Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=11223
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Uganda: Todesstrafe für Schwule?


#1 alexander
  • 16.10.2009, 16:48h
  • KOTZ !!!!!
    die haben noch nicht mal nach dem schwänze-abschneidenten-und ins- maul -steckenden
    idi amin was begriffen !
    spricht es doch für die 85% "christen" in diesem land ! offensichtlich finden es die kirchen völlig in ordnung, oder hat jemand einen widerspruch vernommen, eventuell wenigstens vom "heiligen stuhl"(gang) ?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LorenProfil
  • 16.10.2009, 16:55hGreifswald
  • Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zu-
    sammenarbeit und Entwicklung informiert(u.a.):

    "2006 wurde Museveni zum dritten Mal in seinem
    Amt bestätigt. In Zukunft gilt es, verbliebene De-
    fizite im Demokratieverständnis und bei der Rechtsstaatlichkeit abzubauen. Positive Entwick-
    lungen sind zum Beispiel, dass die ugandische Men-
    schenrechtskommission ihre Funktion als Kon-
    troll- und Beschwerdeinstanz für Menschenrechts-
    verletzungen engagiert ausfüllt und das Parlament
    seine Rolle mit zunehmendem Selbstbewusstsein
    ausfüllt ..."

    Da kommen mir gleich die Tränen vor Freude, ist Herr Museveni doch erst seit 1986 im Amt
    und hat "mit einer umfassenden Reformpolitik
    vielfältige Erfolge erzielt" (so das MInisterium).

    Meine Frage an die (noch) regierende Ministerin:
    "Wurde da nicht mindestens eine Minderheiten-
    gruppe bei der Ausarbeitung der umfassenden
    Reformpolitik vergessen und welche Auswir-
    kungen hat das auf die Entwicklungszusammen-
    arbeit zwischen Deutschland und Uganda?"
  • Antworten » | Direktlink »
#3 olblueye
  • 16.10.2009, 17:18h
  • Die Korruption in diesem Land ist so riesig, da kann man schön mit Hass auf Homosexuelle ablenken. Zumindestens bei der grossen Mehrheit der Nicht-Schwulen und Lesben.

    Dieses Land hat so viele Probleme, was für eine Rolle spielt es da, wer mit wem ins Bett geht ?

  • Antworten » | Direktlink »
#4 seb1983
#5 Benedictus
  • 16.10.2009, 20:43h
  • "Erst im April hat der ugandische Ethikminister erklärt, dass die Vereinten Nationen seinem Land Homosexualität aufzwingen wollten. Präsident Yoweri Museveni hatte zuvor gleichgeschlechtliche Liebe als "ausländische Kultur" bezeichnet."

    Was ich wirklich schade finde ist, dass die einzige Kultur, die afrikanische Länder wie diese für sich übernommen haben, fanatische, religiöse Auslegung der Ansichten der katholischen Kirche oder des Islams ist.

    Wir, der Westen, die ausländische Kultur, kriegen nun das zurück, was vor Jahrhunderten (dank unserer Kirchen) gesät wurde und bis heute noch gesät wird: Religiös motivierter Hass!

    Was mir fehlt an Uganda und Jamaika (ja ich weiß, Jamaika ist nicht afrikanisch) und sonstige Länder, die sich als Exkolonien per se bevormundet fühlen, eine gewisse konsequente Art und Weise sich von den "ausländischen" Zwängen zu lösen. Man kann nicht einerseits sich in Sachen Homosexualität sich dem Einfluss einer ausländischen Religion unterwerfen, oder das Geld ausländischer Touristen oder Entwicklungshilfe annehmen und andererseits sich über die Einmischung des Auslands beklagen.

    Ich wünsche mir dann lieber einen Umgang mit Homosexuellen, wie er vor dem Einfluss der westlichen Welt statgefunden hat. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das in nicht westlich beeinflussten Ländern überhaupt ein Thema ist.

    Aber mir fehlen leider die Quellen, um zu beweisen, dass es mit Sicherheit Kulturen in Afrika gab, in denen, bevor westliche und arabische Missionare Afrika verseucht hatten, Homosexualität etwas völlig Natürliches war, so natürlich, dass es noch nicht einmal eine Begrifflichkeit dafür gab.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 buddel rumAnonym
  • 16.10.2009, 21:04h
  • Antwort auf #5 von Benedictus
  • in den ehemaligen sklavenhalter- und plantagenkolonien spielen in den identitätsstiftenden nationalmuseen dokumente,
    zeichnungen und stiche über sexuellen mißbrauch
    durch die weiße herrscherschicht eine tragende rolle.

    sowohl der mißbrauch von frauen und kindern, wie der der schwarzen männer durch den weißen mann, die natürlich eigentlich frauen und kinder schützen sollten.

