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Kommentare zu:
US-Lutheraner: Grünes Licht für schwule Pfarrer


#1 TimmAnonym
  • 24.08.2009, 16:36h
  • Eine weitere gute Meldung aus den Reihen der protestantischen Kirchen.

    Neben der Zulassung einer Resolution für offen homosexuell in einer Partnerschaft lebender lutherischer Pfarrer wurde des Weiteren eine Resolution zur theologischen Anerkennung von Homosexualität letzte Woche in Minneapolis verabschiedet. Danach sind zukünftig in der ELCA Segnungsgottesdienste möglich.

    Auch einige andere christliche Kirchen in den USA, wie die United Church, die anglikanische Episcopalchurch, die Presbyterian Church sowie die Unitarier haben diese akzeptierenden und befürwortenden Positionen zu homosexuellen Paaren offiziell bezogen.

    Ebenso stark diskutiert wird derzeit das Thema bei den Methodisten oder der Moravian Church (Hernhuter Brüdergemeine).

    Demgegenüber verbleiben andere christliche Kirchengemeinschaften wie die Mormonen, die Zeugen Jehovas, die römisch-katholische Kirchenleitung sowie grosse Teile der Pfingstbewegung oder der Baptisten in den USA weiterhin sehr negativ eingestellt, wenn es um das Thema der Anerkennung homosexueller Paare geht.

    Fazit: Bei diesem Thema geht ein tiefer Riss duch die christlichen Kirchengemeinschaften.
    Aber immerhin die Lutheraner schaffen die theologische Anerkennung homosexueller Paare jetzt als weitere christliche Denomination.

    Als homosexueller Mensch sollt man sich daher genau aussuchen, in welcher Kirche man Mitglied ist. Es gibt "gute" und "schlechte" christliche Kirchen beim Thema "Homosexualität".
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#2 lotusEhemaliges Profil
#3 Katrin
  • 24.08.2009, 17:39h
  • Auch wenn ich mit Kirchen und Religionen nichts am Hut habe, lese ich erfreut, dass zumindestens einige Kirchen die Fähigkeit haben, die ohnehin weit verbreitete Akzeptanz der Homosexualität in den Kirchenalltag aufzunehmen und sich für die gesellschaftliche Gegenwart zu positionieren.
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#4 Diz!Anonym
  • 24.08.2009, 18:04h
  • Der Mensch mit der Tornado-Nummer gehört definitiv einer psychologischen Prüfung unterzogen!
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#5 goddamnedliberalAnonym
  • 24.08.2009, 18:24h
  • Antwort auf #3 von Katrin
  • Man muss zusätzlich honorieren, dass viele protestant. Kirchen bei dieser Positionierung ein erhebliches Risiko, nämlich das der Kirchenspaltung und des Abwanderns von Mitgliedern eingehen. Das kann u. a. richtig 'ins Geld gehen'. Aber auch die inneren Verwerfungen sind bei solchen Symboldiskussionen nicht ohne....
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#7 TimmAnonym
  • 24.08.2009, 19:02h
  • @Katrin

    Es gibt halt gute und schlechte christliche Kirchen im Jahre 2009, wenn es um das Thema "Homosexuelle Paare" und deren theologische und ethische Anerkennung geht.

    Ich finde es gut, dass zumindest die Lutheraner zu den "guten" Kirchen gehören. Denn auch die lutherischen Staatskirchen in Schweden, Norwegen, Dänemark, Island und hier in Deutschland in der lutherischen/uniierten EKD haben in den vergangenen Jahren Homosexualität ethisch und theologisch akzeptiert und anerkannt (erinnert sei an das EKD-Dokument von 2002 "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken").

    Aber wie gesagt: die Unterschiede zwischen den einzelnen christlichen Kirchen sind extrem, wenn es um das Thema Homosexualität geht.

    Wer sich als Christ bewertet, sollte sich daher genau anschauen, welche Position die jeweilige Kirche hat.

    Ich für meinen Teil würde nie in der katholischen Kirche sein wollen, während ich mich in der EKD theologisch und ethisch als homosexueller Mann gut aufgehoben fühle.

    Übrigens nebenbeibemerkt: Nina Hagen ist aktuell auch in eine Landeskirchengemeinde der EKD eingetreten und hat sich dort in Schüttorf taufen lassen. Sicherlich wäre Nina Hagen nie in die katholische Kirche eingetreten.

    Und so geht es mir ähnlich: ich schaue mir sehr genau an, wie die jeweilige Kirche sich im Thema "Homosexuelle Paare" verhält.

    Das ganze Zölibatssystem des römisch-katholischen Klerus sowie das Verbot der Frauenordination dort halte ich für ethisch verantwortungslos.
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#8 AmiInBerlinProfil
  • 24.08.2009, 21:16hBerlin
  • Sorry, folks: I need to write in English to express myself clearly, but I can understand the German fully:

    There's a mistake in this text. "Beim Treffen lutherischer Geistlicher in Minneapolis befürwortete die Kirchenleitung mit 559 gegen 451 Stimmen, dass homosexuelle Angestellte künftig gleich behandelt werden wie heterosexuelle."

    It wasn't just "Geistliche" who made this decision. According to the ELCA's constitution, at least 2/3 of the members of the Churchwide Assembly, as it is called, must be laypersons (non-ordained), so only a max. of 1/3 may be pastors or bishops. Women and men must be represented equally, at least 10% must be from minority groups (which is far greater than their representation within the general church membership).

    That makes this decision even more noteworthy: it was not made by some theologically elite group.

    There are imperfections in the decisions; matters that could have been handled more inclusively of gays and lesbians, but, overall, I am thrilled by this, and cried in the arms of my partner as I watched the voting during the live webcasts.

    I am a victim of the previous rules, having been fired from my position immediately and forced to resign from the list of ordained persons serving the church when it became known that I am gay. Depending on their bishop or employment situation, some others have not faced the same fate. Now, the situation is quite different, although congregations, etc., can still reject gay/lesbian candidates.
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#9 Tim_ChrisProfil
  • 24.08.2009, 22:28hBremen
  • "John Piper erklärte ... dass ein Tornado, der seine Kirche teilweise zerstört hatte, eine "sanfte aber bestimmte Warnung" an die Lutheraner sei. Würde sie nicht davon absehen, "die Sünde zu legitimieren", würden weitere Tornados auf christliche Kirchen niedergehen."

