https://queer.de/?10901
- 14. August 2009 2 Min.
Einer amerikanischen Studie zufolge nehmen Schwule und Lesben doppelt so oft psychologische Hilfe in Anspruch als Heterosexuelle.
Demnach haben sich 48,5 Prozent von Schwulen und Lesben in Kalifornien von einem Psychologen oder Psychiater behandeln lassen, aber nur 22,5 Prozent der Heterosexuellen. Am meisten nahmen lesbische oder bisexuelle Frauen die Dienste in Anspruch, am wenigsten heterosexuelle Männer.
Wissenschaftler der University of California in Los Angeles haben für diese Studie insgesamt 2.000 Bürger befragt. Sie spekulieren, dass der Anteil an Schwulen und Lesben so hoch ist, weil sie mehr Diskriminierung erfahren würden und dadurch mehr Stress aushalten müssten. Dadurch würde insbesondere der Alkohol- und Drogenmissbrauch in dieser Gruppe steigen, wodurch psychologische Probleme verstärkt würden.
Bislang sei lediglich bekannt gewesen, dass Frauen eher als Männer psychologische Dienste in Anspruch nehmen, erklärte die Wissenschaftlerin Susan Cochran. "Hier haben wir gezeigt, dass auch die sexuelle Orientierung eine Rolle spielt." Da Homosexualität über Jahrhunderte als Krankheit betrachtet wurde, hätten es Schwule und Lesben nach wie vor schwer, ein gesundes Leben zu führen, so Cochran.
Die Weltgesundheitsorganisation hat Homosexualität erst 1992 aus der Liste der Krankheiten entfernt. Zuletzt hatte der Fachverband der nordamerikanischen Psychologen eine Metastudie herausgegeben, die festgestellt hat, dass die sexuelle Orientierung nicht durch Psychotherapie verändert werden kann (queer.de berichtete). Damit will der Verband gegen die "Ex-Gay"-Bewegung vorgehen, die Homosexualität als Sünde verurteilt und erklärt, jeder Schwule und jede Lesbe mit ein wenig Anstrengung könne heterosexuell werden.
Die Studie wird im Fachjournal "BMC Psychiatry" veröffentlicht. (dk)















wenn man in einem System leben muss, wo man als Mensch 2. Klasse gilt, hat das natürlich Auswirkungen auf die Psyche. (Und zwar bei jedem, nur gehen unterschiedliche Menschen unterschiedlich damit um.) Und manche brauchen dann halt (leider) sogar professionelle Hilfe.
Nicht ohne Grund ist die Selbstmordrate unter homo-, bi- und transsexuellen Jugendlichen 4x so hoch, wie unter heterosexuellen Jugendlichen...
Anstatt dass die Politik uns endlich rechtlich 100% gleichstellt (was auch Voraussetzung für gesellschaftliche Gleichstellung ist), vertrösten sie uns mit Almosen (SPD / FDP) oder wollen gar keinen Fortschritt (CSU / CSU). Echte Gleichstellung wollen leider nur 2 Parteien (Grüne / Linkspartei).
Übrigens:
dass das Ganze aus reiner Ideologie erfolgt ist klar, denn Staaten wie die Niederlande, Belgien, etc. zeigen, dass 100%ige Gleichstellung sehr gut funktioniert und für die gesamte Gesellschaft und sogar die Wirtschaft nur positive Folgen hat!
All die Politiker, die uns nicht KOMPLETT gleichstellen wollen, tragen Mitschuld an psychischen Probleme bis hin zum Selbstmord... Und das trifft nicht nur die Homohasser aus der Union, sondern auch SPD und FDP, die uns nur teilweise gleichstellen wollen, aber nicht komplett!