    "natürlich" bezieht sich auf die übernahme dieser rolle seit mindestens zehntausenden von jahren.

    in grundschulen lernt man nationalhymnen und die geschichte der realtiv jungen länder durch
    ausflüge in die museen.

    es gab sklavenfarmen, die der buchstäblichen zucht neuer sklaven dienten.

    obama besuchte als letzten ort seiner afrikareise das fort in dem sklaven mit den größten sexualorganen die teuersten waren. Alles belegt,
    alles dokumentiert. von dort wurden sie in die karibik und später nach brasilien verschifft.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#7 Peter B.Anonym
#8 Liedel
  • 16.10.2009, 23:52h
  • Aber mit Guido wird doch jetzt alles besser?

    Ach so stimmt, der ist ja noch gar nicht im Amt...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 EinfaltspinselProfil
#10 gatopardo
  • 17.10.2009, 12:53h
  • Wir müssen uns nur nicht einbilden, dass die Hetero-Mehrheit in unseren aufgeklärten Ländern Anstoss nimmt an Verfolgungen homosexueller Minderheiten in Entwicklungsländern. Staunend sah ich kürzlich einen Bericht über das ach so harmonische Miteinander auf Jamaika, was geradezu animierte, nach dort zu reisen, aber natürlich nur, wenn man zum "normalen" Teil der Bevölkerung zählt.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 Benedictus
#12 seb1983
  • 17.10.2009, 16:43h
  • Antwort auf #10 von gatopardo
  • Diese Länder würden sich eine solche Einmischung vermutlich auch als neoimperialistisches dekadent westliches Geblubber verbitten...

    Man beschränkt sich dort auf Korruption, Waffen und Luxusgüter für die Regierung, immerhin das hat man von den Industrieländern nämlich gelernt und inzwischen als ureigene Kultur verinnerlicht.

    Für Lektion II, Oberstufenunterricht mit Menschenrechten, Demokratie und allgemeiner Teilhabe am Wohlstand sind leider die Zulassungsbedingungen noch nicht erfüllt worden...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#13 buddel rumAnonym
#14 familientherapieAnonym
  • 17.10.2009, 18:38h
  • Bill Gates donates to Ugandan farmers

    www.newvision.co.ug/D/8/13/698020

    Das Geld der Gates-Stiftung, das nach Afrika strömt wird verwendet, um zwei Revolutionen gleichzeitig anzutreiben. Die eine basiert auf der klassischen asiatischen und lateinamerikanischen Grünen Revolution, die andere stützt sich auf GM-Technologie. Schließlich sind die Profi teure in beiden Szenarien ein und dieselben und haben dasselbe Ziel vor Augen: nämlich die Schaffung eines vorherrschenden Landwirtschaftsmodells, das auf Agrarexporten, Freiem Handel und der Verwendung von chemieintensiven großen Monokulturen und gentechnisch veränderten Organismen basiert.

    Die "Grüne Revolution" in Afrika soll die Landwirtschaft so verändern, dass sie in eine dynamische Branche mit einem Schwerpunkt auf Exportpflanzen verwandelt wird. Wichtig ist dabei die Integration von kleinen Bauernfamilien als Produzenten für den Weltmarkt. AGRA unterstützt mit ihren Millionen die Ideologie der "Grünen Revolution" massiv und ist vordergründig darauf ausgerichtet, den Millionen von Kleinbauernfamilien dabei zu helfen, "sich selbst aus Armut und Hunger zu befreien", indem die landwirtschaftliche Produktivität mithilfe von Technologien des Typs "Grüne Revolution" gesteigert wird.Der Vorsitzende von AGRA ist der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan. AGRA-Vorstandsmitglieder werden vor allem aus den Reihen der Rockefeller-Stiftung, Gates-Stiftung, International Food Policy Research Institute (IFPRI), dem Umfeld der Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (CGIAR) und aus dem Unternehmenssektor in Südafrika rekrutiert.

