    Ich sehe eine solche Pseudo-Argumentation, die die aggressiv heterosexistischen und -normativen Realitäten schönredet und daher auch keinerlei Ansatz liefert, den homophoben Müll, den heute schon Frühpubertierende in ihren Köpfen haben und im Minutentakt ausstoßen, irgendwie zu überwinden, als erschreckendes Beispiel "diskriminierender Diskurse der Herrschenden", oder doch zumindest der Status-quo-Bewahrer, wie sie weiter oben zitiert wurden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#80 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 11:46h
  • Antwort auf #77 von Loren
  • "Wahrscheinlich weil Medien und Plattenin-
    dustrie offen schwule Künstler in der Mehrheit
    nicht nach oben kommen lassen wollen."

    Pass auf, das werden einige hier jetzt als "Beleg" für die Fortschrittlichkeit der Pop-Branche bzw. für die angemessene Repräsentation schwuler Männer in deren heterosexistischer Dauerinszenierung werten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #77 springen »
#81 LorenProfil
  • 13.07.2009, 11:48hGreifswald
  • Antwort auf #73 von Absurde Logik
  • Also ich finde es großartig, wie sich Christine so
    ganz offensichtlich zu ihrem schwulen Sohn be-
    kennt (ganz so wie meine liebe Mutter)
    und sich auch mit der queeren Kultur befasst
    und hier bei queer.de schreibt. Insofern finde
    ich deine Wortwahl ("ungeheuerliche Ignoranz",
    "Frechheit" ....) schon heftig.Viele gerade junge
    Schwule würden sich so eine Mutter sicherlich
    wünschen.
    Dass Lesben und Schwule ihre Emanzipation selbst
    schaffen müssen, ist schon klar, aber die Unter-
    stützung aller Wohlmeinenden und vor allem die
    ihrer Eltern und Familie (auf der emotionalen
    Ebene sooo wichtig!) und ihrer Lehrer (!) ist
    von meiner Seite sehr erwünscht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #73 springen »
#82 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 11:56h
  • Antwort auf #81 von Loren
  • Ja, diese "Unterstützung" ist nicht nur erwünscht, sondern sie ist im Grunde genommen Pflicht in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Dennoch sollte aufgefallen sein, dass es in diesem Thread ausnahmsweise mal nicht um "Lesben und Schwule" ging, sondern um männliche Emanzipation und die Situation junger Männer im Besonderen (die leider selten genug Thema in unserer Gesellschaft ist). Deshalb wäre eine gewisse Zurückhaltung seitens des weiblichen Geschlechts hier ausnahmsweise wünschenswert - und eine plumpe Ignoranz gegenüber den hier diskutierten, schwerwiegenden Realitäten, mit denen gerade junge Männer bei ihrer sexuellen Selbstentdeckung zu kämpfen haben, ist schlichtweg unerwünscht!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#83 Zenon
  • 13.07.2009, 12:16h
  • Antwort auf #6 von Absurde Logik
  • Guter Humor ist, wenn niemand dabei verletzt wird?? Diese Einschränkung allein weist Dich als äußerst humorlos aus.
    Ich habe Brüno gesehen, fand ihn überhaupt nicht verletzend, aber leider auch nicht lustig, nein: es war grauenhaft langweilig, bin zur Hälfte des Films sogar raus, um einen Joint zu rauchen, aber auch das war vergebens.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#84 LorenProfil
  • 13.07.2009, 12:23hGreifswald
  • Antwort auf #82 von Absurde Logik
  • Ich habe ca.15 Jahre mit Jungen zwischen 14 und
    17 Jahren pädagogisch gearbeitet und glaube
    deshalb zu wissen, wovon du sprichst. Nicht nur
    schwule Jungs bzw. junge Männer, auch hetero-
    sexuelle haben es in Gesellschaft und Schule
    schwer, sich selbst als Individuum abseits medial
    inszenierter und vom sozialen Umfeld eingefor-
    derter "Rollenerwartungen" zu finden. Es hat
    lange gedauert, bis die Bedeutung sog. "Jungen-
    arbeit" in der Pädagogik erkannt wurde, da der
    Schwerpunkt in pädagogischen Institutionen auf
    die Mädchen gelegt wurde. Erst seit der Pisa-
    Studie ist klar geworden, dass Schulen wohl
    eher Mädchen in ihrer Auslese bevorzugen,
    was sicher auch damit zusammenhängt, dass
    die Lehrkräfte größtenteils weiblich sind und
    sich in die Gefühls-und Erlebniswelt von Jungs
    verständlicherweise nicht einfühlen, ja oft
    sogar von Jungs regelrecht bedroht fühlen.
    Hier obliegt es in der Tat den Männern, sich
    dafür einzusetzen, dass es Jungs gleich wel-
    cher sexuellen Orientierung gelingt, sich als
    Individuum selbst zu entdecken und anzu-
    nehmen.
    Was das mit Brüno zu tun hat? Nun, hilfreich
    ist dieser Film für dieses pädagogische Be-
    streben wohl eher nicht. Wir hatten ja in
    meiner Jugendzeit den "Detlev" als Kenn-
    zeichnung für die Jungs, die nicht "männlich"
    genug auf dem Schulhof oder beim Sport
    "ihren Mann standen". Ich hoffe nicht, dass
    demnächst "Brüno" zur Kennzeichnung ver-
    wendet wird. Aber vielleicht messe ich damit
    diesem Film auch eine zu große Bedeutung
    zu. Schaun mer mal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#85 AmazoneAnonym
#86 Absurde LogikAnonym
  • 13.07.2009, 13:31h
  • Antwort auf #85 von Amazone
  • Schon interessant! Selbiges hat man auch Frauen unterstellt, die sich bei ihrer feministischen Debatte und weiblichen Emanzipation die Einmischung von Männern verbeten haben!

    Eher leiden viele schwule Männer an einem Ich-stehe-nicht-auf-Frauen-deshalb-muss-ich-ganz-besonders-liebreizend-nett-süß-zu-ihnen-sein-Syndrom und -Komplex! Und viele Männer im Allgemeinen leiden an einem Ich-brauche-die-Bestätigung-von-Frauen-sonst-bin-ich-kein-richtiger-Mann-Syndrom!

    Ja, es gibt auch diese andere Seite des "Patriarchats", die nämlich Männer unfrei macht! Ein Grund mehr, weshalb wir das endlich überwinden sollten, aber auf beiden Seiten der Medaille!

    Worauf sich also mein Nick bezieht, hast du mit deinem Kommentar dankenswerter Weise sehr deutlich gemacht!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#87 Daniel
  • 13.07.2009, 14:39h
  • Antwort auf #76 von Loren
  • Hi Loren, es ist schon in Ordnung, dass du mich wieder auf den Boden der Tatsachen holst, indem du mir auch die U.K.-Schattenseiten im Detail vorführst. So undifferenziert sehe ich den Vergleich zwischen Deutschland und U.K. im übrigen auch nicht.

    Was ich gestern schrieb, war eine Reaktion auf die Schilderung von Christine, die mir einfach gut getan hat, nach all diesen "Pius-Brüdern" und homophoben "Kardinälen", über die wir hier in den vergangenen Tagen diskutiert haben.

    Das müßte übrigens jetzt eigentlich das "Stichwort" für unseren Foren-Troll (Norbert Dingeskirchen) sein, but don't feed the troll - ich werde mich an die Empfehlung halten.

    War nett mit dir zu "plaudern" - bis bald?

    Daniel
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#88 LorenProfil
  • 13.07.2009, 17:11hGreifswald
  • Antwort auf #87 von Daniel
  • Hi Daniel, war nich' bös gemeint. Es überkam
    mich nur grad so, weil mir die Geschichte von
    Michael Causer nicht aus dem Kopf gegangen ist,
    seitdem ich darüber gelesen habe. Klar ist
    das UK auch toll (muss ich auch sagen, da my best
    friend absolutely auf England steht):
    britische Pop-/Rockmusik, britische Filme,
    britischer Humor, britische Jungs ...
    Es gibt schon auch viel Erfreuliches zu entdecken
    auf der Insel.

    Bis demnächst ... Loren
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#89 arne030
  • 13.07.2009, 20:11h
  • Der Film ist einfach nur genial!
    Ich habe ihn am Samstag mit meinem Freund gesehen und wir haben festgestellt, dass es seit langem mal wieder ein Film war, bei dem man richtig lachen kann und nicht nur schmunzeln muss, wie es bei so vielen Filmen der Fall ist.
    Und beleidigend wäre demnach so ziemlich jeder Film, in dem irgend etwas "menschliches" persifliert wird.
    Aber vielleicht ist es so, wenn man nicht über sich selbst lachen kann, muss man den Film als "bösartig" empfinden, wenn man sich an manchen Stellen selbst wiederfindet.
  • Antworten » | Direktlink »
#90 herve64Ehemaliges Profil
  • 13.07.2009, 21:42h
  • Was würde ein Sacha Baron Cohen als gläubiger Jude wohl sagen, wenn ein Komiker seinen verschrobenen Glauben durch den Kakao zieht? Nein, nichts sagen, lasst mich raten: Es würde sofort wieder die große Antisemitismus-Keule ausgepackt, wenn es ein Deutscher oder Österreicher wäre käme zudem noch wieder die Standardbeschimpfung "Fucken Nazi" dazu, es gäbe einen Aufschrei der Empörung in Israel, den USA und vom Zentralrat der Juden.

    So! Und wie kommt Cohen jetzt dazu, sich das Recht herauszunehmen, sich über Schwule lustig zu machen? Dieser Film gehört einfach boykottiert. Aber dass Schwule sich heutzutage wegen jeglicher noch so zweifelhafter Publicity gebauchpinselt fühlen, weiß man ja spätestens seit "(T)raumschiff Enterprise - Periode 1". Fehlt nur noch, dass sie sich demnächst dafür bedanken, wenn man ihnen auf die Fresse schlägt, weil sie dadurch ebenfalls in die Berichterstattung gelangen. Mensch, wacht endlich auf, oder seid Ihr schon total verblödet?
  • Antworten » | Direktlink »
#91 Melvin
  • 14.07.2009, 00:43h
  • Lieber Christian Scheuß, du hast es so gewollt ...; hier also, wie angedroht, meine alternative Filmkritik zu "BRÜNO"

    Sascha Baron Cohens "BRÜNO" ... eine Frechheit?

    Aber natürlich ist Cohens "BRÜNO" eine Frechheit und ich bin als schwuler Mann zutiefst beleidigt. Wirklich? Nein, das war ein Scherz!

    Cohen hat etwas gegen Rassisten, Faschisten, Antisemiten, bigotte religiöse Fundamentalisten, Waffenfetischisten und (Überraschung?!), er hat auch etwas gegen homophobe Kleingeister.

    Er begegnet ihnen im Alltagsleben, nicht zuletzt, wenn er sich in den U.S.A. aufhält. Der britische Komiker/Satiriker hält Menschen einen (Zerr-) Spiegel vor, er bohrt in Wunden und ist penetrant hartnäckig. Er erfindet Figuren (Ali G., Borat oder Brüno), die sind so unerträglich peinlich, dass mancher deren Aktionen kaum ertragen kann.

    Was aber darf Satire? Darf Satire widerlich und geschmacklos sein? Ja! Darf Satire unter der Gürtellinie zutreten? Ja, aber sicher! Muß sich ein Satiriker der evtl. gefährlichen Auswirkungen seiner Arbeiten bewußt sein? Wäre nicht schlecht!

    "BRÜNO", eine (Kunst-) Figur (manche nennen einen realen österreichischen Modeschöpfer "den wahren Brüno"), ist das Zerrbild einer sog. "Tunte", also jenes Typs eines schwulen Mannes, den manche/r (auch mancher Schwuler) überhaupt nicht ertragen kann. Und so gibt es denn auch heftigste Reaktionen, besonders aus Teilen der schwul-lesbischen Community, die sich beleidigt fühlt, die eine Zunahme von homophobem Verhalten fürchtet und die Cohen seinen Film wirklich übel nimmt.

    Warum sehe ich, als selbstbewußter schwuler Mann (mit langjährigem Lebenspartner), Saschas neues Werk nicht so negativ? Vielleicht habe ich den Blick für "das dahinter" ... und was soll das bitteschön sein?

    Zunächst einmal: Tunten, Transvestiten, Lederkerle, Fetishfreunde usw. ... sie sind für den "Spießer" wahre Schreckgespenster und zwar nicht nur für den heterosexuellen "Spießer", sondern genauso für den homosexuellen "Spießer."

    Wie kommt es zu dieser ablehnenden Haltung? Wer sich nicht wirklich selbst angenommen hat (annehmen konnte), also trotz vielfach ablehnender Reaktionen aus der heterosexuell orientierten Bevölkerungsmehrheit, ein souverän handelnder Mensch geworden ist, der seine eigene Sexualität liebt, fühlt sich verunsichert.

    Da laufen diese schrillen Gestalten herum und rufen beim "Normalbürger" massive Ablehnung hervor; damit möchte "man", als (über-)angepasster schwuler Mann nichts zu tun haben. Ausspruch am Rande von CSD-Umzügen, auf denen es teilweise auch schrill zugeht: "So sind wir nicht." Stimmt schon, so sind nicht alle Schwulen und Lesben, aber einige eben doch. Und, wissen Sie was? DAS DÜRFEN SIE AUCH! Und ... es erfordert viel mehr Mut "so" herumzulaufen, als "weitgehend" unsichtbar, weil wie ein Heterosexueller "maskiert."

