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- 13. Juli 2009 2 Min.
Chevrolet war ein schwuler Werbespot offenbar zu heiß: Der US-Autobauer ließ das kurze Filmchen nun aus dem Internet entfernen.
Das Video wurde im Rahmen des von der Muttergesellschaft General Motors gesponserten "Gay Day at the Movies" in Los Angeles zum Filmstart des Actionstreifens "Transformers – Die Rache" gedreht. GM stellte den Teilnehmern unter anderem das Auto und die Ausrüstung zur Verfügung.
Der Spot stand seit Juni auf der Videoplattform YouTube. Jetzt hat GM aber den Stecker gezogen: "Das Video war nicht angemessen und geschmacklos", sagte Konzernsprecher Dave Barthmuss. Die Firma dürfe so nicht repräsentiert werden. Barthmuss erklärte ferner, er habe zwar Ende Juni über Twitter von dem Video erfahren, habe es aber erst vor wenigen Tagen angesehen – und sei entsetzt gewesen.
Der Werbespot zeigt zwei mit Badehosen bekleidete Jungs, die einen Chevy Camaro waschen. Er enthielt allerdings keine pornografischen Szenen. Nach Angaben von "MSN Money" wollte der angeschlagene Autobauer damit den schwulen Kundenkreis für den Sportwagen gewinnen, der ab dem kommenden Jahr verkauft werden soll. Offenbar fürchtete der Konzern jetzt, potenzielle heterosexuelle Käufer abzuschrecken.
Autofirmen und andere Großkonzerne sind in den Vereinigten Staaten immer wieder von Boykottaufrufen christlicher Gruppen betroffen, wenn sie auf die homosexuelle Zielgruppe zugehen. So organisierte die evangelikale Lobbygruppe American Family Association (AFA) 2006 einen Boykott gegen Ford (queer.de berichtete). Die Organisation protestierte damit gegen die Werbeaktivitäten des Autokonzerns in schwul-lesbischen Zeitschriften sowie die Unterstützung von CSDs. Ford beugte sich nicht dem Druck der christlichen Aktivisten.
GM machte keine Angaben darüber, ob der schwule Werbespot für den Chevy Camaro nach Drohungen durch Lobby-Gruppen gestoppt wurde. (dk)













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