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Kommentare zu:
Mach mir den Brüno


#31 free_worldEhemaliges Profil
  • 10.07.2009, 20:07h
  • Leutz, nun mal mit der Ruhe.

    Ich sehe das so: NUR WER ÜBER SICH SELBST LACHEN KANN, LEBT WIRKLICH!
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#32 Luckylion
  • 10.07.2009, 20:21h
  • Irgendwie verstehe ich die Kritiker und vor allem Absurde Logik nicht wirklich. Wieso regt ihr euch so über Brüno auf und fühlt euch gleich persönlich über seine Darstellung angegriffen. Seht ihr denn nicht, dass er gar nicht ernst genommen werden will? Er möchte nur unterhalten! Er macht einfach sein Ding. Ihr seid die einzigen die ihm unterstellen, dass er euch da repräsentiert. Wie wär es wenn ihr ihn einfach sein Ding machen lässt und euch dadrauf konzentiert wie ihr euch präsentiert?
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#33 hwAnonym
#34 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 21:48h
  • Antwort auf #31 von free_world
  • Genau, @tux!

    Die immergleichen, stigmatisierenden Klischees werden von der zwanghaften Hetero-Gesellschaft nur deswegen in derart aggressiver Weise propagiert, damit die armen Schwulen, die ja sonst nichts zu lachen haben, mal so richtig herzlich über sich selbst lachen können. Dass dabei am Ende des Tages junge Schwule wiederum viermal häufiger daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen, macht das Ganze dann nur noch "lustiger"!

    Aus meiner Sicht verdeutlichen die meisten Kommentare hier, wie sehr schwule Männer sich daran gewöhnt haben, zu Idioten der Mehrheitsgesellschaft gemacht zu werden und wie sehr sie offenbar an ihrer Position als "Minderheit", mit der man all das machen darf, was mit keiner anderen Gruppe mehr erlaubt wäre, festhalten wollen! Wenn WIR aber eine solche Haltung einnehmen, dann sollte es doch niemanden mehr wundern, dass es in dieser Gesellschaft immer rasanter zurück geht ins geistige Mittelalter, so "bunt" und pseudo"modern" der Anstrich und die Illusion drumherum auch sein mögen!
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#35 Absurde LogikAnonym
  • 10.07.2009, 23:06h
  • Hier noch zwei gelungene Leserkommentare zu "Brüno", die ich bei taz.de gefunden habe:

    Von "Loren":

    "Dass man Cohens Film auch anders beurteilen kann, zeigt Uwe Mies im Kölner Stadtanzeiger: 'Wenn Satire alles darf, dann ist diese 'Derber ist
    besser'-Strategie zweifellos ein Hochpunkt zeitge-
    nössischen Schelmentums. Schade, dass er so selten
    über den Rand der Klobrille hinausreicht.'

    Mit welchen Augen junge Schwule, die gerade kurz vor dem Coming Out stehen, diesen Film sehen werden, der bei Gleichaltrigen genau die widerlichen homophoben Instinkte (?) weckt, die junge Schwule so oft in den Suizid treiben?"

    Von "Sven Gregor":

    Ich kann dem [was "DiversityAndEquality" dort geschrieben hat] nur zustimmen! Und es hört in den Schulhöfen noch lange nicht auf, es geht selbst in der Universität weiter. In einer Elektrotechnik Vorlesung z.B. war zunächst der Prof eine "schwule Sau", 2 Minuten später die "Totalschwuchtel". Die Hausaufgaben waren "extremst schwul" pflichtete der Kommilitone bei, als gerade wieder ein anderer bemerkte, was für eine "schwule Handbewegung" der Prof macht. Zur Abrundung sagte der fünfte im Bande noch, wie "total gay" er diesen Prof findet, weil er so nasal spricht.

    Jetzt stelle ich mir vor, wie diese Clique im Kino sitzt und Brüno anschaut. Ob diese Herren wohl nach der Vorstellung sich sagen: "Oh, wir sagen ab sofort nicht mehr schwul statt ekelhaft!", oder "Oh, Schwule sind ganz normale Menschen...". Ich befürchte nicht."

    www.taz.de/1/leben/film/artikel/kommentarseite/1/baby-liebt-
    brennenden-phosphor/kommentare/1/1/
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#36 axel fAnonym
#37 SamuelAnonym
  • 11.07.2009, 10:30h
  • Brüno ist lustig. Und die Kritiker hier sind selbst das perfekte Klischeebild eines Schwulen: das der weinerlichen, jammernden Tunte. Dann doch lieber Brüno, der zwar eine Macke hat, aber selbstbewusst dazu steht.
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#38 FelixHHProfil
  • 11.07.2009, 12:39hHamburg
  • Antwort auf #30 von Absurde Logik
  • hallo a_logik

    du schreibst:

    "Daher stellt sich auch die Frage, ob deine Haltung zu solchen Machwerken in irgendeiner Weise verantwortbar ist, wenn du angeblich die Probleme junger schwuler Männer ernstnehmen willst?!"

    die frage stellt sich aber nur dir. du solltest deine relativ extremen ansichten besser in ich-botschaften formulieren, denn deine meinung ist auch nur eine von vielen. deine meinung hat kein anspruch auf allgmeingültigkeit. du hast dich so in deine position verrannt, dass du nicht mehr bereit bist, nach links und rechts zu sehen. wie kommst du darauf, dass du derjenige bist, der die sozialen problemlagen von schwulen durchblickt?