    Was aber macht die Kunstfigur "BRÜNO?" Sie provoziert nahezu ununterbrochen die "Normalbürger" und ... die Reaktionen des heterosexuellen Mainstream sind das eigentlich Komische in dem Film. Diese, in ihrem kleinen beschränkten Horizont von "BRÜNO" mit permanent schlechtem Geschmack, attackierten Leute, "wie Du und ich" :-) geraten völlig aus dem Häuschen. Sie reagieren hysterisch und irrational. Das ist es, was Cohen vorführt. Die völlige Unfähigkeit Exzentrik, schlechten Geschmack und Penetranz zu ertragen.

    Selbstverständlich ist es meine subjektive Meinung:

    "BRÜNO" führt vor, aber nicht "die Schwulen", sondern - ganz im Gegenteil - "die Heterosexuellen", die Schwule nur ertragen können, wenn sie weitgehend "unsichtbar" bleiben (sich also überangepaßt, wie "asexuelle Schwiegersohn-Imitatoren" verhalten).

    Ich habe einen Hang zu Extremen. Zu subversivem Spott, zu schwärzestem Humor und ... ich mag Sascha Baron Cohen. Über seinen "Borat" habe ich so dreckig gelacht, dass ich mich dafür fast schämte (politisch korrekt, war das nämlich nicht). Aber dann habe ich "Borat" noch einmal angesehen und plötzlich fiel mir auf, was Cohen machte: Er entlarvte Scheintoleranz, Ignoranz, Rassismus, Antisemitismus ... "das dreckige Dutzend" mit geradezu seziererischer Schärfe.

    Wenn eine Satire das leistet, dann ist sie gelungen. Und auch "BRÜNO" halte ich in diesem Sinne für äußerst gelungen. Und jetzt, liebe schwulen Mitfighter, steinigt mich. Nennt mich "Nestbeschmutzer" oder "unverantwortlichen Verharmloser." Das ist schon o.k. Ach übrigens ich finde Tunten, Lederkerle usw. usw. sind eine große Bereicherung, nicht nur für die schwul-lesbische Community, sondern für uns alle. Erst wer locker auf extreme Andersartigkeit reagieren kann, hat sich aus engen Grenzen der Wahrnehmung gelöst.

    Melvin aka GayPower

    P.S. Diese Filmkritik wird zeitgleich in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Der Freitag" veröffentlicht - hier der Link:

    www.freitag.de/community/blogs/gaypower/sascha-baron-cohens-
    film-brueno--eine-frechheit


    und noch einige Informationen zu Sascha Baron Cohen

    de.wikipedia.org/wiki/Sacha_Baron_Cohen
  • Antworten » | Direktlink »
#92 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 02:18h
  • Antwort auf #90 von herve64
  • Hallo @herve64, das nenne ich eine klare Aussage! Übrigens habe ich dich gestern ganz zufällig in der Diskussion bei web.de erlebt (das warst doch du, oder?!), wo es ja einen "großen" Artikel zu "schwulen Filmen" gab - dieses Thema scheint gerade dank Brüno bei diversen Mailprovidern die Runde zu machen. Bewundernswert, wie du da die Stellung gehalten und dich gegen die Flut von schwulenfeindlichen Kommentaren behauptet hast. Ich würde jedem hier dringend empfehlen, sich solche "Diskussionen" auch mal anzuschauen, damit jeder Zweifel über die dramatisch zunehmende Schwulenfeindlichkeit in dieser Gesellschaft endgültig beseitigt ist! Und natürlich bezüglich der Tatsache, dass die Perpetuierung von Klischees die allerletzte Art der massenmedialen Darstellung ist, die wir uns im Jahr 2009 leisten können. Und trotzdem ist es genau das, was in der bisher wohl perfidesten Form immer mehr den Ton angibt (und die Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung weist).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#93 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 08:09h
  • Antwort auf #92 von Absurde Logik
  • Genauso sieht es aus. Aber das begreifen unsere mitschwulen Vollhorsts und Vollpfosten nicht, denn für die ist peinlichste Selbstdarstellung Trumpf. Man sieht auf CSD-"Demos" inzwischen ja auch mehr aufgebretzelte Tucken und vergnügungssüchtige Kostümierte mit vorprogrammierten Hörschaden als politische Statements. Eigentlich geht es bei Gay Pride ja um was ganz anderes, aber erklär das mal einer vollkommen verblödeten Ich-will-Spaß-Fraktion, die sich nur noch in ihrer Dekadenz sonnt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #92 springen »
#95 herve64Ehemaliges Profil
#96 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 11:54h
  • Antwort auf #91 von Melvin
  • Lieber @Melvin, noch so viele Worte können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die durch Brüno propagierten und perpetuierten Klischees schon immer DAS WIRKSAMSTE Mittel zur Stigmatisierung und Unterdrückung männlicher Homosexualität bei Millionen von jungen Männern war und immer aggressiver ist und bleiben wird! Es ist kein Zufall, dass wir auf der großen Leinwand oder wo auch immer weiterhin nur in der Rolle des Clowns zur Belustigung der selbsternannten "Mehrheit" vorkommen - denn damit hält sie uns weiterhin genau dort, wo sie uns haben will, in der Rolle der angeblich "natürlichen" Minderheit. Und das ist auch exakt die Wirkung, die dieses Machwerk in der Wahrnehmung vieler junger Männer, die ohnehin größte Probleme damit haben, ihre homosexuellen Gefühle in Ermangelung schwuler Identifikationsfiguren jenseits der Brünos dieser Welt zu akzeptieren und auszuleben, weiter verstärken wird!

    Das, was sich also bei dir so wunderschön "progressiv" anhört - weil du noch dazu jede sachlich begründete Kritik mit "Tunten-Bashing" gleichsetzt (was an logischer Absurdität kaum zu übertreffen ist) - ist in Wahrheit ein großer Trugschluss, der den Status quo verteidigt! Es ist nämlich keineswegs die Klischeetunte, die für die heterosexuelle Zwangs-"Norm" irgendeine ernsthafte Bedrohung
    darstellt, sondern wirklich gefährlich werden wir der Zwangsheterosexualität unter den herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen genau dann, wenn wir deutlich machen, dass man schwul und dabei mindestens so "männlich" sein kann wie die Proll-Heteros, die überall den Ton angeben! Wenn wir eben die gezielte Reduzierung (und Stigmatisierung) männlicher Homosexualität auf dieses Klischee (oder welches Klischee auch immer) endlich beenden. Solange wir das nicht begreifen, werden wir uns weiterhin mit heller Begeisterung in die "Minderheiten"rolle fügen, die die heteronormative Gesellschaft uns zuweist!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #91 springen »
#97 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 12:00h
  • Antwort auf #91 von Melvin
  • PS: Es ist in Wahrheit eine Frechheit - und an Engstirnigkeit nicht zu überbieten - jeden schwulen Jungen oder Mann, der sich nicht in das Tuntenklischee fügt, als "überangepasst" zu bezeichnen. Eher ist dein Denken überangepasst an genau das, was die Gesellschaft von einem schwulen Mann "erwartet" bzw. worauf sie ihn bewusst reduziert möchte! Ich kann verdammt noch mal mit vollem Selbstbewusstsein und für alle in meinem Umfeld deutlich sichtbar schwul sein und zeigen, dass ich auf Männer stehe, ohne dabei irgendeinem Klischee entsprechen zu müssen. Du solltest deine Vorstellung von politisch korrektem, offenem, selbstbewusstem Schwulsein dringend überdenken - gerade im Interesse der vielen jungen Männer, die homosexuelle Gefühle nicht zuletzt deswegen verdrängen, weil sie in das von dir zum Ausdruck höchsten schwulen Selbstbewusstseins deklarierte Klischee eben nicht hineinpassen! Und das sind nach meiner Erfahrung sehr viel mehr, als man denken mag!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #91 springen »
#98 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 13:03h
  • Antwort auf #97 von Absurde Logik
  • Bingo! Und ich verwahre mich einfach dagegen, dass diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten sich herausnehmen, unsereins in der Gesamtheit repräsentieren zu wollen, in dem sie sich ständig in den Vordergrund drängen!!! Die Mehrzahl der Schwulen sind nicht die Hofnarren von Heti und Plethi und wollen das auch nicht sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #97 springen »
#99 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 13:33h
  • Im Übrigen fand ich schon "Borat" eine Unverschämtheit gegenüber dem kasachischen Volk! Sacha Baron Cohen ist eben einfach nicht itzig, äh: witzig!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#100 Melvin
  • 14.07.2009, 16:49h
  • #96 @Absurde Logik
    #97 @Absurde Logik
    Hi, ich schätze deine fundierten Kommentare und lese sie immer mit Interesse. Diesmal bin ich komplett anderer Meinung, als du - aber diese Vielfalt der Meinungen ist doch durchaus demokratisch und legitim? Wir werden weiter diskutieren, o.k.?

    #90 @herve64
    #98 @herve64
    #99 @herve64
    Hallo, wir kennen uns noch nicht und mein erster Eindruck von dir ist zwiespältig. Ich werde das gleich begründen. Du schreibst u.a.

    #90
    "(...) Was würde ein Sacha Baron Cohen als gläubiger Jude wohl sagen, wenn ein Komiker seinen verschrobenen Glauben durch den Kakao zieht? Nein, nichts sagen, lasst mich raten: Es würde sofort wieder die große Antisemitismus-Keule ausgepackt, wenn es ein Deutscher oder Österreicher wäre käme zudem noch wieder die Standardbeschimpfung "Fucken Nazi" dazu, es gäbe einen Aufschrei der Empörung in Israel, den USA und vom Zentralrat der Juden (...) So! Und wie kommt Cohen jetzt dazu, sich das Recht herauszunehmen, sich über Schwule lustig zu machen? (...)"

    #98
    "(...) diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten sich herausnehmen, (...)"

    #99
    "Im Übrigen fand ich schon "Borat" eine Unverschämtheit gegenüber dem kasachischen Volk! Sacha Baron Cohen ist eben einfach nicht itzig, äh: witzig!!! (...)"

    Hast du ein Problem mit Juden? Dieser "Versprecher" 'itzig' wurde schon von den Nazis benutzt, um die Juden zu diffamieren. Würdest du den Film anders bewerten, wenn Cohen Christ, Moslem oder Atheist wäre? Fairerweise teile ich dir jetzt mit, dass ich aus einer teilweise jüdischen (säkularen) Familie stamme (Vater).

    Mein weiterer Eindruck von dir? "Ein wütender, alter Mann, ereifert sich (fast schon, wie ein Forentroll, weil er ständig verunglimpfende Ausdrücke benutzt, wie das hier: "... diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten ..."). In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so über Tunten gesprochen und finde das auch nicht angemessen.

    Zu deiner Aufregung über "Borat", vielleicht hättest du doch vorher einmal dem von mir gesetzten Link folgen sollen:

    "(...) In der Zeitschrift Rolling Stone äußerte sich Baron Cohen, wohl auch wegen der z. T. massiven Kritik gegenüber dem Film Borat, zu den Kontroversen um den Film. Hier wurde deutlich, dass Baron Cohen den gesellschaftskritischen und entlarvenden Aspekt seiner Komik bewusst einsetzt. Auch die klischeebelastete Darstellung Kasachstans durch die Figur Borat ist nach Baron Cohen nicht gegen Kasachstan gerichtet, sondern gegen diejenigen, die sich Kasachstan oder andere ehemalige Sowjet-Staaten gemäß jenen Stereotypen vorstellen (...) „Nicht Kasachstan wird der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern die Leute, die fähig sind zu glauben, dass das Kasachstan, das ich beschreibe, wirklich existieren könnte.“

    "(...) Nach dem weltweiten Anlaufen des Kinofilms wurde der kasachischen Führung inzwischen die große Werbewirksamkeit der Figur bewusst und Baron Cohen wurde mittlerweile offiziell nach Kasachstan eingeladen (...)" (Quelle: Wikipedia, siehe auch meinen Link im Original-Kommentar).

    Ich fürchte, mit Satiren, schwarzem Humor und deren Wirkung bist du ein wenig überfordert?

    Meine, in der Filmkritik geäußerte Auffassung, hast du in keinem Punkt deiner Kommentare ins Wanken bringen können. Für gute und einleuchtende Argumente bin ich jedoch immer offen.

    Ich bleibe dabei: "BRÜNO" führt homophobe, kleingeistige Heteros vor und nicht uns Homos. Ich bin glücklich, wenn ich mich in der Szene mit einer wortgewandten "Tunte" unterhalten kann und mache das auch sehr gerne. Hinter aller "Grellheit" verbirgt sich häufig jede Menge Klugheit und Menschenkenntnis. Wer jedoch so "aufgeregt" auf ein bißchen Make-Up, auf Perücken oder Frauenkleider reagiert, der muss sich seiner eigenen "Männlichkeit" wohl nicht sehr sicher sein?

