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- 14. September 2009 2 Min.
In Italien ist es wieder zu brutalen Übergriffen auf Schwule gekommen. Überwachungskameras sollen nun Schlimmeres verhindern, die Opposition will ein "Gesetz gegen sexuelle Intoleranz" ins Parlament einbringen.
Die italienischen Medien haben in den vergangenen Wochen über eine Welle der Gewalt in Rom und anderen Städten berichtet. Zuletzt wurde ein 26-Jähriger in Florenz, der kurz zuvor an einer Demonstration gegen homophobe Gewalt teilgenommen hatte, brutal zusammengeschlagen. Das Opfer wurden vergangene Woche der Kiefer, das Jochbein und die Nase gebrochen. Er hat sich inzwischen mehreren Operationen unterziehen müssen. Die Ärzte setzten dem Mann sieben Metallplatten mit 30 Schrauben ein, um die Schäden in seinem Gesicht zu korrigieren.
Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 32-jährigen Bauarbeiter aus einer Kleinstadt in der Lombardei. Er wurde anhand von Aufnahmen durch Überwachungskameras überführt. Gianni Alemanno, der Bürgermeister Roms, forderte daher, an allen öffentlichen Plätzen derlei Kameras aufzustellen. Gegner Alemannos warfen ihm dagegen vor, selbst eine Atmosphäre des Hasses zu erzeugen, der sich nun entlade. Mit seiner Wahl im vergangenen Jahr sei Rom eine "offene Stadt für die Faschisten" geworden. Alemanno, der seine Karriere bei den Neofaschisten begann und nun Mitglied in Silvio Berlusconis Partei ist, hat nach seiner Wahl ein CSD-Verbot in Rom gefordert (queer.de berichtete).
Opposition startet Gesetzesinitiative
Die Opposition fordert dagegen härtere Strafen für hassmotivierte Gewalttäter. Die lesbische Abgeordnete Paola Concia hat deshalb am Montag einen Gesetzentwurf ins italienische Parlament eingebracht, das höhere Strafen vorschreibt, wenn ein Täter aus "sexueller Intoleranz" Gewalt anwendet. Derlei Gesetze stammen vor allem aus dem amerikanischen Strafrecht. Hier wird eine härtere Strafe für Täter vorgeschrieben, die ein Opfer nur wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe angreifen.
Homo-Aktivisten haben bereits mit Demos in mehreren Städten auf die gewalttätige Atmosphäre aufmerksam gemacht. Für Freitag ist ein Sit-in vor dem Parlament angekündigt. Am 24. September ist eine Großkundgebung in Rom geplant, an dem auch Bürgermeister Alemanno und andere hochrangige Politiker teilnehmen wollen. (dk)















Das System ist krank.
So krank wie hier, nur sichtbarer.
Bei sozialen Protesten der letzten drei Jahre, war in Griechenland und Italien auffällig, dass faschistische Schlägerbanden öffentlich, bei Tage, Raum gegeben wurde, friedliche Demonstranten eine Portion Extra-Einschüchterung zu verpassen, indem die Symbolfiguren des staatlichen Gewaltmonopols, die Polizeien, zuschauten und gewähren ließen.
In Griechenland konnte man sogar filmisch und fotographisch die Verwobenheit der Neofaschisten mit dem Polizeiapparat dokumentieren (z.B. Austeilung der Schlagwaffen).
Der Anstieg schwulenfeindlicher Gewalt, entspricht der Zunahme jeglicher Form von alltäglicher Gewalt gegen Kinder, Illegale, Frauen, Roma undSinti, Saisonarbeiter, Obdachlose, sozial Schwache, Farbige, Juden/Moslems, Kommunisten, Gewerkschafter und GLBTs.
Hier Bilder als Beispiel, wenn der rechte Mob, mit oder ohne V-Camara-Überwachung, Zeichen setzen darf.
Wie sagte der alte Römer: Sie trieben alles unter den Augen aller...
www.vorwaerts.ch/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/scontr
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www.vorwaerts.ch/2008/10/30/rom-neofaschisten-verprugeln-stu
denten/
Die Wolken von Wirtschaftskrisen tragen immer den Regen des Faschismus in sich.
Mussolini '22
Piłsudski '26
Salazar '32
Hitler '33
Schuschnigg '34
Metaxas '36
Franco '36
Pavelic '41
Ich wähle DIE LINKE. Ich will hier mit möglichst vielen, möglichst sicher, auf der Straße demonstrieren, mit einer möglichst großen Fraktion im Bundestag, die bisher als einzige nicht neoliberal ist.