    Na sicher doch. Wenn - was nicht ist, aber nehmen wir es spasseshalber einfach mal an - also wenn ein wie auch immer gearteter Gott mit einem solchen Tornado für die teilweise Zerstörung dieser Kirche verantwortlich wäre, dann einzig aus dem Grund, dass in den Kirchen immer so viel Menschenverachtung und Hetze gepredigt wird, aber sicher nicht, weil Teile der Kirche aufhören gegen "seine Kinder", die er nach seinen Vorstellungen genau so wie wir sind auf diese Welt gesetzt hat, zu hetzen oder diese Ausgrenzung und Hetze weiter zu propagieren.

    Aber ist ja klar, dass diese Scheinheiligen wieder mal irgendwas erfinden, womit sie unsereinen zum Sündenbock machen können, wenn ihnen keine besseren Argumente mehr einfallen. Kennen wir ja schon, das Spiel. Wir sind schon für Überschwemmungen, Hurricans, Schneestürme, Dürre, Erdrutsche, Lawinen, Vulkanausbrüche und Erdbeben verantwortlich. Zudem noch für Hungersnot, Gletscherschmelze, Erderwärmung, Flugzeugabstürze, Zug- und Schiffsunglücke, Kinderlosigkeit und Überbevölkerung, und für die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten sowieso.
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#10 goddamnedliberalAnonym
  • 25.08.2009, 07:41h
  • Antwort auf #9 von Tim_Chris
  • So isses wohl.

    Es gibt aber auch bei uns 'Scheinheilige', die plötzlich von Naturkatastrophen wie Krankenhausviren, Rauchern, bare fickenden Heteros, Flatrate-saufenden Jugendlichen, Tornados etc. etc. erzählen, wenn es schlicht und einfach nur um die Verhinderung von HIV-Infektionen unter Schwulen geht...
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#11 stromboliProfil
#12 goddamnedliberalAnonym
  • 25.08.2009, 08:12h
  • Antwort auf #11 von stromboli
  • Ochjooo....

    der gute alte Jakobinismus:

    »Und wird der Dom ein Pferdestall,

    Was sollen wir dann beginnen

    Mit den Heil'gen Drei Kön'gen, die da ruhn

    Im Tabernakel da drinnen?«

    So höre ich fragen. Doch brauchen wir uns

    In unserer Zeit zu genieren?

    Die Heil'gen Drei Kön'ge aus Morgenland,

    Sie können woanders logieren."

    (Heinrich Heine)
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#13 TimmAnonym
#14 ChristineAnonym
  • 25.08.2009, 09:41h
  • Antwort auf #8 von AmiInBerlin
  • Thank you for the information and telling us your story here, William!
    Sorry, if my question is too personal, but I would like to ask you what you are going to do now. Are you able to reconcile with your church after what they did to you?
    As a mother of a gay son I consider leaving my church (EKD, Evangelic Church in Germany), because I can't see the support for equality and same sex marriage even if evangelic "Geistliche" are allowed to live with their same sex partners and even if Katrin Göring-Eckardt, the new presider of the synod of the EKD, has just argued for adoption rights for same sex partnerships (adoption is still not allowed for same sex partners in Germany). This is not enough for me. My gay son should have the same rights as my straight sons and my church has to accept this. If the church can't accept equality and fight for it, they are no longer believable to speak in the name of Jesus.
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#15 goddamnedliberalAnonym
  • 25.08.2009, 10:06h
  • Antwort auf #14 von Christine
  • Liebe Christine,

    Hut ab und vielen Dank! Erst wenn alle Eltern und Angehörigen so denken, kann es mit der Gleichstellung wirklich was werden.

    Lange Zeit konnten sich ja Politik und Kirchen darauf verlassen, dass sich Eltern und andere Familienangehörige eher mit der institutionalisierten Homophobie anstatt mit ihren homosexuellen Kindern identifizierten ("Solange du deinen Fuss noch unter meinen Tisch stellst").

    Erst wenn Solidarität herrscht, wird's für die Herrschaft und ihre Herrenmoral eng!
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#16 TimmAnonym
  • 25.08.2009, 10:16h
  • @Christine
    Sorry wahrscheinlich bist du ein Fake; aber ich antworte Dir gleichwohl.

    In den lutherischen, reformierten und uniierten Landeskirchen können homosexuelle Pastoren offen in den Pfarrhäusern leben und eine Lebenspartnerschaft eingehen. Hierzu erging das Dokument "Theologische, staatskirchenrechtliche und dienstrechtliche Aspekte zum kirchlichen Umgang mit den rechtlichen Folgen der Eintragung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz" im September 2002.

    *
    www.ekd.de/EKD-Texte/empfehlungen_gleichgeschlechtliche_part
    nerschaften_2002.html


    Des Weiteren hat die EKD mit allen Bischöfen und Kirchenleitungen das Grundsatzdokument von 2002 "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken" herausgegeben:

    *
    www.ekd.de/EKD-Texte/lebensgemeinschaft_2000.html

    Danach werden homosexuelle Lebenspartnerschaften ethisch und theologisch anerkannt. Die Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes wurde in Deutschland von den Landeskirchenleitungen der EKD unterstützt.

    -------------

    Sorry Christine. I think you are a fake. But i answer you:

    In german lutheran, united and reformed churches of the EKD homosexual priests can open live with their partners and they can have openly a civil union in Germany. Therefore german lutheran, reformed and united bishops wrote the statement in September 2002.

    And also in EKD there is a paper called "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken", in which homosexual partnerships are theological supported and not a sin. German lutheran, united and reformed bishops in EKD accept homosexual unions.
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#17 Tim_ChrisProfil
  • 25.08.2009, 11:08hBremen
  • Antwort auf #10 von goddamnedliberal
  • Das stimmt allerdings. An blödsinnigen Ausflüchten und idiotischen Schuldzuweisungen mangelt es unter unseres Gleichen auch nicht, wenn es um eine Erklärung für die Verbreitung von HIV geht oder die immer wieder beliebte Frage: "Wieso ist/wird man schwul?".
    Nur das bei uns die wichtigen Leute, die auf solche "Argumente" zurückgreifen weitaus geringer ist, als bei den Kirchenoberen. Genauer gesagt kann ich mich an keinen einzigen erinnern, dessen Stimme aus unseren Reihen vergleichbares Gewicht hat und der derart lächerliche Behauptungen aufgestellt hätte
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#18 TimmAnonym
  • 25.08.2009, 11:50h
  • Meines Erachtens müßte der Druck auf die römisch-katholische Kirchenleitung erhöht werden, damit endlich die katholische Kirchenleitung der lutherischen,unierten, reformierten Kirchenleitung der EKD folgt.

    Da haben wir aus Deutschland einen deutschen Papst an der Spitze des Vatikans und gleichwohl herrscht dort in Rom absolute Steinzeit und Mittelalter, wenn es um die Sexualmorallehre oder Fragen der Ekklesiologie geht (Frauenzulassung als Priesterin; Abschaffung des Pflichtzölibates im Klerus).

    Das ausgerechnet unter einem Deutschen die katholische Kirchenwelt erstarrt und weiterhin homosexuelle Paare ausgrenzt, ist echt ein Skandal.

    Die Unterschiede zwischen der EKD und dem Vatikan sind doch schon sehr massiv und als homosexueller Christ kann man da echt besser in einer Landeskirche der EKD Mitglied sein; siehe aktuell auch Nina Hagen, die in die reformierte Landeskirche in der EKD eingetreten ist.
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#19 ChristineAnonym
  • 25.08.2009, 11:53h
  • Antwort auf #16 von Timm
  • Hallo Timm,
    wieso soll ich denn ein Fake sein? Ich empfinde diese Behauptung von dir als sehr unverschämt. Wie die EKD zu Homosexualität, Gleichberechtigung und Schwulenehe steht, habe ich auf ihren offiziellen Seiten im Netz nachgelesen. Guckstduda:

    www.ekd.de/homosexualitaet/index.html

    Wenn ich damit nicht einverstanden bin, dann ist das meine persönliche Entscheidung, eine Kirche, deren Publikationen und offizielle Pressemitteilungen das Leben und die Gleichheitsrechte meines Sohnes ganz klar und noch dazu wissentlich und mit voller Überzeugung beeinträchtigen, zu verlassen. Noch bin ich dabei und würde mich freuen, wenn die EKD Partner und Unterstützer für die Schwulen und Lesben beim Kampf um "Equality" wäre. Sollten aber die eher "evangelikal" eingestellten Kräfte innerhalb der EKD weiter an Meinungshoheit gewinnen, werde ich mich verabschieden.
    Gruß
    Christine
    P.S. Meine Söhne, ob schwul oder nicht schwul, ebenfalls.
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#20 ChristineAnonym
  • 25.08.2009, 12:12h
  • Antwort auf #16 von Timm
  • @Timm, ein Nachsatz: Da du mich ja als Fake (was im Deutschen nicht sehr nett klingt) bezeichnet hast, müsssen meine Worte, die ausdrücklich an William gerichtet waren, dich ja sehr auf die Palme gebracht haben. Deine Aufregung kann ich nicht nachvollziehen, da ich mir keiner Schuld bewusst bin, etwas Falsches berichtet zu haben. Vielleicht hast du ja gedacht, ich würde mich hier als Mutter eines schwulen evangelischen Pfarrers ausgeben? Das bin ich nicht und habe es auch nie behauptet.
    Meine Kinder und ich sind normale Kirchenmitglieder, überlegen aber ernsthaft, aus einer Kirche, deren Verkündigungen wir leider nicht als dauerhaft Frohe Botschaft vernehmen, auszutreten.
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#21 TimmAnonym
  • 25.08.2009, 13:50h
  • @Christine
    Eine Fake scheinst Du doch wohl nicht zu sein; ich war nur irritiert, da hier aufeinmal englische Statements erfolgen. Da habe ich bereits in anderen Foren negative Erfahrungen mit einigen evangelikalen und pfingstlerischen US-Amerikanern, die dort rumposten.

    ----

    Was jetzt deine Ausführungen zur EKD angehen:

    1) Die EKD unterstützt die Lebenspartnerschaft in Deutschland und befürwortete die Einführung dieses familienrechtlichen Instituts.

    2) Die EKD akzeptiert partnerschaftliche Homosexualität und sieht diese nicht als sündhaft an.

    3) Die EKD hat sich bereits durch führende Bischöfe wie Jepsen in Hamburg oder Kässmann in Hannover für Verfehlungen der Kirchen in Bezug auf homosexuelle Menschen in verschiedenen Predigten entschuldigt.

    4) In den Landeskirchen der EKD sind Segnungsgottesdienste bei Verpartnerung erlaubt.

    5) Homosexuelle Pastoren können offen in den Pfarrhäusern leben; das gilt auch für deren Lebenspartner.

    Das ist schon sehr Viel im Vergleich zu anderen christlichen Kirchen wie die Katholiken oder Mormonen oder Orthodoxen.

    Worüber Du dich anscheinend ärgerst bei der EKD, dass ist das Thema "Regenbogenfamilie". Und dort hat die EKD noch Nachholbedarf und die Debatte ist dort auch noch nicht zu Ende, was die Elternschaft von homosexuellen Paaren angeht.

    Sicherlich wird aber die EKD auch das Thema "Regenbogenfamilie" eher theologisch schaffen, als die meisten anderen christlichen Kirchen.

    Aktuell hierzu übrigens eine sehr gute Nachricht aus Karlsruhe:

    www.lsvd.de/1209.0.html
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#22 lotusEhemaliges Profil
#23 ChristineAnonym
  • 25.08.2009, 14:32h
  • Antwort auf #21 von Timm
  • @Timm:
    du verstehst es meisterhaft, nicht auf meine Argumentation einzugehen.
    Das, was ich William und später auch dir geantwortet hatte, hast du übergangen und erläuterst deinen Fake-Vorwurf mir gegenüber mit dem Verdacht auf Einmischung evangelikaler oder pfingstlerischer US-Amerikaner, weil ich William in Englisch geantwortet habe. Das finde ich nun gar nicht witzig, denn du scheinst ja sehr genau zu lesen, was ich schreibe und dann kannst du mir nicht ernsthaft mit so einem "Verdacht" kommen.
    Nein Timm, es geht mir nicht nur um "das Thema Regenbogenfamilie theologisch zu schaffen" (wie du dich ausgedrückt hast), sondern um Gleichstellung und Gleichberechtigung von homosexuellem Leben und homosexueller Partnerschaft.
    Dein Verweis auf ein neuerliches ermutigendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts hat nichts, aber auch gar nichts mit der letzten offiziellen Pressemitteilung der EKD zur Stiefkind-Adoption für homosexuelle Paare zu tun, in der vor der Stiefkind-Adoption gewarnt wird, um nicht die Tür für das allgemeine Adoptionsrecht für homosexuelle Paare zu öffnen. Hier der Link:

    www.ekd.de/homosexualitaet/presse/pm190_1_2004_stiefkind_ado
    ption.html


    Die anders lautenden Bemerkungen von Frau Göring-Eckardt habe ich der Presse entnommen, aber sie nirgendwo auf den offiziellen Seiten der EKD gefunden. Bitte nimm zu diesem Widerspruch Stellung, wenn du anscheinend über mehr Wissen über die inneren Zustände der Kirche verfügst als ich.
    Kannst du nicht nachvollziehen, dass ich zweifle an einer Kirche, die meinem schwulen Sohn nicht die gleichen Rechte wie meinen nicht schwulen Söhnen zuspricht? Wenn du auch schwul bist, wie hältst du diesen Spagat im Kopf aus?
    Gruß
    Christine
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#24 Jamie OliverAnonym
#25 schwulenaktivist
  • 25.08.2009, 15:48h
  • Es ist wie im Vietnamkrieg. Da bekam ein Soldat einen Orden für getötete Feinde und wurde nach seinem schwulen coming out aus der Armee unehrenhaft entlassen...

    Mit den Atombomben haben die auch keine Probleme!
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#26 Katrin
  • 25.08.2009, 15:49h
  • Man muss alle demokratischen Meinungen tolerieren und so akzeptiere ich das Menschen religiös sind, wenn gleich ich nicht verstehen kann, dass man Kirchen und andere Instutitionen mit Geld unterstützt, die einem dann Rechte vorenthalten, die sie den Heteros gewähren. Aber sei es drum. Wer unbedingt beten muss, kann doch jederzeit in eine Kirche gehen ohne Steuern zu zahlen.

    Allerdings muss man Religion und Homosexualität auch mal wissenschaftlich sehen und da sollte jedem gläubigen Homo klar sein, dass er/sie natürlich von Gott mit dieser Neigung bestraft wurden, von wem auch sonst! So wie Gott zum Beispiel deutsche, chinesische und amerikanische Babies macht, so macht er auch Homos. Da die Homosexualität erst in der Pubertät auftritt, muss sich der religiöse Mensch im juvenilen Alter versündigt habe um solch eine Strafe zu empfangen. Vielleicht den Reli-Unterricht geschwänzt, oder im ersten Suff gelästert. Jetzt müssen alle Homos nur noch aufschreiben, was sie in der Kindheit falsch gemacht haben und schon haben wir die Grundlage um einen weiteren Dr. Theol. zu küren.

    Nach diesem Ausflug in die Spasswelt widmen wir uns jetzt dem Geschäft, dass ja auch die Welt der Kirchen bestimmt. Katholische Kirche und Protestantische Kirchen leben von den Zahlungen ihrer Mitglieder. Diese Zahlungen sind viel höher aus den Industrieländern als aus Afrika oder Latainamerika. Durch Weltoffenheit (wenn auch nicht viel) haben sich die Protestantischen Kirchen einigermassen in den Industrieländern gefangen, wenn nicht sogar stabilisiert und müssen ihre armen Brüder in Afrika, die nun mal auch obendrein vehement homophob sind, mit durchziehen. Kommt es zum Bruch ist mann den Klotz am Bein los. Die Katholische Kirche leidet immernoch an böser Schwindsucht in den Industrieländern und hat Zulauf in Afrika. Auch wenn Bene anders wollte, er kann keine Spaltung riskieren, würde er doch sonst auf einem zwar reichen, aber sinkenden Schiff sitzen. Kurzum die Zukunft der Evangelen ist in den Industrieländern und man kann es sich leisten liberal zu sein, die Zukunft der KK liegt in Afrika und Lateinamerika und man muss nach deren Pfeife tanzen, mal unabhängig davon, dass Bene als ehemaliger Chefinquisitor die jetzige Homohatz auch liebenswert findet.

    Und nun noch zu Gottes Zeichen an uns sterbliche. Das letzte mal, dass Gott verbürgterweise zu uns sprach, war als der antike Jude nach tagelangem wandern in der Wüste eine Stimme im brennenden Dornenbusch hörte. Zwar haben danach noch Generationen in der Klapse gemeint mit Gott zu reden und es sind massenhaft, aber isoliert Wunder geschehen, aber nichts hat Eingang in die Bibel gefunden und ist somit nicht verbürgt. Die Bibel darf doch kein totes Werk sein, sonder muss fortgeschrieben werden. Es kann doch nicht sein dass im 3. Jahrhundert der Matthäus aufgeschrieben wurde, das Judasevangelium untergekehrt wurde und danach ist Schluss. Die Zeugen Jehovas schreiben doch auch die Bibel nach ihrem Gusto um, da kann man doch auch ein neues Kapitel über Orcan Katrina und Windhosen in Kirchen aufnehmen. Auch bezüglich der Sprache kann man sich flexibel zeigen. Jesus, der aramäisch sprach, wurde in griechisch und römisch fixiert. Mir wäre Englisch ganz recht für die Addendums.
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#27 Katrin
  • 25.08.2009, 16:08h
  • Hi Bill,

    I m deeply flabbergasted by your naivity or do you simply go for our compassion? You have the brain to become a professional priest if I understand your contribution right and although you know the Church reserves the right to sack non-aligned troupes, you have the guts to seek employment albeit being gay. And then you blurt out being gay, instead of living your love in more or less open secret like all the others do.

    For God's sake you stand your man.
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#28 TimmAnonym
  • 25.08.2009, 19:03h
  • @Christine
    Bevor ich zum Thema des Verhältnis der EKD zu Regenbogenfamilie Stellung nehme, sei doch erstmal vorab klar halt festzustellen, dass die EKD homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert und unterstützt. Dies kannst du nicht einfach "wegwischen" mit deiner Haltung. Denn dann solltest du einmal schauen, wie es in anderen christlichen Kirchen wie den Mormonen, den Zeugen Jehovas, den Orthodoxen oder bei den Baptisten ausschaut.

