Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=11191
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Schwulenhasser will in München auftreten


#31 marcoAnonym
  • 18.10.2009, 17:02h
  • der eine schreibt eine abfällige bemerkung über schuppen in dreadlocks, der andere bietet öffentlich einem forum-user prügel an. ihr helden der tolleranz seid nicht viel besser als die die ihr denkt verurteilen zu können.
    die kommentare die auf dialog aus sind, erreichen mich viel mehr als eure 'schluss-aus-basta' kommentare.
    was bin ich froh, dass wir in einem land leben, wo die willkürlichkeit einer minderheit nicht jedem in die suppe spucken kann.

    danke an u-club, contourmusic und revelation-concerts.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 daisyAnonym
  • 18.10.2009, 17:33h
  • Antwort auf #31 von marco
  • " In jamaikanischen Medien sagt Buju bei einem Telefoninterview mit der Talkshow 'Mutabaruka's Cutting Edge' sagte er über das Treffen mit kalifornischen Politikern und Schwulen-Aktivisten unter anderem:

    "This is a fight, and as I said in one of my songs 'there is no end to the war between me and faggot'"

    *************

    fight & war

    *************
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 maciicxProfil
  • 20.10.2009, 12:55hpnkw
  • Antwort auf #31 von marco
  • toleranz schreibt man immer noch mit einem l.

    dreadlock-witze müssen wirklich nicht sein, aber immerhin wird hier keiner verteidigt, der dazu aufruft, dreadlockträger von ihren schuppen zu reinigen, indem man sie erschießt, verbrennt oder ähnlich nette dinge mit ihnen anstellt. rein metaphorisch natürlich.... um mal kurz den fokus auf die verhältnisse zu setzen.
    kommentare, die auf dialog aus sind, habe ich von der pro-sizzla-fraktion in diesem thread noch nicht gesehen, das androhen der prügel erfoilgte gegenüber jemandem, der selbst ein ungesundes verhältnis nicht nur zu gesungener, sondern auch zu tatsächlicher gewalt aufzeigte. vielleicht nicht korrekt, aber ein adäquates echo. zumal diese gewalt, im gegensatz zum schwuchtelverbennen auf jamaica, den rahmen der worte vermutlich nie verlassen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 NimbusAnonym
  • 22.10.2009, 15:47h
  • wenn ich mir hier die ganzen Kommentare zu Sizzla durchlese erscheint es alles als ob auf noch schlimmere Art eine gedankenlose Hetze versucht wird los zu treten.
    „Hasssänger, Schwulenhasser, Volksverhetzer, Nazi, Dreckschleudern, Klemmschwucken“, vielleicht kommt ja noch Terrorist, Nigger usw. und dann ruft ihr hier doch auch irgendwann zum erschießen von Negern auf.
    Wer macht hier mehr niveaulose Propaganda gegen wenn?
    Es ist doch klar nicht zu akzeptieren, dass zu Mord an bestimmten Personengruppen aufgefordert wird, doch wird hier ja mit schlimmerem vorgegangen und nicht, bis auf einige Kommentar, realistisch argumentiert und versucht die Ursache zu erkennen und bloß zu stellen, setzte euch doch mal mit der Kirche auseinander, dass würde mehr bringen. Hier geht eine Minderheit gegen eine Minderheit vor, was soll das bringen, habt ihr so viel Langeweile oder nicht den Mut?
    Wir wurden Jahrhunderte diskriminiert und jetzt haben wir seit einigen Jahren Rechte und dann spielen sich einige fast wie Gott auf….?
    Ach ja, es ist je leichter mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
    Sogar Politiker werden aufs Parkett gerufen, warum kann das nicht unter den Lobbyisten, also Kirche und Politik, ein für alle male direkt geklärt werden?
    Das enttäuscht mich doch gewaltig und macht mir große Angst. Bei dem Künstler verstehen doch die wenigsten Menschen hier im Lande überhaupt die Texte und werden doch erst durch euch darüber aufmerksam gemacht bzw. informiert.
    Aber Deutsch kann in diesem Lande jeder und einige Kommentare, wie sie geschrieben wurden, erscheinen mir als noch unverantwortlicher und es ist eine viel gefährlichere Hetze, darüber sollte sich einige wirklich Gedanken machen.
    Wisst ihr eigentlich was ihr hier macht, habt ihr den Boden völlig verloren oder wollt ihr nur eine Hetz- Kampanie gegen bestimmt Personen starten weil es Euch gefällt oder die selbe Ader habt?
    Dann überlegt doch schon mal in Jamaika Militärisch ein zu marschieren und dann die von uns Europäern über Jahrhunderte gemachte Gedankenstruktur dort zu ändern.…..
    Auch sollte die Redaktion besser die Kommentare überprüfen!

