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Kommentare zu:
Mach mir den Brüno


#21 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 13:57h
  • Antwort auf #20 von daisy randale
  • Ich knutsche immer und überall gern mit Jungs und Männern und zeige mit größtem Stolz, dass ich auf Jungs und Männer stehe. Dafür muss ich aber nicht "tuntig" sein, sondern ich bin einfach so, wie ich bin (und nicht jeder schwule Mann passt in die von der "Mehrheits"gesellschaft konstruierten Klischees), oder ist das nach deinem Verständnis die Voraussetzung für einen offenen, selbstbewussten Umgang mit männlicher Homosexualität? Ich hoffe nicht!
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#22 schwarzeneggerAnonym
#23 AufgeklärterAnonym
#24 jörgAnonym
  • 10.07.2009, 17:36h
  • Lesetipp für Interessierte:

    Gisela Bleibtreu-Ehrenberg: Homosexualität. Die Geschichte eines Vorurteils
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#25 felix4uProfil
  • 10.07.2009, 18:27hKöln
  • Da man hier anscheinend seine Position am besten mit anschaulichen Beispielen verdeutlicht - bitte schön:
    Mein 16 jähriger Neffe ist schon seit Kindheitstagen eine Tunte par excellence. Dass dafür seine (angebliche) heteronormative Erziehung "schuld" sein soll, wage ich zu bezweifeln.

    Um aber noch einmal auf Brüno zurück zu kommen: als Borat schreckte er die kasachische Staatsführung auf, die ihm heute für diese "Werbung" dankbar ist. Also KÖNNTE es vielleicht doch sein, dass BRÜNO gegenüber gleichgültigen Mitmenschen bezüglichen Schwulendiskriminierung das gängige Schwulenbild tatsächlich an seinem wundesten Punkt angreift?

    Und abschließend noch eine Ratlosigkeit zu diesem Satz: "ich zeige mit größtem Stolz, dass ich auf Jungs und Männer stehe."
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#26 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 18:42h
  • Antwort auf #25 von felix4u
  • Du scheinst bei so einigem, was ich geschrieben habe, "ratlos" zu sein - nur leider ist das kein überzeugendes sachliches Argument! Ich habe übrigens nicht die Existenz schwuler Tunten in Abrede gestellt. Aber ich stelle in Abrede, dass es unter homosexuellen Männern generell "von Natur aus" mehr Tunten geben soll als unter Männern heterosexueller Orientierung. Zugleich verbiete ich mir, dass männliche Homosexualität bzw. deren selbstbewusstes Ausleben mit Tuntigsein gleichgesetzt oder darauf reduziert wird. Denn eben dieses Klischee war, ist und bleibt das wirksamste Mittel der "Herrschenden" (s. Kommentar von @daisy) zur Unterdrückung männlicher Homosexualität! Und wer davor die Augen verschließt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er selbst schwule Männer weiterhin in genau der vermeintlichen "Minderheiten"position halten wollen, in die wir seit dem Mittelalter und der damit einhergehenden Konstruktion der heterosexuellen Zwangsidentität gezielt hineingedrängt worden sind. Und dass es ihm zudem scheißegal ist, welche schwerwiegenden psychischen Konflikte sich für viele junge homosexuell empfindende Männer eben auf Grund dieser dummen Klischees, Stereotypen und Vorurteile immer wieder ergeben.

    Fakt ist: Eine wahrhaft freie Gesellschaft braucht keine solchen Stereotypen und Klischees, wie sie im Jahr 2009 gerade in einem Machwerk wie "Brüno" so geballt und widerwärtig wie nie zuvor aufgewärmt werden. Eine Gesellschaft, die hingegen so etwas braucht, hat alles im Sinn, nur keine Freiheit und Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten!
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#27 FelixHHProfil
  • 10.07.2009, 18:43hHamburg
  • hab mir gestern den film gleich angesehen. mal abgesehen davon, dass ich ihn -unabhängig vom plot-nicht umwerfend finde, denke ich aber auch, dass die kritik hier z.t. überzogen ist (hier in berlin war das publikum übrigens zum grössten teil schwul und hat sich tierisch amüsiert - es wurde auch kein popcorn geschmissen, sondern prosecco getrunken).

