https://queer.de/?11055
- 17. September 2009 2 Min.
Der krisengeschüttelte schwule TV-Sender Timm hat mit der NRW.Bank und cine plus zwei weitere Investoren gefunden.
Die NRW.Bank ist eine Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf und Münster. Sie wurde 2002 von der WestLB abgespalten. Bei cine plus handelt es sich um eine Fernsehproduktionsfirma aus Berlin, die Standorte in sechs weiteren deutschen Städten unterhält. Bislang sind an Timm die IBB Beteiligungsgesellschaft mbH, die south&browse GmbH, die VGM Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co KG und der Firmengründer Frank Lukas beteiligt. Erst im Mai machte Timm von sich reden, als sich der Sender aus Kostengründen von 25 Mitarbeitern trennen musste (queer.de berichtete).
Mit den neuen Investoren will Timm mehr im Westen des Landes Fuß fassen und technisch besser werden: "Mit dem Kreativwirtschaftsfonds der NRW.Bank erhalten wir neue Möglichkeiten, neben dem Hauptsitz in Berlin unsere Präsenz in Nordrhein-Westfalen zu verstärken und noch näher an unsere Zielgruppe zu rücken", erklärte Timm-Geschäftsführer Frank Lukas. Man werde zukünftig mehr in Köln produzieren und auch mit Unternehmen in der Region kooperieren. "Cine plus wird uns mit technischer Erfahrung und entsprechendem Innovationsdrang den Vorteil verschaffen, den wir in der digitalen Welt benötigen", glaubt Lukas.
Timm nahm am 1. November 2008 seinen Betrieb auf und sendet inzwischen 24 Stunden am Tag. Er zeigt neben vielen britischen und amerikanischen Fernsehserien, die teilweise in Originalton ausgestrahlt werden, auch selbst produzierte Dating- und Talkshows sowie Magazinsendungen. Außerdem strahlten die Berliner mit den "Village Boys" eine schwule Version von "Popstars" oder "DSDS" aus. Insgesamt kann Timm nach eigenen Angaben von 19,5 Millionen Haushalten empfangen werden. Täglich schalteten mehr als 600.000 Zuschauer ein. (dk)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
22:45h, Arte:
Ein junger Mann aus gutem Hause
Doku über den Aufstieg und Fall des schwulen französischen Pornodarstellers Claude Loir, der in den 70er Jahren zum Star des horizontalen Kinos wurde.
Doku, F 2025- 3 weitere TV-Tipps »