    One love
    Viktor
  • Antworten » | Direktlink »
#36 WissenAnonym
#37 norbertcdnkathEhemaliges Profil
#38 SakiAnonym
  • 01.11.2009, 20:26h
  • Versuchen wir doch mal unsere gekränkten Egos weg zu lassen. Auf Kulturimperaliasmus verzichte ich gerne.
    Loren schrieb:"Meine Meinung: Auf solche religiösen Eiferer und
    Volksverhetzer können wir auf deutschen Büh-
    nen vezichten."

    Ich hoffe auch, dass wir uns alle darin einig sind, einen möglichst friedlichen Zustand des Dialogs schaffen zu wollen.
    Theodor W. Adorno hierzu: "Friede ist der Stand eines Unterschiedenen ohne Herrschafft, in dem das Unterschiedene teilhat aneinander."

    An Sizzla teilhaben kann man nicht, wenn man ihn nicht eireisen lässt. Das Argument: "Der hasst uns doch und will uns nur Böses" zieht hier nicht. Ich stelle mal die mutige Hypothese auf, dass kein/e Homosexuelle/r in Deutschland von einem Rasta physisch angegangen wurde. Inwieweit auf Jamaica Gewalt gegen Homosexuelle tatsächlich von Rastas ausgeht bleibt zu prüfen.
    Will man allerdings das "Feuer" in seiner metaphysischer Bedeutung nicht verstehen, bleibt einem die Einsicht in diese Thematik leider verwährt.

    Ich bin Rasta, liebe Haile Selassie und verstehe keinen Spaß, wenn es darum geht anderen seine Meinung auf zu drücken. Soweit ich Rasta verstehe, geht es nicht darum das Andere zu zerstören. Vielmehr geht es um den Diskurs auf Augenhöhe: "Equal rights and justice for all."
    Ein Blick auf Gertrud Nunner-Winklers Überlegungen zum ethischen Universalismus sei an dieser Stelle empfehlenswert, eine Ausführung würde aber den Rahmen sprengen.

    Die Versklavung, Verschleppung, Vergewaltigung, Erniedrigung, Ausbeutung, Ermordung und Unterdrückung eines Volkes durch Europäer (implizit auch die Besiedler der jetzigen USA) ist nicht zu ignorieren.
    In den Diskussionen um Homophobie auf Jamaica, jedoch auch auf dem afrikanischen Kontinet, höre ich kaum Scham und Reuhe für die Greueltaten unserer Vorfahren. Auch wenn wir daran nicht direkt beteiligt waren, profitieren wir immer noch von diesem Genozid.
    Die Afrikaner in der Diaspora befinden sich im Kampf um Emanzipation, die sich in kulturellem Schaffen ausdrückt. Sex dient dabei als Mittel der Abgrenzung, nicht selten spricht man über Homosexualität als "White Sex".
    Auch wenn es offensichtlich afrikanische Homosexuelle gibt, distanziert man sich im Prozess des "nation building" von Homosexualität, da diese die Reproduktion gefährdet.
    Diese Ausführungen dienen nur als kurzer Einstieg in die Thematik und können sie daher auch nur ansatzwesie skizzieren.

    Das bietet wieder mächtig Angriffsfläche, ich weiß. Versucht doch bitte nicht wieder in "ach, diese Wilden, mit ihrem primitiven Denken" zu verfallen. Auch hier empfehle ich Theodor W. Adorno und die Dialektik der Aufklärung. Hinter mancher scheinbar aufklärersichen Aktion steht der Wunsch auf Machterhalt und Machtausbau. Aktionen wie Auftritts- und Einreisverbote sprechen eine deutliche Sprache.
    Muss der berechtigte Wunsch der Homosexuellen in Deutschland und Europa, auf gleiches Recht und fairer Behandlung, mit den Mitteln staatlicher Repression und Gewalt erstritten werden?

    Alles erdenklich Gute ...

    Saki
  • Antworten » | Direktlink »
#39 maciicxProfil
  • 02.11.2009, 16:06hpnkw
  • Antwort auf #38 von Saki
  • du übersiehst, scheint mir, dass einer der schwul ist und sich gegen leute wie sizzla wehren will, deshalb nicht zwingend jemanden wegen seiner hautfarbe angreift.

