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  • 11. September 2009 9 2 Min.

Neuer homophober Mord auf Jamaika: Der 65-jährige Brite John Terry wurde in seinem Haus geschlagen und erstickt. "Das wird ALLEN Schwulen passieren", droht ein Zettel neben der Leiche.

Wie örtliche Medien berichten, wurde am Mittwoch in Montego Bay in Jamaika die Leiche des früheren Honorarkonsuls Großbritanniens gefunden. Die Polizei hatte sich Zugang zu seinem Haus verschafft, nachdem eine Nachbarin gemeldet hatte, dass die ganze Nacht über Licht gebrannt hatte.

Medienberichten zufolge hatte die Leiche eine Kordel um den Kopf und zahlreiche Verletzungen am ganzen Körper, darunter am Kopf; Todesursache soll aber Erstickung sein. In der Nähe der Leiche sei ein Zettel gefunden worden, der Terry als "batty man", den abfälligen Slang-Begriff für Schwule, bezeichnet. "Das wird ALLEN Schwulen passieren", steht ferner auf der mit "Gay-Man" signierten Notiz.

Terry, dem 1992 der Orden Member of the British Empire verliehen wurde, arbeite seit über 30 Jahren in der Tourismus-Industrie in Jamaika und soll auch die britische Königin auf Touren begleitet haben. Der britische Außenminister David Miliband hat sich "schwer betrübt" von der Nachricht gezeigt. Terry sei ein wichtiger Vertreter des Außenministeriums vor Ort gewesen.

Der gebürtige Neuseeländer war verheiratet, lebte aber seit drei Jahren getrennt von seiner Frau und seinen zwei Kindern. Die Polizei geht davon aus, dass Terry den Täter kannte - es wurden keine Einbruchsspuren gefunden. Nachbarn berichteten, ein junger Mann habe das Haus verlassen. Dass der Täter die Geldbörse und das Handy des Opfers entwendete, wertet sie ale Täuschungsversuch. Ein homophobes Verbrechen oder eine Beziehungstat werden als warscheinlicher angesehen als Raub.

In Jamaika kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Homosexuelle. Auch der Staat verfolgt Schwule: Auf männliche Homosexualität stehen auf der Insel zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit. Musiker aus Jamaika machen alle paar Monate mit schwulenfeindlichen Lyrics Schlagzeilen. (nb)

#1 KatAnonym
  • 11.09.2009, 19:03h
  • Also nicht in Jamaika Urlaub machen und auch alle Heten-Freunde zum Boykott aufrufen. Das ist das Wenigste, was wir tun können.

    Wirtschaftlichem Druck haben sich schon viele beugen müssen...
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#2 TimmAnonym
  • 11.09.2009, 20:34h
  • Ehemalige englisch besetzte lnseln in der Karibik und im Pazifik, die heute unabhängig sind, bilden die eine Gruppe, wo heute leider immer noch Homosexualität illegal ist. Demgegenüber ist auf Inseln, die heute noch zum Vereinigten Königreich gehören, Homosexualität mittlerweile legal.

    Jamaica war von 1655 bis 1962 britische Kolonie und heute herrscht in diesem unabhängigen Inselstaat oftmals Gewalt und Korruption. Es gibt bessere Inseln in der Karibik, wo Urlaub möglich ist und wo Homosexualität legal ist (z.B. die französischen Inseln Martinque, Guadeloupe oder Saint-Martin oder die niederländischen Antillen oder die US-amerikanisch/britischen Jungferninseln.)

    Jamaica sollte man besser als europäischer Tourist meiden.
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#3 kaysi
  • 11.09.2009, 21:56hBangor
  • Antwort auf #2 von Timm
  • NIcht nur legal sondern auch um einiges besser etabliert als in Deutschland - Gesetzlich gesehen ist die partnerschaft praktisch der ehe gleichgestellt. Es gibt noch kleine abweichungen aber sie haben um einiges mehr rechte als lebenspartner in deutschland
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