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https://queer.de/?10830
  • 30. Juli 2009 36 2 Min.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitet kein Ermittlungsverfahren gegen die Pius-Bruderschaft ein.

Die Organisatoren des Stuttgarter CSD hatten zuvor Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen die katholische Vereinigung gestellt, weil diese den christlichen Widerstand gegen CSDs mit dem Widerstand gegen die Nazi-Diktatur verglichen hatte (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp, dass es sich bei dieser Aussage um eine "Meinungsäußerung" handele, "die eine wertende Tatsache darstellt. Darin sei keine "Aufforderung zu Gewalt oder Willkürmaßnahmen" enthalten.

Auf ihrer Website feierte die Organisation mit der Überschrift "Homos bei der Staatsanwaltschaft abgeblitzt" ihren Erfolg: "Die sachliche Auseinandersetzung um die Werte unserer Gesellschaft darf nicht durch staatliche Repression unmöglich gemacht werden. Mit unserer zugegebenerweise harten Wortwahl wollten wir niemand verletzen, sondern einfach zur Beobachtung (sic) der Gebote Gottes aufrufen."

Stein des Anstoßes war ein Artikel im "Mitteilungsblatt" der Pius-Bruderschaft, in der die Christen zum Widerstand gegen den CSD aufrufen und dabei den Nazi-Vergleich zogen: "Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ‚Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!’ Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!". Gleichgeschlechtliche Liebe bezeichneten die Autoren in diesem Text als "sodomitische Sünde".

Die Politparade des CSD Stuttgart wird am Samstagnachmittag stattfinden. Die Pius-Bruderschaft hat bereits zu einer Gegendemonstration aufgerufen (queer.de berichtete). Sie fordert die Wiedereinführung des Paragrafen 175 in der Fassung von 1935. (dk)

-w-

#1 alexander
  • 30.07.2009, 14:13h
  • auf unsere deutschen juristen ist verlass !!!!!!!

    was wieder beweist, jede form der diskriminierung muss gesetzlich verboten werden !
    natürlich ist keine direkte aufforderung zur gewalt enthalten, so dämlich sind diese sektierer nun auch wieder nicht, aber die folgen ihrer und anderer hetztkampagnen erleben wir tagtäglich.
    und der wiederstand gegen die nazis ist geschichtsverfälschung, ähnlich der holocoustverleugnung !
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#2 OrtskundigerAnonym
  • 30.07.2009, 17:03h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • Man darf daran erinnern:

    "Zypries: Pius-Brüderschaft betreibt 'Hetze gegen Minderheiten"

    www.queer.de/detail.php?article_id=10721

    Die (zu erwartende) Untätigkeit der Staatsanwaltschaft im Fall CSD Stuttgart wirft die Frage auf, warum Frau Zypries bzw. ihre Partei in sieben bzw. zehn Jahren Amtszeit keinen Finger dafür gerührt hat, eine unmissverständliche gesetzliche Grundlage zur umfassenden Ahndung solcher und anderer Hassrede zu schaffen. Zum Vergleich: US-Präsident Obama und seine Partei haben in nur sieben Monaten Regierungszeit den Hate Crime Preventions Act mit besonderem Schutz für Homosexuelle durch den Kongress gebracht - freilich auch deswegen, weil die Homo-Bewegung seit Jahren aktive Lobbyarbeit in diesem Bereich betreibt.
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#3 fipsAnonym
  • 30.07.2009, 17:07h
  • zur Beobachtung (sic)

    auch geheimdienst, wie scientology ?
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