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https://queer.de/?11045
  • 16. September 2009 21 1 Min.

Die orthodoxe Kirche in der Ukraine schaltet sich in den Adoptionsstreit um Elton John ein. Der Superstar dürfe nicht adoptieren, weil er wegen seiner Homosexualität ein "Sünder" sei, erklärte ein Sprecher.

Zuvor hatte das Familienministerium beschlossen, dass Elton Johns Antrag auf Adoption eines HIV-positiven Jungen aus einem Kinderheim abgelehnt wurde, da der Sänger "unverheiratet" und zu alt sei (queer.de berichtete). Sir Elton lebt seit 2004 in einer Eingetragenen Partnerschaft mit dem kanadischen Filmproduzenten David Furnish.

"Gott sei dank ist es wegen der nationalen Gesetze unmöglich für Elton John, ein Kind zu adoptieren", erklärte Kirchensprecher Georgi Guljajew nach Angaben von britischen Medien. Homosexuelle Beziehungen seien eine Sünde. "Das trifft auf alle Homosexuellen zu, auch Elton John. Er ist ein Sünder", so Guljajew. Schwul zu sein widerspreche demnach "der Natur" und sei eine "Sackgasse für menschliche Entwicklung": "Anders als Menschen, die von Gott gesegnet sind und natürliche Familien gründen, sind diese Leute Gefangener ihrer Erregung."

Das ukrainische Recht verbietet Adoptionen durch Schwule oder Lesben. Einzig Präsident Wiktor Juschtschenko könnte eine Ausnahme genehmigen. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 16.09.2009, 17:11h
  • Aha,

    - Menschen die lieben sind Sünder?

    - Menschen, die Millionen für AIDS-Kranke in der Ukraine spenden sind Sünder?

    - Menschen, die einem HIV-positiven Kind helfen wollen sind Sünder?

    Mal eine Gegenfrage:
    - Wenn man ein Kind lieber in einem Heim oder auf der Straße aufwachsen lässt, statt ihm eine liebevolle Familie zu gönnen, ist das dann keine Sünde?

    - Wenn man einem Kind die bestmögliche Behandlung aus reiner Ideologie verwehrt, ist das dann keine Sünde?

    Wieder mal typisch:
    Unterdrückung und Schändung von Menschen, damit man sich diese gefügig hält... Das ist an Perversion nicht mehr zu überbieten...
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#2 LorenEhemaliges Profil
  • 16.09.2009, 17:22h
  • Eine "Sackgasse für die menschliche Entwicklung"
    ist vor allem der Glaube, die eigenen religiösen
    Überzeugungen seien das Maß aller Dinge und
    sollten staatliches Handeln bestimmen, Herr
    Guljajew!
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#3 remixbebAnonym
  • 16.09.2009, 17:26h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Lieber Flo

    auf der einen Seite kann ich sehr gut verstehen, wie Du denkst. Auf der anderen: Was will man von solchen Leuten noch erwarten? Irgendwie hab ich schon langsam keine Lust mehr, immer das gleiche zu solchen religiösen Leutz zu schreiben, denn dann wird man nicht mehr fertig und seines Lebens nicht mehr froh. Dann bin ich halt in deren Auge ein Sünder. Wen juckt´s? Da ich eh nicht an den Schmarrn glaube, kann mir das auch nichts anhaben. Sollen sie doch glücklich werden mit ihrem verque(e)ren Weltbild und ich werde glücklich mit meinem sündigen!
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