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- 21. September 2009 2 Min.
Carrie Prejean hat bei einer Rede vor 1.700 Konservativen erklärt, dass Gott sie persönlich auserwählt habe, um gegen Homo-Rechte zu kämpfen.
Bei der Veranstaltung der Lobbygruppe Family Research Council in Washington erklärte die ehemalige Schönheitskönigin, dass sie die Miss-USA-Wahl verloren habe, weil sie sich öffentlich gegen die Homo-Rechte ausgesprochen hat – ihrer Meinung nach im Auftrag des christlichen Schöpfers persönlich: "Gott hat mich auserwählt für diesen Moment, weil er wusste, dass ich mich nicht nur für ihn und für die Wahrheit einsetzen würde. Er wusste auch, dass ich stark genug bin, um die ganzen Angriffe zu überstehen."
Im April hatte sich Prejean im live im Fernsehen ausgestrahlten Schönheitswettbewerb gegen die Homo-Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete). Seitdem tritt sie wiederholt in konservativen Talkshows auf und wirbt für die Beschneidung von Rechten für Schwule und Lesben. Sie kultiviert dabei auch ihr Image als Opfer der "liberalen Elite", so auch bei ihrer Rede in Washington: "Ich glaube, ich lebe im großartigsten Land der Erde. Aber so was habe ich noch nie erlebt." Sie sei "empört", wie "intolerant" sich "manche Leute" ihr gegenüber verhalten hätten.
Prejean will Schönheitskönigin im Himmel werden
Unter Tränen beendete die 22-Jährige die Rede mit den Worten: "Auch wenn ich die Krone damals nicht gewonnen habe, weiß ich, dass der Herr eine so viel größere Krone im Himmel für mich hat".
Mit ihrer Rede will Prejean offenbar die Nachfolge von Anita Bryant antreten: Die Miss Oklahoma des Jahres 1959 begann in den 70er Jahren eine Kampagne gegen Homosexuelle, die sich in mehreren homophoben Volksentscheiden entlud. In dieser Zeit wurde sie zur Symbolfigur des Homo-Hassers. Sie argumentierte, dass die Kinder vor Homosexuellen geschützt werden müssten. Ihre Überzeugungen leitete sie wie Prejean von ihrem christlichen Glauben ab: "Ich werde einen Kreuzzug anführen, wie ihn dieses Land noch nie gesehen hat", erklärte sie 1977. Nach ihrer Scheidung 1980 wandte sich die evangelikale Fangemeinde aber weitgehend von ihr ab. Inzwischen leitet sie eine Kirchengemeinde in ihrem Heimatstaat. (dk)















da gabs doch mal den film ?
(die satanstochter