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https://queer.de/?10745
  • 13. Juli 2009 12 1 Min.

Religiöse Vertreter haben Einspruch gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Indiens eingelegt, der Homosexualität legalisiert hatte.

Das Hohe Gericht des eine Milliarde Einwohner zählenden Landes hatte Anfang Juli ein 148 Jahre altes Gesetz für verfassungswidrig erklärt, das Sex zwischen Männern unter Strafe stellte (queer.de berichtete). Scharfe Kritik erntete das Urteil von Vertretern der hinduistischen, muslimischen und christlichen Glaubensrichtung.

Jetzt haben mehrere Geistliche gegen diese Entscheidung offiziell Einspruch erhoben, unter ihnen Astrologe Suresh Kaushal: Er erklärte, dass die alten Schriften und Werte Indiens Homosexualität verbieten würden. Außerdem würde eine Legalisierung zur schnelleren Ausbreitung von Aids führen.

Auch Fernseh-Guru Baba Ramdew, der mit seinem Yoga-Shows Millionen erreicht, erklärte letzte Woche, dass das Homo-Verbot beibehalten werden müsse. Er sieht in Homosexualität einen "angeborenem Defekt" und einer "Krankheit". Derlei Beschwerden seien aber durch Medidation heilbar, warb der Guru.

Das Hohe Gericht hat nun die Regierung und Homo-Gruppen aufgefordert, zu dem Einspruch Stellung zu nehmen. In Indien kann gegen Entscheidungen des Obersten Gerichtshof Einspruch erhoben werden, allerdings ist es unwahrscheinlich, dass die Richter ihr Urteil nach einer Entscheidung revidieren. (dk)

-w-

#1 SmartiSaar
  • 13.07.2009, 17:55h
  • Und wiedereinmal versucht die Religion sich in Staatsangelegenheite einzumischen es ist zum kotzen. Aber das jetzt auch noch Astrologen mitmischen ist schon echt lächerlich hoch 10.
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#2 MarleneAnonym
  • 13.07.2009, 18:45h
  • Antwort auf #1 von SmartiSaar
  • So einen Dreck streut der Dalai Lama schon mindestens seit einem Jahrzehnt, wenn ihm danach ist.

    Von Dimanche, Stern bis Playboy. Damit alle wissen,
    Homosexualität sei nur etwas für den Westen.

    „It’s part of what we Buddhists call „bad sexual conduct....Sexual organs were created for reproduction between the male element and the female element – and everything that deviates from that is not acceptable from a Buddhist point of view...."

    Als er einmal auf einer seiner Bettel-Tourneen de Luxe gefragt wurde, wo und wann Buddha, diese Sicht von Homosexualität verbreitet hat, kam die klare Antwort:

    "I don’t know."

    Immerhin ist für das Geschäft Kacke zu erzählen so
    einträglich, daß er ab und an seinen goldenen Topf
    neu vergolden kann.

    www.jamyang.co.uk/images/dalaibush1.jpg

    Bekanntermaßen wurden/werden(?) mit den Exkrementen dieses Gurus nicht die billigsten Wunderpillen gedreht.

    Während des Aufenthaltes „Seiner Hei ligkeit“ in Beijing Anfang der 1950er Jahre, seien dessen Ausscheidungen täglich in einem goldenen Topf gesammelt und per Kurier nach Lhasa geschickt worden; dort habe man sie zu Medikamenten verarbeitet.”

    “ Als Heilmittel am begehrtesten, wie Harrer berichtet, sei der „Urin des Lebenden Buddha“.
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#3 Victor
  • 13.07.2009, 19:05h
  • Zwei Strömungen bekämpfen sich gegenseitig:

    Religionen, die teilweise ihren Einfluß schwinden sehen, führen sich als "Hüter von Familie, Anstand, Sitte usw." auf, um damit auf Dummenfang zu gehen (leider oft mit Erfolg).

    Aufgeklärte Geister wollen endlich eine offene Gesellschaft, ohne Ausgrenzung und Diskriminierung von sexuellen (und anderen) Minderheiten, erreichen.

    Und dann gibt es die sog. "Gottesstaaten", die - wenn sie einmal errichet wurden - alle terrorisieren, die sich diesem Joch nicht beugen wollen.

    Wie sieht die Lösung aus?

    Im Westen sollten Staat und Religionen strikt getrennt werden (was hat mir, als Atheist, ein religiöser Führer in mein Leben hereinzureden?).

    Wie mit den sog. "Gottesstaaten" umzugehen ist? Ich weiß es nicht, der Widerstand gegen menschenverachtende (Moral-) Vorschriften muß wohl von innen heraus kommen. Gegen eine hochgerüstete Armee, die schnell als "Eingreiftruppe zur Niederschlagung 'staatsfeindlicher Elemente', wie die Aufständischen dann meist genannt werden, eingesetzt werden kann, ist ein Protest aber fast aussichtlos. Jedenfalls meist nicht unblutig zu haben.

    Unseren indischen Freunden wünsche ich, dass das Gericht die Einsprüche religiöser Gruppierungen zurückweist. Toi, toi, toi!

    Victor
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