    mein eigentlicher punkt ist aber, dass meiner meinung nach die heten viel schlechter wegkommen als die schwulen. während brüno offenherzig durchs leben trampelt und zumindest eine "type" ist, klemmen sich die heten einen ab.

    ich glaube z.b., dass homophober hiphop ein viel grösseres problem ist und genau solche typen wie "eminem" gibt brüno mit seinen auftritten -wie neulich geschehen- der lächerlichkeit preis.

    ein bisschen zu dick aufgetragen ist mir der film tatsächlich an einigen stellen. wirkt eher plump als lustig. aber mutig ist er ja, der brüno.
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#28 TrudeAnonym
#29 FelixHHProfil
  • 10.07.2009, 19:11hHamburg
  • hallo a_logik

    du schreibst:

    "...muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er selbst schwule Männer weiterhin in genau der vermeintlichen "Minderheiten"position halten wollen, in die wir seit dem Mittelalter und der damit einhergehenden Konstruktion der heterosexuellen Zwangsidentität gezielt hineingedrängt worden sind."

    also, die position von schwulen hat sich im vergleich zum mittelalter schon verbessert. erklärungen und begründungen dafür sind an dieser stelle meines erachtens überflüssig. dein vergleich ist indiskutabel.

    du schreibst weiterhin:

    "Eine Gesellschaft, die hingegen so etwas braucht, hat alles im Sinn, nur keine Freiheit und Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten!"

    also, so wie du auf den "tunten" rumhaust, hast du das auch nicht im sinn. egal, ob schwul oder hetero, "tuntig zu sein" ist eine facette von männlichkeit. und nicht die tunte, ob biologisch oder angenommen, hat sich zu ändern, sondern die gesellschaft. auch wenn dieser prozess noch dauert oder vielleicht sogar nie endet.

    allerdings finde ich, deine konsequent kämpferische haltung hat etwas. denn in einem punkt bin ich mit dir gleich: schwule, insbesondere jugendliche, haben es immer noch schwer. darüber täuscht auch kein schwuler bürgermeister oder auch keine schicki-micki-promis wie udo walz (der selber noch doofe sprüche für die schwulen übrig hat, die nicht in der schickeria verkehren, wo schwule weitgehend anerkannt sind) in hochglanz-magazinen hinweg.
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#30 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 19:34h
  • Antwort auf #29 von FelixHH
  • Also, nach fast 30 Kommentaren in diesem Thread sollte mehr als deutlich geworden sein, dass ich definitiv NICHT "auf Tunten rumhaue", sondern mich einzig und allein dagegen wehre, dass das Tuntenklischee von der selbsternannten "heterosexuellen Mehrheit" gezielt dafür benutzt wird, um männliche Homosexualität zu stigmatisieren und damit letztlich zu unterdrücken.

    Hast du dir eigentlich schon mal die Frage gestellt, warum im Mainstream-Kino des Jahres 2009 (ebenso wie in den Massenmedien insgesamt) nicht in mindestens vergleichbarem Umfang junge, selbstbewusste Schwule mit ihrer Sexualität, Liebe, Partnerschaft vorkommen, die eben nicht den uralten, stigmatisierenden Klischees entsprechen??? Das ist wahrscheinlich nach deiner Lesart alles nur purer Zufall, oder?!

    Und leider merkst du nicht einmal, dass GENAU DAS auch das Problem ist, mit dem sehr viele junge homosexuell empfindende Männer in dieser Gesellschaft schwer zu kämpfen haben! Daher stellt sich auch die Frage, ob deine Haltung zu solchen Machwerken in irgendeiner Weise verantwortbar ist, wenn du angeblich die Probleme junger schwuler Männer ernstnehmen willst?!
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