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  • 12. Oktober 2009 12 2 Min.

Das französische Amateurteam Créteil Bébel, das sich als muslimische Mannschaft bezeichnet, will nun doch gegen ein schwules Team spielen.

Noch letzte Woche hatte es Créteil Bébel abgelehnt, gegen Paris Foot Gay anzutreten (queer.de berichtete). Man habe das Spiel aus religiösen Gründen abgesagt, erläuterte damals Trainer Zair Belgharki. Nach heftiger Kritik – und der Androhung von Sanktionen durch den Fußballverband – lenkte Belgharki nun ein und nannte die frühere Absage über den Vereinsanwalt ein "Missverständnis".

In einer umständlichen Erklärung verteidigte er seine Position: "Wir haben uns nicht aus Homophobie geweigert zu spielen, wie wir beschuldigt wurden. Vielmehr haben wir abgesagt, weil der Name unseres gegnerischen Clubs nicht unserer Vision des Sports entspricht". Belgharki störte sich daran, dass das Wort "Gay" im Vereinsnamen auftauchte. "Wir haben abgelehnt, gegen Paris Goot Gay zu spielen, weil wir Angst hatten, dass dieser Club durch die Betonung der Homosexualität seiner Spieler das Match instrumentalisieren könnte", so Belgharki.

Noch ist unklar, ob der Fußballverband Créteil Bébel dafür bestrafen wird, dass der Verein ein angesetztes Spiel gegen Paris Foot Gay ohne ausreichende Begründung absagte. Verbandsvorsitzender Jacques Stouvenel sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass in dieser Woche eine Entscheidung über mögliche Sanktionen getroffen werde.


Paris Foot Gay hat stets erklärt, dass das Team offen sei für alle Nationalitäten, Hautfarben, sexuelle Orientierungen oder Religionen und man so gegen Diskriminierung kämpfen wolle: "Es ist symptomatisch, dass sich niemand über Vereine aufregt, die nur bestimmten Menschen offen stehen", hatte die Mannschaftsführung vor einer Woche mit Blick auf den muslimischen Verein erklärt. (dk)

-w-

#1 LorenEhemaliges Profil
  • 12.10.2009, 19:13h
  • Sollte die Bereitschaft zum Spiel gegen Paris Foot
    Gay nun gewachsen sein, ist das erfreulich, zeigt
    es doch, dass auf dem Boden des Rechts solche
    Auswüchse der Diskriminierung erfolgreich be-
    kämpft werden können. Den Homophoben wird so
    gezeigt, dass sie nicht über dem Gesetz stehen.
    Wenn es nun doch zu dem Spiel kommt, heißt es
    auf jeden Fall schon vor dem Anpfiff 1:0 für Paris
    Foot Gay.
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#2 seb1983
  • 12.10.2009, 19:45h
  • Freut mich sehr, dass dieses "Missverständnis" aus der Welt geräumt ist.
    Nun haben die pösen pösen Homos keine Möglichkeit mehr das Spiel zu "instrumentalisieren, ein Hoch auf das muslimische Fußballteam für dieses leuchtende Beispiel an Integration und Toleranz! Der Sport muss sauber bleiben
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#3 hwAnonym
  • 12.10.2009, 20:10h
  • Antwort auf #1 von Loren
  • 10:1, sollten wir uns wünschen
    ..und viele arabische klemmschwestern, die wenigstens danach raunen könnten, das ergebnis
    lag bestimmt an den ausnehmend gut aussehenden gays.
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