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- 23. September 2009 2 Min.
Für Freitag plant das Aktionsbündnis "Keine Bühne für den Aufruf zum Mord!" eine Demo gegen den Auftritt des jamaikanischen Sängers Elephant Man im Düsseldorfer Rheingold-Club.
Federführend bei der Protestaktion ist der Koordinierungskreis antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf und Neuss. Elephant Man steht in der Kritik, weil er in mehreren seiner Songs zur Ermordung von Homosexuellen aufruft (queer.de berichtete). Ein geplantes Konzert in Mainz wurde deshalb kurzfristig abgesagt. Der Rheingold-Club will jedoch am Auftritt des Hasssängers festhalten.
Die Aktivisten beschuldigen den Club zudem der Lüge. Obwohl die Pressesprecherin versicherte, dass Elephant Man in Düsseldorf keine homophoben Lieder singen dürfe, ist auf einem Werbeflyer für die Veranstaltung der Song "Log On" angekündigt. Ein Textauszug: "Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen. Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern. Genieße unseren Tanz und zertrete einen Schwulen". Der Rheingold-Club hat derlei Texte mit einem Album der Ärzte verglichen, das wegen der Beschreibung ungewöhnlicher Sexpraktiken in den 80er Jahren indiziert worden war.
Schon im vergangenen Jahr verbuchten Homo-Aktivisten Erfolge gegen Elephant Man: Damals sind Konzerte in Stuttgart, München, Hamburg und Dortmund abgesagt worden (queer.de berichtete). Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck hat das Innenministerium wegen der homophoben Texte aufgefordert, ein Einreiseverbot gegen Elephant Man zu verhängen. Der menschenrechtspolitische Sprecher der Ökofraktion hat den jamaikanischen Sänger wegen seiner Mordaufrufe gegen Minderheiten mit Neonazi-Bands verglichen. (dk)
Kundgebung: Freitag, den 25. September, um 21 Uhr vor den Rheingold-Club, neben dem Düsseldorfer HBF, Konrad-Adenauer-Platz.















Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass man nicht öffentlich zu Morden oder sonstiger Gewalt aufrufen darf! Egal gegen wen!
Wenn schon geldgeile Veranstalter keine Skrupel kennen, sollten wenigstens Politik und Justiz aktiv werden! Bei allen anderen Gruppen hätten sie das auch schon längst getan, aber es geht ja nur um Schwule...