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  • 12. August 2009 55 2 Min.

Schauspieler Doug Spearman ("Noah’s Arc") glaubt, dass der Rassismus in der Homo-Szene heute schlimmer ist als vor rund 30 Jahren.

"Die Leute glauben, dass Rassismus … in der schwul-lesbischen Community praktisch unbekannt ist", erklärte der 46-Jährige in einem für die Homo-Gruppe Human Rights Campaign verfassten Kommentar. Es herrsche die Meinung vor, dass Hautfarbe und Religion in der Homo-Szene keine große Bedeutung hätten. "Aber dem ist nicht so. Tatsächlich ist es, so denke ich, heute schlimmer als bei meinem Coming-out im Jahre 1980. Damals fühlten sich die Bars freundlicher an. ‚Vorurteil’ war ein böses Wort und die Kinder der 1960er und frühen 70er Jahre, die der Homo-Bewegung Leben eingehaucht haben, haben in Amerika noch gemeinsam mit den Anti-Vietnamkrieg- und Black-Panther-Aktivisten getanzt. Sie waren damals aktiv an der ersten Bürgerrechtsbewegung beteiligt… Das ist nun Geschichte." Heute sei das Zusammengehörigkeitsgefühl abahnden gekommen, glaubt Spearman. Viele Schwule und Lesben afrikanischer und lateinamerikanischer Herkunft fühlten sich heute von den Mainstream-CSDs zurückgewiesen – und gründeten daher ihre eigenen Festivals.

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Der Schauspieler, Produzent und Aktivist spricht auch den Volksentscheid Proposition 8 an, durch den mit knapper Mehrheit die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht wieder abgeschafft wurde (queer.de berichtete). Hier hatten Umfragen zufolge zwei Drittel der Schwarzen die Homo-Ehe abgelehnt, während es bei den Weißen nur die Hälfte war. Dies hatte zu Unmut unter vielen Schwulen und Lesben geführt. Die Homo-Aktivisten hätten damals gedacht, so Spearman, dass sie von Schwarzen mehr unterstützt werden würden, weil es bei dieser Frage um Bürgerrechte ginge. "Aber man muss auch fragen, ob es eine Gruppe von Homo-Aktivisten je interessiert hat, ob in Gegenden mit schwarzer oder Latino-Bevölkerung gute Schulen gibt oder sichere Straßen?".

Der in Los Angeles lebende Spearman ist bekannt geworden durch seine Rolle als Uni-Professor Chance Counter in der Serie "Noah’s Arc", die hierzulande bei Timm gezeigt wird. Er hatte auch einige Gastauftritte in bekannten US-Filmen und -Serien wie "Raumschiff Voyager" oder "Charmed – Zauberhafte Hexen". (dk)

-w-

#1 Provinzschwulett
  • 12.08.2009, 16:31hmalhiermaldort
  • oh mon dieu !!!

    früher haben sich alle zusammengerottet, damit sie mehr waren, auch aus angst in dem meer von menschen sich verstecken zu können. später haben sich alle möglichen gruppen emanzipiert. seien es die schwarzen, die weissen, die transen usw.

    also wie man(n) es macht, isses nicht recht.

    jetzt erst mal n prosecco...*stößchen*
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#2 axelAnonym
  • 12.08.2009, 18:16h
  • stimmt!

    so sieht die realität aus, denn wenn es darum geht, gegen minderheiten zu hetzen stehen die schwulen den heten in keiner weise nach.
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#3 TischbeinAnonym