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Kommentare zu:
Schwulenhasser will in München auftreten


#1 LorenProfil
  • 12.10.2009, 17:57hGreifswald
  • Ergänzt werden sollte noch, dass Sizzlas Hetze gegen Homosexuelle sich aus religiösen Wurzeln
    der Rastafari-Bewegung speist. Daher auch die
    Textzeile aus "Nah apologize":

    "Rastaman don't apologize to batty-boy
    If yuh dis' King Selassie I, mih gunshot yuh boy"

    Bezug genommen wird auf den letzten Kaiser von
    Äthopien, Haile Selassie, den die Rastafari als den
    in der Bibel angekündigten wiedergekehrten
    Messias und den "Auserwählten Gottes" ansehen.

    Meine Meinung: Auf solche religiösen Eiferer und
    Volksverhetzer können wir auf deutschen Büh-
    nen vezichten. Ein Auftrittsverbot ist das Min-
    deste, was ich erwarte. Ein Einreiseverbot hat
    es in vergleichbaren Fällen meines Wissens für
    muslimische Hassprediger schon gegeben. Somit
    wäre auch das zu erwägen.
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#2 alexander
  • 12.10.2009, 19:13h
  • na immerhin funktioniert der "RASStamann" wie alle diese mutationen, die schwulen dissen "den schwarzen mann" ?????
    der aggro ist das "opfer" ?

    allerdings sollte man sich endlich mal die entsprechenden veranstalter zur brust nehmen, es kann ja nun keiner mehr behaupten von diesen "künstlern" und ihren hetzliedchen keine ahnung zu haben.
    wieso werden die brüder eigentlich nicht strafrechtlich verfolgt und abgeurteilt, denn sie verstossen gegen unsere gesetze ?
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#3 schwulenaktivist
  • 12.10.2009, 20:38h
  • Ich kann die Untätigkeit der vielen Klemmschwestern im Musikbusiness auch nicht verstehen. Wieder einmal mehr müssen die ach so "furchtbaren" Politschwestern ihre Röcke raffen und an die Front. Krawattenschwestern ficken wohl noch bei diesen Songs. Igitt!
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#4 LorenProfil
  • 12.10.2009, 21:55hGreifswald
  • Um sich ein Bild über diesen Mann zu machen,
    sollte man auf Wikipedia über "Sizzla" nachlesen.
    Erschreckend.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 jochenProfil
  • 12.10.2009, 22:33hmünchen
  • oh mann ist dieser sizzla kalonji billig:
    erst zum mord auf schwule aufrufen, und bei gegenwehr diese als rassistisch bezeichnen.
    blöder gehts nimmer!

    solchen dreckschleudern die in ihren liedern zum mord aufrufen darf kein raum gegeben werden.
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#6 FloAnonym
  • 13.10.2009, 10:46h
  • Wann werden Politik und Justiz endlich aktiv?

    Es kann doch nicht sein, dass wir alle paar Wochen für etwas kämpfen müssen und aktiv werden müssen, nur damit keine Hasssänger ihre Mord- und Gewaltaufrufe verbreiten können. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein!!

    Ginge es nicht um Schwule, sondern um andere Leute, wären solche Hasssänger auch schon längst (zu recht) verboten, nur bei uns scheinen Politik und Justiz sich entspannt zurückzulehnen.

    Wenn das so weitergeht dürfen die sich nicht wundern, wenn der Frust und die Wut irgendwann so groß werden, dass es auch mal ein neues Stonewall gibt.
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#7 stromboliProfil
#8 seb1983
  • 13.10.2009, 11:21h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • Dafür hat der äußere Druck auf Schwule, bei allen bestehenden Diskriminierungen, zu stark nachgelassen. Eine Gruppe wird nach innen umso stärker, je ähnlicher sie ist und je mehr sie sich von den Sußenstehenden unterscheidet. So ist recht einfach zu erklären dass die Schwulenbewegung etwas erlahmt ist...

    Was ich nicht verstehe: Wenn Sizzla doch mal in dieses SIS eingetragen war, ist dieser Eintrag dann nicht von Dauer und wird wieder gelöscht?

    Zu dem Auftritt: Gilt das Gestammel überhaupt noch als Englisch?? Dagegen ist 50cent ja gradezu ein zweiter Shakespeare...
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#9 LeoAnonym
  • 13.10.2009, 11:47h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • @seb1983: Soviel ich weiß ist der Typ 2008 das erste mal über Ungarn eingereist. Gehört zu Schengen, beteiligte sich damals aber noch nicht am Schengener Informationssystem (SIS). Erst beim 2. mal über Spanien ist Ihm die Einreise verweigert wurden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 maaartinAnonym
#11 stromboliProfil
  • 13.10.2009, 12:33hberlin
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • soweit informiert gilt einmalige reise.. die verbote müssen immer erneuert werden.. aber bin ich guido - aussen secretary of deutschland ...
    nein , ich glaub die müssen immer erneuert werden, wenn nicht besondere gründe zur verweigerung führten, und schwulen phobie ist doch kein besonderer grund; der wird nun über polen einreisen, die werden dass genehmigen und somit ist drin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 stromboliProfil
#13 schwarzwaldbub
  • 13.10.2009, 15:24h
  • Erfreulicherweise scheinen diesmal die sonst obligatorischen Stimmen zu fehlen, die uns weismachen wollen, dass das alles nicht so schlimm ist, oder das wir Schwule uns zu wichtig nehmen würden, oder gar, dass man die Texte sowieso nicht versteht … (-;=

    Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Protest gegen die Auftritte von Hasssängern in Deutschland oft zu Absagen von Konzerten geführt haben – gut, dass queer.de hier für Öffentlichkeit sorgt!

    Leider ist auch im U-Club Wuppertal
    www.u-club.de
    am 28.11. ein Konzert von Sizzla geplant. Der U-Club ist in der Vergangenheit bereits öfters unangenehm aufgefallen
    www.queer.de/suche.php?suchbegriff=u-club.
    Ich wundere mich über die mangelnde Sensibilität – der U-Club sollte doch inzwischen über den Sachverhalt aufgeklärt sein. Ich denke LGBTs sollten einen großen Bogen um den U-Club machen. Scheinbar war das Konzert ursprünglich in Dortmund geplant (tba), wurde jedoch gecancelt.

    Hier eine Liste der geplanten Sizzla-Konzerten in Europa
    www.reggaeville.com/artist-details/artist/sizzla/ac/date.htm
    l


    Ihr könnt Euren Protest natürlich direkt an die Veranstalter schicken – auf machen Seiten gibt es auch Foren:
    www.kesselhaus-berlin.de/

    www.backstage089.de/

    www.u-club.de
    Offline scheint derzeit die Website von Zapata Stuttgart zu sein

    www.zapata.de/ Die Kontaktdaten sind: Zapata Kunst & Kultur eK, Pragstr. 120, 70376 Stuttgart, Telefon 0711-9561544.

    Auch auf Sizzlas eigenen Sites kann man eine Nachricht hinterlassen, dass wir ihn in Deutschland nicht haben wollen:

    www.sizzla.org/booking

    www.myspace.com/sizzlakalonji

    Und noch die Links zu

    www.stopmurdermusic.ch

    de.wikipedia.org/wiki/Sizzla

    Bleibt zu hoffen, dass die homophobe Doofhete wiederum aus dem Schengen-Raum ausgewiesen wird - er ist nämlich schon da! Heute Abend hat er den ersten Auftritt seiner Tour in Groningen
    www.de-oosterpoort.nl/programma/sizzla-and-the-firehouse-cre
    w.