    Was das Thema "Regenbogenfamilie" angeht: da hat die EKD einen Nachholbedarf und ich stimme Dir dort zu.

    Karl Barth von der EKD erklärte, dass die EKD die Stiefkind-Adoption an sich für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften nicht ablehne. Der jetztige gesetzliche Status-Quo wird von der EKD akzeptiert und mitgetragen. Das solltest du erstmal begreifen, dass die jetztige gesetzliche Stiefkindadoption, wie sie SPD/Grüne ermöglicht haben, von der EKD unterstützt wird.

    Die EKD wendete sich aber bisher gegen die gemeinschaftliche Adoption nichtleiblicher/fremder Kinder. Und das ist in der Tat bisher theologisch nicht zu rechtfertigen und die EKD muss dieses Thema noch stärker aufgreifen, wie es aktuell sehr positiv die EKD-Synodenpräsidentin Göring-Eckhardt gemacht hat und dies Thema positiv angegangen ist.

    Aber wie bereits oben geschrieben, die lutherische, reformierte, uniierte EKD ist ethisch und theologisch "um Lichtjahre" weiter, als bestimmte andere christliche Kirchenleitungen.
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#29 goddamnedliberalAnonym
  • 25.08.2009, 20:16h
  • Antwort auf #28 von Timm
  • @Timm

    Die EKD kann man sicher nicht mit der röm.-kath. Kirche auf eine Stufe stellen, deren Spitze in Rom sich weit rechts von der CDU/CSU im Dunstkreis des Franquismus bewegt. Sie ist aber auch nicht so liberal wie z. B. ihre schwedische Schwesterkirche.

    In vielen Gliedkirchen der EKD - am wenigsten wohl in der liberalen (und Seinerzeit teilweise durchaus antinazistischen) 'Evangelischen Kirche im Rheinland', der ich angehöre - gibt es mittlerweile eine eigenartige Sympathie für Evangelikale - nach dem Motto: 'Die sind zwar ein bissel radikal (und theolgisch schlicht gestrickt), aber bei denen sind die Kirchen wenigstens voll'. Ein Propgandist dieser Annäherung ist EKD-Chef Bischof Huber, der vom massiv homophoben Evangelikalen-Magazin 'idea' prompt zum Bischof des Jahres gewählt wurde. In seinem Bistum durfte der homophobe Sittenprediger Ulrich Parzany sein Unwesen sogar in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche treiben. Parzany ist bekannt für unverschämte Schlachtrufe wie 'Steht auf, wenn ihr Christen seid!', wenn Menschen gegen klerikale Homophobie einstehen (human denkende Christen gibts für den nicht). Gottseidank geht sein Schutzheiliger Huber jetzt in Pension.

    Wenn Christine als solidarische Mutter da wachsam und skeptisch ist, kann ich das verstehen.
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#30 Rheinpark1609
  • 26.08.2009, 10:43h
  • Was ich nicht verstehen kann, sind überhaupt diese innerkonfessionellen und interkonfessionellen Streitereien, zeigen sie doch nur eins: entgegen der Behauptung sämtlicher Religionsvertreter eignen sich "heilige" Schriften eben kein Stück dazu, Orientierung zu spenden. Während der eine unter Berufung auf die Bibel a sagt, sagt der andere ebenfalls unter Berufung auf die Bibel b und der nächste das Gegenteil von a und b. Entsprechend ist es für mich nicht nachvollziehbar, weshalb ein solcher Gesinnungswandel wie der hier beschriebene in der ELCA (oder der diskutierte in der EKD) für Gläubige ein Grund zur Freude sein sollte. Er zeigt ja nur, dass man sich vorher - mit der über Jahrzehnte oder Jahrhunderte bezogenen Position - offenbar geirrt hatte, was Gottes "Willen" angeht. Und genau das werfen sich ja auch verschiedenste Christen andauernd untereinander vor: Falschauslegung, Fehlinterpretation und Missbrauch der Schrift. Nicht nur als Schwuler oder Lesbe, sondern auch als vernünftiger Mensch überhaupt, sollte man es deshalb vorziehen, seine eigenen Anschauungen rein menschlich und mit vernünftiger Argumentation zu begründen sowie für Kritik offenzuhalten, statt auf die Absolution durch irgendwelche Autoritäten zu warten, die ihre eigenen willkürlichen Ansichten (und seien diese noch so sympathisch) durch die Berufung auf Gottes angebliche Offenbarung illegitimer Weise überhöhen. Verlasst Euch lieber auf Euren eigenen Verstand und Euer menschliches Mitgefühl. Das sollte reichen.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 sajoAnonym
  • 26.08.2009, 11:42h
  • Antwort auf #28 von Timm
  • Aber Gerd, wieso hast Du denn Deinen Namen geändert? Ich dachte schon, die anderen hätten Dich rausgeekelt! Bin schon ein wenig enttäuscht von Dir!
    Kennst Du nicht das Sprichwort: Viel Feind, viel Ehr!? (oder so ähnlich!) Dabei ziehst Du ja schon wieder die roten Punkte an, wie das Licht die Motten!
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#32 TimmAnonym
  • 26.08.2009, 12:21h
  • Ich schreibe unter verschiedenen Pseudonymen und halte das in der Internetwelt für vollkommen normal.

    Ansonten zum Thema: ich bewerte halt die EKD als sehr positiv und dafür gibt es genügend Gründe, die ich mittlerweile in den vorhergehenden Postings erwähnt habe.

    Wenn das einige hier nicht so gut vertragen können, da Sie Atheisten oder anderen Religionsgemeinschaften angehören, dann halte ich das natürlich aus ihrer Sicht für nachvollziehbar; gleichwohl sind die Fakten zu Stellungnahmen der EKD zum Thema "Anerkennung homosexueller Paare", so wie ich Sie beschreibe.

    Und es wundert mich doch sehr, dass hier einige dies negativ bewerten und ich halte dies sogar für homopolitisch kontraproduktiv, wenn die Fortschritte und die verbesserten Haltung der EKD (siehe Grundsatzpapier "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken") weggeredet und weggeschrieben werden.

