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Der Bundesrat berät ab Freitag darüber, ob der Gleichheitsartikel im Grundgesetz durch das Merkmal "sexuelle Identität" erweitert wird.

Den Antrag hatten die Länder Berlin, Bremen und Hamburg gestellt (queer.de berichtete). Bislang werden nur Benachteiligungen wegen des Geschlechts, der Abstammung, der Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, des Glaubens, der politischen oder religiösen Überzeugung und einer Behinderung verfassungsrechtlich geschützt. Um eine Änderung durchzusetzen, wäre eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat notwendig. Der Gesetzentwurf wurde am Freitag zur Beratung an die Ausschüsse verwiesen.

Der Lesben- und Schwulenverband begrüßt die Initiative ausdrücklich: "Besonders erfreulich ist, dass der Gesetzesantrag von Regierungen getragen wird, an denen CDU, SPD, Grüne und Linke beteiligt sind", erklärte LSVD-Sprecher Axel Hochrein. "Bislang fehlt im deutschen Recht ein umfassender Diskriminierungsschutz: Die ausdrücklichen Benachteiligungsverbote des Art. 3 Absatz 3 gelten nicht für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender, weil dort das Merkmal ‚sexuelle Identität’ nicht mit aufgeführt ist. Die Gesetzesinitiative unterstützt die langjährige Forderung des LSVD, dies endlich zu ändern".

Auch der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck freut sich über das überparteiliche Bündnis: "Nur CSU und FDP fehlen", erklärte Beck. Die FDP scheint allerdings bald im Boot zu sein: Offenbar will die Jamaika-Koalition im Saarland den Antrag unterstützen (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 seb1983
  • 16.10.2009, 17:43h
  • Mal sehen ob dieser schwere Stein dann ins Rollen kommt, schön wäre es ja, praktisch ist die Bedeutung zwar eher mäßig, aber es wäre ein Zeichen!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.10.2009, 19:10h
  • Der gemeinsame Antrag der Bundesländer Berlin, Bremen und Hamburg wird sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat nicht die erforderliche 2/3-Mehrheit bekommen und ist deshalb schon zum Scheitern verurteilt!
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#3 sylviafee
  • 16.10.2009, 20:17hBerlin
  • Bitte gönnt mir einen Augenblick, des leisen innerlichen Stolzes.
    Kann ich mich doch noch gut daran erinnern, wie ich gekämpft habe statt Orientierung die Identität zu wähle, aber sicher wieder viele die sagen, das wollten wir immer schon.
    Beim ersten NRW Empfang des Landtagspräsidenten, beim Empfang durch die noch heutige Bundesjustizministerin B. Zypries kurz nach ihrer Ernennung,mahnte ich noch in meiner Rede und vielen Gesprächen vorher und nachher, an die TransGender Gemeinde nicht zu vergessen.
    Statt der sexuellen Orientierung, die Identität zu nehmen.
    Danke und gönnt mir den Augenblick des Stolzes und der Freude.
    Nur sorry ich glaube nicht daran, das es zur nötigen, längst überfälligen Änderung kommen wird.
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