    Zum Abschluss der Link-Orgie: Musik:

    www.youtube.com/watch?v=tuDJmVkPYpw
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Frankyboy
  • 13.10.2009, 17:33h
  • Ich habe überhaupt keine Zeit & Lust, den Bericht über dieses A.... zu lesen, aber wenn der in München auftreten darf, wäre das echt das Allerletzte! Gerade in der heutigen Zeit, wo Jugendliche wahrlos auf Bürger einschlagen und man dies fast täglich in den Nachrichten hört... Und dann wundern sich alle, dass Jugendliche aggessiver werden... Klar, weil man es mit solchen Auftritten von A... (ich verwende für ihn nur das Wort "A...", denn ein Künstler ist er für mich nun wirklich nicht) fördert! Hallo?!?
  • Antworten » | Direktlink »
#15 I love SizzlaAnonym
  • 13.10.2009, 20:10h
  • Hilfe !!!

    Wenn ich hier einen schlecht recherchierten und teilweise schon erschreckend peinlichen Beschwerde Kommentar gegen die geplanten Konzerte von Sizzla lese wird mir übel!

    1. Beschäftigt euch bitte mit diesem Thema, bevor ihr im Internet teilweise völlig falsche Informationen verstreut und Unruhe verbreitet.

    2. Ein Herr Beck schreit: ACHTUNG ! und sämtliche Homosexuelle schalten ihr Hirn ab und grölen " HILFE MÖRDERMUSIK" mit.

    3. 80 % eurer Aussagen sind komplett unbrauchbar!
    Sizzla singt Hasslieder, das Konzert im U-Club war vorher in Dortmund geplant etc. !
    Alles Humbug !

    4. Sizzla singt schon seit Jahren nichts mehr was Minderheiten diskriminiert!
    Wie ihr auch alle fleißig erkennen könntet, setzt Sizzla in eurem Propaganda-Video bewusst aus, wenn es um Battyman etc. geht!
    Er interessiert sich nichtmehr für Schwulenhass! Akzeptiert das endlich! Schonmal etwas vom Reggae Compassionate Act gehört???
    Anscheinend nicht, oder?

    5. Der U-Club und Contour Music wissen schon ganz genau wieso sie wunderbare Musikkünstler wie Sizzla,Elephnat Man etc. nach Deutschland einladen. Glaubt mal
    Denn sie machen traumhafte Musik und verbreiten Messages von Peace,Love & Unity

    Ich freu mich auf die Sizzla Tour und werde bestimmt mehr als eins seiner wunderbaren Konzerte besuchen!

    Bitte verstreut nicht noch mehr von euren völlig unseriösen Propagandainfos.

    Ihr macht euch unbeliebt

    Liebe Grüße
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#16 daisyAnonym
  • 13.10.2009, 20:45h
  • Antwort auf #15 von I love Sizzla
  • bist du ein mole rodel ?

    pech gehabt. keine chance. traditionsgemäß bekommt hier god ol friend die meisten votes, also (+/-).
    und wegen sizzla bewährtes ändern ?
    soweit käm's noch !

    du mußt dir da schon mühe geben mit einigen
    weiteren nicks, solchen blödsinn verzapfen, der
    vieleicht bei einigen den nerv trifft.

    kurz mal in die suppe rotzen, schockt
    hier nicht !

    alles klar, du mi*s*s rastalöcken ?
    also, lass erst mal die curls hüpfen,
    dann sehen wir weiter !
    ...und putz die schuppen weg...

    wir putzen sizzla weg !
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#17 WissenAnonym
#18 Blondes GiftAnonym
  • 13.10.2009, 20:52h
  • Antwort auf #15 von I love Sizzla
  • Aha - ein aufrechter Sizzla-Jünger meldet sich zu Wort! Und herrlich, wie indoktriniert man sein kann, dass man die Aussagen dieses von brutalem Hass und Mordphantasien zerfressenen Kretins so umbiegt, dass sie plötzlich zur reinen Botschaft unschuldiger Liebe werden ... Ich fasse es nicht!

    So als ob Berlusconi plötzlich die Demokratie preisen, Dolly Buster Keuschheit predigen würde oder ein ein Neonazi verlautbaren ließe, er liebe alle Juden und Schwulen dieser Welt. So viel Dummheit ist fast schon peinlich.

    Daher nochmal zum Mitschreiben, werter Sizzla-Fan ("Fan" kommt übrigens von fanatisch): Sizzlas Lyrics rufen zu Hass, Gewalt, Mord und Totschlag auf. Das ist unbestritten - er hat nicht umsonst ein Einreiseverbot für bestimmte EU-Länder.

    Es ist auch vollkommen egal, ob er einen "Reggae Compassionate Act" unterschreibt oder seine ganz schlimmen Lieder nicht mehr singt, denn erstens verdient er nach wie vor an Platten, auf denen diese Lieder drauf sind - und zweitens glaube ich solchen verbalen Mordbrennern kein Wort, da können sie noch so viel Süßholz raspeln. Eine belanglose Unterschrift Sizzlas hat in etwa so viel Wert wie ein Streifen gebrauchtes Klopapier, und ist in etwa so glaubwürdig, als wenn der Papst plötzlich Schwulenrechte einfordern würde.

    Wer sollte eine solch scheinheilige Wendung vom Saulus zum Paulus ernstnehmen?

    Und weißt Du, was ich besonders schlimm finde? Mag sein, dass die Bewohner Jamaikas, wo Homophobie und hate crimes geradezu Volkssport zu sein scheinen, einfach nicht aufgeklärt genug sind, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Dass aber jemand in Europa, der alle Möglichkeiten hat, sich über Internet und andere Medien über die Texte und die dahinterstehende Gedankenwelt von Hass-Sängern zu informieren, lieber sein Gehirn abstellt und die Ergüsse dieser Idioten als "Peace, Love & Unity" bezeichnet - das verschlägt selbst mir die Sprache.

    Ich werde demnächst ein paar putzige Songs schreiben, wo ich zur Ermordung Deiner Familie aufrufe. Dann unterschreibe ich ganz schnell noch einen Anti-Hate-Contract und vergieße ein paar Krokodilstränen, vertreibe aber weiter Platten, wo diese Lieder drauf sind.

    HALLO - AUFWACHEN!
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#19 Blondes GiftAnonym
  • 13.10.2009, 21:12h
  • Antwort auf #17 von Wissen
  • Das wird ja immer schöner - jetzt soll ich auch noch für Sänger, die die Ermordung von Menschen fordern, Respekt aufbringen - weil diese Sänger in ihrem Heimatland mit dem Erlös dieser Hass-Platten soziale Projekte finanzieren???

    Ich glaube wirklich, es hakt! Der Zweck heiligt die Mittel? Ja nee, is klar ...

    Der NZZ-Artikel ist eine bodenlose Unverschämtheit, ein Schlag ins Gesicht all der Schwulen und Lesben, die sich tagtäglich auf dieser Erde mit dem Hass und der Gewalt auseinandersetzen müssen, die ihnen von ihren lieben Mitmenschen entgegengebracht werden. Man tritt noch auf die, die ohnehin am Boden liegen, man bespuckt und verhöhnt sie - und das wird entschuldigt mit der ohnehin "homophoben jamaicanischen Kultur". Wunderbar ... dann können wir uns ja weiterhin zurücklehnen, diesen Hass-Dreck mit Plattenkäufen finanzieren - und zusehen, wie die Schwulen in Jamaica verrecken!

    Wie wäre es stattdessen mit einem flächendeckenden Boykott all der Künstler, die ihren Profit auf dem Leid anderer Menschen aufbauen? Wie wäre es stattdessen mit einem Aufschrei des Humanismus? Dann würden auch die letzten Deppen in der Dancehall-Branche merken, dass es so nicht weitergeht.

    Aber nein, wir müssen ja tolerant sein, weltoffen.

    Nichts müssen wir! Toleranz wird dann zur Einbahnstraße, wenn die Gegenseite uns mit Hass und Häme überzieht. Das Maß ist mehr als voll - wenn wir uns jetzt nicht wehren, wann dann?

    Sonst wird der Hass nie aufhören!
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#20 King KalonjiAnonym
  • 13.10.2009, 21:52h
  • Euer ewiger "Nazi" und " Wie fändest du es, wenn ich ein Lied über den Mord deiner Eltern schreibe" ist sowas von der Maßen lächerlich !
    Unglaublich!
    Solche Aussagen unterstreichen die Unglaubwürdigkeit dieser Seite und ihrer homosexuellen Besucher.
    Gott sei Dank lese ich einen sinnigen Eintrag auf dieser Homepage!
    Danke an dieser Stelle an " I love Sizzla".
    Hat einer von euch Spezialisten überhaupt schonmal ein Reggae Lied gehört?
    Ihr wisst doch noch nicht einmal, wie Toleranz geschrieben wird!
    Ein Sizzla tritt in Afrika vor 50000 begeisterten Menschen auf, meint ihr wirklich, ihr mit euren völlig unbegründeten und lächerlichen Beschwerde Mails werden Ihn davon abhalten weiterhin seine geniale Musik auf der Welt zu verbreiten?
    Nicht im Ernst oder?
    Und euer Guru Beck wird auf einer Homo-Demo in Russland noch nicht einmal beachtet und fängt sich zu Recht sogar noch eine ???

    DANKE an Revelation Concerts, Ilove Sizzla und sämtliche Lokalitäten!

    Bless up SIZZLA KALONJI

    Gute Nacht

    Queer.de
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#21 FomawoAnonym
#22 Blondes GiftAnonym
  • 13.10.2009, 22:04h
  • "Und euer Guru Beck wird auf einer Homo-Demo in Russland noch nicht einmal beachtet und fängt sich zu Recht sogar noch eine ???"

    Mit diesem letzten Beitrag habt Ihr Euch endgültig als Freunde von Schwulenhass, Menschenverachtung und geistiger Impotenz geoutet. Ab jetzt gilt für mich:

    IGNORE-Funktion!

    Mit Trollen und sonstigen Cerebral-Onanisten lässt sich nicht diskutieren. Aus - Ende.

    Hört doch Sizzla und wie die ganzen anderen Klemm-Schwucken heißen, bis Ihr Ohrenkrebs bekommt ...
  • Antworten » | Direktlink »
#23 WissenAnonym
  • 13.10.2009, 22:16h
  • Antwort auf #19 von Blondes Gift
  • der NZZ-Artikel ist von seinem Inhalt äußerst gut recherchierten! Das du die Dinge aus deiner Sicht nicht so sehen willst kann ich verstehen, ändert sie aber nicht.
    Das Sizzla durch das nicht verdiente Geld, weniger oder kein Geld in soziale Projekte stecken kann, sollte einem klar sein wenn man Künstler wie ihn boykottiert. Jamaika ist ein verdammt armes land, was in Bürgerkrieg ähnlichen zuständen steckt. Das Problem der Homophobie in Jamaika wird niemals durch Boykotte die situation der Schwulen u. Lesben in jamaika ändern (da kann jeder schwule jamaikaner gefragt werden)! Es muss anderst angegangen werden. Die Menschen dort brauchen besser Bildung, die ihnen andere Sichtweisen ermöglichen, so das sie verstehen können, dass Homosexuelle eine Bereicherung für jede Gesellschaft sind!
    Gegenhass ist keine Hilfe und bringt euch auch nicht weiter bei dem Kampf gegen Homophobie in Jamaika. Es geht doch um Jamaika oder soll der Kampf gegen "Hasssänger" von dort ein Zeichen für den Kampf gegen Homophopie in Deutschland setzten?

    Liebe grüße!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#24 daisyAnonym
#25 stromboliProfil
  • 13.10.2009, 22:49hberlin
  • Antwort auf #20 von King Kalonji
  • auf der Straße, mir eine solche aussage ins Gesicht gesagt, würde von deinem gesicht nicht mehr viel übrig bleiben.. dessen kannst du sicher sein!
    So bist du/ihr im sicheren anonymen , feig und fern der reaktion und verantwortung übernehmen!
    SCHADE! Mir fehlt die befriedigung beim abschluß.. wie wärs mit einem treffen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#26 schwarzwaldbub
  • 13.10.2009, 22:59h
  • Nicht dass es neu für mich wäre: Trotzdem bin ich immer wieder erstaunt: Wie sehr beim Thema homophobe Hassmusik relativiert wird. Schließlich geht es ja „nur“ um Schwule. Von den Texten versteht man ja sowieso wenig, oder der letzte Aufruf zum Mord an Schwulen ist „schon“ ein paar Jahre her, oder irgendwie darf man das alles nicht so eng sehen … etc. … andere Kultur ... etc. …

    Wenn schwule Männer sich gegen die Auftritte EINZELNER Musiker zur Wehr setzen, so geschieht das aus einem guten Grund: Homophobie ist für die meisten schwulen Männer, Lesben und Transsexuelle auch in Deutschland eine fast alltägliche Erfahrung. Auf Jamaika ist die Situation für LGBTs dramatisch: Sex zwischen zwei Männern wird mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft. Belästigungen von LGBTs, Misshandlungen und Morde haben ein erschreckendes Ausmaß. Der deutsche Wikipedia-Artikel:
    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Jamaika.
    Infos aus erster Hand bei der jamaikanischen LGBT-Organisation J-FLAG
    www.jflag.org.
    J-FLAG könnt Ihr mit Geldspenden unterstützen – die können Unterstützung gut gebrauchen.

    Im speziellen Fall Sizzla gab es von der Reitschule Bern das folgende Schreiben:
    www.reitschule.ch/reitschule/mediengruppe/Medienmitteilungen
    /08-05-12-Offener%20Brief%20Reitschule%20Bern%20an%20Rote%20
    Fabrik%20gegen%20Sizzla-Konzert.html


    Wenn man ihn trotzdem auftreten lassen möchte, so kann man sich auch gleich jede x-beliebige Nazi-Band ins Haus holen – und da gäbe es – hoffentlich – ja auch Proteste. Oder was würdet Ihr von Musikern halten, die vor ein paar Jahren gerne mal zum Mord an Juden oder Türken aufgerufen haben? Vielleicht: Trotzdem: Ausgezeichnete Künstler?

    Wenn Ihr selbst etwas gegen Homophobie tun wollt: Bucht keine Hassmusiker, geht nicht in Ihre Konzerte, kauft ihre Musik nicht und boykottiert Veranstalter, bei denen sie auftreten und unterstützt Protestaktionen gehen Hass-Musik.

    Es soll ja nicht soweit gehen, dass Reggae in schwulen Clubs gar nicht mehr gespielt wird. Es gibt inzwischen schon eine Initiative, Jamaika komplett zu boykottieren (
    www.boycottjamaica.org/)
    – die von jamaikanischen LGBTs ausdrücklich nicht unterstützt wird. Hier kommt eine ganze Kultur selbstverschuldet in Verruf.

    Weitere Informationen der Schweizer Initiative „Stop Murder Music“ unter
    www.stopmurdermusic.ch.

    Schwule Männer haben weiß Gott keine Lust, sich ständig über die allgegenwärtige Homophobie aufzuregen – sonst gäbe es schon längst schwule Terroristen. Wenn wir so vehement auftreten, haben wir einen guten Grund:
    www.blu.fm/subsites/detail.php?kat=gesellschaft&id=2919.

    Und wieder Musik nach Linkorgie:
    www.youtube.com/watch?v=LoynBgoRme0
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#27 maciicxProfil
  • 13.10.2009, 23:17hpnkw
  • Antwort auf #15 von I love Sizzla
  • "Wie ihr auch alle fleißig erkennen könntet, setzt Sizzla in eurem Propaganda-Video bewusst aus, wenn es um Battyman etc. geht!"

    sizzla fährt eine menschenverachtende propaganda-schiene, wir setzen uns nur dagegen zur wehr.

    und wenn er die bösen wörter nicht mehr singt, aber das lied doch, was heißt das? er spekuliert darauf, dass die leute sie von selbst ersetzen. wofür er ja natürlich nichts kann... schon gar nicht, wenn ein bekannter tune als frage-antwort-spiel zelebriert wird. ja nee is klar.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#28 maciicxProfil
  • 13.10.2009, 23:53hpnkw
  • Antwort auf #20 von King Kalonji
  • "Euer ewiger "Nazi" und " Wie fändest du es, wenn ich ein Lied über den Mord deiner Eltern schreibe" ist sowas von der Maßen lächerlich !"

    nazi mag ein unpassendes wort sein, aber ich denke, es drängt sich immer wieder in die köpfe, da sizzlas menschenverachtung gepaart mit vernichtungsfantasien schon sehr nazi-like ist.

    und amerikanische sklaventreiber waren mit sicherheit keine nationalsozialisten, aber ich denke, wir stimmen darin überein, dass das nicht ihren rassismus mindert und sie arschlöcher waren, die nicht zu unrecht auf dem müllhaufen der geschichte landeten.

    das mit dem mord an den eltern -zeige doch bitte mal auf, worin da die lächerlichkeit besteht.

    "Hat einer von euch Spezialisten überhaupt schonmal ein Reggae Lied gehört?"

    japp. meine riddim-hefte brachte ich aber vor einer weile schon zum altpapier. ich konnte güldners dummes gelaber nicht mehr ertragen.

    "Ein Sizzla tritt in Afrika vor 50000 begeisterten Menschen auf" - wo ist das argument? ach, da ist ja ein komma...
    "meint ihr wirklich, ihr mit euren völlig unbegründeten" -sage mal, wo sie völlig unbegründet sein sollen- " und lächerlichen " -ähm ja, s.o.- " Beschwerde Mails werden Ihn davon abhalten weiterhin seine geniale Musik auf der Welt zu verbreiten?" - nunja, sizzla gehört zu denen, deren musik zwei ebenen hat. die eine ebene, die musikalische, mag genial sein. das ist aber egal, die steht hier nicht zur debatte. das problem liegt auf der anderen, der inhaltlichen.

    ein inhalt aus worten, die auf ja gerne mal taten verdächtig ähnlich sind. nein, da ist kein platz für toleranz.
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#29 bananasEhemaliges Profil
  • 14.10.2009, 11:37h
  • Ich hab vor einigen Monaten mal gelesen, daß nur ein kleiner Teil der sog. Dancehall-Künstler, Battyboy-Tunes im Programm hat. Ergibt sich für mich die Frage, wenn doch Dancehall/Reggae,auch ohne homophobe Texte, ureigenes jamaicanisches Kulturgut im Allgemeinen ist, mit einer großen Tradition, warum man ausgerechnet diese Leute einlädt.
    Ich denke, die Veranstalter machen das bewußt. Das bringt garantiert einen Skandal, das bringt Zuhörer und letztendlich Geld in die Kasse. Ich behaupte mal, viele europäische "Pseudo-Fans" gehen dorthin und warten genau auf diese Texte. Alles Andere wäre langweilig.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 maciicxProfil
  • 14.10.2009, 13:56hpnkw
  • Antwort auf #29 von bananas
  • vielleicht holt man diese leute schlicht und einfach nach europa, weil sie auf jamaica wirklich stars sind. vielleicht auch, weil sich manche leute leicht damit tun, nur die musikalische seite zu betrachten. und hey, dass sizzla oder tok die leute leicht mitreißen können, solange diese sich -warum auch immer- nicht um gewisse inhaltliche probleme scheren, ja, das kann ich gut nachvollziehen.

    ich würde den meisten anhängern und veranstaltern dieser künstler hierzulande eher eine kreuzung aus naivität und sich-etwas-schön-reden vorwerfen, manchmal gepaart mit dem gejammer eines bockigen kindes, dem man sein spielzeug weggenommen hat, als bewusste provokation.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 marcoAnonym
  • 18.10.2009, 17:02h
  • der eine schreibt eine abfällige bemerkung über schuppen in dreadlocks, der andere bietet öffentlich einem forum-user prügel an. ihr helden der tolleranz seid nicht viel besser als die die ihr denkt verurteilen zu können.
    die kommentare die auf dialog aus sind, erreichen mich viel mehr als eure 'schluss-aus-basta' kommentare.
    was bin ich froh, dass wir in einem land leben, wo die willkürlichkeit einer minderheit nicht jedem in die suppe spucken kann.

    danke an u-club, contourmusic und revelation-concerts.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 daisyAnonym
  • 18.10.2009, 17:33h
  • Antwort auf #31 von marco
  • " In jamaikanischen Medien sagt Buju bei einem Telefoninterview mit der Talkshow 'Mutabaruka's Cutting Edge' sagte er über das Treffen mit kalifornischen Politikern und Schwulen-Aktivisten unter anderem:

    "This is a fight, and as I said in one of my songs 'there is no end to the war between me and faggot'"

    *************

    fight & war

    *************
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 maciicxProfil
  • 20.10.2009, 12:55hpnkw
  • Antwort auf #31 von marco
  • toleranz schreibt man immer noch mit einem l.

    dreadlock-witze müssen wirklich nicht sein, aber immerhin wird hier keiner verteidigt, der dazu aufruft, dreadlockträger von ihren schuppen zu reinigen, indem man sie erschießt, verbrennt oder ähnlich nette dinge mit ihnen anstellt. rein metaphorisch natürlich.... um mal kurz den fokus auf die verhältnisse zu setzen.
    kommentare, die auf dialog aus sind, habe ich von der pro-sizzla-fraktion in diesem thread noch nicht gesehen, das androhen der prügel erfoilgte gegenüber jemandem, der selbst ein ungesundes verhältnis nicht nur zu gesungener, sondern auch zu tatsächlicher gewalt aufzeigte. vielleicht nicht korrekt, aber ein adäquates echo. zumal diese gewalt, im gegensatz zum schwuchtelverbennen auf jamaica, den rahmen der worte vermutlich nie verlassen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 NimbusAnonym
  • 22.10.2009, 15:47h
  • wenn ich mir hier die ganzen Kommentare zu Sizzla durchlese erscheint es alles als ob auf noch schlimmere Art eine gedankenlose Hetze versucht wird los zu treten.
    „Hasssänger, Schwulenhasser, Volksverhetzer, Nazi, Dreckschleudern, Klemmschwucken“, vielleicht kommt ja noch Terrorist, Nigger usw. und dann ruft ihr hier doch auch irgendwann zum erschießen von Negern auf.
    Wer macht hier mehr niveaulose Propaganda gegen wenn?
    Es ist doch klar nicht zu akzeptieren, dass zu Mord an bestimmten Personengruppen aufgefordert wird, doch wird hier ja mit schlimmerem vorgegangen und nicht, bis auf einige Kommentar, realistisch argumentiert und versucht die Ursache zu erkennen und bloß zu stellen, setzte euch doch mal mit der Kirche auseinander, dass würde mehr bringen. Hier geht eine Minderheit gegen eine Minderheit vor, was soll das bringen, habt ihr so viel Langeweile oder nicht den Mut?
    Wir wurden Jahrhunderte diskriminiert und jetzt haben wir seit einigen Jahren Rechte und dann spielen sich einige fast wie Gott auf….?
    Ach ja, es ist je leichter mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
    Sogar Politiker werden aufs Parkett gerufen, warum kann das nicht unter den Lobbyisten, also Kirche und Politik, ein für alle male direkt geklärt werden?
    Das enttäuscht mich doch gewaltig und macht mir große Angst. Bei dem Künstler verstehen doch die wenigsten Menschen hier im Lande überhaupt die Texte und werden doch erst durch euch darüber aufmerksam gemacht bzw. informiert.
    Aber Deutsch kann in diesem Lande jeder und einige Kommentare, wie sie geschrieben wurden, erscheinen mir als noch unverantwortlicher und es ist eine viel gefährlichere Hetze, darüber sollte sich einige wirklich Gedanken machen.
    Wisst ihr eigentlich was ihr hier macht, habt ihr den Boden völlig verloren oder wollt ihr nur eine Hetz- Kampanie gegen bestimmt Personen starten weil es Euch gefällt oder die selbe Ader habt?
    Dann überlegt doch schon mal in Jamaika Militärisch ein zu marschieren und dann die von uns Europäern über Jahrhunderte gemachte Gedankenstruktur dort zu ändern.…..
    Auch sollte die Redaktion besser die Kommentare überprüfen!

    One love
    Viktor
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#36 WissenAnonym
#37 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#38 SakiAnonym
  • 01.11.2009, 20:26h
  • Versuchen wir doch mal unsere gekränkten Egos weg zu lassen. Auf Kulturimperaliasmus verzichte ich gerne.
    Loren schrieb:"Meine Meinung: Auf solche religiösen Eiferer und
    Volksverhetzer können wir auf deutschen Büh-
    nen vezichten."

    Ich hoffe auch, dass wir uns alle darin einig sind, einen möglichst friedlichen Zustand des Dialogs schaffen zu wollen.
    Theodor W. Adorno hierzu: "Friede ist der Stand eines Unterschiedenen ohne Herrschafft, in dem das Unterschiedene teilhat aneinander."

    An Sizzla teilhaben kann man nicht, wenn man ihn nicht eireisen lässt. Das Argument: "Der hasst uns doch und will uns nur Böses" zieht hier nicht. Ich stelle mal die mutige Hypothese auf, dass kein/e Homosexuelle/r in Deutschland von einem Rasta physisch angegangen wurde. Inwieweit auf Jamaica Gewalt gegen Homosexuelle tatsächlich von Rastas ausgeht bleibt zu prüfen.
    Will man allerdings das "Feuer" in seiner metaphysischer Bedeutung nicht verstehen, bleibt einem die Einsicht in diese Thematik leider verwährt.

    Ich bin Rasta, liebe Haile Selassie und verstehe keinen Spaß, wenn es darum geht anderen seine Meinung auf zu drücken. Soweit ich Rasta verstehe, geht es nicht darum das Andere zu zerstören. Vielmehr geht es um den Diskurs auf Augenhöhe: "Equal rights and justice for all."
    Ein Blick auf Gertrud Nunner-Winklers Überlegungen zum ethischen Universalismus sei an dieser Stelle empfehlenswert, eine Ausführung würde aber den Rahmen sprengen.

    Die Versklavung, Verschleppung, Vergewaltigung, Erniedrigung, Ausbeutung, Ermordung und Unterdrückung eines Volkes durch Europäer (implizit auch die Besiedler der jetzigen USA) ist nicht zu ignorieren.
    In den Diskussionen um Homophobie auf Jamaica, jedoch auch auf dem afrikanischen Kontinet, höre ich kaum Scham und Reuhe für die Greueltaten unserer Vorfahren. Auch wenn wir daran nicht direkt beteiligt waren, profitieren wir immer noch von diesem Genozid.
    Die Afrikaner in der Diaspora befinden sich im Kampf um Emanzipation, die sich in kulturellem Schaffen ausdrückt. Sex dient dabei als Mittel der Abgrenzung, nicht selten spricht man über Homosexualität als "White Sex".
    Auch wenn es offensichtlich afrikanische Homosexuelle gibt, distanziert man sich im Prozess des "nation building" von Homosexualität, da diese die Reproduktion gefährdet.
    Diese Ausführungen dienen nur als kurzer Einstieg in die Thematik und können sie daher auch nur ansatzwesie skizzieren.

    Das bietet wieder mächtig Angriffsfläche, ich weiß. Versucht doch bitte nicht wieder in "ach, diese Wilden, mit ihrem primitiven Denken" zu verfallen. Auch hier empfehle ich Theodor W. Adorno und die Dialektik der Aufklärung. Hinter mancher scheinbar aufklärersichen Aktion steht der Wunsch auf Machterhalt und Machtausbau. Aktionen wie Auftritts- und Einreisverbote sprechen eine deutliche Sprache.
    Muss der berechtigte Wunsch der Homosexuellen in Deutschland und Europa, auf gleiches Recht und fairer Behandlung, mit den Mitteln staatlicher Repression und Gewalt erstritten werden?

    Alles erdenklich Gute ...

    Saki
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#39 maciicxProfil
  • 02.11.2009, 16:06hpnkw
  • Antwort auf #38 von Saki
  • du übersiehst, scheint mir, dass einer der schwul ist und sich gegen leute wie sizzla wehren will, deshalb nicht zwingend jemanden wegen seiner hautfarbe angreift.

    "In den Diskussionen um Homophobie auf Jamaica, jedoch auch auf dem afrikanischen Kontinet, höre ich kaum Scham und Reuhe für die Greueltaten unserer Vorfahren."

    solange ich kein wort von scham und reue für die greueltaten ihrer vorfahren und zeitgenossen höre, diskutiere ich nicht mit heteros. so.

    nun sind es auch zuallererst schwarze, die unter der homophobie in jamaica und afrika zu leiden haben.

    du willst -wie so viele andere- aus der homophobiefrage ein weiß-vs-schwarz konstruieren, viell. auch nur ein homo-vs-schwarz. aber das zieht nicht.

    dein rassismusvorwurf ("ach, diese Wilden, mit ihrem primitiven Denken") ist deplatziert und übrigens ein spieß, der sich leicht umdrehen ließe. schließlich forderst du uns ja auf, mit den negern etwas nachsichtiger zu sein.

    (die rasta-frage ist übrigens völlig egal. denn
    auch wenn sizzla ein rasta ist, ich wage zu bezweifeln dass er nur von solchen gehört wird.)
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#40 SakiAnonym
  • 02.11.2009, 20:53h
  • Genau das meinte ich; scheinbar wolltest Du mich falsch verstehen. Betrachten wir Deine Argumente:

    Du versuchst eine schwarz-weiß Sache daraus zu machen und betrachtest meine soziologische Argumentation nicht. Es geht hier nämlich um zwei Gruppen:
    Eine befindet sich in einer wirtschaftlich günstigeren Position, welche sie sich durch Ausbeutung (u.a. auch) der anderen Gruppe gesichert hat. Jetzt scheint sich die unterdrückte Gruppe in einem emanzipatorischen Prozess zu befinden und generiert aus eigenen Kulturezeugnissen Wohlstand. In unserem Fall wäre das Musik, auf Jamaica auch Tourismus, von dem auch Homosexuelle profitieren (übrigens warnt auch J-FLAG davor, Jamaica das Geschäft mit dem Tourismus zu vermiesen, da das die Spirale der Gewalt nur weiter treibt).
    Da die einst unterlegene Gruppe jetzt dem Wohlstand entgenläuft und nun auch auf dem Gebiet der Unterdrücker "Erfolge" erzielt, setzen sich die Mechanismen der wirtschaftlichen Ausgrenzung in Bewegung und versuchen dies zu stoppen.
    Hauptsächlich geht es hier also um Machtdemonstration; erst in zweiter Linie um Hautfarben.
    Ich kritisiere ja auch das undemokratische sich-zur-Wehr-setzen (nicht dass sich Homosexuelle prinzipiell dagegen wehren) da es sich staatlicher Repression und Grausamkeit bedient. Abgeschoben werden ist keine schöne Sache, darüber herrscht hier hoffentlich Einigkeit.

    Und ich stimme Dir völlig zu: Wenn zwei Gruppen miteinander diskutieren, ist es von enormer Bedeutung die geschichtliche Entwicklung und Gewordenheit der Diskussionspartner zu beachten.
    Ich fordere somit keine Nachsicht, sondern Verständnis. Schließlich versuche ich auch Homosexuellen mit Verständnis zu begegnen.
    Außerdem geht es hier nicht darum Ungerechtigkeit aufzuwiegen. Beides würde die Grausamkeiten, die beiden Gruppen zugefügt wurden, relativieren. Das kann nicht unser Anliegen sein.

    Da man auf europäischer Seite (J-FLAG und afrikanische Verteter von Homosexuallen argumentieren hier differenzierter) das Argument der "moralischen und menschenrechtlichen Überlegenheit" auffährt, sollte ein "solange die nicht das machen, diskutiere ich nicht mit" eher vermieden werden. Außerdem wirkt das kindisch.

    Natürlich argumentiere ich "pro-Rasta" doch mein Anliegen ist es, Pluralität zu ermöglichen. Diese kann nur durch Diskussion wachsen.

    Ich sehe, Du kommst aus Baden-Württemberg. Wenn Du magst, können wir das auch live besprechen. Das würde sicher einigen Missverständnissen entgegenwirken.

    Alles erdenklich Gute ...

    Saki

    P.S.: Das Wort "Neger" zu benutzen und sich über "Schwuchtel" aufzuregen finde ich problematisch.
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#41 TomAnonym
  • 02.11.2009, 22:38h
  • Hallo MITeinander!

    Ich freue mich schon auf das kommende Sizzla Konzert um danach dann frisch indoktriniert nach Jamaica zu fliegen um dort ein paar Schwule anzuzünden... mmh...ja nee, is klar, hat Sizzla nämlich gesagt soll ich machen... Merkt ihr was?! Glaubt ihr man gibt seinen Verstand, sein Gewissen, seine Moral vor den Konzerthallen ab? Vielleicht können diejenigen, die hier auf den Inhalt hören ja unterscheiden, was sie nun befolgen und was sie dann doch eher nicht so gut finden? Vielleicht gibt es ein mündiges Reggae- Publikum, dass nicht nach jedem Konzert einen Anschlag auf gewisse Minderheiten plant? Habe ich kein Recht mir alles anzuhören und dann für mich zu entscheiden ob ich damit einverstanden bin? Volksverhetzung? Es ist keine Partei, keine Sekte, keine Religion, es ist einfach nur Reggaemusik! Die Leute wollen eine gute Zeit verbringen und keine Mordpläne schmieden. Man kann jetzt natürlich sagen, diese Ansicht wäre wieder ein Fall von Bagatellisierung. Darauf sage ich: Zeigt mir einen, der Opfer eines gewalttätigen Übergriffs nach einem Reggaekonzert wurde.

    Legalize Reggaemusic! Gleiches Recht für Alle!

    One Love Contour! Big up U Club!

    Jeder sei geliebt der sich über diese Zeilen empört!
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#42 maciicxProfil
  • 02.11.2009, 23:47hpnkw
  • Antwort auf #40 von Saki
  • bawü ist eine nebelkerze, muss ich an dieser stelle zugeben. war glaube ich gleich das erste in der liste der auszuwählenden bundesländer ;-)

    "sollte ein "solange die nicht das machen, diskutiere ich nicht mit" eher vermieden werden. Außerdem wirkt das kindisch." - schön, dass dir das auch auffällt, ich mache mir diese position auch nicht zu eigen. leider hast du nicht begriffen, was ich damit sagen wollte (vorhergehendes zitat, hint, hint!). auch die verwendung von "neger" erfolgte in einem ironischen rahmen. ich heiße die klassifizierung nach hautfarbe nicht gut, stelle also auch keine hautfarbeabhängig unterschiedlichen ansprüche, d.h. spreche mich nicht dafür aus, hautfarbengebundene nachsicht zu üben. da schwingt eine abwertung mit, die ich mit "neger" unterstreichen wollte.

    das klarzustellen war mir wichtig, darüberhinaus sehe ich mich heute abend nicht mehr in der lage, zu antworten. das bett ruft ;-)
    ich wünsche dir eine gute nacht
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#43 benniAnonym
  • 03.11.2009, 00:21h
  • Antwort auf #39 von maciicx
  • Immer wieder wenn es hier auf der Seite um Jamaikanische Reggae Artists geht fallen nach kurzer Zeit vergleiche zum Nationalsozialismus:
    (
    de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz)

    Wir sollten uns hüten vergleiche zum Nationalsozialismus zu ziehen, das ganze mit der systematischen Vernichtung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Sexualität und Körperlichen Beschaffenheit zu vergleichen ist nicht nur völlig absurd, sondern auch eine Beleidigung aller Opfer des Nationalsozialismus!

    Diese Vergleiche dann am besten noch gepaart mit eindeutig rassistischen Bemerkungen zur Hautfarbe und/oder Herkunft sind absolut unpassend!

    Homophobie sollte auf keinen Fall heruntergespielt werden aber bei allem Enthusiasmus sich gegen Reggaeartists mit Homophoben Texten zur Wehr zu setzen schiessen viele hier immer wieder über das eigentliche Ziel hinaus!

    Die Artists sollen sich distanzieren von ihren Texten, dazu steck ich sie in Abschiebehaft und verweiger ihnen die Einreise. Das kann nicht funktionieren.

    Ohne Dialog und ohne Diskussion auf Augenhöhe hat das ganze keinen Sinn. Der RCA war der Versuch genau dies zu bewerkstelligen und Artists wie auch Homosexuellen Verbände waren mit dem Werk einverstanden. Der RCA war ein Mittel mit dem man beide Parteien zufrieden stellen konnte. Das Problem der Texte hatte sich damit zumindest in Europa gelöst. Da nun sicherlich der Einwand kommt: Einige Artists haben sich in Jamaika von dem RCA distanziert, sollte doch beachtet werden, dass die Unterschriften auf den Verträgen waren und damit das Performen von diesen Texten auf europäischen Bühnen nicht mehr möglich war!

    Nun wird immer wieder ins Feld geführt man muss auch etwas für die Homosexuellen auf Jamaika tun! Ich bezweifle, dass die Musik von Sizzla oder anderen Artists in irgendeiner Weise den Hass auf Homosexuelle auf Jamaika steigert oder durch das unterlassen dieser Texte sich die Situation der Homosexuellen auf Jamaika verbessert. Ich vage gar die Behauptung, dass die Einreiseverbote und die Abschiebungen der Artists auf Jamaika und in der Jamaikanischen Gesellschaft eher das Gegenteil bewirken. Wenn sich die Gesellschaft auf Jamaika ändern soll, dann kann sie das nur aus sich selbst heraus. Eine Möglichkeit diese Entwicklung voranzutreiben ist die Unterstützung von J-Flag und Menschenrechtsorganisationen oder der Weg über die Politik im Sinne von Gesprächen mit Politikern aus Jamaika oder durch Entwicklungshilfe. Ob das dann zum Ziel führt muss man abwarten, aber durch Auftrittsverbote für Artists ist auf jedenfall kein Erfolg zu verbuchen.

    Stattdessen sollte der Demokratische Weg gesucht werden, Demonstrationen und Kundgebungen, Sitzblockaden würden mich als Reggaehörer zwar ärgern und mich von einem Konzert abhalten, aber es wäre vollkommen richtig im demokratischen Sinn. Auch eine Verpflichtung deutscher Veranstalter zu einer Spende in Form einer Beteiligung von J-Flag am Gewinn solcher Konzerte wäre sicherlich ein guter Weg.

    Ich als bekennender Rasta bin jedenfalls froh, dass ich Homosexuelle Freunde habe und sie mich und ich sie nicht an Meinungen und Handlungen messen sondern daran das wir Menschen sind.

    "Außerdem geht es hier nicht darum Ungerechtigkeit aufzuwiegen. Beides würde die Grausamkeiten, die beiden Gruppen zugefügt wurden, relativieren. Das kann nicht unser Anliegen sein."

    In diesem Sinne One Love
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#44 COMIC GURKEAnonym
#45 Karl-HeinzAnonym
  • 03.11.2009, 17:56h
  • Liebe Leser,

    als unparteiisch aber interessierter Beobachter finde ich es äußerst spannend wie in einem Staat mit freiheitlich-demokratischer Grundordnung, von der wir alle profitieren, auf die Entdeckung der Homophobie in der jamaikanischen Kultur bzw. dem Niederschlag in einem Teil der jamaikanischen Musik reagiert wird.

    Bemerkenswert hierbei ist wie ich finde, dass gerade eine Gruppe, die man selbst als Minderheit bezeichnen könnte (Homosexuelle), die selbst lange genug um Akzeptanz und Anerkennung kämpfen musste und immer noch kämpfen muss, eine andere Minderheit mit den Mitteln der Repression bekämpft.

    Erstaunlich auch, dass man "anders-denkenden" Menschen gegenüber so radikal argumentiert und mit anti-demokratischen Mitteln versucht das Problem aus der Welt zu schaffen, jedoch nicht zu lösen.

    Ich kann nur wenige bis keine Versuche erkennen auf die Gegenseite produktiv einzugehen bzw. sich ihr überhaupt informativ und analytisch zu nähern. Stattdessen vertieft man die Gräben und erhöht die Mauern, die nur zu einer Verhärtung der Fronten führen wird und nicht zu Verständigung und Toleranz.

    Ich persönlich kenne übrigens keinen Rasta, der diese Lieder hört oder sie darüber hinaus auch versteht, der die Absicht hat Schwule anzuzünden oder zu erschießen.

    So gesehen ist das doch eine Basis von der aus man sich prinzipiell verständigen und auseinandersetzen kann, ohne befürchten zu müssen anschließend in Flammen zu stehen oder ein zermatschtes Gesicht zu haben.

    Schön, dass es in dieser Richtung Annäherungssversuche seitens der Rasta-Fraktion in diesem thread gibt. Es wäre zu begrüßen, wenn von der Gegenseite ähnlich produktives zustande käme.

    Gruß Karl-Heinz
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#46 SakiAnonym
  • 03.11.2009, 20:07h
  • Ich muss Benni und Karl-Heinz zustimmen. Mich stört auch nicht der berechtigte Protest, sondern die undemokratische Haltung hinter den Handlungen.
    Demokraie erfordert Dialog. Dieser wird vermieden. Zumindest in Europa.
    Mein Eindruck: Je mehr die homosexuelle Bewegung in Deutschland entbasisdemokratisert wird, desto lauter werden die Rufe nach staatlich-autoritären Mitteln gegen deren Gegner.
    In den USA, wo die homosexuelle Bewegung noch deutliche Züge der Bürgeriniative zeigt herrschen günstigere Dialog-Strukturen. Deutlich wurde dies am Beispiel Buju Bantons in San Francisco.

    Die Ergebnisse dieses Treffens werden kritisch gesehen. Doch stellt sich mir die Frage, ob man nicht allzu "missionarisch" gedacht hat. Es ist äußerst unrealistisch (nicht weil ich das befürworte, sondern weil sich kulturelle Gepflogenheiten nicht von heute auf morgen ändern lassen) dass sich jamaicanische Artists zu Befüwortern der Homosexualität machen lassen.
    Ist denn die Tatsache, dass friedlich diskutiert und somit ein friedliches Nebeneinander bewiesen wurde, nicht ein Grund zur Freude?
    Man erwartet schießlich auch nicht, am Ende des Dialogs von Palestinsern und Israelis, dass sich der palestinensiche Diksussionsteilnehmer zum Fürsprecher israelischer Siedlungspolitik entwickelt.
    Ein Ziel sollte es doch sein, verschiedene Weltanschauungen gleichberechtigt stehen zu lassen. Auch wenn sich diese offen kritisieren.

    Und ich unterstreiche nochmal: Es scheint kein Dialog möglich, solange die Thematik nicht in ihrer Entstehung gesehen und verstanden wird. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Diese gilt es auch zu würdigen und in ihrer historischen Entwicklung anzuerkennen.
    Schnellschüsse wie Einreise- oder Konzertverbote bringen uns nicht weiter. Es kommt ja auch keiner auf die Idee Homosexualität zu verbieten, um die Problematik von 14-jährigen auf dem Jungenstrich zu lösen.

    Ich setze auf Diskussion. Auch wenn maciicx nicht in Ba-Wü lebt, sollte es doch möglich sein einen Dialog auf den Weg bringen, um den Austausch zu gewährleisten. Solange dieser auf Interesse am Gegenüber und nicht auf Ablehnung basiert.

    Alles erdenklich Gute,

    Saki
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#47 maciicxProfil
  • 04.11.2009, 01:33hpnkw
  • Antwort auf #43 von benni
  • zeig mir in 39 einen nazivergleich. dein argument gegen diesen hinkt übrigens auch: schon vor der machtergreifung waren nazis nazis, und wenn heutzutage nazibands ausländerfeindliche texte singen, so kann man nicht sagen, sie seien keine nazibands, nur weil diese leute nicht systematisch verfolgen und vernichten.

    eigentlich sollte dem denkenden leser auffallen, dass ich mir die position, in deren zusammenhang ich "neger" schrob, eben nicht zueigen mache. das wäre so, als würde ich dir unterstellen, die betreffenden artists in abschiebehaft stecken zu wollen.
    nun habe ich eingesehen, dass manche leute nicht so gut umgehen können mit ironie und spitzer feder, oder ich einfach zu missverständlich formulierte, und mit 42 reagiert. möglicherweise war er aber noch nicht durch die moderation, als du mir den rassistenschuh anziehen wolltest.

    "Einige Artists haben sich in Jamaika von dem RCA distanziert, sollte doch beachtet werden, dass die Unterschriften auf den Verträgen waren und damit das Performen von diesen Texten auf europäischen Bühnen nicht mehr möglich war!"

    eben, politisch scheinkorrekte unehrlichkeit. eine witzlose, für alle beteiligten entwürdigende geschichte, dieser rca.

    das öfter aufgetauchte argument, der protest hierzulande gegen diese artists, boykott etc. würde nur noch mehr öl ins homophobe feuer kippen, ließe sich auch umdrehen.
    ok, hoffentlich doch nicht. ich weiß nicht wie es anderen geht, aber ich habe keinen bock, wegen sizzla rassist zu werden. auch nicht, wenn leute dieses dann als argument gegen battyman-tunes verwenden könnten auf jamaica...

    es geht hier übrigens nicht um jamaica-boykott, sondern um konkrete, in diese richtung so schon über die grenzen des guten und gar schlechten geschmacks hinaus aufgefallene artists.

    (auf abschiebung etc. werde ich nicht eingehen, das mögen befürworter dieser dinge tun...)
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#48 maciicxProfil
  • 04.11.2009, 02:20hpnkw
  • Antwort auf #46 von Saki
  • wow, stimme mit dir in vielem überein, was den ruf nach papa staat angeht zum beispiel, oder auch die befürchtung, das gespräch in sf wäre zu missionarisch gewesen. leider fürchte ich, da nicht repräsentativ für die nutzer dieses portals zu sein.

    es wäre schon viel wert, wenn buju banton schlicht die entsprechenden tunes in der tasche ließe. dass es weltfremd ist, von ihm öffentliche statements in jamaika, wo nicht nur ein paar musiker homophob sind, es letztendlich gar der staat mit seinen gesetzen ist, kontra homophobie zu verlangen, hätte den leuten klar sein können. und schade, dass buju banton auch einen großen beitrag dazu leistete, diesen schmalen steg wieder einzureißen.

    www.queer.de/detail.php?article_id=11229

    "Ein Ziel sollte es doch sein, verschiedene Weltanschauungen gleichberechtigt stehen zu lassen. Auch wenn sich diese offen kritisieren." - homosexualität ist keine weltanschauung, und wenn jemand auf der wörtlichen ebene vom töten homosexueller singt, und in dessen heimat homosexuelle getötet werden - was soll man davon halten?

    mir scheint, du nimmst die perspektive des ornithologen ein, aber bedenke: du unterhältst dich mit vögeln.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#49 BenniAnonym
  • 04.11.2009, 11:27h
  • Ich möchte niemandem irgendeinen Schuh anziehen. (wenn sie das so empfunden haben: tut es mir leid!) Und möchte auch nicht weiter auf dem Nazivergleich rumreiten.

    Denn um was es mir eigentlich ging sind die demokratischen Mittel Und Sie sind in keinster Weise darauf eingegangen bzw. drängt sich mir der Verdacht auf Sie wollen genau solche Argumente überlesen:

    Ich finde Protest richtig aber die Frage ist: wie dieser Protest von statten geht? Mit demokratischen Mitteln ist gegen den Protest nichts einzuwenden.

    Ich plädiere für einen demokratischen Protest! Abschiebung, Einreiseverbote, aufgrund von Meinung ist undemokratisch und kann nicht im Sinne einer Verbesserung der Situation gesehen werden!

    Sie gehen auf diesen Punkt nicht ein, dass ist schade, denn genau da ist meiner Meinung nach einer der Punkte um die es hier geht! Einreiseverbote, Abschiebehaft, Abschiebung! Kurz all die Mittel die nicht zuletzt von Politikern wie Volker Beck und vielen anderen hier gefordert werden.

    One Love

    PS: Es gäbe sicherlich mehr zu schreiben aber Saki und Karl-Heinz haben viele Sachen bereits sehr schön dargestellt.
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#50 BenniAnonym
  • 04.11.2009, 13:45h
  • Antwort auf #49 von Benni
  • Interessant dazu ist auch die Stellungname von J-Flag zu dem Treffen in San Francisco:

    gayjamaicawatch.blogspot.com/2009/10/j-flag-not-impressed.ht
    ml


    Besonders hervorheben möchte ich folgenden Punkt dieses Artikels:

    "The meeting's participants wanted Banton to give the proceeds from the song to J-FLAG, hold a pro-gay town hall meeting and sing pro-gay lyrics. These requests were berated by Banton and also J-FLAG.

    "J-FLAG is under no illusion that Mr Myrie or other DJs of his ilk will ever be minded to produce music that preaches the dignity of all life, including that of gays and lesbians. Neither do we expect contributions of any sort from them. In fact, such an engagement with the gay community is not our goal," said J-FLAG."

    Außerdem finde ich es wichtig hervorzuheben, dass J-Flag sagt: "We share the concern of the parties that the stalemate be brought to an end as soon as possible. Its persistence does harm to Jamaica's image and to the marketability of its popular music industry."

    Alles erdenklich Gute und One Love
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#51 maciicxProfil
#52 Karl-HeinzAnonym
  • 11.11.2009, 12:48h
  • Antwort auf #51 von maciicx
  • Lieber maciicx,

    macht es dich denn nicht stutzig, dass die großen Themen im Reggae – love, peace, unity – in einem krassen Widerspruch zu der homophoben Haltung in einigen wenigen Texten stehen? Wird man diesen Menschen und Musikern gerecht, wenn man ihre Botschaft auf die – wie ich auch selbst denke - problematischen Aussagen reduziert? Sollte man sich nicht zunächst damit beschäftigen, wie solche Aussagen zustande kommen und gemeint sind?

    Ich denke – und das kann ich aus eigener Erfahrung berichten – dass es keine oder kaum Reggae-Hörer gibt, die auf die Konzerte von Sizzla, etc. gehen, um sich dort von diesen Texten motivieren lassen, um Schwule zu verurteilen. Vielmehr gehen die Menschen dorthin, um Liebe, gute Musik und Anerkennung zu erfahren. Ich unterstelle den meisten, in Deutschland sozialisierten Hörern, dass sie durchaus eine kritische Position einzunehmen in der Lage sind.

    Für diese Leute ist es verständlicherweise sehr ärgerlich, wenn sie solche Konzerte in Zukunft nur noch auf Video oder im Ausland erleben können, weil es ihnen von Seiten der Schwulen- und Lesbenverbände mit Hilfe des Staates verboten wurde. Meinst du nicht, dass genau dieser Weg zu mehr Vorbehalten gegenüber Schwulen führen wird?

    Gruß
    Karl-Heinz
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »

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