    Liebe Grüße an Euch beide
    Melvin

    P.S. übrigens, mit diesem "Totschlag-Argument" versuchen regelmäßig ganz Rechte die Diskussionen abzuwürgen, die ihnen nicht in den Kram passen: "... würde sofort wieder die große Antisemitismus-Keule ausgepackt ..."
    Immer wenn ich höre/lese "Nazi-Keule", "Antisemitismus-Keule" usw. werde ich sofort hellhörig ...
  • Antworten » | Direktlink »
#101 stromboliProfil
  • 14.07.2009, 17:00hberlin
  • Antwort auf #96 von Absurde Logik
  • Absurde Logik, es gibt eine unterschied im verteidigen wohlberechtigter positionen und dem hinterherlaufen bezüglich aufgezwungener chlices..." Es ist nämlich keineswegs die Klischeetunte, die für die heterosexuelle Zwangs-"Norm" irgendeine ernsthafte Bedrohung darstellt, sondern wirklich gefährlich werden wir der Zwangsheterosexualität unter den herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen genau dann, wenn wir deutlich machen, dass man schwul und dabei mindestens so "männlich" sein kann wie die Proll-Heteros, die überall den Ton angeben! Wenn wir eben die gezielte Reduzierung (und Stigmatisierung) männlicher Homosexualität auf dieses Klischee (oder welches Klischee auch immer) endlich beenden."

    soweit gut! Was aber für eine rolle wollen wir übernehmen, sind doch die rollenbilder alle heteronormativer herkunft. Bedrohen wir den hetero indem wir sein selbstverständnis widerspie(ge)len, oder bedrohen wir ihn weil hinter der maske das unfertige hervortritt? Ich glaube letzteres! Denn nicht ist schwerer ertragbar als die vorführung der eigenen charaktermaske!
    In diesem zwiespalt treffen sich dann die mansiehtsmirnichtan kryptoschwuchteln auf die, sich selbst genügende, obiges in fragestellende tunte; sehr zum unwillen eben des gestandenen "mannes".
    Was will ich unterstützen; verifizieren lässt sich weder das eine, noch das andere; die tunte ist nicht nur der passive, eben weiblich/effiminierte sonst gäbe es den christopher street day heute nicht! Es waren TUNTEN, die anfingen sich zu wehren! Nicht die vergeistigten intelektuellen, die normal nicht sichtbaren oder die biedermänner die so gerne privates von beruf und öffentlichem leben zu trennen wissen! Die kommen in europa 2- 4 jahre später zum zuge. Was also ist der"normale mann" wenn nicht eine spiegelung seiner wünsche und ängste. Entsprechend die selbstdarstellung des/der einzeln. Aber auch die denkerpose macht da keinen unterschied, lediglich eine abweichende pose vom hüftewackeln! Hier wie dort ein versuch dem alltäglichen grau einen spur farbe zu geben!

    Was aber wie soll dir "Jeder seriöse Sozialpsychologe hoffentlich bestätigen, wie wichtig gerade solche Identifikationsfiguren für junge Menschen sind, die gerade entdecken, dass sie nicht der ihnen eingetrichterten "Norm" entsprechen (aber deswegen noch lange nicht "tuntig" sein müssen)...". Was bieten wir an rollenidifikationen an, ausser dem abgedroschen normalbild, dass der mann sich im laufer seiner "kultur" aneignete! Deshalb auch die brüche: der mann , der "normale" wie der "abweichende nicht sein selbstbild halten kann wenn es zur verifizierung kommt! Dann brechen die rollen zusammen, dann kommt die wut über das eigene scheitern hoch, dann ist die gewalt präsent.
    So auch die ausbrüche hier: wut empörung über das scheinbar vorgeführt werden, aber ohne den blick darüber hinaus... banal und trauig zugleich

    Den film nur in you tube schnipseln gesehen! Hier tatsächlich der "negative zusammenschnitt", den man denunziatorisches unterlegen könnte/kann. Aber das entspricht nicht den intentionen die der film offensichtlich anstrebt (so ein guter freund auf dessen kritik ich mich verlasse und der das orginal engl. gesehen...!) so wie "borat" ebnenso nicht den kassaken lächerlich macht; eher den immer noch kolonialistischen charakter der europäer/amerikaner, entsprechend auch die lacher an den falchen stellen. Aber mit der dummheit des betrachters muß bei satire gerechnet werden! Wenn nicht an der richtigen stelle gelacht werden kann, entlarft es den zuschauer!

    Der vergleich der bully herbig tunten machwerke vom schuh des manitou bis Traumschiff Surprise... ist nicht gelungen, dazu die dummliche dünne der dialoge und handlungsfäden nicht ausreichen. Das sollten selbsternannte kritiker denn auch erkennen können, wenigstens für sich selbst. Selbst wenn es der eigenen profilierung geschuldet...!
    Hier unterscheidet sich denn auch satire von prollhaftem vorführen: es gibt keine wirkliche beschäftigung mit dem sujet, sondern eine aneinaderreihung altbekannter handbewegungen in einheit mit dem wiegenden trippelschritt. Wenn wir dann vergleiche anstellen, könnten wir uns auch den rasierklingengang des urbanen heteromännchen vorstellen wie er täglich am herrmansplatz zelebriert wird; was Cohen köstlich in ALI-G parodiert. Und wer wird die folge ( wenn gesehen) vergessen, wo Cohen ein interview mit NY-jüdischen hardlinern führt; unter anderem die schwule frage aufbringend, er den rabbi dermaßen in die enge drängt mit der absurdität seiner fragen ( alles lehrmeinungen eben dieses rabbi,) dass man am boden sich kringelt vor lachen..
    deshalb @herge; anbei eine anleitung fürs filmesehen:
    www.moviecliches.com/

    dann entspannter kritisieren!
    @felix4u #10 .. das cohen den effekt nutzt der in homophobie verborgen liegt, bringt die homophobie nur noch besser zu tage.. die wut vorgeführt worden zu sein ist sichtbar, und darum gehts! Ich würde mir so ein fußballspiel vor dem anpfiff eines länderspieles vorstellen... poldi küsst klose ... nur mal so zum ausdenken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#102 PinkRevolutionProfil
#103 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 17:45h
  • Antwort auf #101 von stromboli
  • "Ich würde mir so ein fußballspiel vor dem anpfiff eines länderspieles vorstellen... poldi küsst klose ..."

    Eben so werden schwule Jungs und Männer und Männer überhaupt aber GERADE NICHT dargestellt in der massenmedialen Welt! Und genau darum geht es hier! Es geht darum, männliche Homosexualität nicht immer und immer wieder (und nahezu ausschließlich) auf ein bestimmtes Klischee zu reduzieren, sondern das gesamte Spektrum schwuler Männer abzubilden. Und da besteht wahrlich kein Mangel, sondern ein von der heteronormativen Gesellschaft exakt so gewollter "Überschuss" oder eben eine völlige Reduzierung auf das Tuntenklischee mit dem klaren Ziel und Effekt der STIGMATISIERUNG!

    Wir haben die Wahl: Entweder wir lassen uns weiter bereitwillig auf ein bestimmtes Klischee reduzieren und festnageln und klatschen bei jeder noch so pentranten Darbietung dieser Art auch noch Beifall (wobei wir uns ohnehin nichts vormachen sollten: Herrn Cohen geht es nicht um das Wohl von homosexuellen Männern und um den Kampf gegen Homophobie, sondern um maximalen Profit und um die vorwiegend als heterosexuell definierte Zielgruppe - sonst würde er sicherlich bessere Wege finden, schwule Männer, deren Sexualität, Liebe, Partnerschaft darzustellen, ganz ohne penetrantes Aufwärmen der üblichen Klischees!). Dann wird eine sehr große Zahl junger Männer ihre homosexuellen Gefühle in Ermangelung anderer Identifikationsfiguren weiterhin verdrängen oder sich nur unter allergrößten Schwierigkeiten einen Weg zum Ausleben derselben erkämpfen müssen. Es geht also um die Frage, ob wir uns in den Massenmedien, in der so genannten "Pop-" und "Jugendkultur" und in unserer eigenen Selbstdarstellung bereitwillig auf das festnageln lassen, was uns in der gesellschaftlichen Minderheitenrolle hält, oder ob wir den Kampf um die Bilder, die das Bewusstsein gerade junger Menschen wesentlich prägen, auf gleicher Augenhöhe führen - und das heißt, eine möglichst breite Palette an Identifikationsfiguren zu bieten, die aber gerade die vorherrschende "Männlichkeitslogik" aufgreifen und deutlich machen muss, dass Schwulsein zunächst einmal nichts anderes bedeutet, als dass Männer auf das Maskuline stehen (wie immer das dann definiert wird - wobei es, wie ich schon zu Beginn des Threads ausgeführt habe, keinerlei sachlich nachvollziehbaren Grund dafür gibt, weshalb "tuntiges" Verhalten unter schwulen Männern *von Natur aus* stärker vertreten sein soll als unter Heteros. Daher muss endlich Schluss sein mit dieser unsinnigen und bewusst zur Unterdrückung männlicher Homosexualität ins Feld geführten Reduzierung und totalen Einengung unseres (Selbst-) Bildes! Sonst haben wir weder eine Chance, gegen den immer aggressiveren Heterosexismus mit seiner dazugehörigen, absurden Männlichkeitslogik anzukommen noch jemals aus der konstruierten Minderheitenrolle herauszufinden.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #101 springen »
#104 LorenProfil
  • 14.07.2009, 18:08hGreifswald
  • Antwort auf #98 von herve64
  • "diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten"

    Wieviel intellektuelle Verwahrlosung gehört dazu,
    Menschen so zu titulieren? Ein schwuler "Stürmer"
    hätte es kaum "besser" formulieren können.
    Würg und kotz ...

    P.S. Nach meiner Wahrnehmung drängen sich weder "Tunten" noch "Lederkerls" "ständig in den
    Vordergrund", sondern sie werden von den Massen-
    medien benutzt, um ein Klischeebild über schwule
    Männer zu entwerfen (z.B. bei der Berichter-
    stattung über CSDs). M.E. sind nicht die o.g.
    zu kritisieren, sondern die Berichterstattung.
    Mein Motto bleibt: Jeder so wie s ihm ge-
    fällt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #98 springen »
#105 stromboliProfil
  • 14.07.2009, 18:39hberlin
  • Antwort auf #103 von Absurde Logik
  • ...auf ein bestimmtes Klischee zu reduzieren, sondern das gesamte Spektrum schwuler Männer abzubilden."
    aber eben dies machst du in deiner argumentation!
    du verwechselst den prollangriff aufs weibische mit dem sehr wohl vorhandenen anteil nichtmännlichen im homosexuellen menschen. Das dies von zeit zu zeit rüberkommt in gestik,reden und wahrnehmung und darstellung, ist eine nicht wegredbare tatsache. Eher der hinweis auf (unsere) vielfallt! Wenn du um die pädagogische aufklärung bemüht bist, sollte auch dieser anteil homosexuellen seins mit eingefügt werden! Warum ein unvollständiges bild schaffen , nur weil man sich einen vorteil , kohabtation mit dem gegenpart .
    Ich selbst will nicht diese scheinbar normalen männer, ständig bemüht ihre fassade zu halten, selbstkontroliert den normalo gebend. Ich bin aber auch zu wenig feminin in wesen und gestik um den anderen part zu geben; ich suche/fand/finde ständig mein selbst in wandlung begriffen.
    Das würde ich gerne den nachkommenden vermitteln: sie brauchen nicht die erwartung der anderen erfüllen; weder die der heten noch die der schwulen! Sie müssen sich selbst finden... irgendwie als ausdruck unmittelbaren empfindens und unmittelbarem bedürfnis!
    Und wenn die realität die kussszene von prinzess poldi und klose nicht zulässt, sollte sie allemal in der satire vorgeführt werden. Dann endlich werden die echten emotionen hervorbrechen; bei denen wie bei uns!

    was die clichés angeht: " Und da besteht wahrlich kein Mangel, sondern ein von der heteronormativen Gesellschaft exakt so gewollter "Überschuss" oder eben eine völlige Reduzierung auf das Tuntenklischee mit dem klaren Ziel und Effekt der STIGMATISIERUNG!"
    nur zum teil wahr: es fehlt auch eine eigenwertige darstellung unsererseits, die dem partikel tunte die eloquenz des selbstbewussten individiums an die seite stellt. Und wo sie stöckelbeschwert sich der gefahr aussetzt, ist sie mit sicherheit die mehr zu bewundernde als die versteckt durchs leben schlurfende ottonormalschwuchtel.
    Die sich nicht an den kasibern der normgefängnisse orientieren, die da den strahlenden virilen mann braucht oder den anabolika gepäppelten 20zig jährigen lustkreis. Und es braucht nicht die denkerpose der über den dingen stehenden alterstunte die sich ein stück männlichkeit zurück stilisiert ( denk ich am walz im toms vor 25-30 jahren...), eben auch ein gerne wiederholtes vorbild.
    Ums nicht missverständlich zu machen: nichts gegen den gym-gestählten körper., wissend das auch der verfällt...

    Wir werden sicher zu opfern wenn wir tätern die handlungshoheit überlassen, aber wir werden auch zum opfer, weil wir die besonderheiten von uns nicht annehmen; akzeptieren als positives agieren, ausleben als offensives sich gegen die hetennormen stellen. Solange wir also vermeindlich gegen die clichés anrennen ohne dabei uns mit den inhalten eben dieser clichees zu beschäftigen, rennen wir zwangsläufig an die immer selbe wand!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #103 springen »
#106 absolutes gehörAnonym
  • 14.07.2009, 18:43h
  • Antwort auf #100 von Melvin
  • *

    recht haste !!!

    und für das andere ohr:

    "Wenn man bedenkt, dass Henryk M. Broder den Ludwig-Börne-Preis bekommt, dann schäme ich mich als Jude. Wenn er und andere Juden seines Schlags die Repräsentanten des deutschen Judentums sind, dann möchte ich mit diesem Judentum nichts zu tun haben. »Israel, mein Israel«, schreit Ralf Giordano und gebärdet sich wie ein waschechter »Zionist-aus-der-Ferne« mit rassistisch-islamophobem Einschlag. Soll dieser Zyniker Broder ...wirklich in einer Linie mit dem Aufklärer Börne stehen? Das ist lächerlich. Das deutsche Judentum wurde einmal von Heinrich Heine, Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Ernst Toller vertreten. Die heutigen selbsternannten Repräsentanten des Judentums in Deutschland stellen das Gegenteil dieser Traditionslinie dar. Denn sie instrumentalisieren den Antisemitismusdiskurs in einer Art und Weise, dass sie mehr als jeder andere den Antisemitismusbegriff entleeren.
    *
    Das ist politisch sehr gefährlich.
    *
    Es geht denen nicht um Israel, sondern um zutiefst deutsche Befindlichkeiten. Diese Leute, Israel-solidarische »Antideutsche«, werden mir nie verzeihen, dass ich der Sohn von Auschwitz-Überlebenden bin. Sie werden mir auch nicht verzeihen, dass ich Offizier im israelischen Militär war. Sie kommen nicht damit zurecht, dass sie Nachkommen eines Tätervolkes sind; ein Umstand, dem sie mit ihrem »antideutschen« Getue meinen, Rechnung tragen zu können."

    www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/zuckermann3.ht
    ml


    de.wikipedia.org/wiki/Moshe_Zuckermann

    schräge optik:

    würden nur alle schwulen männer so aussehen, wie die von leni bisky und norbert riefenstahl....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#107 seb1983
#108 stromboliProfil
#109 absolutes gehörAnonym
#110 FelixHHProfil
  • 14.07.2009, 20:37hHamburg
  • hallo absurde logik,

    hab doch wieder lust, mich einzuklinken.

    wie du an den kommentaren von herve64 erkennen kannst, wird die argumentation, die du führst, eben doch schnell mit tuntenfeindlickeit gleichgesetzt und auch noch beklatscht:

    herve64:
    "...diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten"

    über sei eine "menschenverachtende scheisse", weil anscheinend wirklich ernst gemeint, kann und sollte man sich nun wirklich aufregen!!!! aber das scheinst du irgendwie hinzunehmen?

    stattdessen reitest du immer auf der selben argumentation rum, um eine blödelei wie "brüno" zu dämonisieren.

    man oh man!

    @herve64: werde deine geschmacklosen entgleisungen queer.de melden!
  • Antworten » | Direktlink »
#111 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 20:56h
  • Antwort auf #100 von Melvin
  • Wie ich über Tunten und Cohen rede, das wirst du und alle anderen wohl mir überlassen müssen. Diese aufgevotzten Wesen jedenfalls sind das absolute Abtörnbild des Durchschnittsschwulen an sich. Und Cohen teilt gerne aus, also wird er auch einstecken müssen. Basta!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#112 FelixHHProfil
#113 daisyAnonym
#114 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 21:23h
  • Antwort auf #112 von FelixHH
  • Was heißt hier "Volksverhetzung"? Habe ich etwa zum fröhlichen Tuntenklatschen aufgerufen, oder was? Nein. Informier dich gefälligst mal über den Inhalt von Straftatbeständen, bevor du losgackerst. Und Cohen betreibt keine Satire, sondern nur unverschämte Beleidigungen. Ende der Durchsage.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #112 springen »
#115 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 21:29h
  • Antwort auf #105 von stromboli
  • Danke dir, @stromboli, für diese pointierten Ausführungen, die einmal mehr zeigen, dass wir im Grunde gar nicht weit auseinander liegen . Die Auseinandersetzung mit dem Klischee habe ich allerdings schon zu Beginn des Threads angesprochen und dabei zu erklären versucht, dass es mit der bloßen Feststellung "Homosexuelle Männer haben EBEN diesen oder jenen Anteil" nicht getan sein kann.

    Zunächst einmal gibt es nämlich keinen biologisch oder sonstwie sachlich plausiblen Grund, weshalb "affeminiertes" Verhalten (nach der aktuell vorherrschenden Definition) unter schwulen Männern *von Natur aus* häufiger auftreten sollte als bei heterosexuellen. Vielmehr stellt sich die Frage, ob die von der heteronormativen Gesellschaft gezielt zur Stigmatisierung und letztlich Unterdrückung eingesetzte Gleichsetzung männlicher Homosexualität mit "affeminiertem" Verhalten nicht bei vielen schwulen Männern zu einer "self-fulfilling prophecy" wird, einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung, eben deshalb, weil es kaum andere Identifikationsfiguren gibt, die eine Selbstfindung/Identitätsbestimmung jenseits dieses Stereotypus unterstützen würde. Ein Großteil junger Männer verdrängt doch gerade in Folge dieser Stigmatisierung und in Ermangelung anderer Identifikationsfiguren seine homosexuellen Gefühle etwa nach dem Muster: "Das bin nicht ich (das Klischee), damit fange ich nichts an und da passe ich nicht rein. Außerdem machen sich meine Kumpels sowieso in jedem zweiten Satz über Schwule (bzw. über das Klischee eines Schwulen) lustig."

    Und von denen, die ihre homosexuellen Gefühle immerhin nicht verdrängen, meint ein nicht geringer Teil, auf der Suche nach einer "anderen", eben schwulen, Identität sich in das vorherrschende Klischee bzw. die ihm gesellschaftlich vermittelte "Rolle" einfügen zu müssen. Nicht selten habe ich schon selbst beobachtet, dass manch einer nach seinem Coming Out plötzlich affeminierte Verhaltensweisen an den Tag legt, die vorher in keiner Weise zu beobachten waren. Ich möchte das hier in keiner Weise bewerten oder darüber urteilen und sehe darin auch keinerlei "Problem", aber eben diese Fragen, Überlegungen, Beobachtungen gehören für mich unbedingt zu einer fundierten, kritischen Auseinandersetzung mit dem hier diskutierten Klischee dazu. Auch und gerade wenn wir für unser gesellschaftliches Handeln die richtigen Schlussfolgerungen ziehen wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #105 springen »
#116 Absurde LogikAnonym
  • 14.07.2009, 21:35h
  • Antwort auf #110 von FelixHH
  • @FelixHH: Womit irgend jemand meine Argumentation "gleichsetzt", liegt weder in meiner Verantwortung noch sagt es irgend etwas über diese Argumentation aus! Das ist ein weiterer netter Versuch, meine kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Funktion des Tuntenklischees zu dämonisieren oder in Ermangelung überzeugender sachlicher Argumente irgendeine Nähe zu Gesinnungen zu unterstellen, gegen die ich selbst hier seit langem immer wieder klar Position beziehe. Ich bin für Vielfalt, nicht für Einfalt - auch und gerade wenn es um das (Selbst-) Bild und die (Selbst-) Darstellung schwuler Männer geht. Die Realität gerade in der massenmedialen Welt und in der so genannten Pop- und Showbranche ist aber leider so einfältig, wie sie nur sein könnte - und genau darum geht es mir in diesem Thread!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #110 springen »
#117 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.07.2009, 21:37h
  • Antwort auf #104 von Loren
  • Und wieviel intellektuelle Verwahrlosung gehört dazu, sich innerhalb einer Diskussion Sprechblasenausdrücke wie "würg" und "kotz" zu verwenden? Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen schmeißen. Und was die Darstellung in den Medien angeht: die Medien bedienen sich der plakativsten Bilder, die man ihnen liefert. Nur dass mit Clownerie an sich nichts bewegt wird. Falls dir noch nicht aufgefallen sein sollte: die gesamten CSD-Paraden sind nur noch zum Karneval verkommen. Politische Aussagen findet man wenn überhaupt nur vereinzelt. Es dominieren nur vergnügungssüchtige Selbstdarsteller ohne jeglice Aussage, und das ist eben schlecht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#118 LorenProfil
  • 14.07.2009, 22:20hGreifswald
  • Antwort auf #117 von herve64
  • "Und Cohen betreibt ... nur unverschämte Belei-
    digungen."

    "diese aufgevotzten Clownessen namens Tunten"

    "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen
    schmeißen."

    GENAU !

    P.S. Nur zur Erläuterung:
    "würg und kotz" meint: Ich finde sowohl
    deine Wortwahl als auch deine Doppelmoral
    schlicht zum Kotzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #117 springen »
#119 FelixHHProfil
  • 14.07.2009, 22:36hHamburg
  • Antwort auf #114 von herve64
  • @herve

    Den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs:

    Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

    1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder

    2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    lies doch mal punkt 2. ausserdem habe ich gesagt, sobald der straftatbestand erfüllt ist. das ist natürlich immer genau juristisch zu prüfen. es geht aber eher um deine niveaulosigkeit (die du bei fast jedem beitrag neu unter beweis stellst), die meines erachtens hier keinen platz haben sollte. dies hier ist ein diskussionsforum, wo sicherlich auch gestritten werden darf, aber nicht menschen auf grund einer femininen prägung verunglimpft werden dürfen.

    weiterhin zu deiner information:

    Strafbare Äußerung :
    Strafbar ist demnach die Kundgabe von Missachtung oder Nichtachtung gegenüber dem Beleidigten oder Dritten.

    z.b. absurde logik. der macht micht verrückt mit seinen argumenten, er wahrt aber -soweit ich mich an seine beiträge entsinne- einen akzeptablen diskussionsstil.
    deine argumente hingegen sind nicht nur dumm, sondern auch noch menschenverachtend.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #114 springen »
#120 Absurde LogikAnonym
#121 herve64Ehemaliges Profil
#122 Melvin
  • 14.07.2009, 23:21h
  • Antwort auf #111 von herve64
  • @herve64

    "Wie ich über Tunten und Cohen rede, das wirst du und alle anderen wohl mir überlassen müssen" ... schreibst du.

    Nun, dann wirst du dir andererseits Kritik gefallen lassen müssen, wenn du Menschen beschimpfst und verächtlich machst.

    Es offenbart außerdem, für mich, eine "menschenverachtende" und uneinsichtige Einstellung die, nicht nur von mir, kritisierte Bezeichnung "aufgev..... Wesen ...", wie in einem Anfall von Altersstarrsinn, in Kommentar #111 noch einmal zu wiederholen.

    Und da macht es dein "Basta" auch nicht besser (eher schlimmer). Wen meinst du übrigens, wenn du schreibst "... sind das absolute Abtörnbild des 'DURCHSCHNITTSSCHWULEN' an sich ..." ???

    Hast du den Typ des (von dir großzügig akzeptierten) "Durchschnittsschwulen" definiert und festgelegt? Fliegen jetzt "alle anderen" (die nicht so sind oder sein können, wie du es gern hättest) aus der "Innung"? Und sind das nicht ein wenig diktatorische Anwandlungen, die du hier zeigst?

    Also, zunächst einmal Einspruch, Euer Gnaden!
    Denn ich kann mich nicht erinnern, dich zu meinem Vertreter oder Sprecher gewählt zu haben, und ... was mich - als "Durchschnittsschwulen"- an- oder abtörnt ist meine Sache. Mich törnt u.a. Intelligenz an, wogegen mich Engstirnigkeit und Sturheit eher abtörnen.

    Und noch etwas grundsätzliches:

    Ich weiß, es gibt eine gewisse "Tendenz" bei Minderheiten, Druck den sie selbst von der Mehrheit zu spüren bekommt, "nach unten" weiterzugeben, indem eine weitere "Untergruppe" zum Prügelknaben aufgebaut wird.

    Ich möchte gern, dass dieser (Herrschafts-) Mechanismus von uns durchschaut und durchbrochen wird.

    Also, keine Ausgrenzung innerhalb unserer Community! Die Regenbogenflagge symbolisiert es sehr gut: Vielfalt ist das Erfolgsrezept für unsere Emanzipation und nicht etwa der "genormte" Durchschnittsschwule (wie immer der beschaffen sein sollte).

    Wer "Tunten", "Lederkerle", "Fetishfreunde" u.a. versucht auszugrenzen, schadet dem Zusammenhalt unserer Community und damit auch mir ganz persönlich, in meiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung.

    Dagegen werde ich mich immer zur Wehr setzen, innerhalb und außerhalb dieses Online-Forums!

