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https://queer.de/?10825
  • 28. Juli 2009 27 2 Min.

Laut einer britischen Zeitung droht Scientology dem Schauspieler John Travolta, seine Homosexualität zu offenbaren, falls er der Sekte den Rücken kehrt.

Nach Angaben des Boulevardblatts "Daily Mail" hat der Tod seines Sohnes Travolta in eine Glaubenskrise geführt. Der 16-jährige Jett Travolta war im Januar an einem Krampfanfall gestorben. Unter Berufung auf "Quellen aus dem direkten Umkreis Travoltas" habe er bereits gedroht, die Sekte zu verlassen: "In diesem Fall wird die Organisation peinliche Details aus seinem Privatleben veröffentlichen, inklusive, so die Quelle, Anschuldigungen von homosexuellen Beziehungen."

Gerüchte über die Homosexualität Travoltas hat es immer wieder gegeben. So soll er unbestätigten Berichten zufolge 2001 versucht haben, in einem Wellnessclub in Kalifornien einen Manager zu verführen. Außerdem erzählte ein Ex-Scientologe bei einem US-Gerichtsverfahren von der angeblichen Homosexualität des Schauspielers. Der seit 1991 mit der Schauspielerin Kelly Preston verheiratete Filmstar erklärte wiederholt, dass ihm Homo-Gerüchte egal seien (queer.de berichtete). Damit unterscheidet er sich vom Mit-Scientologen Tom Cruise, der wiederholt gerichtlich gegen Homo-Gerüchte vorgegangen ist. Cruises Anwälte hatten argumentiert, dass die Gerüchte der Karriere des "Top Gun"-Darstellers schadeten.

In seinem Buch "Dianetics: The Modern Science of Mental Health" bezeichnete Sektengründer L. Ron Hubbard "Homosexualität und Lesbiertum" als Krankheit. Anti-Scientology-Aktivisten erklärten wiederholt, dass die Sekte versuche, Schwule und Lesben zu "heilen". (dk)

#1 XDAAnonym
  • 28.07.2009, 17:19h
  • Eigentlich will Scientology keine Schwulen heilen, sondern lediglich sie durch den Besuch von Seminaren, um "clear" zu werden ihr Geld abknöpfen. Je mehr Seminare man besucht, desto eher erreicht man "clear" --- für normale ist es freilich unmöglich "clear" zu erreichen.

    Aber das Outing passt zu Scientology, gab es doch vor einiger Zeit ein ähnliches Beispiel, wo ein Schwuler Scientology verlassen hatte und diese in der US Kleinstadt ihn niedermachten, Plakate klebten und ihn schließlich in den Selbstmord trieben ... sie verwenden alles was man ihnen in den "Clear" Seminaren verrät gegen einen im Falle eines Ausstiegs.
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#2 whyweprotest.netAnonym
  • 28.07.2009, 20:53h
  • Das erinnert an den Fall Will Smith. Damals erklärte er ziemlich eindeutig, nichts mit der SO zu tun zu haben und zeigte sich sogar mit Aktivisten von Anonymous. Kurz danach tauchte eine Bordellbesitzerin auf, die aussagte, er habe einen Mann als Prostituierten bestellt. Zufall? Wohl eher nicht.
    Scientology haßt alle Menschen, die anders sind. Es ist eine Idiologie, die faschistoide ist und Menschen abhängig machen will. Wer "1984" kennt, wird vieles darin erkennen. Hubbard kannte den Autor und sein Werk. Sehr gut sogar, wie es immer offensichtlicher wird.
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#3 XDAAnonym