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Kommentare zu:
Mach mir den Brüno


#41 SamuelAnonym
#42 Absurde LogikAnonym
  • 11.07.2009, 14:24h
  • Antwort auf #33 von hw
  • Immerhin hast du damit deutlich gemacht, wer diesem Machwerk, unter anderen, Beifall klatscht:
    www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-27/artikel-2009-27-handschell
    en-in-rosarot.html


    "Wäre es nicht möglich, dass «Brüno» mit satirischen Mitteln die Realität zur Kenntlichkeit entstellt? Kann es sein, dass sich der Film zu Recht über das seit Jahren anschwellende Theater um Schwule, Lesben und die Bedeutung sexueller Veranlagungen in der Öffentlichkeit lustig macht? Nichts gegen persönliche Vorlieben, aber die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte."

    Und dann zum Schluss:

    "Schließt den Hosenladen...
    Frühere Generationen dachten freier. Thomas Mann, selbst homoerotisch veranlagt, sah die Homosexualität durchaus unsentimental: «Sie ist ‹freie› Liebe im Sinn der Unfruchtbarkeit, Aussichtslosigkeit, Konsequenz- und Verantwortungslosigkeit. Es entsteht nichts aus ihr, sie legt den Grund zu nichts, ist l’art pour l’art, was ästhetisch recht stolz und frei sein mag, doch ohne Zweifel unmoralisch ist.» Sie «irrlichteliere», schweife «nach allen Seiten». Ihr fehle «die Treue».
    ...
    Schwulsein wäre dann einfach eine sexuelle Veranlagung, eine Privatsache, die nach den Regeln des guten Geschmacks in der Öffentlichkeit endlich wieder diskret behandelt würde. Man läuft ja auch sonst nicht dauernd mit offenem Hosenladen herum."

    Also, Heteros, die ihr euch rund um die Ohr mit eurer Sexualität in Szene setzt, schließt endlich euren Hosenladen und sucht euch Clowns aus euren eigenen Reihen, über die ihr euch lustig machen könnt! Gleiches Recht für Alle!
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#43 hwAnonym
  • 11.07.2009, 15:23h
  • Antwort auf #42 von Absurde Logik
  • "..Immerhin hast du damit deutlich gemacht, wer diesem Machwerk, unter anderen, Beifall klatscht:
    Link zu www.weltwoche...."

    "Immerhin ?"

    Der Kommentar '33 zeigt mit und ohne Brüno etwas mehr.

    Allein das ef-Magazin mit seiner Hayek-Werbung.
    Fast so schön wie Weltoche-Werbung auf Der Achse des Guten.

    Wer hat den Weltwoche-Artikel breitwalzt und akzentuiert, für windschnelle, zähe, stahlarte Eliten ?

    Für Kreise, zu deren Gesprächen, vielleicht klemmige Völklinger Greise Zutritt bekommen.

    Mir ging es darum, eine Vorgabe aufzuzeigen, wie diese "Eliten", schwule Emanzipation sehen
    und einordnen sollen.

    Die flexiblen, nachhaltigen, robusten Eliten

    Also nochmal zum Magazin "ef":

    ef = eigentumlich frei

    "Jung & Liberal, Mitglieder-Magazin der Jungen Liberalen / Ausgabe 2/2004:

    Wie viel Freiheit braucht der Mensch? Auf diese Frage gibt es mindestens so viele Antworten, wie es Gesellschaftstheorien gibt. Doch wo die liberale Antwort mit “so viel wie möglich” noch Spielraum für Interpretationen lässt, gibt es auch weitaus radikalere, kompromisslosere Ansätze. Würde man einem Leser der Zeitschrift “eigentümlich frei” diese Frage stellen, erhielte man als Antwort möglicherweise “Der Mensch braucht unbeschränkte Freiheit ohne Zwänge.”

    "Der rechte Rand", Ausgabe 110, Januar/Februar 2008:

    "Die Zeitschrift »eigentümlich frei« versteht sich als Teil eines marktradikalen Netzwerks. Sie ist jedoch vor allem einfach rechts. Erklärte Feinde sind Feministinnen, die »Antifa« und der Sozialstaat. Unterstützung erhält sie von der FDP—nahen »Friedrich-Naumann-Stiftung«. Von Ernst Kovahl »Der Kapitalismus ist das Wirtschaftssystem der Liebe«, behauptet André F. Lichtschlag, Gründer und Herausgeber der marktradikalen Zeitschrift »eigentümlich frei« (EF). Er selbst versteht sich als libertär und tritt »für einen durch keinerlei staatliche Vorschriften eingeschränkten Laissez—faire—Kapitalismus ein«. Die EF gibt es bundesweit in über 100 Zeitschriftenläden. ln 19 Städten treffen sich zudem »Libertäre Stammtische«, regelmäßige Lesertreffen der Zeitschrift.

    Die EF ist eng in das publizistische Netz der deutschen Rechten eingebunden. lhr prominentester Autor aus der extremen Rechten ist Josef Schüßlburner (s. DRR Nr. 109), der heute in fast jedem Heft schreibt. Ausgerechnet er wurde engagiert, um im Themenheft »NPD: Braune Sozis auf roter Spur« 2006 ein Verbot der neonazistischen Partei als »diktatorisch« zu kritisieren. Der stellvertretende Chefredakteur der EF, Thorsten Boiger, behauptet im selben Heft, es gebe kaum Unterschiede zwischen der NPD und den anderen Parteien. Reale neonazistische Gewalt relativiert er. Während die NPD sich noch Straßenschlachten liefere, hätten andere Parteien dies nicht mehr nötig, denn Polizei und Verfassungsschutz würden ihnen dies abnehmen, um »gegen Andersdenkende vorzugehen«. Keine Gefahr von rechts also. Die EF lehnt die NPD aber aufgrund ihrer »sozialistischen« und »etatistischen« Positionen ab. Die Nazis seien »nur die konsequenteren Vertreter des allfür— und vorsorgenden Staates [...]. Als etwas militantere Vorboten einer Zukunft, auf die wir auch ohne diese Extremdemokraten zusteuern würden«.

    Beste Verbindungen unterhält dle EF zur »Neuen Rechten«. Bereits 2003 plädierte Lichtschlag in der Zeitschrift des »Instituts für Staatspolitik« (IfS) »Sezession« für eine Zusammenarbeit. Die erbitterte Feindschaft gegenüber der politischen Linken eint: »Dieses Gemisch aus Bürokraten, Staatsfans, Umwelthysterikern, Männerhassern und Antifaschos regiert und dominiert bis in den letzten Gedankenwinkel hinein heute unser Land und die meisten Köpfe. Gegenwehr ist nicht in Sicht, und die verschiedenen kleinen Freundeskreise, Zirkel und Zeitschriften wirken zersplittert und noch wenig lautstark. [...] Nun ist es Zeit zum Widerstand. [...] Gegen Bürokratie, political correctness und Staatsallmacht, gegen Feminismus, Gesinnungsterror und Ästhetisierung des Banalen und Durchschnittlichen, für Zukunftsfreude, Freiheit, persönliche Verantwortung und Unternehmertum«, meint Lichtschlag. Genauso wie die »Neue Rechte« beklagt auch er Selbsthass, Schuldkult sowie »Vertreibung« der Deutschen und kritisiert parteipolitisches Engagement. Er empfiehlt; »Es gilt also, den Zeitgeist zu ändern. Im Vorfeld. Nicht in der Politik. l...] Die Pöstchenjäger werden sich am Ende ohnehin von selbst des neuen Zeitgeistes annehmen, wenn er sich denn gewandelt hat«. Götz Kubitschek vom IfS antwortete im selben Heft auf Lichtschlag und kritisiert zwar dessen »Laissez-faire—Kapitalismus«. Doch in der Ablehnung der ·»Staatsökosozifemiantifaschodoktrin« und im Menschenbild finden sich Ähnlichkeiten; »Die Persönlichkeit — und nicht das Milieu! — als ausschlaggebenden Träger geschichtlicher Bewegung zu sehen, das verbindet Rechte und Libertäre. Auch: der Welt mit eigener Gestaltungskraft begegnen zu können, danach zu fragen, was zu tun sei und nicht: was einem wohl als nächstes zustoße. Daß diese Hochschätzung von Willen, Selbständigkeit, Leistung auch den Mut und die Arroganz begründet, mit der jener verheerenden Umgründung der BRD durch das linksliberale Meinungskartell entgegengetreten werden kann, ist sicher einer der wichtigsten Anknüpfungspunkte zwischen Lichtschlag und mir.«

    »Orte der freien Rede sind selten geworden«, schrieb Kubitschek in der »Sezession«. Die EF sei einer der wenigen verbliebenen Orte. Nachdem Johannes B. Kerner die ehemalige NDR—Moderatorin Eva Hermann aufgrund ihrer Aussagen aus der Sendung geworfen hatte, schlug sich die EF daher sofort auf ihre Seite und titelte: »Eva und die >Antifa
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#44 I.Ramos GarciaAnonym
#45 hwAnonym
  • 11.07.2009, 15:34h
  • Antwort auf #43 von hw
  • der Resst. sorry

