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Einzelkommentar zu:
Schwulenzentren in Stuttgart und Bonn vor dem Aus


#6 DragonWarrior
  • 17.10.2009, 18:56h
  • Antwort auf #2 von Good ol friend
  • da frag ich mich doch, was man da als stuttgarter vor ort alles tun könnte...

    zunächst einmal: so wie es aussieht hat das fachamt im rahmen der haushaltskonsolidierungen vorschläge gemacht, wo einsparungen nach einschätzung des fachamtes möglich seien.
    frage: WELCHES fachamt, bzw. WELCHER fachbereich, oder wie immer das bei euch heißt, hat den vorschlag gemacht?

    falls es die kämmerei war - übrigens dort ein CDU mann (Michael Föll) an der spitze - die setzen gerne erstmal rigoros etwas auf irgendwelche sparlisten, ohne sich um "inhaltliche details" zu scheren.
    falls es ein anderes fachamt war - ich kann die genaue aufteilung nicht im netz finden - etwa "soziales" oder "jugend und familie" oder "gesundheit" - das wären hier in hannover fachbereiche, die mit der förderung freier träger zu tun hätten: da ist es durchaus so, dass sich die jeweiligen fachbereichsleitungen bei der aufstellungen irgendwelcher listen taktisch verhalten: heißt in der praxis nichts anderes, als dass sie posten auf die liste setzen, von denen sie genau wissen, dass die bei den abschließenden beratungen in der verwaltungsspitze oder in der kommunalpolitik wieder einkassiert werden. als amts- oder fachbereichsleiter kann man dann sagen: "naja, ich hatte meine sparliste zusammen, aber wenn sie nicht mitmachen wollen kann ich es auch nur so hinnehmen" und sich zufrieden die hände reiben...

    so funktioniert - leider!! oder: entsetzlicherweise!! - aber verwaltungsdenken anscheinend.
    das soll keine beschönigung sein, es kotzt mich selber oft genug an und ich habe etliche einsparungsrunden durchmachen müssen, in denen immer wieder um wichtige projekte gekämpft werden musste.

    und darauf kommt's jetzt an:
    die stuttgarter community muss zeigen, dass ihr das zentrum wichtig ist: geht in das zentrum, geht auf die straße, geht in die ratssitzungen, in die sitzungen der zustädigen ausschüsse, nutzt die lokalen medien und macht den herrschaften feuer unter ihren hintern.
    ich war einmal zu nem CSD in stuttgart. die community scheint nicht gerade klein zu sein.
    also organisiert den widerstand gegen die streichung!!!

    zu bonn: nun ja, wenn ich das auf den seiten des zentrums so lese, stolpere ich auch über einige sachen, wo ich mich frage, ob da nicht auch im vorstand etwas schiefgegangen ist:

    "Den früheren Auszug versuchte er (der frühere Vermieter) uns so schmackhaft wie möglich zu machen; es war von einer Prämie die Rede, wenn wir früher ausziehen; der bestehende Vertrag könne sehr kurzfristig aufgehoben werden usw. Umso erstaunter und ärgerlicher wurden wir, als unser alter Vermieter nach der Mitteilung, daß wir neue Räume gefunden haben, nichts mehr von seinen ursprünglichen Versprechungen wissen wollte und plötzlich Bedingungen stellte, die für uns gar nicht erfüllbar waren."

    böse falle... das hätten sie sich schriftlich geben lassen sollen....

    "Des Weiteren wurde uns durch einen ehemaligen Stadtrat (SPD) bereits im Juli die unbürokratische Ausstellung einer Gaststättenkonzession zugesagt. Nach unseren Informationen hat er sich nur leider in keiner Weise um diese Angelegenheit gekümmert."

    ein stadtrat stellt keine gaststättenkonzessionen aus, das macht das ordnungs- oder gewerbeaufsichtsamt. Der stadtrat kann da vielleicht türen öffnen, mehr aber nicht. man darf sich auf solche zusagen nicht einfach verlassen... schon garnicht, wenn es um einen EHEMALIGEN stadtrat geht...

    fairerweise findet sich dann auch der folgende hinweis auf der seite des zentrums:
    "Wir möchten eindeutig klarstellen, daß wir die Stadtverwaltung Bonn in keiner Weise für unsere Situation verantwortlich machen möchten! Sozialamt sowie Jugendamt haben hiermit nichts zu tun und auch der Sachbearbeiter im Gewerbeamt macht nur seine Arbeit! Diese Website und diverse Newsletter sind nicht in dieser Richtung zu verstehen!"

    hier geht's also nicht darum, dass eine stadtverwaltung ein zentrum plattmacht...

    und auch hier kann die einzige rettung nur darin bestehen, die szene zu mobilisieren und in einen konstruktiven dialog mit den zuständigen fachbereichen einzutreten.

    ist alles nervig und alles wenig prestigeträchtige kleinarbeit, aber wer mal arbeit an der basis gemacht hat, weiß das...

    und er weiß, das polemisieren und pauschalisieren nichts bringt...
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