    Das scheint mir dann so, dass einige homosexuelle Leute hier gar nicht wollen, dass die EKD sich auf die Seite von Ihnen positioniert. Da scheint dann doch der allgemeine Kirchenhass bei Ihnen "durchzuschlagen" und es passt Ihnen nicht ins Weltbild, wenn Kirchen sich homopolitisch gut positionieren.
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#33 lotusEhemaliges Profil
#34 Katrin
  • 26.08.2009, 14:26h
  • Antwort auf #32 von Timm
  • Timm/Gert scheint mir das Synonym für christliche Offenheit und Verlässlichkeit zu sein. Andere Begriffe mit ähnlicher Bedeutung: Fake, Mole, Undercover, noch bevor der Hahn kräht wirst Du mich..... usw.

    Und dann gibt es da noch das 16. Gebot in Exodus 20 übers falsches Zeugnis reden, dass bei den Anglikanern und Reformierten als das 9. geführt wird und bei den Kotholen als 8. Gebot gilt. Ist doch klar das die Christen jede Menge Flügelkämpfe haben, wenn die sich noch nicht einmal aus die eigenen Grundregeln einigen können.

    Und da fällt mir noch das 17. Gebot ein: .....Du sollst nicht nach der Frau Deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven, oder seiner Sklavin.....Hier ist es offensichtlich gestattet nach dem näheren oder weitern Nachbarn zu verlangen, so er denn kein Sklave ist. Das ist die eindeutige Freigabe der Homosexualität in der Bibel. Und da streitet ihr euch noch rum wer der Bibel näher steht? Gilt übrigens auch für des Nachbarn Köter oder Kamel; auch die darfst Du bumsen, wenn Du an die Bibel glaubst.
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#35 stromboliProfil
#36 sajoAnonym
  • 26.08.2009, 20:42h
  • Antwort auf #33 von lotus
  • Die Motte zieht doch nicht dass Licht an, sondern das Licht die Motte!!!
    Ja Gerd, Du warst hier doch eine Institution, allen wohlbekannt, und ich habe Dich so manches mal verteidigt gegen allzu unflätige und ungerechtfertigte Beschimpfungen. Schade, dass Du Dich nun hinter einem anderen Namen versteckst.
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#37 stromboliProfil
#38 free_worldEhemaliges Profil
#39 TimmAnonym
  • 27.08.2009, 06:01h
  • @sajo

    Wer ist sajo ? Und muss es nicht heißen, warum erscheint dieser Nick hier zum ersten Mal und tritt bisher hier gar nicht auf in Erscheinung. Und wie kommt es, dass hier aufeinmal Frauennamen im Nick bei Christine beispielsweise auftauchen ?

    In anderen Themenbereichen auf queer tauchten diese Namen auch nicht auf und daher empfehle ich Dir, sajo: orientiere Dich nicht an den Nicknamen, sondern orientiere Dich an den Inhalten der Kommentare und Artikel und weiche hier nicht auf die persönliche Angriffsebene der Kommentatoren aus.

    ---------------------
    Was die roten Punkte angeht; das ist rein manipulativ auf der queer und sollte die queer besser wieder abschaffen, da die Manipulationsmöglichkeiten dort zu hoch sind.

    --------------------
    Nein mein lieber Freund sajo, dessen Nick auf queer keiner bisher kennt: da bleibe ich doch bei meiner Vermutung hier auf der Queer, dass es hier bestimmten Mitschreibern einfach nicht "in den Kram und ihr Weltbild passt", dass einige (wohlgemerkt nicht alle) christlichen Kirchen sehr gute Grundsatzdokumente und Stellungnahmen zum Thema Homosexuelle Paare verfasst haben und mittlerweile sich ganz anders aufgestellt und positioniert haben, als dies in den 1950er vor rund 50 Jahren der Fall war.

    Es gibt halt Kirchen, die in den letzten Jahrzehnten mit der Gesellschaft mitgegangen sind und es gibt halt auch Kirchen, wo dies nicht der Fall ist.

    Zu Ersteren gehören sicherlich die lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen der EKD in Deutschland als auch die lutherischen Staatskirchen in Schweden, Dänemark, Island und Norwegen sowie die Protestantische Kirche der Niederlande. Dort überall werden homosexuelle Paare ethisch und theologisch akzeptiert (siehe z.B. Grundsatzdokument "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken") und erhalten einen öffentlichen Segnungsgottesdienst in den Kirchen.

    Demgegenüber gibt es halt auch andere Kirchenleitungen, die unfähig sind im 21. Jahrhundert anzukommen und wo homosexuelle Paare ethisch ausgegrenzt werden und Frauen beispielsweise nicht einmal das Amt der Priesterin ausüben dürfen.

    Mich freut es, wenn die ELCA nunmehr auch diese guten Entscheidungen getroffen hat und dort ebenso Segnungsgottesdienste möglich sind und homosexuelle Pastoren dort offen mit ihren Lebenspartnern im Pfarrhaus leben dürfen und in den lutherischen Kirchen der ELCA tätig sind.

    Das sind sehr gute Meldungen aus Minneapolis von der ELCA. Siehe auch dieser gute Artikel der Human Right Campaign:

    *
    www.hrc.org/13426.htm

    HRC:Human Rights Campaign Statement on Lutheran Church Opening Doors to Lesbian and Gay Ministers in Committed Relationships
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#40 ChristineAnonym
  • 27.08.2009, 10:31h
  • Antwort auf #39 von Timm
  • @Timm, Gerd, egal wie du dich nennst.
    Warum stellst du ausdrücklich mich -Christine- schon wieder als "verdächtig" hin, weil ich als Frau einen Frauennamen habe!? Du behauptest, "in anderen Themenbereichen auf queer tauchten diese Namen auch nicht auf".
    Entweder überliest du gezielt das, was Frauennamennicks bei queer.de so von sich geben, was ich dir nicht übel nehme, wenn du halt einen verengten Blickwinkel hast, aber unterlasse es bitte, mich andauernd in verdächtige Zusammenhänge zu stellen. Ich bin froh, als Schwulenmama hier überhaupt geduldet zu sein, und weise deine Verdächtigungen, wer immer ich auch sein sollte, schärfstens zurück. Such dir eine/n andere/n Depp/in.
    Wenn dir das, was ich von mir gebe, nicht passt, dann antworte bitte inhaltlich und nicht mit dümmlichen Verdächtigungen.
    Im Übrigen finde ich, dass deine Kommentare, in der du auf konkrete Fragen nicht eingehst, sehr aufschlussreich sind. Die EKD lehnt offiziell weiterhin die Homo-Ehe und das gemeinsame Adoptionsrecht ab. Etwas Anderslautendes habe ich nirgendwo im Netz gefunden. Da kannst du mir nun Begriffsstutzigkeit oder sonstwas vorwerfen, aber in deinen vielen Links hat auch nichts anderes gestanden.
    Ich sehe durchaus, dass die EKD gegenüber anderen christlichen Konfessionen eine wesentlich tolerantere Haltung einnimmt, aber Nur-Toleranz ist mir zu herablassend. Wenn, dann fordere ich von einer Kirche, der ich (noch) angehöre, Akzeptanz und vollkommene Gleichstellung von Homosexualität und das Einfordern von gleichen Rechten für alle.
    Zum Schluss hier Zitate aus einem von dir angegebenen Link zur EKD, dessen Inhalt ich interessiert gelesen habe:

    www.ekd.de/EKD-Texte/lebensgemeinschaft_2000.html

    "Die Öffnung des Rechtsinstituts der Ehe für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften oder die Schaffung eines Rechtsinstituts, auf das - ohne den Namen "Ehe" zu gebrauchen - die für die Ehe geltenden rechtlichen Bestimmungen unterschiedslos angewandt würden, kommen nicht in Betracht."

    "Die Möglichkeit gemeinschaftlicher Adoption sollte für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften nicht eröffnet werden. Faktisch kann es zwar dazu kommen, daß ein Kind in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft aufwächst - sei es, weil einer der Partner ein leibliches Kind in die Beziehung mitbringt, sei es, weil die Adoption nach geltendem Recht durch einen der Partner bereits erfolgt ist oder erst erfolgt. Die zusätzliche Eröffnung der rechtlichen Möglichkeit zu einer gemeinschaftlichen Adoption aufgrund einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft würde jedoch eine Abkehr von der grundsätzlichen Einsicht bedeuten, daß dem Kindeswohl im allgemeinen am besten in Verhältnissen gedient ist, in denen ein Kind mit Vater und Mutter aufwachsen kann, anstatt mit zwei Vätern oder zwei Müttern aufzuwachsen."
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#41 sajoAnonym
#42 sajoAnonym
  • 27.08.2009, 11:48h
  • Antwort auf #39 von Timm
  • Aber Gerd, Du kannst ja richtig böse sein. Wie ich bereits geschrieben habe, kommentiere ich schon seit Jahren unter dem namen sajo. Wenn Dir das noch nicht aufgefallen ist, kann ich Dir auch nicht helfen, egal!

    Ich habe Deine christliche Einstellung nie angegriffen, sondern Dich verteidigt gegen Hannibal und Co. War wohl ein Fehler. Weiß nicht, warum du auf einmal so bösartig bist und das als Christ!!

    Deine Angriffe auf Christine kann ich auch nicht nachvollziehen. Sie hat hier schon öfters geschrieben und immer sehr sympatisch. Es haben hier auch schon öfters Frauen geschrieben. Falls Dir das auch nicht aufgefallen ist, ist Dir wirklich nicht mehr zu helfen!

    Also, das wars dann Gerd, auf Deine Kommentare werde ich nicht mehr eingehen!!!
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#43 sajoAnonym
  • 27.08.2009, 12:14h
  • Ach ja, noch was:
    Ich habe halt den Eindruck, dass manche, wenn sie zuviel "Hass" und Häme auf sich gezogen haben, einfach den Namen ändern, aber meistens erkennt man sie doch wieder. Das beste Beispiel ist Sascha, zur Zeit "Good ol´friend"! Das finde ich einfach albern. Ich kriege doch auch meistens rot, aber das geht mir sonstwo vorbei!
    Die Bewertungen finde ich übrigens auch blöd, das lenkt vom Beitrag ab. Wenn einer drei mal grün oder rot hat (auch wenns manche verdient haben), ist man doch gleich voreingenommen.
    Aber das wars dann, und mit dem Thema hat das rein gar nichts zu tun. Kirche geht mir übrigens auch sonstwo vorbei, aber würde niemanden wegen seines Glaubens verspotten, soweit er/sie nicht versucht, mich zu beeinflussen!
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#44 TimmAnonym
  • 27.08.2009, 12:41h
  • @sajo
    Brauchst auch nicht auf meine Kommentare eingehen.

    Hauptsache ist, dass ich hier die Faktenlage zu den jeweiligen Kirchen differenziert darstelle.

    Wenn dann einige hier den "durchsichtigen" Versuch unternehmen, alle Kirchen homopolitisch "in eine Tonne" zu kloppen, so unterbinde ich das halt und schreibe genau auf, wie es tatsächlich bei den Lutheranern oder Reformierten ausschaut.

    Und Christine hat es beispielsweise wieder geschickt geschafft, diese positiven Haltungen bei der EKD "runterzuschreiben".
    Es ist falsch, wenn Christine der EKD nur Toleranz attestiert. Wer die Dokumente wie beispielsweise "Verlässlichkeit und Verantwortung stärken" gelesen hat, der kann nicht umhin, der EKD zuzugestehen, dass die EKD längst die AKZEPTANZ gegenüber homosexuellen Paaren offiziell durchgesetzt hat.

    Da schneiden andere Kirchenleitungen wie der Vatikan oder Religionsgemeinschaften wie beispielsweise der Islam viel, viel schlechter im Umgang mit homosexuellen Paaren ab.
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#45 alexander
  • 27.08.2009, 13:39h
  • # 40. christine
    möchte mich für deine tollen, differenzierten kommentare bedanken und kann deiner persönlichen haltung nur zustimmen !

    abgesehen davon, dass es sich in diesem artikel um eine amerikanisch-lutherische kirche handelt, die also mit der EKD überhaupt nichts zu tun hat, zeigt dieser artikel auf, dass es auch in dieser glaubensgemeinschaft die fanatischen "weltverbesserer" gibt, die eigentlich keine religionsgemeinschft verdient hat.

    fakt ist, keine religionsgemeinschaft in deutschland steht für eine gleichstellung von homosexuellen partnerschaften !!!!!

    die EKD erinnert mich immer an die FDP, genauso verlogen und heuchlerisch, es wird immer viel staub aufgewirbelt, damit keiner so richtig versteht wo der zug hingeht. und man "beweihräuchert" allzu gern die liberale haltung in sozialen- und lebensbereichen, aber wehe es geht an das eingemachte, die internen schweinereien die dann ablaufen spotten jeder beschreibung.
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#46 TimmAnonym
  • 27.08.2009, 20:31h
  • @Alexander
    Du bist schlecht informiert, was das Verhältnis der ELCA in den Vereinigten Staaten und der EKD in Deutschland angeht.

    Die ELCA ist lutherisch und ein grosser Teil der Landeskirchen, die sich in der EKD befinden, sind ebenso lutherisch. Die ELCA ist Partnerkirche der EKD in den Vereinigten Staaten.

    Daher haben die guten Entscheidungen in den USA auch eine hohe Rückwirkung auf die lutherischen Landeskirchen in der EKD, da die EKD mit der ELCA in den USA eng zusammenarbeitet.
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#47 stromboliProfil
  • 29.08.2009, 08:36hberlin
  • Antwort auf #46 von Timm
  • timm_gerd oder wie auch immer,
    natürlich warten wir atemlos auf die dfferenzierungen seitens EKD und sonstig liberaler... spass beiseite!

    Vielen geht es grundsätzlich um DEINE religion: Die frage: kann/darf eine religion soweit in die geschicke einzelner und gruppen eingreifen!
    Was alle religionsformationen der sogenannt abrahamistischen religionen anbelangt, ist die gemeinsamkeit der mission! Mission aber auch der mühsam untertreibende terminus für unterwerfung! Die jüdische urreligion begründet es, die folgereligionen und abspaltungen folgen ihr über die jahrhundete: es gibt nur einen gott an den der mensch glauben darf. Das ist das grundsätzlich verwerfliche deiner religionsansprüche: wir sollen an einen gott glauben der mir/uns nicht genehm ist; an den ich nicht glauben will! Ich will dabei nicht meine zeit vergeuden mit zeileninterpretationen aus einem konvolut über, in jahrhunderten zusammengetragenen (!) menschlichen interpretationen von unbekanntem,bedrohlichem und katastrophen hervorgerufen durch mensch oder natur...; wir leben im zeitalter der massenkomunikation; da brauchts anderer formen der bewertung von erlebtem ..!
    Selbst wenn nur der zipfel liberalem verhaltens in eurem bestreben der missionierung sichtbar wäre, es dreht sich immer nur um die ausdeutung EURER religionssicht! Das ist mir nicht genügend als nebeneinander sich tolerieren.
    Ich halte jeseus für eine beliebig auswechselbare figur der menschlichen entwicklung, allemal nicht höher zu bewerten als die alten philosophien und humanistischen denkmodelle. Eine figur ( wenn denn wirklich jemals existent und nicht nur eine zusammenfügung mehrerer personen/ideen in ein prophetisches konzept vom kommenden messias..) Und ohne ihn als gallionsfigur hätten wir gesellschaftlichen fortschritt ebenso erlebt. Der, in seinem namen verbreitete absolutheitsanspruch mündet zwangsläufig, weil von menschen gedacht und gelebt, in mörderischer oder zwanghafter unterdrückung; genannt mission.
    Ich finde: eine religion, die nicht mal mehr die scham und reue gegenüber ihren opfern aufbringt, sondern weiterhin das prinzip der mission als sinnstiftendes prinzip versteht, hat einen anspruch auf teilnahme am gesellschaftlichen fortschritt verloren!
    Und missverstehen wir uns nicht: die Inquisition ist nicht nur ein geschichtlicher unfall; er ist grundprinzip! Er findet in abgewandelter form heute noch statt, wenn es ums regeln des alltäglichen geht!
    Wie sollen kinder erzogen werden; was ist unsere moralische wertegesellschaft, auf welcher "idee" baut sie auf...; IHR orientiert und wertet nach Euren richtlinien. Und es gibt zunehmend menschen, die diese "werte" als unwert erkennen!
    Ich will nicht, das zukünftige gesellschaften ihre werte auf den ideen christlicher versprechen aufbauen, weil diese werte nicht dem nötigen respekt vor vielfalt und anderssein entspringen. Und da schliesst sich dann noch mal der kreis: IHR vereinnahmt bedürfnisse um sie euren zielen anzupassen. Ob das dann den ehegleichstand beinhaltet oder ihr von sozialer "verantwortung " redet; inhaltlich seit ihr die "bewahrer" vorgegebener machtstrukturen. Ihr passt die verhältnisse euren forderungen, erwartungen an! Dieser dualismus begleitet euch auf allen wegen, auch wenn ihr dabei den sozialen anspruch besonders hervorhebt. All diese soziale kompetenz dient nur dem prinzip der missionierung. Ihr beruft euch auf die freiheit der religion, während ihr jedweglichen anderen spirituellen weg , also auch die antireligiösität als Blasphemie verurteilt. Ihr fordert öffentlichen raum, öffentliche subvention ( von meinen steuergeldern , der ich nicht an euren gott und angehängsel glaube... eine schande; sowas nenn ich wegelagerei!) und öffentlichen schutz: vor was denn eigentlich?
    Ich will sagen können: jesus ist ein furz! Diese religion ist ein hohles gebilde; aufgeblasen, selbstgerecht und verlogen. Die priester/innen sind , egal wo sie gerade welche liturgie verbreiten, eine bande parasitärer phrasendrescher.
    Die forderung muss öffentlich werden: schluß mit der bevorzugung; schluss mit der alimentierung; schluss mit der verführung heranwachsender und kindern mit einem gedankengebilde sich wiedersprechender pseudomärchenerzählungen...
    Eben grundsätzlich: eure religion, euren glauben ablehnen und dies öffentlich!
    Wenn wir dann diese parität erreicht haben, können wir ja mal darüber reden, was an wertigkeiten (beiderseitigen!) übrig bleibt!
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