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- 21. Juli 2009 2 Min.
Der britische Schauspieler Rupert Everett erklärte, er wolle nicht Teil der "heterosexuellen Norm" sein.
Der 50-jährige Everett erklärte in einem Interview mit der linksliberalen Tageszeitung "The Guardian", seine Erfahrungen seien davon geprägt, dass er in "den letzten Jahren der Illegalität" aufgewachsen sei. In England und Wales wurde Homosexualität im Jahre 1967 erlaubt, zwei Jahre bevor auch Deutschland den Paragrafen 175 entschärfte. "Diese Illegalität hat meine ganze Persönlichkeit geprägt. Wahrscheinlich ging das jedem Schwulen so. Man sah sich als Außenseiter, der nicht zur Hauptstruktur der Gesellschaft gehört." Später hätten die Liberalisierungen nicht mehr viel an der Einstellung geändert: "Ich wollte nie diese ganze heterosexuelle Norm."
Bereits zuvor hatte Everett erklärt, er komme mit den heterosexuellen Idealen nicht klar. So kritisierte er schwule Väter als "egozentrisch und eitel" (queer.de berichtete). Im neuen Interview sagte er, dass es einen Vorteil gebe, Kinder zu haben: Diese könnten einem "den Hintern abwischen, wenn man älter ist". Deshalb wünscht sich Everett, im hohen Alter möglichst schnell aus dem Leben zu scheiden: "Ich sollte einen tödlichen Herzinfarkt durch eine Überdosis Poppers im Alter von 78 Jahren haben".
Rupert Everett ist durch Filme wie "Another Country" (1984), "Chronik eines angekündigten Todes" (1987) und "Die Hochzeit meines besten Freundes" (1997) in Hollywood erfolgreich. Allerdings bemängelte der eigensinnige Engländer, dass offen schwule Schauspieler wie er in der Traumfabrik diskriminiert werden würden (queer.de berichtete). (dk)













