https://queer.de/?1094
- 03. Juni 2004 1 Min.
Washington Die christlich-konservative Basis von George Bushs republikanischer Partei will den Präsidenten dazu bewegen, mehr mit Politik gegen Schwule und Lesben im Wahlkampf zu punkten als mit dem Irak-Krieg. James Dobson (Bild rechts), Chef der einflussreichen christlichen Organisation "Focus on the Family", hat Bush am Mittwoch in Colorado getroffen und nach Angaben des Internetportals 365gay.com geraten: "Amerika ist tief gespalten über die US-Rolle im Irak, aber vereint im Kampf gegen die Homo-Ehe." Der Lobbyist kämpft bereits seit Jahren dafür, dass das Verbot der Homo-Ehe in die Verfassung aufgenommen wird, was Bush seit Februar öffentlich unterstützt. Dobson kam in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen, weil er Abtreibung mit dem Holocaust verglichen hatte. Auch Paul Weyrich vom konservativen Think Tank "Free Congress Foundation" empfahl Bush auf einer Pressekonferenz: "Wenn er wiedergewählt werden will, dann muss er das Thema Homo-Ehe frontal angehen, denn wenn sich im Wahlkampf alles um den Irak-Krieg dreht, wird ein Präsident Kerry ins Weiße Haus einziehen." Nach Untersuchungen sind bei den letzten Präsidentschaftswahlen vier Millionen christliche Fundamentalisten zu Hause geblieben, weil ihnen Bush als "zu liberal" erschien – diese versucht er nun durch eine harte Linie gegen Schwule und Lesben zurückzugewinnen. (dk)















Reihe. Wer ist dad naechste Opfer?