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- 20. Juli 2009 2 Min.
Die ARD und Stefan Raab planen Großes mit dem Grand Prix: Der Vorentscheid wird 2010 eine achtteilige Casting-Show werden, die im Ersten und erstmals auch auf Pro Sieben ausgestrahlt werden soll.
Noch im Mai hatte Raab dem öffentlichen-rechtlichen Fernsehen eine Absage für eine Kooperation gegeben, da "die Entscheidungswege in der ARD" zu "kompliziert" seien (queer.de berichtete). Im Hintergrund gingen die Gespräche aber heimlich weiter – jetzt legte die ARD das neue Konzept vor: Demnach sollen beim nationalen Vorentscheid 20 Finalisten antreten, die durch ein bundesweites Casting ermittelt werden sollen. Die ersten fünf Vorentscheidungssendungen sollen auf Pro Sieben ausgetrahlt werden, danach ein Viertelfinale im Ersten, das Halbfinale wieder bei Pro Sieben und das Finale schließlich wieder bei der ARD. Bei allen Sendungen sollen die Zuschauer via Telefon das letzte Wort haben.
Die Rolle des Moderators und Jury-Chefs wird Stefan Raab übernehmen. Ihm sollen bekannte Persönlichkeiten als Juroren zur Seite stehen. Teilnehmen sollen nächstes Jahr junge, noch wenig bekannte Künstler, die Deutschland am 29. Mai 2010 beim Eurovision Song Contest in Oslo vertreten sollen.
"Deutschland kann sich auf einen spannenden Grand-Prix-Vorentscheid freuen!", erklärte NDR-Intendant Lutz Marmor enthusiastisch. Auch in der ProSiebenSat.1-Gruppe ist man glücklich: "Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden", erklärte Vorstand Andreas Bartl. "Ich freue mich ganz besonders, dass sich Stefan Raab als herausragender Entertainer, Musikproduzent und Star der jungen Mediengeneration dieser nationalen Aufgabe annimmt."
Die ARD stand zuletzt in der Kritik, weil Deutschland in den letzten Jahren stets zu den schlechtesten Ländern beim Grand-Prix-Finale gehörte. Das Duo "Alex Swings Oscar Sings!", das ohne Vorentscheid von der ARD nominiert wurde, kam dieses Jahr mit dem Titel "Miss Kiss Kiss Bang" nur auf Platz 20 von 25 Teilnehmern. Im Jahr zuvor belegte die Gruppe No Angels für Deutschland den letzten Platz.
Stefan Raab wurde daher von vielen als "Grand-Prix-Retter" verehrt, der Deutschland wieder auf die vorderen Plätze bringen könnte. Das Aushängeschild von Pro Sieben nahm insgesamt drei Mal am Eurovisionswettbewerb teil: 1998 schrieb er für Guildo Horn den Titel "Guildo hat euch lieb" und belegte damit den siebten Platz. 2000 erreichte er als Sänger sogar den fünften Platz mit "Wadde hadde dudde da", bevor er 2004 mit Max Mutzke wieder Achter wurde. In Deutschland waren seine Lieder stets Verkaufsschlager. (dk)














Falln alle Leit um
Wadde hadde dudde da
Brulba dori daula dalla
Sula lori wauga malla
Lori damma fusmalu
Dusche mama came rilla
schursche saga moll vasvilla
suri pauge fuzmalu
Dolli gamba bokamufti
sabel ize spogagufti
palazuma polja gei
mula dampe dori villa
alles virds schavi drestilla
offi lima dozapau pozadau
Kiss Kiss Bang, she's not a fool.
Extraordinary and oh so cool ...