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- 13. August 2009 2 Min.
Der amerikanische Präsident Barack Obama hat den Homoaktivisten Harvey Milk postum mit der "Medal of Freedom", der US-Version des Bundesverdienstkreuzes, ausgezeichnet.
Milk war einer von 16 Personen, denen Obama die Ehrenmedaille in einer live von Nachrichtensendern ausgestrahlten Zeremonie verlieh. Die "Medal of Freedom" ist die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Sie erkennt Menschen an, die einen "besonders lobenswerten Beitrag zur Sicherheit oder den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, zum Weltfrieden, zu kulturellen oder anderen öffentlichen oder privaten Bestrebungen geleistet haben." Für Milk nahm sein Neffe Stuart die Medaille entgegen.
"Milk wird im In- und Ausland als Pionier der schwul-lesbischen Bürgerrechtsbewegung verehrt für seine außergewöhnliche Fähigkeit zu führen und für seinen Einsatz zu Gleichberechtigung", begründete das Weiße Haus die Auswahl. Milk war der erste offen schwule Mann, der in den USA in ein Amt gewählt wurde. Er gewann einen Sitz bei den Wahlen zum Stadtrat von San Francisco im Jahr 1977. Nach nur elf Monaten im Amt wurde Milk erschossen. Regisseur Gus van Sant verfilmte das Leben Milks im gleichnamigen Film, der dieses Jahr mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete).
Neben Milk ehrte Obama auch die Tennisspielerin Billie Jean King, die 1981 als erste bekannte Sportlerin ihre Homosexualität publik machte. Ebenfalls einen Preis erhielt der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu für seinen Einsatz gegen die Apartheid. Tutu hat sich in den letzten Jahren auch wiederholt gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. Er entschuldigte sich bei Homosexuellen für das Leid, das seine anglikanische Kirche der sexuellen Minderheit bereitet habe (queer.de berichtete). (dk)
Links zum Thema:
» Alle Preisträger (Website des Weißen Hauses)