    In AGRAs aktueller "Erklärung zu Züchtungsforschung und Gentechnik" ('Statement on Plant Breeding and Genetic Engineering') heißt es, dass sie "zu diesem Zeitpunkt nicht die Entwicklung neuer Sorten durch den Einsatz von Gentechnik finanzieren.' Gleichwohl ist es bemerkenswert, dass AGRA am 16. Januar 2009 einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Jeffrey Sachs Earth Institute an der Columbia Universität unterzeichnete, der auf die beste Wissenschaft, Technologien und Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Landwirtschaft für Afrikas Kleinbauern abzielt. Sachs ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Entwicklungsländern, und ist der Ansicht, dass diese ein großes Versprechen für die Landwirte in den Entwicklungsländern darstellen, weil die Technologie im Saatgut steckt.

    Die heilige Familie (Familienarbeit) als Keimzelle des....
  • Antworten » | Direktlink »
#16 LorenProfil
#17 YPsylAnonym
#18 AntichristProfil
  • 20.10.2009, 07:59hHH
  • "nicht mehrheitlich muslimisch ist. 45 Prozent der Ugander sind Katholiken, 40 Prozent sind Anglikaner."
    Soviel dazu, dass immer nur islamische Staaten die bösen sind. Ich geh mal eben kotzen
  • Antworten » | Direktlink »
#19 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.10.2009, 09:09h
  • Antwort auf #18 von Antichrist
  • Sehr gut informiert! Da fällt mir aber auch wieder das Statement unserer (vielleicht zukünftigen, um es salopp zu sagen) Bundesaußenminister(in) Guido "Miss Liberty" Westerwelle ein. Der möchte ja die Entwicklungshilfe für homophobe Staaten völlig streichen. Ein guter Ansatz. Dennoch stelle man (oder frau) sich vor, daß die UN alle die Staaten ausschließt, in denen die Todesstrafe gilt! Dann wäre die internationale Staatengemeinschaft auf fast die Hälfte aller Mitglieder dezimiert. Was in Uganda abläuft ist finsterstes Mittelalter!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 predigerAnonym
  • 20.10.2009, 21:58h
  • ein gespenstisches detail dieses gesetzesentwurfs ist, dass der text sich explizit auf argumente beruft, die wir im wortlaut aus der homo-heiler-bewegung kennen: homosexualität sei ein gewähltes und veränderbares verhalten, homosexuelle propaganda pervertiere vormals heterosexuelle, homosexuelität gehe mit drogengebrauch, krankheit und gewalt einher, homosexuelle beziehungen seien instabil usw. - wir kennen diese liste, und zwar wirklich wort für wort!

    ein zufall? wohl kaum: die erste gesetzesverschärfung in uganda folgte zeitlich auffällig rasch einer konferenz in ugandas haupstadt kampala, auf der sich die crème de la crème der homophoben lobbyisten versammelt hatte: u.a. "pink swastika"-autor scott lively (der schwule nicht nur für den deutschen nationalsozialismus, sondern auch für den völkermord in ruanda verantwortlich macht), der vorsitzende der amerikanisch-kanadischen gesundbeter-organisation "exodus", don schmierer, und weitere helden christlicher "heilungskünste" vor allem aus den usa.

    gern werden diese lobbyistenvereine ja belächelt als psychisch komplett verkorkste und politisch einflusslose minderheit. zumindest letzteres glaube ich nicht mehr. denen geht es bei weitem nicht nur darum, vereinzelte verwirrte schäflein einer teufelsaustreibung zu unterziehen. sie wollen politischen einfluss auf die ganze gesellschaft nehmen und unsere rechte beschneiden, soweit es nur irgend geht. in den usa und europa gelingt ihnen das nur sehr bedingt.

    in uganda scheinen sie bereits dem gesetzgeber die feder zu führen.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 Rupert HaagAnonym
  • 23.10.2009, 17:14h
  • Nur eine kleine Richtigstellung:
    Im Artikel heißt es

    "normale Homosexualität" soll dagegen eine lebenslängliche Haftstrafe zur Folge haben, wie es bereits jetzt schon der Fall ist.

    Stimmt leider nicht ganz, denn momentan werden in Uganda homosexuelle Handlungen mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet, ein Relikt aus der britischen Kolonialgesetzgebung.

    Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert. Red.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel