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  • 13. August 2009 11 2 Min.

Der Hefepilz Candida albicans betreibt sexuelle Fortpflanzung mit Mitgliedern des gleichen Geschlechts, haben amerikanische Wissenschaftler herausgefunden.

Richard Bennett von der Brown University in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) hat unter Laborbedingungen gleichgeschlechtliche Fortpflanzung beobachtet, bei der sich zwei Zellen des gleichen Geschlechts vereinigen. Allerdings sei dieser Weg, für Nachwuchs zu sorgen, weit seltener als die verschiedengeschlechtliche. Die Zugabe eines bestimmten Pheromons hat dabei Zellen des gleichen Geschlechts mehr angeregt und damit zu einer Vervielfachung der gleichgeschlechtlichen Vermehrung geführt.

Hefepilze wie Candida albicans haben zwei Geschlechter, diese werden allerdings wegen der großen Unterschiede zum Tierreich als "a" und "alpha" bezeichnet – und nicht als männlich und weiblich. Bislang galt diese Art als Anhänger der ungeschlechtlichen Fortpflanzung.

Candida albicans gehört dabei zu den am weitesten verbreiteten Hefepilzen und ist auch bei drei Viertel der Menschen nachweisbar. Besonders beliebt ist er aber nicht: So kann er zu gesundheitlichen Problemen wie Infektionen der Schleimhäute führen.

Bereits vor wenigen Jahren sorgte ein "schwuler Pilz" für Schlagzeilen: Beim ebenfalls für Menschen nicht sehr angenehmen Cryptococcus neoformans wurde auch die gleichgeschlechtliche Fortpflanzung entdeckt. Daraufhin titelte die "Bild"-Zeitung": "Forscher entdecken schwulen Killer-Pilz" (queer.de berichtete). Noch ist allerdings weitgehend unbekannt, warum sich die Hefepilze so vermehren und welche Vorteile sie daraus ziehen. Es wird angenommen, dass die besonders flexiblen Pilze auch die virulentesten – und damit potenziell die gefährlichsten – sind, die auch in der unwirtlichsten Umgebung überleben können.

Das Ergebnis ihrer Untersuchungen haben die Wissenschaftler der Brown University am Donnerstag im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht. (dk)

#1 Klaus KlohockerAnonym
  • 13.08.2009, 17:40h
  • "Es wird angenommen, dass die besonders flexiblen Pilze auch die virulentesten – und damit potenziell die gefährlichsten – sind..."

    Ich sehe schon die Blöd-Zeitungs-Schlagzeilen:

    "Arglose Wanderer von schwulen Pfifferlingen bedroht..."

    "Bald Helmpflicht für Steinpilz-Sammler"

    "Schwule Champignons treiben Förster und Jäger in die Flucht - Jung erwägt Bundeswehreinsatz"
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#2 heptakaidecagonAnonym
  • 13.08.2009, 17:52h
  • Es hat auch niemand das Gegenteil behauptet. Hefe als zweigeschlechtlich darzustellen dürfte allerdings problematisch sein. Das mag vielleicht eine These sein.
    Im übrigen vermehrt sich Hefe vor allem durch Zellteilung.
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#3 Tim_Chris
  • 13.08.2009, 18:29hBremen
  • Antwort auf #1 von Klaus Klohocker
  • Nicht zu vergessen die Pseudowissenschaftler, die uns als nächstes den Grund für Homosexualität erklären. Ist ja auch ganz logisch, nach so vielen schwulen Pilzen. Garantiert wurde Muttern während der Schwangerschaft von Gelüsten auf Pilzgerichte heimgesucht oder litt gerade während der Schwangerschaft an irgendeiner Pilzinfektion. Das Gen des schwulen Pilzes war plazentagängig und hat die Zellstruktur des Embryo so beeinträchtigt, dass der daraus wachsende Mensch einfach homosexuell werden musste. Zur Heilung empfiehlt sich dann eine spezielle Creme die auf ökologisch unsinnige Weise über die kahlrasierte Kopfhaut verteilt die Zellstruktur des sexuellen Orientierungszentrums im Gehirn (die Wissenschaftler werden es sicher (er)finden.) entsprechend beeinflusst und uns heterosexuell werden lässt.
    Vielleicht sollte ich schon mal irgendeine Vaseline mit Pilzpollenstaub mischen und als wirksames Heilmittel patentieren lassen. Könnte dann der Renner werden
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