    ich finde es ziemlich daneben, den leuten, die brüno gut finden, suizidgefährdete schwule teenager als grund um die ohren zu hauen, brüno zu verteufeln.

    wir bewegen uns alle in unterschiedlichen lebenswelten. ich kenne genug schwule jugendliche, die mit deiner position mal gar nichts anfangen könnten, weil sie sehr selbstbewusst ihr leben meistern.

    du musst nicht gleich jeden beleidigen oder verteufeln, der es wagt, dir zu widersprechen. ich finde deinen argumentations-stil schon fast diktatorisch.

    und um nochmal auf die tunten zu kommen. du redest immer von nachteilhaften klischees. gestehe den tunten doch weibliches verhalten zu. es sind nicht alles nur klischees. und es gibt auch keinen grund, sich für diese klischees zu schämen oder verhaltensweisen zu verstecken.

    nun, wie gesagt, ich kenne dich nicht und vor allem nicht die umgebung, in der du lebst. ich selber lebe in hamburg in berlin und erlebe in meinen bezirken ein sehr liberales umfeld gegenüber schwulen. natürlich gibt es auch in HH und B noch viele probleme und leider auch wieder vermehrt gewalt gegen schwule, aber von mittelalterlichen zuständen kann man nun wirklich nicht sprechen.
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#39 peteAnonym
  • 11.07.2009, 12:55h
  • Antwort auf #35 von Absurde Logik
  • du mit deiner TAZ. ich hab in den letzten monaten einiges online gelesen und finde die schreiber dumm. über michael jackson schreiben sie wörter wie RASSE, dabei ist schon lange klar dass beim menschen es keine Rassen gibt im biologischen sinne. ausserdem hat ein taz-schreiber michael jackson als rollenmodell bezeichnet. da hat er wohl 1:1 übersetzt. role model ja, aber das wort rollenmodell gibts nich.
    taz ist echt dilettantisch. das witzige ist, dass deren leser denken sie seien intellektuelle lol
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#40 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 13:51h
  • Ich sehe schon: Die längst überfälligen, dringenden Veränderungen in den Massenmedien zur Beendigung des omnipräsenten und omnipotenten Heterosexismus und der Stigmatisierung männlicher Homosexualität finden auch und in erster Linie deswegen nicht statt, weil eine beträchtliche Zahl schwuler Männer sich offenbar in der Position der Idioten und Clowns der Heteros gefällt. Vor lauter manischer Selbsterniedrigung merken sie noch nicht einmal, dass es kein Zufall ist, dass wieder einmal nicht die Liebesgeschichte zweier junger selbstbewusster Schwuler in die Kinos des Jahres 2009 (oder überhaupt irgendwo in die Massenmedien - z.B. ins öffentlich-rechtliche Fernsehen!) kommt, sondern eben die immergleichen dümmlichsten Klischees, mit der die zwangsheterosexuelle "Mehrheit" uns weiterhin genau dort hält, wo sie uns haben will! Mit denen sie dafür sorgt, dass junge homosexuell empfindende Männer ihre Gefühle von vorneherein unterdrücken oder doch zumindest einen jahrelangen Kampf überstehen müssen, um irgendwann vielleicht eine eigene, selbstbewusste schwule Identität fernab eines "Brüno" zu entwickeln - aber nur vielleicht.

    Und dass sich bei diesem Spießrutenlauf nicht wenige das Leben nehmen oder Opfer brutaler Gewalt werden, wie sie durch einen solch widerwärtigen Film befördert wird, der im Kern keinem anderen Zweck als der Perpetuierung der dortigen Klischees und eben der STIGMATISIERUNG dient, ist offenbar nicht nur der "Mehrheit", die zumindest massenmedial Schwule weiterhin wie den letzten Dreck behandelt, sondern auch vielen angeblich Schwulen selbst scheißegal.

    Also, dieser Thread ist wieder einmal ein schlagendes Beispiel dafür, wie wir selbst in dieser Gesellschaft jede Gleichberechtigung und jeden wahrhaftigen Fortschritt verhindern. Und auf diese Weise ist vorprogrammiert, dass auch in tausend Jahren schwule Männer - sofern bis dahin überhaupt noch jemand seine Homosexualität auslebt - immer nur in eben diesen dümmlichen Rollen zur Belustigung und Selbstvergewisserung von Zwangsheten vorkommen werden.

    Ich empfehle jedem hier, sich mal mit der absolut PERVERSEN Lebenswirklichkeit junger homosexuell empfindender Männer, insbesondere mit den unerträglichen Zuständen in deutschen Schulen, auseinander zu setzen. Was dort abgeht - und worüber die deutsche Gesellschaft und Politik konsequent hinwegesehen - zeigt, dass man in dieser Gesellschaft ganz und gar nichts aus der Vergangenheit gelernt hat! Wer sich mit diesen Realitäten einmal ernsthaft auseinander gesetzt hat, der wird hoffentlich auch die extrem wichtige Funktion der Massenmedien in diesem "Spiel" (bei dem es nur leider um Menschenleben geht) richtig einordnen können! Und er wird hoffentlich begreifen, dass das hier angesprochene Problemfeld wie kein anderes im Mittelpunkt unseres gesellschaftlichen und politischen Handelns als Betroffene stehen muss!

    www.dbna.de/leben/berichte/070629-homophobschule.php

    "Die Statistiken sind erschreckend. Die Jugendstudie „iconkids“ fand im Jahr 2002 heraus, dass 71% aller männlichen und 51% aller weiblichen Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren eine grundlegend ablehnende Haltung gegenüber Homosexualität haben."
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