    "In den Diskussionen um Homophobie auf Jamaica, jedoch auch auf dem afrikanischen Kontinet, höre ich kaum Scham und Reuhe für die Greueltaten unserer Vorfahren."

    solange ich kein wort von scham und reue für die greueltaten ihrer vorfahren und zeitgenossen höre, diskutiere ich nicht mit heteros. so.

    nun sind es auch zuallererst schwarze, die unter der homophobie in jamaica und afrika zu leiden haben.

    du willst -wie so viele andere- aus der homophobiefrage ein weiß-vs-schwarz konstruieren, viell. auch nur ein homo-vs-schwarz. aber das zieht nicht.

    dein rassismusvorwurf ("ach, diese Wilden, mit ihrem primitiven Denken") ist deplatziert und übrigens ein spieß, der sich leicht umdrehen ließe. schließlich forderst du uns ja auf, mit den negern etwas nachsichtiger zu sein.

    (die rasta-frage ist übrigens völlig egal. denn
    auch wenn sizzla ein rasta ist, ich wage zu bezweifeln dass er nur von solchen gehört wird.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 SakiAnonym
  • 02.11.2009, 20:53h
  • Genau das meinte ich; scheinbar wolltest Du mich falsch verstehen. Betrachten wir Deine Argumente:

    Du versuchst eine schwarz-weiß Sache daraus zu machen und betrachtest meine soziologische Argumentation nicht. Es geht hier nämlich um zwei Gruppen:
    Eine befindet sich in einer wirtschaftlich günstigeren Position, welche sie sich durch Ausbeutung (u.a. auch) der anderen Gruppe gesichert hat. Jetzt scheint sich die unterdrückte Gruppe in einem emanzipatorischen Prozess zu befinden und generiert aus eigenen Kulturezeugnissen Wohlstand. In unserem Fall wäre das Musik, auf Jamaica auch Tourismus, von dem auch Homosexuelle profitieren (übrigens warnt auch J-FLAG davor, Jamaica das Geschäft mit dem Tourismus zu vermiesen, da das die Spirale der Gewalt nur weiter treibt).
    Da die einst unterlegene Gruppe jetzt dem Wohlstand entgenläuft und nun auch auf dem Gebiet der Unterdrücker "Erfolge" erzielt, setzen sich die Mechanismen der wirtschaftlichen Ausgrenzung in Bewegung und versuchen dies zu stoppen.
    Hauptsächlich geht es hier also um Machtdemonstration; erst in zweiter Linie um Hautfarben.
    Ich kritisiere ja auch das undemokratische sich-zur-Wehr-setzen (nicht dass sich Homosexuelle prinzipiell dagegen wehren) da es sich staatlicher Repression und Grausamkeit bedient. Abgeschoben werden ist keine schöne Sache, darüber herrscht hier hoffentlich Einigkeit.

    Und ich stimme Dir völlig zu: Wenn zwei Gruppen miteinander diskutieren, ist es von enormer Bedeutung die geschichtliche Entwicklung und Gewordenheit der Diskussionspartner zu beachten.
    Ich fordere somit keine Nachsicht, sondern Verständnis. Schließlich versuche ich auch Homosexuellen mit Verständnis zu begegnen.
    Außerdem geht es hier nicht darum Ungerechtigkeit aufzuwiegen. Beides würde die Grausamkeiten, die beiden Gruppen zugefügt wurden, relativieren. Das kann nicht unser Anliegen sein.

    Da man auf europäischer Seite (J-FLAG und afrikanische Verteter von Homosexuallen argumentieren hier differenzierter) das Argument der "moralischen und menschenrechtlichen Überlegenheit" auffährt, sollte ein "solange die nicht das machen, diskutiere ich nicht mit" eher vermieden werden. Außerdem wirkt das kindisch.

    Natürlich argumentiere ich "pro-Rasta" doch mein Anliegen ist es, Pluralität zu ermöglichen. Diese kann nur durch Diskussion wachsen.

    Ich sehe, Du kommst aus Baden-Württemberg. Wenn Du magst, können wir das auch live besprechen. Das würde sicher einigen Missverständnissen entgegenwirken.

    Alles erdenklich Gute ...

    Saki

    P.S.: Das Wort "Neger" zu benutzen und sich über "Schwuchtel" aufzuregen finde ich problematisch.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel