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  • 24. Juli 2009 20 2 Min.

Der Kölner OB-Kandidat Jürgen Roters (SPD) wirbt auf Großleinwänden mit seiner Familie – die ungewöhnliche Kampagne habe aber nichts damit zu tun, dass seine Herausforderer schwul sind, erklärte der 50-Jährige.

Auf den 80 Plakaten, die in ganz Köln aufgestellt wurden, sind Roters' Ehefrau Angela, seine 22-jährige Tochter Teresa sowie die 19-jährigen Zwillingssöhne Fredric und Philip zu sehen. Links von dem Familienbild steht in großen Lettern: "Köln kann's besser!". Es geht aus dem Plakat nicht hervor, was der SPD-Wahlspruch mit der Familie des Kandidaten zu tun hat.

Als Anspielung auf die Homosexualität seiner Gegenkandidaten Ralph Sterck (FDP) und Peter Kurth (CDU) soll das Plakat aber nicht gelten: "Die Überlegungen zum Motiv gab's schon lange vor der CDU-Entscheidung für Peter Kurth", erklärte Roters gegenüber der "Bild"-Zeitung, die den 60-Jährigen wegen des Familienwahlkampfes bereits mit Barack Obama vergleicht. Der SPD-Politiker erklärte weiter, er wollte mit dem für Sozialdemokraten nicht alltäglichen Wahlkampf ein Zeichen setzen, dass die "Familie der Mittelpunkt meines Lebens ist".

Roters gilt als Favorit bei den Bürgermeisterwahlen in Köln, seitdem der amtierende OB Fritz Schramma (CDU) nach dem Einsturz des Stadtarchivs im März heftig kritisiert wurde und schließlich seine Kandidatur zurückzog. Der ehemalige Polizei- und Regierungspräsident gilt als sehr beliebt in der Kölner Community und hat sich wiederholt für Homo-Projekte eingesetzt: Seit Jahren ist Roters Schirmherr beim Kölner "Come Together Cup", dem Benefiz-Fußball-Turnier, bei dem unter anderem schwule gegen Promi-Fußballteams antreten. Und beim Sommerblut-Kulturfestival, das alljährlich zahlreiche schwul-lesbische Künstler nach Köln holt, ist er Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins.

In Köln wird am 30. August gewählt. Roters ist der gemeinsame Kandidat von SPD und Grünen. (dk)

-w-

#1 Deutzer BoyAnonym
  • 24.07.2009, 16:02h
  • Gibt's denn auch ein schwules Motiv von Herrn Roters? Dann könnte man ihm das Familien-Motiv durchgehen lassen!
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#2 PolizeipräsidentAnonym
  • 24.07.2009, 16:59h
  • Die Argumentation von Roters, dass seine Kampagne schon vor dem Einstieg von Peters feststand, ist natürlich verlogen. Stercks Kandidatur war da schon längst bekannt.

    Ich mag ja Roters glauben, dass er nicht offen schwulenfeindlich ist. Aber seine Kampagne fischt nach offen schwulenfeindlichen Wählern.

    Das ist Pfui.
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#3 xyAnonym
  • 24.07.2009, 17:03h
  • Die Damen dekorativ im Vordergrund, wobei die jüngere deutlich mehr Bein zeigen darf als ihre Mutter - vielleicht sollen damit ja auch Lesben angesprochen werden? LOL
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