    ..Voiksgerichtshof im TV«. Hermann sei »misshandelt« worden, so Lichtschlag. »Die neue SA nennt sich Antifa««, meint er. Auch plädierte die EF mehrfach für »Meinungsfreiheit« für Nazis. So wurde der hessische NPD-Vorsitzende Marcel Wöll von Lichtschlag nach seiner Verurteilung wegen Leugnung des Holocaust in Schutz genommen: »Was hat Woll getan: Er hat auf die fehlende Meinungsfreiheit hingewiesen. Macht vier Monate Knast.«
    FDP
    »Die Massenarbeitslosigkeit ist l...] eine Folge von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld —also der Prämien fürs Nichtstun«, meint Lichtschlag, Erwerbslosigkeit und Armut seien das Ergebnis mangelnden Ehrgeizes und Anspruchshaltung. Damit ist die EF auch an den etablierten Liberalismus anschlussfähig. So ist das »Liberale Institut« der FDP—nahen »Friedrich-Naumann-Stiftung« (FNS) regelmäßig mit Anzeigen in der Zeitschrift präsent und wirbt für ihr Stipendienprogramm. Zudem ist der Leiter des »Liberalen Instituts« der FNS, Detmar Doering, Mitglied im Redaktionsbeirat der EF. Der stellvertretende Chefredakteur Boiger ist außerdem Mitglied der FDP. Schon in den 1990er Jahren galt die FDP zeitweise als mögliche Sammlungsbewegung von Wirtschafts- und Nationalliberalen mit Anziehungskraft auf heimatlose Konservative.
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#46 lysisAnonym
#48 FelixHHProfil
  • 11.07.2009, 16:58hHamburg
  • hallo a_logik

    ich merke schon. du willst nicht diskutieren, du willst diktieren.

    ich kann dir aber abschliessend noch ein paar gute filme empfehlen, die nicht nur deine sogenannten "tunten-klischees" transportieren (du hast übrigens immer noch nicht gemerkt, dass sich deine äusserungen echt tunten-feindlich anhören) wenn auch nicht aus dem jahr 2009. es laufen übrigens immer mal wieder gute und ernsthafte filme mit schwul-lesbischer thematik im fernsehen, die durchaus positive orientierungsmöglichkeiten bieten. man muss nur mal aufmerksam durch das programm schauen. inzwischen gibts sogar einen schwulen fernsehsender "timm", der allerdings aus deiner sicht bestimmt nur tunten-propaganda macht, die die heten dann benutzen, um uns zu unterdrücken.

    filmtips (kommerzielle, massenmediale filme):

    "was am ende zählt" (bundesfilmpreis 2009 - lesbische thematik)
    "brokeback mountain" (3 oskars)
    "sommersturm" (erfolgreicher kino- und fernsehfilm)

    natürlich leiden die protagonisten dieser filme auch , aber das gehört häufig zum coming out hinzu, das dann in ein selbstbestimmtes leben führt, bzw. führen kann. wie gesagt, ich bin durchaus der meinung, dass noch viel für die emazipation der schwulen getan werden muss (aber mit den tunten an bord).

    meine persönlicher lieblingsfilm ist übrigens:

    "a beautiful thing" (engl. coming-out-story)

    allen ein schönes we!
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#49 goddamnedliberalAnonym
  • 11.07.2009, 17:20h
  • Interessante 'liberale' und 'freiheitliche' Verbindungen, die Du da aufdeckst...

    V.a. auf personaler Ebene...

    Wichtig auch, darauf hinzuweisen, dass durch diese Querfrontstrategie der alte reaktionäre Mist hipp und peppig parfürmiert wird, als wäre er noch nie dagewesen...

    Wobei wir wieder bei Brüno wären. Schließlich gab es auch in Veit Harlans 'Anders als du und ich' v. 1957 massenweise (Kultur-)Tunten und 'Damenimitatoren' und anderes zu bestaunen....

    PS. Auch eine Mahnung für die eigene Vorbereitung auf den nächsten CSD. Motto: Kein unbewußter Gehorsam gegenüber diskriminierenden Diskursen!
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#50 hwAnonym
  • 11.07.2009, 17:34h
  • Antwort auf #49 von goddamnedliberal
  • "..Auch eine Mahnung für die eigene Vorbereitung auf den nächsten CSD. Motto: Kein unbewußter Gehorsam gegenüber diskriminierenden Diskursen!..."

    Genau so war das gedacht.

    (Wer unbedingt Liberale im Paulskirchen-Sinn sucht, findet die bei den Grünen mittlerweile zuhauf...mit ein bißchen Wald & Wiese, ja eigentlich auch die richtige location (um das Wort Heimat zu vermeiden)

    Der FDP-Naumann-Dreck rödelt in S-Amerika zur Zeit ohne Hemmungen herum, um soziale Emanzipationsversuche zu liquidieren.

    Der ef-Müll an ein ähnliches Spiel vor Jahren mit Prof. Rohrmoser. Er machte sich in der steuergelderfinazierten CDU-nahen elitären Stiftung Schloß Weikersheim lustig über Volker Becks Engagement dür russische Schwule und über dieGewalt, die Beck dabei erfuhr.

    PS.: Tatchell mit Sonnenbrille ohne Scheuklappen

    www.ukgaynews.org.uk/Archive/09/Jul/0701.htm
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