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- 28. August 2009 2 Min.
Für die nächste DSDS-Staffel haben RTL und die Regulierungsbehörde Krawall-Juror Dieter Bohlen Regeln aufgelegt: Er darf sich unter anderem nicht mehr über die sexuelle Orientierung von Kandidaten lustig machen – Bohlen droht nach dem Maulkorb mit dem Rückzug.
RTL gab bekannt, dass man sich in der siebten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" an die vom Kontrollgremium "Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen" (FSF) ausgearbeiteten Beschränkungen halten werde. Demnach dürfen die Kandidaten nicht mehr gedemütigt werden, etwa durch Kritik an ihrem Aussehen, durch redaktionelle Nachbearbeitung, Vergleiche mit Tieren oder Fäkalsprache. Weder im Tages- noch im Hauptabendprogramm ist gestattet, "den Eindruck zu vermitteln, es sei normal, lustig oder legitim, sich über die sexuelle oder religiöse Orientierung anderer lustig zu machen oder sie aufgrund dieser Orientierungen zu beleidigen oder abzuwerten". Falls doch derartige Äußerungen fallen, müsse RTL die Szene herausschneiden oder mit einem Pieps-Ton unkenntlich machen.
Im vergangenen Jahr verhängte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eine Geldstrafe von 100.000 Euro, weil Kandidaten in herabwürdigender Weise dargestellt wurden (queer.de berichtete). Unter anderem wurde kritisiert, dass Dieter Bohlen einen Bewerber als "Vollschwuchtel" bezeichnet hatte (queer.de berichtete).
Bohlen kämpft für "Fäkalsprache"
Dieter Bohlen zeigte sich von der Regulierung entrüstet und drohte in der "Bild"-Zeitung mit seinem Rückzug: "Wenn jetzt Goethe-Deutsch ohne Wahrheit gefordert ist, dann muss Marcel Reich-Ranicki in der DSDS-Jury sitzen. Wenn ich die Wahrheit nicht mehr sagen darf, dann macht DSDS keinen Sinn mehr. Dann mache ich lieber ’ne Show im Internet", erklärte der 55-Jährige. "Ich stehe für Klartext. Der Roy Black der TV-Unterhaltung werde ich nicht! Bohlen bleibt Bohlen", verspricht er. Außerdem sei das Pöbel-Verbot "realitätsfremd", denn schon vor 20 Jahren habe Schimanski pro "Tatort" zirka 70 Mal "Scheiße" gesagt. "Und ich soll heute keine Fäkalsprache benutzen dürfen?".
Die sechste Staffel von DSDS gewann im Mai diesen Jahres der 22-jährige Schwabe Daniel Schuhmacher (queer.de berichtete). Sein daraufhin veröffentlichtes Debütalbum schaffte es bis auf Platz eins der deutschen und österreichischen Charts. (dk)
Links zum Thema:
» DSDS-Richtlinien der FSF
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
00:05h, Arte:
Kurzschluss
Pride and Queer
Magazin, D 2026- 3 weitere TV-Tipps »
















Juppa Dieter, endlich hast du's gemerkt. Macht Eva Herman übrigens auch (mit ihrem Pseudo-Christen-Internet-TV-Blabla)... die Herman hat sich als Pseudo- Soziologin versucht und du kannst bekannterweise nicht singen.
Tut euch doch zusammen: Du reißt ein paar Sprüche und Eva führt danach eine "Wertedebatte". Da erreicht ihr nicht nur die Gruppe der Moralapostel, sondern auch die eingefleischten Diedää- Fans