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- 18. September 2009 3 Min.
Christoph Bergner, CDU-Staatssekretär im Bundesinnenministerium, hat nach Angaben eines schwul-lesbischen Beratungszentrums in Halle homosexuellen Jugendlichen eine "massive Persönlichkeitsstörung" attestiert. Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck fordert nun eine Entschuldigung.
Der Vorwurf stammt von Hendrik Lange, Chef des Begegnungs- und Beratungszentrums Lebensart. Bergner habe demnach bei einer Diskussionsrunde im Elisabeth-Gymnasium Halle erklärt, dass Schwule eine vier Mal höhere Selbstmordrate haben, weil bei ihnen eine "massive Persönlichkeitsstörung" vorläge. "Eine solche Entgleisung eines Staatssekretärs ist ein Skandal!", erklärte Lange. Bergner verkenne "das Wirken von Intoleranz in der Gesellschaft, welche homosexuelle Jugendliche zu Verzweiflungstaten drängt. Ich fordere Dr. Bergner auf, sich für diese Äußerung zu entschuldigen."
Bergner: Habe nicht diffamiert
Bergner selbst bestreitet, Homosexuelle diffamiert zu haben: "Die Darstellung von Herrn Lange verfälscht die Intention meiner Aussage. Ich habe Homosexuelle nicht als gestörte Persönlichkeiten bezeichnet", erklärte der 60-Jährige gegenüber Halleforum.de. Er habe lediglich gesagt, "Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung" könne man nicht mit einer Änderung des Grundgesetzes bekämpfen. Mit dieser Aussage habe er sich gegen die Aufnahme des Merkmals "sexuelle Orientierung" in Artikel 3 des Grundgesetzes ausgesprochen. Dort sind bislang nur Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der Abstammung, der Rasse, Sprache, der Heimat und Herkunft, des Glaubens, der politischen oder religiösen Überzeugung, sowie der Behinderung aufgeführt.
Hendrik Lange von Lebensart könnte zudem ein Eigeninteresse haben, Bergner Homophobie zu unterstellen, denn er sitzt für die Linkspartei im Hallenser Stadtrat und im sachsen-anhaltinischen Landtag - und seine Partei kämpft derzeit in Schleswig-Holstein ebenfalls mit Homophobie-Vorwürfen: Ein Direktkandidat griff vor wenigen Tagen FDP-Chef Guido Westerwelle wegen dessen Homosexualität an (queer.de berichtete). Die Landespartei hat sich inzwischen von ihrem Kandidaten distanziert (queer.de berichtete).
Kritik an den Aussagen Bergners kommt auch aus Berlin. Volker Beck, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag, sieht die Aussage als Anzeichen dafür, dass CDU und CSU weiterhin schwulenfeindliche Politik betreiben wollten: "Da lässt die Union die Maske fallen. Allem Toleranzgerede zum Trotz will sie Schwule und Lesben nicht nur rechtlich weiter als Bürger und Bürgerinnen zweiter Klasse behandeln. Offenbar hält man Homosexuelle darüber hinaus noch für gestörte Menschen", so Beck. Es sei nicht verwunderlich, dass Bergner Staatssekretär im Innenministerium sei. Minister Schäuble und Bergner hätten "in vier Jahren Amtszeit kein einziges Wort zur Bedrohung durch Homophobie und antihomosexueller Hasskriminalität verloren".
Der 60-jährige Christoph Bergner wurde 1971 Mitglied der Ost-CDU und war nach der Wende von 1993 bis 1994 Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt. Seit 2002 gehört er dem Bundestag an und wurde nach dem Wahlsieg der CDU 2005 Staatssekretär. (dk)










Jetzt wäre es interesannt genau zu wissen was er gesagt hat da man ja auch nur die interpretaion von jeweils den beiden. Wenn Hendrik Lange recht hat, dann ist es wirklich ein frechheit.
"Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung" könne man nicht mit einer Änderung des Grundgesetzes bekämpfen.
Wenn CHristoph Bergner wirklich das gemeint hat war er auch im nachhinein sagte dann muss man ihn eigentlich beglückwünschen denn dann hat er die probleme die schwule und lesben haben verstanden hat aber recht persönlichkeitsstörungen aufgrund der Homosexualität (also ausgelöst durch mobing, extrem religiöse usw.) kann man nicht verbieten, man kann nur versuchen sie zu unterbinden.