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Einzelkommentar zu:
Queer.de-Parteiencheck: FDP


#4 FloAnonym
  • 23.09.2009, 16:06h
  • 1.
    Es stellt sich immer wieder heraus, dass echte Gleichstellung nur die Öffnung der Ehe bieten kann.

    Die FDP lehnt das ab!

    Stattdessen wollen sie an der Ehe 2. Klasse für Menschen 2. Klasse weiter rumdoktern und uns mit Almosen abspeisen. Aber die eingetragene Partnerschaft, die nur als vorübergehende Notlösung gedacht war, wird nie der Ehe 100% gleichgestellt sein! Und selbst wenn, wäre es diskriminierend für dasselbe einen anderen Namen zu wählen!

    2.
    Da wir schon per Grundgesetz zu Menschen 2. Klasse erklärt werden, wäre es ebenso wichtig, die sexuelle Orientierung in den Gleichheitsartikel (Art. 3 GG) aufzunehmen.

    Auch das lehnt die FDP ab!

    3.
    Das Antidiskriminierungsgesetz hat die FDP ebenfalls abgelehnt!

    Sie wollten nur das Nötigste aufnehmen. Aber ein Antidiskriminierungsgesetz, das selbst wieder Unterschiede zwischen Minderheiten macht und einzelne Minderheiten diskriminiert, ist eine Farce und verdient den Namen nicht!

    Und auch die Argumente, das AGG würde der Wirtschaft schaden sind Schwachsinn: wer nicht diskriminiert hat nichts zu befürchten. Wer wohl diskriminiert, darf das nicht mehr, was ja auch Ziel war.

    Im Übrigen frage ich mich, ob die deutsche Wirtschaft nur funktionieren kann, wenn sie Menschen diskriminieren darf...

    Aber es zeigt sich ja auch, dass die Weissagungen der FDP sich nicht bewahrheitet haben. Die Wirtschaft ist nicht kollabiert. Wie in allen Staaten, die ein Antidiskriminierungsgesetz haben.

    4.
    Selbst die eingetragene Partnerschaft hat die FDP damals bekämpft. Auch Guido Westerwelle stimmte dagegen.

    Auch da wieder mal zig Bedenken, die sich alle nicht bewahrheitet haben...

    5.
    Bei einer Koalition mit der Union (und alles andere schließt die FDP aus) werden die Homorechte als erstes fallen gelassen wie sich immer wieder (auch aktuell in Sachsen und Hessen) zeigt.

    6.
    Mal ganz abgesehen davon, dass die FDP eh schon weniger fordert als andere: selbst das bisschen halten sie nicht ein oder sie schaden uns sogar wie obige Beispiele zeigen.

    7.
    Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele (Aufklärungsunterricht, Gewaltprävention, der Aufklärungsskandal in NRW, etc.) die man gar nicht alle aufzählen kann.

    Fazit:
    Ich frage mich, wie die Redaktion auf 6 von 10 Punkten kommt:
    Die FDP hat bisher alles bekämpft, von der eingetragenen Partnerschaft über Aufklärungsmaterial und Antidiskriminierungsgesetze bis hin zur Eheöffnung und Änderung des Art. 3 GG!!

    Und das bisschen, was sie fordern, lassen sie sofort fallen, wenn sie mit ihrem Wunschkandidaten CDU/CSU paktieren.

    Die FDP ist und bleibt der Steigbügelhalter der Union.
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