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US-Rapper Warren G sagte, er habe nichts gegen Schwule – allerdings nur solange sie von Kindern fernblieben. Denn der Nachwuchs müsse ohne Homo-Belästigung aufwachsen.

"Ich habe nichts gegen Schwule. Ich will nur nicht, dass für so was bei Kindern geworben wird", erklärte der für den Grammy nominierte Künstler in einem ausführlichen Interview mit dem Magazin "Vanity Fair". Er selbst sei jedoch nicht homophob: "Meine Frau hat Freunde, die schwul sind. Es sind Schwule in meiner Familie, Vettern und so. Er ist cool wie ein Motherfucker, er ist mein Kumpel", erklärte der 37-Jährige, der bürgerlich Warren Griffin der Dritte heißt.

Trotzdem dürften Kinder nicht mit Schwulen wie seinem Vetter in Berührung kommen: "Es gibt ja diese TV-Sendungen, in denen Typen sich küssen. Und Kinder schauen sich den Scheiß an. Kids können so einfach nicht aufwachsen." Schwule müssten damit aufhören, ihre Sexualität "in die Welt raus" zu bringen. "Wir wollen ja nicht, dass unsere Kids das nachmachen. Denn auf diese Art vermehren sich die Menschen ja nicht. Aber wie ich sagte: Ich hab nichts gegen Schwule", so Warren G abschließend.

In der amerikanischen Rapperszene gehört es zum guten Ton, sich gegen Homosexualität auszusprechen. Erst Anfang des Jahres warf Rick Ross seinem Konkurrenten 50 Cent Homosexualität in einer wirren Kampagne vor (queer.de berichtete). Auch in Deutschland rühmen sich Rapper damit, sich vor Schwulen zu ekeln. Der lautstärkste Homo-Hasser ist der Berliner Bushido (queer.de berichtete).

Warren G ist bereits seit 1990 im Rapgeschäft aktiv. Er ist der Halbbruder des weltberühmten Musikproduzenten Dr. Dre. Seine bekannteste Single ist "Regulate" (mit Nate Dogg) aus dem Jahr 1994. Im 29. September veröffentlichte er sein neues Album "The G Files", in dem unter anderem sein Kumpel Snoop Dogg als Gastsänger vertreten sein wird. (dk)

-w-

#1 jörgAnonym
  • 29.09.2009, 14:44h
  • Immer der gleiche Schwachsinn: Schwul werden durch "Werbung" !
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#2 schwarzwaldbub
  • 29.09.2009, 14:47h
  • Warren G ist ja so was von gar nicht auf der Höhe der Diskussion.

    Man muss Kinder nicht vor uns in Sicherheit bringen: Im Gegenteil: Wir fordern sogar das volle Adoptionsrecht. Schließlich sind LGBTs nachweislich keine schlechteren Eltern. Wünschenswert wäre, wenn Kinder frühzeitig lernen, dass LGBTs ganz normale Beziehungen führen.

    Die Gefahr, dass sich die Menschheit plötzlich nicht mehr fortpflanzen wird, ist unbegründet: Homosexualität kann nicht erlernt werden – wir sind ja außerdem nicht per se zeugungsunfähig.

    Warren G weiß offensichtlich nicht, worüber er redet. Vielleicht sollte er mal mit seinem Vettern oder den Freunden seiner Frau diskutieren.

    Ich hoffe, dass wenigstens seine eigenen Songs und Videoclips für Kinder geeignet sind, wenn Warren G sich schon so weit aus dem Fenster lehnt …

    Im Grunde wünscht sich Warren G, dass wir wieder zurück in den Schrank gehen und in der Gesellschaft unsichtbar bleiben, da er daran Anstoß nimmt, wenn wir uns ganz normal – auch in der Öffentlichkeit – verhalten.

    Seine Äußerungen bleiben eben doch homophob.
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#3 jörgAnonym
  • 29.09.2009, 14:54h
  • Interessant auch, dass er "gar nichts gegen Schwule" hat. Heuchlerischer Trottel!
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