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- 07. Oktober 2009 2 Min.
Die Hamburger Polizei fahndet nun mit von Überwachungskameras aufgenommenem Material nach vier Jugendlichen, die einen Amerikaner zusammengeschlagen haben, weil sie ihn für schwul hielten.
Die vier Täter haben vor knapp zwei Wochen einen im Rollstuhl sitzenden US-Studenten im Stadtteil St. Georg erst als "Schwuchtel" bezeichnet und anschließend brutal zusammengeschlagen (queer.de berichtete). Der 27-jährige Joshua S., der an der Bucerius Law School studiert, ist seit einer Kopfoperation vor vier Jahren gelähmt. Er erlitt eine Platzwunde über dem rechten Auge, Schnitte an der Hand und schwere Prellungen am Oberkörper. "Vielleicht haben mir die Titanplatten, die ich seit den Operationen im Jahr 2005 im Kopf habe, das Leben gerettet", erklärte der Student später gegenüber dem "Hamburger Abendblatt". "Ich hatte den Eindruck, dass die Jugendlichen mich grundlos tottreten wollten. Ich verstehe nicht, wie man so etwas tun kann".
Die Polizei beschreibt die Täter wie folgt: Sie sind zwischen 15 bis 17 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß, sehen südländisch aus und haben dunkle kurze Haare. Einer der Täter fiel durch seinen auffälligen Haarschnitt auf: Er hatte die Haare an beiden Seiten des Kopfes ausrasiert. Hinweise können an den Kriminaldauerdienst gerichtet werden (Telefon 040-4286-56789).
Zuletzt gab es vermehrt Berichte über homofeindliche Überfälle in Berlin (queer.de berichtete). Auf Initiative des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) wird daher gegenwärtig ein "Bündnis gegen Homophobie" gegründet (queer.de berichtete), dem zunächst 20 Verbände, Vereine und Firmen angehören. Darunter befindet sich etwa die Deutsche Bank, der Deutsche Fußballbund und die Berliner Polizei. Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. (dk)















Doch aufgrund Täterbeschreibung wäre eine eventuelle Zuordnung zu einer in Deutschland lebenden Minderheit, die häufig durch derartige Überfälle in traurige Erscheinung tritt, denkbar: "Sie sind zwischen 15 bis 17 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß und haben dunkle kurze Haare. Einer der Täter fiel durch seinen auffälligen Haarschnitt auf: Er hatte die Haare an beiden Seiten des Kopfes ausrasiert."
Doch auf diese Kausalität darf man nicht hinweisen, das gilt einfach als obszön. Das hat selbst ein Thilo Sarrazin zu spüren bekommen.