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- 21. August 2009 1 Min.
FDP-Chef Guido Westerwelle hat am Nachmittag in einem RTL-Interview die Gleichstellung Eingetragener Lebenspartner beim Adoptionsrecht gefordert.
"Wir finden als FDP, und das hat jetzt gar nichts mit mir persönlich zu tun, dass, wenn man von gleichgeschlechtlichen Paaren dieselben Pflichten verlangt, dass man ihnen dann auch nicht die Rechte verwehren darf", erklärte Westerwelle beim RTL-Sommerinterview gegenüber Ilka Eßmüller. "Viele Kinder könnten auch in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sehr glücklich und sehr wohlbehütet groß werden, jedenfalls besser, als wenn sie vielleicht auch unter manchmal schwierigen Umständen untergebracht sind, weil keiner sie haben will."
Von den im Bundestag vertretenen Fraktionen spricht sich nur noch die CDU/CSU gegen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben aus. In ihrem Regierungsprogramm stellt die Union klar, dass sie eine "vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften" mit der Ehe ablehne. Dagegen hat Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) in den letzten Wochen für die Gleichstellung eingesetzt (queer.de berichtete).
Die Adoption durch Homo-Paare ist in Deutschland – anders als etwa in Spanien, Großbritannien oder weiten Teilen der USA – verboten. Eine Einzelperson dürfte jedoch adoptieren. Zudem wurde 2004 die Stiefkindadoption gegen den erbitterten Widerstand der Union eingeführt (queer.de berichtete). Damit kann der Eingetragene Lebenspartner das leibliche Kind seines Gatten adoptieren. (pm/dk)















Und warum will die FDP dann nicht die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnen?
Das hätte nicht nur für schwule und lesbische Paare, sondern für die gesamte Gesellschaft und auch die Wirtschaft nur positive Folgen, wie die Niederlande, Belgien, etc. zeigen...
"In ihrem Regierungsprogramm stellt die Union klar, dass sie eine "vollständige rechtliche Gleichstellung solcher Lebensgemeinschaften" mit der Ehe ablehne."
Da sind Union und FDP ja schon zu zweit, denn auch die FDP will keine 100%ige Gleichstellung, sondern nur Verbesserungen im Detail. (Und selbst dabei ist fraglich, ob sie das nach der Wahl immer noch wollen bzw. bei ihrem Wunschpartner Union durchgesetzt bekommen.)
"Die Adoption durch Homo-Paare ist in Deutschland – anders als etwa in Spanien, Großbritannien oder weiten Teilen der USA – verboten."
Dass wir bei dem Thema noch hinter den USA stehen, sollte skeptisch stimmen...
"Eine Einzelperson dürfte jedoch adoptieren. Zudem wurde 2004 die Stiefkindadoption gegen den erbitterten Widerstand der Union eingeführt (queer.de berichtete). Damit kann der Eingetragene Lebenspartner das leibliche Kind seines Gatten adoptieren."
Aber es gibt nach wie vor keine gemeinsame Adoption, wenn nicht eine(r) leiblicher Elternteil ist. Der CDU / CSU ist wohl lieber, wenn ein einzeladoptiertes Kind nach einem Elternverlust auch noch den zweiten Elternteil und die gewohnte Umgebung verliert...
Das zeigt, dass es der CDU / CSU gar nicht ums Kindeswohl geht, sondern dass sie Kinder instrumentalisieren, um ihre Hassideologie zu rechtfertigen.