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https://queer.de/?11209
  • 15. Oktober 2009 13 2 Min.

Homosexualität ist per Gesetz schon jetzt verboten. Jetzt wirbt Premierminister Bruce Golding auch noch ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der Verfassung.

Wie die AFP berichtet, soll das Verbot im Rahmen der "Charta für Grundrechte und Freiheiten" erlassen werden, die in die Verfassung aufgenommen werden soll. "Ich entschuldige mich nicht dafür, dass die Regierung Jamaikas unumstößlich an ihrer Ablehnung von gleichgeschlechtlichen Ehen oder Eingetragenen Partnerschaften festhält", erklärte der 61-jährige Vorsitzende der Jamaica Labour Party bei einer Parlamentsdebatte. Zwar könnten zukünftige Regierungen eine weichere Linie fahren, aber "das wird sicherlich nicht in dieser Legislaturperiode geschehen. Nicht so lange ich hier bin."

Golding begründet seine Ablehnung von Homosexualität damit, dass die "Werte und Kultur unserer Nation geschützt werden müssen". Zwar sei es nicht die Aufgabe des Staates, in die Schlafzimmer seiner Bürger zu schauen. Allerdings würde müsse verhindert werden, dass Homosexualität eine "anerkannte Verhaltensart" werde. Bereits im vergangenen Jahr hatte er gesagt, dass Homosexualität ein "unjamaikanischer" Wert sei, der der Insel von der vorherigen Kolonialmacht Großbritannien und anderen westlichen Staaten aufgezwungen werden soll. Er selbst werde aber "niemals" einen schwulen Minister ernennen (queer.de berichtete). In der Parlamentsdebatte fügte er an, dass seine Meinung die "aggressive internationale Homo-Lobby" dazu verleiten könnte, weitere Boykottaufrufe gegen sein Land zu verhängen. Anfang des Jahres starteten US-Aktivisten die Aktion "Boycott Jamaica" (queer.de berichtete).

Auf Homosexualität stehen derzeit in Jamaika zehn Jahre Haft inklusive Zwangsarbeit. Golding will dieses Gesetz beibehalten. Auf der Insel gibt es zudem immer wieder Berichte über Lynchmorde an Schwulen und Lesben, bei denen die Polizei tatenlos zusieht. Erst im September ist dort ein britischer Diplomat offenbar wegen seiner Homosexualität ermordet worden (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 alexander
  • 15.10.2009, 17:23h
  • wäre eigentlich lustig, wenn schwule jamaikaner sich das JA-WORT im knast, steinbruch oder auf den zuckerrohrplantagen geben müssten, da sie ja allesamt STRAFTÄTER sind und daraufhin auch noch straffällig geworden wären, wirklich der brüller !!!!! was soll also das saudumme gelaber über ein eheverbot ???
    goldings bruce ist zu blöd seine eigene geschichte zu kennen, denn schliesslich haben die briten die strafbarkeit der homosexualität nicht nur hier, in ihrem kolonialwahn eingeführt, allerdings wussten die warum, die kannten ihre männlichen spezel´s, die nicht umsonst gerne in "exotischen bereichen" tätig waren. also kann er nicht behaupten sie wäre aufgezwungen worden.
    vor allem ist jamaika immer noch parlamentarische monarchie unter queen lisbeth, vertreten durch generalgouverneur patrick allen. man muss sich fragen warum nicht wenigstens von britischer seite einfluss auf diese wildgewordenen 2,8 milionen jamaikaner genommen wird, was ganz allgemein die lynchgeschichten und die extreme kriminalität angeht ?
    letztlich der gleiche zirkus wie in vielen afrikanischen ländern, muss wohl an den missionarisch, christlich mutierten genen liegen, denn bevor "unsere alleinseeligmachende kirche" auf den plan trat, hatten diese menschen "diese" problem nicht !
    golding sollte eher die jamaikanischen "werte" (was das auch immer sein soll?) beschreiben und begründen, bevor er "unjamaikanische" benennt ! falls er noch rechtzeitig von seinem moralischen hohen baum kommt !
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#2 seb1983
  • 15.10.2009, 17:30h
  • Und da faseln einige von einem sogenannten "roll back" in Deutschland.

    In Indonesien werden Schwule neuerdings ausgepeitscht, auf Jamaika kommt das Eheverbot in die Verfassung, und in Irak und Afghanistan wird wieder fröhlich gemetzelt nachdem man wieder die Freiheit dazu hat.

    Wenn wir in Deutschland zurück rollen, gehts bei denen dann mit Lichtgeschwindigkeit rückwärts oder wie nennt man das??
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.10.2009, 17:43h
  • Jamaika hat damit wieder bewiesen, daß es für die Regenbogencommunity KEIN URLAUBSLAND ist!
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