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- 07. September 2009 1 Min.
Nach den schweren Übergriffen im letzten Jahr haben dieses Jahr 2.000 Menschen am CSD teilgenommen. Es blieb weitgehend friedlich, die Polizei nahm 41 Gegendemonstranten fest.
Entlang der vier Kilometer langen Paraderoute stellten die Beamten zwei Meter hohe Stahlzäune auf, um Übergriffe durch rechtsgerichtete Aktivisten zu verhindern. Unter den Teilnehmern war auch der sozialistische Ex-Regierungschef Ferenc Gyurcsany.
Die Budapester Polizei erklärte, dass sie 41 Menschen festgenommen habe. Einige von ihnen hätten Feuerwerk mitgeführt, andere sogar Polizisten angegriffen. Außerdem sucht die Polizei nach zwei Männern, die eine Frau am Rande des CSDs überfallen haben sollen. Sie trug ein T-Shirt mit der Forderung nach mehr Homo-Rechten.
Die rechtsradikale "Bewegung für ein besseres Ungarn" (Jobbik) hatte angekündigt, dass sie "mit allen Mitteln" die Parade verhindern wolle. Die CSD-Organisatoren versicherten daraufhin, dass sie vor Einschüchterungsversuchen nicht zurückweichen werden. Bei den Europawahlen war Jobbik mit 14,8 Prozent der Stimmen drittstärkste Kraft in Ungarn.
13 ausländische Botschaften, darunter auch die deutsche, und die US-Schauspielerin Whoopie Goldberg haben im Vorfeld des CSDs die Veranstalter unterstützt (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr kam es noch zu massiven Ausschreitungen. Die Polizei musste den CSD-Teilnehmern den Weg mit Wasserwerfern und Tränengas freimachen (queer.de berichtete). (dk)