    Melvin
  • Antworten » | Direktlink » | zu #111 springen »
#123 Daniel
  • 15.07.2009, 11:11h
  • Antwort auf #121 von herve64
  • Hallo herve64,
    habe mich ein wenig in diese "Diskussion" hier eingelesen und bin einigermaßen erstaunt darüber, was du so von dir gibst. Wie z.B. das hier:

    "Weil ich ausspreche, was die meisten insgeheim denken, aber nicht zu artikulieren wagen?"

    Woher bitte schön willst du wissen, was ich und andere "insgeheim" denken? Und warum sollte ich, was ich denke, nicht auch zu artikulieren wagen?

    Wie kommst du nur zu dieser "Fehleinschätzung?" Hast du eine repräsentative Umfrage innerhalb unserer Community durchgeführt?

    Ich kann mich da einigen meiner Mitkommentatoren nur anschließen: Es gibt, zum Glück, nicht den Zwang zum Einheitsschwulen, sondern gerade die bunte Vielfalt ist es, die uns ausmacht.

    Eine kleine Episode am Rande:
    Neulich gab es in diesem Forum eine Diskussion über CSDs und die Wahrnehmung der heterosexuellen Mehrheit. Zum wiederholten Mal wurden sowohl "schrille Tunten", als auch z.B. "Fetish-Leute" als "störend" und "nicht erwünscht" angegriffen. Diese Sichtweise ist selbstzerstörerisch für unsere Community und nicht etwa das Auftreten von besonders auffälligen Community-Mitgliedern.

    Als sich in diesem Thread dann sowohl ein Benny von "FetishU30", als auch Dirk von "Probondage", mit sehr bemerkenswerten Kommentaren zu Wort meldeten, habe ich ihnen spontan meine Solidarität zugesichert. Dirk habe ich dann auch kurz auf seiner Homepage besucht und ihm einen Gruß hinterlassen, den er freundlich erwidert hat.

    Was ich damit ausdrücken will:
    Es ist eine rückwärtsgerichtete (reaktionäre) Tendenz in der Gesellschaft und leider auch in Teilen unserer Community zu beobachten, die da lautet: Alles, was "zu" auffällig ist, wird abgedrängt und nicht zur Kenntnis genommen. Wie Schwule auszusehen und sich zu verhalten haben, bestimmen selbsternannte Sprecher von sog. "Durchschnittsschwulen."

    Ja merken Leute, wie du, denn eigentlich nicht, dass sie damit nur die "Vorgaben" von unseren Gegnern/Feinden übernehmen, die uns bis zu Unkenntlichkeit domestizieren möchten, um uns dann nicht mehr zur Kenntnis nehmen zu müssen, weil uns jede Eigenständigkeit und Andersartigkeit genommen wurde?

    NICHT MIT MIR! Das tolle an unserer Community ist die Vielfalt UND die Andersartigkeit und dazu zähle ich Gruppen, wie "FetishU30" und "Probondage" ausdrücklich hinzu. Ich habe beiden mitgeteilt, dass ich mich über ihre Teilnahme an den CSD-Umzügen im kommenden Jahr freue.

    Warum wohl flattert die Regenbogen-Fahne, als Symbol unserer Community? Weil die Farben des Regenbogens die (sexuelle) Vielfalt von uns allen ausdrücken.

    Daniel
  • Antworten » | Direktlink » | zu #121 springen »
#124 herve64Ehemaliges Profil
#125 herve64Ehemaliges Profil
#126 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.07.2009, 11:31h
  • Und mal ganz allgemein: diese sog. "Community", die ohnehin nicht das ist, was sie vorgibt zu sein, kann mir persönlich ohnehin gestohlen bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#127 Melvin
  • 15.07.2009, 11:32h
  • Antwort auf #124 von herve64
  • "Sei stolz darauf, wenn dich ein Idiot 'Idiot' nennt", ist deine Devise? Dann mußt du dich ja sehr grämen, weil dich hier bisher noch niemand so tituliert hat.

    Hi Redaktion,
    hab' ich mir doch fast gedacht, dass es sich bei "herve64" um einen dieser nervenden Foren-Trolle handelt (besonderes Merkmal: Regelmäßige Beleidigungen anderer User).

    Diese Typen fliegen in anderen Foren regelmäßig sofort raus.

    Ende des Gesprächs mit herve64, troll dich Kleiner!

    DON'T FEED THE TROLL!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#128 Daniel
#129 herve64Ehemaliges Profil
  • 15.07.2009, 11:54h
  • Wisst Ihr, was allgemein Euer Problem ist? Ihr könnt es einfach nicht ertragen, dass es auch Schwule außerhalb Eurer selbstherrlichen Community gibt, die die Dinge etwas kritischer sehen als anstandslos alles herunter zu schlucken, was einem so vorgesetzt wird ohne es auch nur ansatzweise zu hinterfragen wie z. B. der Film "Brüno". Und DAS ist es eigentlich, was Euch maßlos ärgert.
  • Antworten » | Direktlink »
#130 Daniel
#131 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 15.07.2009, 13:14h
  • @herve64

    Ich als Tunte will dir nur soviel sagen: Ich tituliere dich mit genau dem selben Vokabular, welches ich nicht nochmal zitieren werde, wie du mich und all die anderen Tunten hier tituliert hast.
  • Antworten » | Direktlink »
#132 FelixHHProfil
  • 15.07.2009, 16:54hHamburg
  • Antwort auf #124 von herve64
  • nach der devise und deinen beleidigungen könnten wir ja jetzt ordentlich stolz auf uns sein. zum glück teile ich deine schrägen ansichten, devisen und behauptungen nicht. allein schon die art wie du deine beiträge beendest "basta", "ende der durchsage"... sagt genug über dich aus, um zu wissen, das diskutieren mit dir keinen sinn macht.

    um mich auf dein niveau zu begeben, müsste ich schon eine diskussion aufmachen wie z.b. "dicke, bärtige schwule sind generell dumm und reaktionär". die aussage könnte man durch einige beleidigungen noch aufmotzen. und weiter: "...das denken übrigens alle, nur keiner traut sich, das mal auszusprechen".

    zum glück verbieteten es mir intelligenz und anstand, so einen blödsinn zu verzapfen. und auch meine eigene überzeugung.

    für tunten hab ich mich noch nie geschämt, aber für schwule wie dich, schäme ich mich gleich doppelt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#133 stromboliProfil
#134 daisyAnonym
#135 daisyAnonym
  • 15.07.2009, 19:59h
  • Antwort auf #133 von stromboli
  • weiß ich nicht.
    der andere ist tot.

    Lernte Rumpf und Wörter beugen.
    Und statt Rattenfängerweisen
    mußte er das Largo geigen
    und vor dürren Tantengreisen
    unter roten Rattenwimpern
    par coeur Kinderszenen klimpern
    und, verklemmt in Viererreihen,
    Knochen morsch und morscher schreien,
    zwischen Fahnen aufgestellt
    brüllen, daß man Freundschaft hält.
    Schlich er abends zum Kaninchenstall davon,
    hockten da die Schmuddelkinder, sangen voller Hohn:
    Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
    sing nicht ihre Lieder.
    Geh doch in die Oberstadt,
    mach´s wie deine Brüder!

    Aus Rache ist er reich geworden. In der Oberstadt
    hat er sich ein Haus gebaut, nahm jeden Tag ein Bad.
    Roch, wie bessre Leute riechen,
    lachte fett, wenn alle Ratten
    ängstlich in die Gullis wichen,
    weil sie ihn gerochen hatten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #133 springen »
#136 stromboliProfil
  • 15.07.2009, 23:40hberlin
  • Antwort auf #135 von daisy
  • ha, der degenhardt...spiel nicht mit den schmudelkindern, sing nicht ihre lieder...

    da wir schon von hochmut schreiben, sollte das ende der moritat nicht vorenthalten bleiben:

    Und eines Tages hat er eine Kurve glatt verfehlt.
    Man hat ihn aus einem Ei von Schrott herausgepellt.
    Als er später durch die Straßen
    hinkte, sah man ihn an Tagen
    auf ´nem Haarkamm Lieder blasen,
    Rattenfell am Kragen tragen.
    Hinkte hüpfend hinter Kindern,
    wollte sie am Schulgang hindern
    und schlich um Kaninchenställe.
    Eines Tags in aller Helle
    hat er dann ein Kind betört
    und in einen Stall gezerrt.
    Seine Leiche fand man, die im Rattenteich rumschwamm.
    Drum herum die Schmuddelkinder bliesen auf dem Kamm:
    Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
    sing nicht ihre Lieder.
    Geh doch in die Oberstadt,
    mach´s wie deine Brüder!

  • Antworten » | Direktlink » | zu #135 springen »
#137 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.07.2009, 10:42h
  • Antwort auf #127 von Melvin
  • "Oft werden auch Diskutanten als Trolle bezeichnet, die eine kontroverse Meinung nicht nur vertreten, sondern auch tatsächlich von ihr überzeugt sind und unbeirrbar bis hin zu persönlichen Angriffen auf ihr bestehen. Da dieses im Internet verbreitete Verhaltensmuster der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Troll widerspricht, wurde zur Unterscheidung versucht, dafür den Begriff „Elch“ zu etablieren. Dieser Begriff hat sich allerdings außerhalb des Usenets nicht allzu weit durchgesetzt. Bekanntere Bezeichnungen für dieses Verhalten sind Kook und der traditionelle Begriff Crank." (
    de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur))

    Q.E.D.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #127 springen »
#138 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.07.2009, 10:55h
  • Im Übrigen finde ich es verdammt peinlich, wenn hier einige Franz-Josef Degenhardt zitieren, die ein Schwulenbild aufrecht erhalten, dass der "Hofnarrenfunktion" von Homosexuellen der reaktionären Kräfte sehr entgegenkommt. Aber das nur am Rande.
  • Antworten » | Direktlink »
#139 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 11:01hberlin
  • Antwort auf #137 von herve64
  • zu # 137 herve64 :
    was macht den unterschied ob man dich als troll oder als elch sieht? Um das reaktionäre weltbild gehts! Und da haben sich die diskutanten zu recht zu wort gemeldet, du hingegen dich mit "basta" und bravour verabschiedet!

    mir kommt dein verhalten vor wie jemand, der in scheiße getreten, fragend herum blickt wo denn nun der gestank herkommt!
    Etwas weniger selbstinzinierung würde dir gut tun!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #137 springen »
#140 herve64Ehemaliges Profil
#141 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 11:37hberlin
  • Antwort auf #138 von herve64
  • zu #138 herve64
    seltsam; die selben, die plötzlich die hofnarrenfunktion des schwulenbildes entdecken, fehlt das geschichtliche erinnern: Es waren nicht die biolecks, die walz und sonstig unsichtbaren, die die homos und deren sexualität in die geselllschaft hineintrugen! Und ausgehend von deiner altersangabe solltest du noch die diskussion um praunheims film in der community im kopfe haben: da waren deine widergänger der meinung zuviel sei zu viel; wir lassen uns nicht als schwuchteln diskriminieren...
    Immer diese feinheiten! Als würde wie gesagt man es dem einzeln nicht doch ansehen! So eben auch das schwule radar existiert.
    Komm einfach von deinem hohen roß der heterostilisierung runter und lass den anderen ihren spass!
    Wenn dir allerdings das männerbild der röhmfraktionen besser gefällt, such andere kontaktmöglichkeiten. Dazu ist das internet vorhanden. Hier sind wir(!) vielfältig, nicht einfältig!
    Röhmfraktion übrigens als hinweis dafür, dass diese diskussion schon oft geführt wurde und die inhaltsbestimmungen auch da nichts neues für uns sind; mit einer einschränkung: man muss es immer wieder erklären um auch in heutigen tagen reaktinäres männerbild zu definiern!
    Basta, ende der durchsage!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #138 springen »
#142 stromboliProfil
#143 daisyAnonym
#144 stromboliProfil
#145 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.07.2009, 12:09h
  • Antwort auf #141 von stromboli
  • Wie schön, dass man Andersdenkenden gegenüber immer gleich die schöne Nazi-Killerkeule (hier: Röhm) als Totschlagargument auspacken kann! Das erspart eine fundierte Argumentation und lässt einen das Gegenüber sehr gut diskreditieren, stimmt' s? Als Mobbing-Weltmeister wärst du unschlagbar. Aber ich glaube, das weißt du auch. Im Übrigen kümmert es mich nicht, wen oder was du als "Männerbild" bezeichnest. Für mich ist MEINE Definition davon massgeblich, und ob das für dich nun "reaktionär" ist oder nicht, das ist eine Frage des persönlichen Standpunkts. Ich empfinde z. B. auch deine Ansichten als "reaktionär", weil du ein Schwulenbild vertrittst, wie es den Reaktionären nicht besser in den Kram passen könnte: schrille, laute und kostümierte Erscheinungen mit viel Federn und Schminke und dem schon fast pathologischen Drang nach gefallsüchtiger Selbstdarstellung, die man bestens vermarkten und dadurch auch ausbeuten kann, z.B. für Werbezwecke. Und damit erntet man automatisch auch den Dank einer Community, die nach jeder Form der Publicity lechzt, diese aber nicht sinnvoll nutzt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #141 springen »
#146 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 12:12hberlin
  • eu je, karl mei drobbe... jetzt empfehl ich, fehler sich wohinzustecken und produzier sie am laufenden band... da stehen verstopfungen ins haus!
  • Antworten » | Direktlink »
#147 herve64Ehemaliges Profil
#148 LorenProfil
  • 16.07.2009, 12:15hGreifswald
  • Antwort auf #129 von herve64
  • Schöner Versuch , von dir selbst abzulenken.
    Um es dir noch mal zu verdeutlichen:
    Ich bin für eine sachliche Diskussion jeder Zeit
    und gern zu haben. Was mich ärgert ist deine
    beleidigende, verunglimpfende Äußerung in
    deinem Kommentar 98. Ansonsten kann ich mit
    der Diskussion über das Für und Wider von
    Tunten, Lederkerls, Durchschnittsschwulen ...
    recht wenig anfangen. Ich habe irgendwann
    für mich entschieden, dass für mich Respekt
    vor meinen Mitmenschen unabdingbar ist, auch
    wenn ich ihre Auffassungen nicht teile.
    Daher sind Beleidigungen für mich wirklich
    nur das allerletzte Mittel, wenn ich mich
    gegen Diffamierungen und Versuche der
    Unterdrückung wehren muss und für einen
    Moment (aus Verärgerung, Hilflosigkeit,
    Verletztheit ...) nicht weiter weiß.
    Von Tunten, Lederkerls ... habe ich mich
    als Durchschnittsschwuler (phänotypisch)
    aber noch nie diffamiert oder unterdrückt
    gefühlt. Da gibt es für mich andere "Gegner"
    in Politik und Religion, für die ich meine
    Energie aufspare.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #129 springen »
#149 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 12:39hberlin
  • Antwort auf #145 von herve64
  • ich hab mich um die "meinung" anderer immer wenig gekümmert, wenn sie sich auf weltbilder reduzierte, die zwänge als leitbild propagierten!

    Ich hol nicht die nazikeule zwecks totschlagargument hervor, sondern stelle parallelen fest. Nicht ich schreibe in diese richtung; wie wärs mit einem rundblick über "deine meinung" hinaus?!
    Und sicher ist die unterstellung reaktionärer gedankenstruktur nicht der versuch dich in die wirklich reaktionäre ecke drängen zu wollen, sondern die aufforderung mal genauer hinzuschauen wo dieses bild enden wird/würde käme es zur umsetzung.
    Alleine die spitzen finger: "schrille, laute und kostümierte Erscheinungen mit viel Federn und Schminke und dem schon fast pathologischen Drang nach gefallsüchtiger Selbstdarstellung.." das ist wortwörtlich in überlieferungen und briefen dieses herrn röhm nachzulesen! War da was mit dem ins fettnäpfchen getreten sein und nach schuldigen dafür suchend???

    In einem gebe ich dir recht: die vermarktung von uns , die ausschließlich über diese schiene abläuft! Auch mich ärgert dies! Aber es reisst mich nicht zu solchen analogien hin. Da hab ich vorher nachgedacht, oder würde einsichtig mich nachher entschuldigen!
    Das mein lieber, macht den unterschied aus und ist mit sicherheit kein mobbing; mach dich nicht auch noch zum märtyrer hier... auch das nur eine form der selbstinz(i)enierung, schatzerl!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #145 springen »
#151 herve64Ehemaliges Profil
#152 herve64Ehemaliges Profil
#153 daisyAnonym
#154 stromboliProfil
#155 herve64Ehemaliges Profil
#156 stromboliProfil
  • 16.07.2009, 13:46hberlin
  • aber als hilfestellung schon mal L. Machtans-Hitlers geheimnis- , ein buch das ich nicht sehr schätze, aber das ziemlich viel auf röhmbriefe zurück greift. Insbesondere hierbei die briefe aus der südamerikanischen ferne an parteikonsorten zur darstellung homosexuellen selbstverständnisses in der sa und partei. Wohl gemerkt: auch die hatten ihre schwierigkeiten mit dem sich selbstdarstellen!
    Oder - schwule und faschismus- H.P. Schilling , wo leitende schwule sa/Pgs ihre sicht schildern: " .. nach meiner meinung darf sich homosexualität nicht körperlich ausdrücken... zt.ende!

    usw.. und so fort.
  • Antworten » | Direktlink »
#157 stromboliProfil
#158 Absurde LogikAnonym
  • 16.07.2009, 14:46h
  • Ich würde gern nochmal auf das eigentliche Thema zurückkommen.

    Dass Beleidigungen gegenüber Tunten oder wem auch immer in unserer Community und in unserer Gesellschaft keinen Platz haben, wurde inzwischen glücklicherweise deutlich gemacht.

    Ich für meinen Teil möchte daher nochmals darauf verweisen, dass es mir bei dieser Diskussion in keiner Weise um irgendeine negative Sicht auf Menschen geht, die dem Tuntenklischee entsprechen (da soll es übrigens auch Heteros geben!), sondern es ging und geht mir um den Einsatz dieses Klischees seitens der selbsternannten, konstruierten heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft als eines der wirksamsten Mittel zur Stigmatisierung und Unterdrückung männlicher Homosexualität.

    Das Problem liegt also in der gezielten (da eine gesellschaftliche Funktion erfüllenden) Reduzierung von Schwulsein auf dieses Klischee, auch auf die von uns selbst zu unkritisch hingenommene Unterstellung, "feminine" Verhaltens- und Persönlichkeitsanteile seien etwas "originär" Schwules! Im Gegenteil ist es doch eher so, dass ALLE Männer auch Anteile haben, die nach traditionell-konservativem Verständnis als "weiblich" klassifiziert wurden und immer noch werden. Und ebenso wie unter Heterosexuellen wird es daher auch unter Homosexuellen eine Vielzahl von Charakteren und Verhaltensweisen geben, wobei ich es für weder sachlich überzeugend noch für unsere Gleichberechtigung zielführend halte, uns immer nur auf EINES dieser Muster reduzieren zu lassen oder dieses als "kennzeichnend" für schwule Identität hinstellen zu lassen oder gar selbst hinzustellen!

    Und eines steht zweifelsfrei fest: In dieser Gesellschaft mangelt es ganz sicher nicht an schwulen Identifikationsfiguren, die das bezeichnete Klischee transportieren, sondern es mangelt an anderen Identifikationsfiguren, die jenseits der immergleichen Klischees stehen und deswegen noch lange keine "Klemmschwestern" oder weniger selbstbewusst und offen im Umgang mit ihrer schwulen Identität sein müssen. Das ist die Vielfalt, die wir gerade jungen Männern endlich vermitteln müssen - und ein Machwerk wie "Brüno" macht deutlich, dass wir da ein sehr hartes Stück Arbeit vor uns haben. Denn die heterosexistische Gesellschaft braucht die Reduzierung männlicher Homosexualität auf die üblichen Klischees, um ihre Illusion und Herrschaftskonstruktion aufrecht zu erhalten!
  • Antworten » | Direktlink »
#159 FelixHHProfil
  • 16.07.2009, 16:57hHamburg
  • Wenn wir von der Allgemeinheit und dem Durchschnitt ausgehen, dann sind/wirken schwule Männer auch "femininer" als heterosexuelle Männer. Egal, ob hormonell, genetisch oder sonstwie bedingt. Und wieso dies verstecken? Und nicht stolz darauf sein? Die Schwulen und Lesben haben doch auch schon viel erreicht! Z.B. die Eingetragene Lebensparnerschaft! Wir sind keine Gruppe mehr von entrechteten Menschen. Wir werden auch nicht unterdrückt, weil es Tunten gibt, sondern weil Schwule und Lesben generell nicht in das gesellschaftliche "Familienbild" von Politik und Kirche passen. Generell!

    Alle Volksgruppen werden dann und wann in Film und Fernsehen und auf der Bühne parodiert (übrigens auch Juden - das ist schon lange kein Tabu mehr) und Parodie lebt von Übertreibung und Klischees.

    Gut, es fehlt sicherlich an gewissen Identifikationsfiguren, aber die müssen wir Schwulen doch selber stellen und auf den Weg nach oben unterstützen! Dafür gibts leider aber auch zu viel Neid und Missgunst in der Community.

    Aber ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich Stromboli anschliessen. In den 60ern und 70ern waren es vor allem die extremen, extrovertierten und tuntigen Männer, die den Mut hatten, sich zu zeigen, zu demonstrieren und die Schwulenbewegung, die damals noch in den Kindercshuhen steckte, aktiv mit zu gestalten. Die "Durschnittsschwulen" und "Normalos" kamen erst später, als der Weg nicht mehr ganz so steinig war.

    Und jetzt sind uns die Tunten zu viel? Ohne Tunten hätten es die Schwulen heute viel schlechter. Davon bin ich überzeugt.
  • Antworten » | Direktlink »
#160 daisyAnonym
#161 seb1983
  • 16.07.2009, 17:22h
  • Antwort auf #159 von FelixHH
  • Undank ist halt der Welt Lohn...

    Aber hast schon Recht, in den 70er und 80er Jahren, wo kaum einer etwas von Schwulen und deren Situation wusste, da waren die Tunten und Drag Queens gerne gesehen, erzeugten sie doch Aufmerksamkeit. In deren Fahrwasser konnte das Thema Homosexualität überhaupt mal in die Öffentlichkeit gelangen.
    Heute weiß jeder selbst im kleinsten Dorf, ja die Schwulen gibt es wirklich. Nur jetzt stören die Tunten plötzlich. Aufmerksamkeit ist nicht mehr gewünscht und man will "so röchtig mönnlich" mitschwimmen...
    So kanns kommen...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #159 springen »
#163 Absurde LogikAnonym
  • 16.07.2009, 17:30h
  • Antwort auf #159 von FelixHH
  • @FelixHH: Du hinterfragst leider immer noch viel zu wenig. Das Angebot an Identifikationsfiguren, die Reduzierung auf einen bestimmten Stereotypus haben auch weitreichende Auswirkungen darauf, welche jungen Männer sich überwiegend mit Schwulsein identifizieren können und welche ihre homosexuellen Gefühle nicht zuletzt wegen nicht vorhandener Identifikationsmöglichkeiten verdrängen! Wenn in einer sexuell extrem repressiven Gesellschaft eine bestimmte sexuelle Identität fast immer auf ein bestimmtes Klischee reduziert wird, dann hat das auch Folgen für diejenigen, die davon selbst betroffen sind. Ich muss meine Ausführungen zur self-fulfilling prophecy (oft genug selbst an Bekannten erlebt) hier nicht nochmals wiederholen.

    Wir verkürzen die Diskussion um MÄNNLICHE (!) Emanzipation und tun weder uns noch dem gesellschaftlichen Fortschritt insgesamt einen Gefallen, wenn wir von der Gesellschaft als "feminin" definierte Anteile, die wahrlich nicht nur etwas mit dem Auftragen von Schminke oder effeminierter Gestik, sondern auch mit einer ganzen Reihe anderer Eigenschaften zu tun haben, auf schwule Männer einengen oder als etwas exklusiv/originär Schwules betrachten. Das ist grober Unfug! Und die anderen Identifikationsfiguren, von denen ich spreche, sind ja keine Theorie, sondern sie existieren in großer Zahl und leben ihre männliche Homosexualität nicht weniger selbstbewusst und offen, nur weil sie dem üblichen Klischee eben nicht entsprechen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #159 springen »
#164 FelixHHProfil
#165 FelixHHProfil
  • 16.07.2009, 17:54hHamburg
  • Antwort auf #163 von Absurde Logik
  • hallo a_logik

    (nur) mal angenommen: deine theorie ist richtig.

    was ist denn die konsequenz daraus? wie können wir mehr identifikationsmöglichkeiten schaffen? ist doch mal klar, dass das die heten nicht für uns tun werden. und die heten werden auch keinen schwulen "supermann" erfinden, der schwule und heten zusammenführt.

    es liegt doch an uns, wen wir fokussieren. sollte es einen schwulen star in der homosexuellen szene/subkultur geben, der ein ganz maskulines licht auf die schwulen wirft, würde der sicherlich auch von heterosexuellen medien angenommen und transportiert werden.

    auch wenn er nicht mehr jugendlich ist, hat doch z.b. wowereit auch einen sehr positiven und akzeptierenden effekt für die schwulen in der gesamt-gesellschfat (ohne, dass er extrem männlich wirkt).

    (kann erst später oder morgen wieder mit diskutieren)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #163 springen »
#166 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 00:18h
  • Antwort auf #129 von herve64
  • hallole,

    auch wenn ich mit dem brüno nichts anfangen kann, hast du dennoch sehr sehr recht.
    ichhabs in anderen bereichen erlebt. sei vorsichtig die fressen dich sonst auf.

    aber ich denke du wirst soviel rückrad haben.

    wenn du in dehen ihr bereich eindringst da, zerreisen sie dich in der luft.

    i wünsch dr a guats nächtle und drein was sias

    :-))))))))))))))))))))
  • Antworten » | Direktlink » | zu #129 springen »
#167 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 00:22h
  • Antwort auf #126 von herve64
  • hi grias dir nomol,

    du sprichst mir ausm herzn,
    die alle denken nur an dscih selber und ihre kleine schwule welt.

    aber ich seh schon egal ob du eigeborener münscher bist odernicht. aber da ist viel hirn dahintern.
    bei den anderen nur dünnpfiff......sei dir sich ich werd mein fett schon wieder abgriegen.

    schlof gout

    loss de nett odergriga

    serwas
  • Antworten » | Direktlink » | zu #126 springen »
#168 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 00:29h
  • Antwort auf #122 von Melvin
  • wenn ma di anseucht dann fängst dus plerra ao .

    du bist wohl der selbsternatte endelschwule der edelcommunity.

    solltet ihr des net lesa kenne des elles isch in dialekt geschrieben.

    so jetzt kennerda wieder a bissl läschtra und domm derher schreiba.

    weils jo nix anderscht gibt aussr dera community.

    serwas od bis demmnägscht
  • Antworten » | Direktlink » | zu #122 springen »
#169 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#170 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#171 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 00:41h
  • Antwort auf #100 von Melvin
  • aber diese Vielfalt der Meinungen ist doch durchaus demokratisch und legitim?

    so meinst du das habe ich an anderer stelle aber nicht gemerkt bei dir , weil du siehst ja nur dich und deine gruppe.
    und da redest du wie og. von demokratie und vielfalt.
    na der dir nach dem maul redet da bist du feuer und flamme ansonsten , würdest du jeden in den abgrund werfen.

    du und demokrati , das ist wie teufel und weiwasser..........weil das paßt auch nicht zusammen.

    servus aus dem besseren süden
  • Antworten » | Direktlink » | zu #100 springen »
#172 ottos mops kotztAnonym
#173 ottos mops kotztAnonym
  • 17.07.2009, 06:46h
  • Antwort auf #172 von ottos mops kotzt
  • *nochmal lachkreisch*

    ganz anders:

    wien - heldenplatz

    der glanze heldenplatz zirka
    versaggerte in maschenhaftem männchenmeere
    drunter auch frauen die ans maskelknie
    zu heften heftig sich versuchten, hoffensdick
    und brüllzten wesentlich.

    verwogener stirnscheitelunterschwang
    nach nöten nördlich, kechelte
    mit zu-nummernder aufs bluten feilzer, stimme
    hinsensend sämmertliche eigenwäscher.

    pirsch!
    döppelte der gottelbock von Sa-Atz zu Sa-Atz
    mit hünig sprenkem stimmstummel
    balzerig würmelte es im männchensee
    und den weibern: ward so pfingstig ums heil
    zumahn: wenn ein knie-ender sie hirschelte.

    (jandl)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #172 springen »
#174 herve64Ehemaliges Profil
  • 17.07.2009, 10:41h
  • Antwort auf #157 von stromboli
  • Von wegen, mein Lieber. Es warst DU, der hier behauptet hat, dass mein Eintrag wortwörtlich bei Röhm so zu lesen sei, also ist es an DIR, diese These zu beweisen. Solltest du das nicht können, gehe ich davon aus, dass du bewusst gelogen hast, um eine kritische Meinung mundtot zu machen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #157 springen »
#175 FelixHHProfil
#176 FelixHHProfil
#177 stromboliProfil
  • 17.07.2009, 15:50hberlin
  • Antwort auf #174 von herve64
  • kritische meinung...
    du diffamierst andere ohne dir nur mal in deinem kopf klar zu machen: es geht dich einen scheiß an, wie andere sich verhalten und fühlen! Du kannst deine "lebensvorstellung" vertreten ohne andere zu diffamieren. Das hat mit meinung nichts zu tun, sondern mit anmaßung.
    Das mal zuerst dem thema vorangesetzt:

    da du offensichtlich schwer von begriff oder einfach faul, will ich dir , nachsichtig wie ich bin, die arbeit machen über die erinnerung hinaus etwas zu zitieren, selbst wenn mir die zeit dazu eigentlich zu schade!
    Dir trotzdem einen kleinen auschnitt aus - schwule und faschismus - angefügt :
    " nicht der geschlechtsakt war es, der die soziale ächtung und ausgrenzung der homosexuellen bewirkte. Die homosexuellen-unterdrückung war umfassender. Das aber will der homosexuelle nationalsozialist nicht zur kenntnis nehmen. Er fordert vom WHK (!sic.bezugnehmend eines briefwechsels mit hirschfelds institut zum zwecke der beeinflussung... um 1930 (stromboli)), das bild des homosexuellen in der Öfffentlichkeit zu verändern. NICHT DIE -TUNTEN,TANTEN,TRINEN,HUSCHEN, PUSCHEN- sondern -GESUNDE, GERADE KERLE, JUNGENS, OFFIZIERE ODER SPORTLER - sollen das öffentliche bild vom homosexuellen prägen.. zitat ende (seite 11)!

    Röhm zitire ich mit deiner formulierung hier aus der erinnerung, weil ich das Machtlan buch nicht zur hand habe... aber sei sicher: ich hab immer noch ein gutes gedächtnis für solche entgleissungen! Und deine "kritische" sicht auf den homosexuellen war gleich der von mir oben angeführten; ob das wort für wort in der selben reihenfolge, ist hier unerheblich, da wir keinen akademischen streit führen!
    Du kannst dir ja das buch und weitere, ausleihen/kaufen... sowie weitere literturhinweise hierzu selbst erarbeiten! Ansonsten ich bin hier nicht dein wandelnder literaturnachweis!
    Die getane arbeit gilt deshalb weniger dir als denen, die wissen sollen, woher deine sprache ihren ursprung hat...; auch denen gilt: wenn fragen, leihen ,lesen.. und zwar selbst!
    und nun Pfiat di...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #174 springen »
#178 maaartinAnonym
#179 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#180 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 17.07.2009, 19:02h
  • Antwort auf #104 von Loren
  • Aber viele wollen sich so darstellen und geniessen es im Mittelpunkt zu stehen.
    das kann sicherlich ganz nett sein, aber es gibt sehr viele Schwule die ganz normal im alltag leben. und diese wie @herve64 beschreibt "diese aufgevotze Clownessen namens Tunten " stellen den Schwulen so schräg dar . Das doch die Heterowelt meint alle Schwulen sind so.
    Nicht alle wollen diessem Klischee folgen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #104 springen »
#181 Deutsch-SüdwestAnonym
  • 17.07.2009, 19:05h
  • Antwort auf #178 von maaartin
  • und weil hier öfters RÖHM fiel, noch was wirklich spannendes und aufschlußeiches für historisch
    interessierte:

    Kurt Gossweiler
    Der »Röhm-Putsch«, der keiner war. Legenden und Tatsachen um den 30. Juni 1934

    "...Im imperialistischen Deutschland kämpften vor allem zwei große Hauptgruppen der großen Industriemonopole um die Vorherrschaft: die Schwerindustrie, vor allem also die Kohle- und Stahlunternehmen, auf der einen, die Elektro- und die Chemieunternehmen auf der anderen Seite..."

    www.kurt-gossweiler.de/artikel/roehmput.pdf

    Kurt Gossweiler (* 5. November 1917 in Stuttgart) ist ein deutscher marxistischer Historiker.

    de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Gossweiler
  • Antworten » | Direktlink » | zu #178 springen »
#182 herve64Ehemaliges Profil
#183 FelixHHProfil
  • 19.07.2009, 10:17hHamburg
  • Antwort auf #182 von herve64
  • @herve

    oh weh! wie kann man in deinem alter nur so "unreif" und einfältig sein.

    an diesem kommentar merkt man schon, dass du überhaupt nicht den sinn von queer.de verstehst. deine infantilen abschlußsätze könnten von einem 5jährigen sein.

    du hast schon mehrfach gesagt, dass dir die meinung der "community" oder der user hier nichts bedeutet. gleichzeitig scheint es dich ja extrem zu ärgern, dass du mit deinen meinungen nur auf unmissveständnis, empörung und ablehnung stösst. bis auf bizarre ausnahmen wie user norbertcdnkath (obwohl ich mir tatsächlich nicht sicher bin, ob das ernst gemeint oder satirisch ist, weil einfach zu verrückt). und das sollte selbst dich mal zum nachdenken animieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #182 springen »
#184 FelixHHProfil
#185 herve64Ehemaliges Profil
#186 stromboliProfil
#187 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 21.07.2009, 14:36h
  • Antwort auf #183 von FelixHH
  • ja ich denke er hat wenigstens verstand und hirn.

    die meisten sind kritiklose ........so seine mail privat an mich.

    So sind sie halt, die "Schwestern": oberflächlich, kritiklos konsumierend und eben ein Opfer des eigenen Ghettos, in das sie sich selbst hinein manövriert haben. Lass sie einfach selig werden darin. Du weißt ja: des Menschen Willen ist sein Himmelreich.

    solche oberschulen wie dich FelixHH und andere (strompoli,Logik) braucht die Welt doch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #183 springen »
#188 Net-ControlAnonym
  • 21.07.2009, 14:49h
  • Antwort auf #187 von norbertcdnkath
  • Mein lieber Süd-Troll,

    was ist das denn schon wieder für ein "schwuler Selbsthass", den du hier auskotzt?

    Wenn es dir so schwer fällt, deine Identität als schwuler (katholischer) Mann zu finden, tut es mir sehr leid für dich. Andere haben es geschafft und für die war es sicher auch nicht immer leicht. Mancher musste sich gegen Eltern, Mitschüler, Kollegen usw. durchsetzen, wurde dadurch aber andererseits so stark, dass er heute eine "regelrechte Kampfmaschine" geworden ist ("was uns nicht umbringt ...").

    Ich könnte jetzt zynisch, gemein und widerlich sein (habe ich alles schon druckreif im Hinterkopf). Ich lasse es!

    Norbert, wenn du nicht zu dir selbst stehst, also wenn du deine (schwule) Sexualität nicht endlich (du bist doch schon Mitte 40!!!) annimmst, wirst du als verbitterter alter Mann sterben. Und das ... wünsche ich nicht einmal meinen Feinden!

    Beste Grüße in
    den Süden (sexuelles Notstandsgebiet, wie man hört) aus dem "liberaleren Norden und Westen" der Republik

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #187 springen »
#189 Absurde LogikAnonym
#190 daisyAnonym
#191 Net-ControlAnonym
  • 21.07.2009, 15:30h
  • Antwort auf #190 von daisy
  • Wie bitte?

    "wobei ihm ein gewisser halt im glauben, und eine südliche gemütlichkeit nicht abzusprechen ist. im gegensatz zu dem: # 41 (letzter) (Link)"

    Dein Link, daisy:
    "Von SaschaW
    Kirche mal wieder, war ja klar..."

    Während SaschaW ausspricht, was Fakt ist (diese Scheißtypen haben uns den Krieg erklärt!!!), nimmst du den Süd-Troll in Schutz, der, in pathologischem Selbsthass, wie ein 5-Jähriger "argumentiert"?

    Merke:
    Nicht immer sind diejenigen, die sich selbst zu Opfern stilisieren, der Unterstützung wert!

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #190 springen »
#192 daisyAnonym
#193 Net-ControlAnonym
  • 21.07.2009, 15:59h
  • Antwort auf #192 von daisy
  • Ich liiiebe deinen Humor!!!

    Gehst du evtl. auch mal mit einem schwulen Mann (tageslicht-tauglich) essen?

    Jetzt hab' ich dich verblüfft, oder?
    Hätteste nicht gedacht, ausgerechnet hier, von einem Mann "angemacht" zu werden?

    Ich denke aber wir wohnen zu weit auseinander für ein "Date" ... Schade! Außerdem ist mein Freund gar nicht eifersüchtig (bis auf Frauen)

    Take it easy ...

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #192 springen »
#194 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 21.07.2009, 16:18h
  • Antwort auf #188 von Net-Control
  • ach du kleines dummerchen , was du da schreibst trifft doch nicht mich.
    Ihr seit doch alle leichte Schwubentrolls, ich steht mit beiden beinen fest im leben und erfreue mich meines sehr guten Lebens hir im Süden, oder darf ich sagen im besseren Teil Deutschlands.
    Ich hab meine wunderbare Schwule katholische Identität schon lange gefunden mach dir doch da keine gedanken.
    Was du hörst oder nicht das überlasse ich dir.

    einen lieben Gruss aus dem

    Sonnigen schönen Süden
  • Antworten » | Direktlink » | zu #188 springen »
#195 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#196 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#197 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#198 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#199 Net-ControlAnonym
  • 21.07.2009, 16:54h
  • Antwort auf #197 von norbertcdnkath
  • Hi Schatz,
    finde toll, dass du hier (so ohne Bezahlung) das "kulturelle Rahmenprogramm" lieferst.

    Es freut mich außerordentlich, dass der "Süden" Deutschlands (ganz entgegen allen "Vorurteilen" über Antisemitismus, Schwulenfeindlichkeit, Nazi-Sympathien usw.) für dich so sehr "Heimat" ist, dass du uns im "Norden und Westen" der Republik regelmäßig darüber informierst, wie "paradiesisch" es dort ist. Doch, doch das hat schon eine gewisse Logik (für manchen, der das zu deuten weiß ...).

    Und sonst, was hast du noch zu berichten?
    Alles frisch im Schritt?

    Melde dich doch mal wieder, es ist mir immer ein Vergnügen deine Kommentare zu lesen. Was hast du bloß gemacht, bevor du hier "wie eine Bombe" eingeschlagen bist? Kirche ausgefegt? Für den Pfarrer die Einkäufe erledigt?

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #197 springen »
#200 sajoAnonym
  • 22.07.2009, 11:58h
  • Antwort auf #199 von Net-Control
  • Wer bist Du denn? Unter welchem Namen hast Du denn bisher geschrieben?
    Ein gewisser Daniel hat schon mal unverschämte Behauptungen über Antisemitismus, Homophobie und Nazi-Sympathien im Süden Deutschlands aufgestellt. Und Norbert schwulen Selbsthass vorzuwerfen ist ja wohl lächerlich. Er macht auf mich einen absolut gegenteiligen Eindruck!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #199 springen »
#201 fipsAnonym
#202 stromboliProfil
  • 22.07.2009, 12:26hberlin
  • Antwort auf #199 von Net-Control
  • hampie... ich sage nur: hampie ist zurück!
    Wer erinnert sich nicht an die lachnummer von vor 2 jahren hier.
    Unser verloren gegangener schweizer bergbub.
    War wohl in eine kletscherspalte gefallen beim versuch die berge zu überschreiten ... auf der flucht vor seiner mutter, wie man flüstert.
    Nun auferstanden aus trümmern seiner vorstellungen gibt er das, was er am besten kann : nonsens.
    lassen wir ihm seinen spass!

    Behauptungen über Antisemitismus, Homophobie und Nazi-Sympathien im Süden Deutschlands sind einseitig überzogen; es gibt in allen bundesländern leute, die auf ihren speichern und kellern die hitlerbüsten und bilder wieder hervor kramen...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #199 springen »
#203 Net-ControlAnonym
  • 22.07.2009, 15:14h
  • Antwort auf #202 von stromboli
  • hampie muß jetzt ganz stark weinen, weil mein Meister (strombinolo) mich wiedererkannt hat. Er dachte nämlich ich wäre tot, nachdem er mich bei der gemeinsamen Bergtour in die Gletscherspalte gestoßen hatte. War aber nur eingefroren und jetzt bin ich munterer als je zuvor. Will jetzt auch immer ganz viel schreiben, über wichtige Sachen und so. Wie, dass es in BW ganz viele alte und neue Nazis gibt und ganz, ganz viele Judenfeinde und ganz, ganz viele Schwulen-Feinde und ganz, ganz viele liebe nette Leute, die lieber heute, als morgen woanders hin ziehen würden.

    hampie heißt jetzt Net-Control, sonst ändert sich nix, genau wie bei Raider heißt jetzt Twix, ändern tut sich nix

    Was habt ihr mir alle gefehlt, wie seid Ihr nur ohne mich ausgekommen? War bestimmt langweilig?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #202 springen »
#204 Melvin
  • 22.07.2009, 19:51h
  • Antwort auf #202 von stromboli
  • @ stromboli

    "Wer erinnert sich nicht an die lachnummer von vor 2 jahren hier?"

    Antwort:
    ICH, weil ich erst seit etwa 1 Monat hier schreibe. Durch deine "Andeutungen" bin ich jetzt allerdings neugierig geworden.

    Bitte ... so in einigen Stichworten, ja? Du "weißt" doch "Schwule und Neugier ..." (oder sollte das etwa auch nur wieder so ein doofes Klischee sein?)

    Melvin (werde dir "ewig" dankbar sein ...)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #202 springen »
#205 stromboliProfil
  • 22.07.2009, 20:40hberlin
  • Antwort auf #203 von Net-Control
  • ach.. ich dacht eher an den lieben norbertcdnkath... auch wenn der stil doch zu wünschen lässt.
    Melvin, was soll man erzählen: ein schweizer troll der bei muttern lebt die die 80zig überschritten seine analphobien pflegte...
    anbei eine kostprobe seines wirkens:
    #33,11.09.2007
    "Gruppensex-Knigge"
    Von Hampi

    @peter2: Du schreibst sehr schön, Kompliment. Eines bleibt unbestritten: Wer sehr intensiv lebt, lebt kürzer. Das gilt nicht nur für Homos wie Fredy Mercury oder den Filmemacher Rainer Fassbinder, aber auch. Weisst Du, ich finde es eben auch einseitig, wenn man häufigen Sex mit intensivem Leben gleichsetzt. Eine puritanische Nonne im Kloster lebt das Leben genauso intensiv wie ein sexuell sehr aktiver Mensch, einfach auf einer anderen Ebene, auf der spirituellen statt auf der sexuellen. Niemand wird sich anmassen können, Menschen, die wenig oder gar keinen Sex brauchen, deswegen gering zu schätzen. Natürlich ist es schwierig für jemanden, der häufig einen Prügel in seinem Hintern braucht, sich das vorzustellen, muss er aber auch nicht, da sich die Nonne im Kloster auch nicht vorstellen wird, wie "es" die Schwulen treiben. Natürlich ist es auch unbestritten dass unser Hintern im Prinzip eine Einbahnstrasse ist, aber es darf natürlich trotzdem jeder tun was er will, es gibt ja sogar schwule Ratgeber die das Einschieben von gewissen Dingen in die Harnröhre als durchaus luststeigernd beschreiben, bitte, wem's gut tut....ich bin halt offenbar ein "unechter" Schwuler, aber auch ein "unechter" Hetero, denn wenn ich eine schöne Frau sehe da regt sich nichts, bei einem männlichen Mann schon, aber wenn ich mir dann vorstelle, meinen Dödel in seinen haarigen stinkenden Hintern schieben zu müssen oder umgekehrt er spaltet meinen Hintern mit seinem Hammer, nur schon beim Gedanken daran wird mir kotzübel, das einzige was in meine Hintertüre passt ist ein Finger, das ist geil, ja, zugegeben, aber weil ich so schnell Ekel empfinde, bin ich ganz gewiss kein echter Schwuler, also keiner dem dies genetisch von Geburt an bestimmt ist (sofern es sowas überhaupt gibt). So lebe ich dann eben doch besser alleine, und Umpolen,das wäre mir dann doch zu anstrengend, und zu problematisch, leider. Bleibt die durchaus lustvolle, gesundheitlich und finanziell unbedenkliche Selbstbefriedigung, da mir Menschen eh nicht viel sagen!

    wie gesagt; sau geil und irre der bursche; dacht eigentlich man hat ihn zwangseingeliefert
  • Antworten » | Direktlink » | zu #203 springen »
#206 Melvin
  • 22.07.2009, 21:23h
  • Antwort auf #205 von stromboli
  • @ stroboli

    Ich danke dir herzlich!

    Das gefällt mir besonders "... unbestritten dass unser Hintern im Prinzip eine Einbahnstrasse ist, aber es darf natürlich trotzdem jeder tun was er will ..."

    Also mein Hintern ist sicher keine "Einbahnstraße" und was bin ich froh darüber!

    Was mich noch "irritiert":
    Hier schreiben - so mein Eindruck nach ca. 4 Wochen - Leute, die ich in diesem Forum eher nicht vermutet hätte: Homophobe, Heterosexuelle, Internet-Trolle etc. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Heten sich aus Foren weitgehend fernhalten, in denen oft über schwule Sexpraktiken geschrieben wird usw.

    Ich finde diese "Beliebigkeit", die sich aus der "heterogenen" Zusammensetzung wohl zwangsläufig ergibt (welche heterosexuelle Frau, Anfang 60 hat z.B. schon wirklich ein Interesse daran die Situation von schwulen Männern und lesbischen Frauen zu verbessern - es sei denn, sie hat homosexuelle Kinder?), ziemlich schade.

    War das eigentlich vor 2 Jahren auch schon so, oder waren "wir" da noch weitgehend "unter uns?"

    Aber vielleicht sehen andere das ja auch ganz anders? Ich allerdings habe "von morgens bis abends" überwiegend mit Heten zu tun und möchte in diesem Forum sehr, sehr gerne einen Informationsaustausch mit Schwulen und Lesben führen. Vielleicht wäre dann auch der Umgangston nicht ganz so patzig und unnötig aggressiv?

    Online-Foren gibt es viele (manche sind kaum zu ertragen, wegen ihrer dümmlichen Foristen und der sich daraus ableitenden Themen, andere schrecken wegen ihrer hohen Dichte von Akademikern "Normalbürger" eher ab - auch nicht so toll, weil elitär). Ich hatte offensichtlich Illusionen, als ich mich einloggte und meinte in einem schwul-lesbischen Forum zu schreiben.

    Ich wünsche dir einen schönen Abend
    und grüße dich
    Melvin
  • Antworten » | Direktlink » | zu #205 springen »
#207 Net-ControlAnonym
  • 23.07.2009, 08:34h
  • Antwort auf #200 von sajo
  • @ sajo

    "Ein gewisser Daniel hat schon mal 'unverschämte' Behauptungen über Antisemitismus, Homophobie und Nazi-Sympathien im Süden Deutschlands aufgestellt ..." stimmt, gnädige Frau!

    Ich habe mir den betreffenden Kommentar rausgesucht und wo @ Daniel Recht hat, hat er Recht!

    Und wie ich dann außerdem feststellen konnte, hat er seine 'unverschämten' Behauptungen anschließend sogar wasserdicht mit Quellen-Angaben und Links belegt.

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #200 springen »
#208 sajoAnonym
  • 23.07.2009, 11:36h
  • Antwort auf #207 von Net-Control
  • Na Du Alleswisser und selbsternannte Netzkontrolle, bin ja schwer beeindruckt. Aber unverschämt bleibt unverschämt, egal unter welchem Namen Du das präsentierst!!!
    Im übrigen wird hier so viel Stuss geschrieben, dass das lesen und kommentieren oft eine echte Zeitverschwendung ist, aber keine Angst, ich werde mich nicht aus diesem Forum verabschieden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #207 springen »
#209 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 23.07.2009, 12:24h
  • Antwort auf #207 von Net-Control
  • Hallo Net-Control,

    dann würde ich doch sagen, beweiße mal was du so hir behauptest , solltest du das nicht können , dann ist das schon eine Üble Nachrede und Falsche Behauptung.
    Denn wie auch @daniel haben wohl diesen Betrag nicht verstanden. Es kann aber auch sein, dasihr gar nichts verstehen wollt sondern nur in eurem eigenen sumpf stecken bleiben wollt.
    Zuerst die zusammenhänge erkennen und dann kannst du dich bei gelegenheit auch wieder äußern.

    Esgrüßt der schöne Süden.....

    das bessere Deutschland!!!!!!!!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #207 springen »
#210 Net-ControlAnonym
  • 23.07.2009, 16:58h
  • Antwort auf #208 von sajo
  • @ sajo

    "... bin ja schwer beeindruckt ..." schreibst du. Nun, das überrascht mich nicht, erhalte ich doch fast täglich Danksagungen aus allen möglichen Foren

    Aber nein, bleib' du ruhig hier, sonst wird es mir zu langweilig. Ein bißchen, wie nennst du es doch noch? Achja, hier das Zitat von dir: "Im übrigen wird hier so viel Stuss geschrieben, dass das lesen und kommentieren oft eine echte Zeitverschwendung ist ..."

    Ja, ja wir haben es nicht leicht (aber leicht hat's uns ... iiih, ist der Gag abgestanden!!!)

    Schreib' schön weiter, ist mir immer wieder eine Freude deine Kommentare zu lesen!

    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #208 springen »
#211 Net-ControlAnonym
  • 23.07.2009, 17:05h
  • Antwort auf #209 von norbertcdnkath
  • @ norbertcdnkatholisch, aber lieb

    Schatz, die Quellen-Angaben und Links hat doch Daniel schon in seiner Erwiderung auf sajos liebenswürdige Anfrage damals genannt. Einfach mal die Brille aufsetzen, dann klappts auch mit dem Lesen, gell?

    Ganz besonders liebe Grüße
    in den wunderschönen Süden der Republik
    Net-Control
  • Antworten » | Direktlink » | zu #209 springen »
#212 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#213 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 24.07.2009, 12:05h
  • Antwort auf #207 von Net-Control
  • Nur lieber Netcontrol, liegt Daniel damit sehr falsch.
    Er schrieb hir im forum auch davon, das ich auch angeblich seine Freund damit beleidigt habe.
    Nur denke ich das er damit sehr falsch liegt, denn seine Freund gehen mich nichts an. Denn ich könnte auch so denken, denn was hir in manchen beträgen so geschrieben wurde ist uch nicht gerade das was man höflich bezeichnen kann.
    Egal wie man zu kirchlichen einrichtungen steht.

    Diese Bemerkungen von diesem Daniel lassen sich so nicht auf ein Gebiet festmachen, sondern sind in ganz Deutschland zu finden.

    Und was ist schlimmes daran die Wahrheit zu sagen oder muß man noch ewig gegenüber gewissen Volksgruppen behutsam umgehen.

    Wo scheiße gebaut wird darf man dies auch erwähnen.
    Dieser Daniel hat dies sicherlich angegeben diese Links usw. nurich bin zu faul zum suchen.

    lieben Gruß
  • Antworten » | Direktlink » | zu #207 springen »
#214 FelixAnonym
#215 norbertcdnkathEhemaliges Profil

» zurück zum Artikel