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Einzelkommentar zu:
Schwulenzentren in Stuttgart und Bonn vor dem Aus


#9 reading bullAnonym
  • 18.10.2009, 11:36h
  • aus zweitem link im artikel:

    ".. *
    Stuttgarts einziges nicht-kommerzielles Angebot für Lesben und Schwule Vergangenheit.
    *
    Stuttgart ohne Räume für 20 Vereine der schwul-lesbischen Community mit über 2000 Vereinsmitgliedern
    *
    Stuttgart ohne Räume für nichtkommerzielle Kulturarbeit von Lesben und Schwulen
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Anlaufstelle für Lesben und Schwule, die mit ihrer sexuellen Identität Schwierigkeiten haben
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Anlaufstelle für junge Lesben und Schwule und deren spezielle Problemlagen
    *
    Stuttgart ohne nichtkommerzielle Selbsthilfeberatungsräume
    *
    Stuttgart ohne eine nichtkommerzielle Bibliothek für Schwule und Lesben
    *
    Stuttgart ohne kostengünstige Veranstaltungsräume für alle Arten von nichtkommerziellen Angeboten nicht nur für Lesben und Schwule
    *
    Stuttgart ohne eine Anlaufstelle der strukturellen Gesundheitsprophylaxe und der HIV-Prävention bei Männern, die Sex mit Männern haben

    Die Streichung der Zuschussmittel richtet sich an eine Zielgruppe, die scheinbar diese Förderung nicht mehr benötigt, da sie in den letzten 10 Jahren gesellschaftlich aufgewertet und zumindest auf dem Papier integriert wurde. Sie ignoriert vollständig die Tatsache, dass in Zeiten der Krise gerade Minderheiten zur Zielscheibe der Frustration und mithin Opfer gesellschaftlicher Verwerfungen werden. Die wichtige Vorfeldarbeit durch einen öffentlich zugänglichen und geförderten Raum wird mit einer Streichung unmöglich gemacht. Schwule und Lesben, die selbst durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit wenige Kontaktmöglichkeiten haben, wird durch eine solche Entscheidung eine wichtige Möglichkeit sozialer Kontaktaufnahme genommen. Gerade im Bereich der Jugendarbeit erweist sich die Einrichtung als höchst hilfreich, da sie jungen Lesben und Schwulen als Anlaufstelle und Heimat eine hervorragende Möglichkeit zur Identifikation und Selbstmotivation gibt. Diese Aufgabe kann keine kommerzielle Einrichtung und keine von anderen nichtkommerziellen Organisationen betriebene Räumlichkeit bieten. Setzen wir die Streichung der Zuschüsse in den Kontext städtischer Haushaltszahlen zeigt sich, dass diese Entscheidung als klarer Affront gegen die schwul-lesbische Community gerichtet ist: Der Etat der Landeshauptstadt Stuttgart beläuft sich auf 2,5 Milliarden € im Jahr. Die 25.000 € der Weissenburg ins Verhältnis gesetzt würde bedeuten, dass ein Otto Normalverdiener-Familie mit einem Nettoverdienst von 25.000 € im Jahr 25 Cent für den Weissenburg e.V. aufwenden würde und das in vier Raten á 6,25 Cent. 25 Cent ist der Preis für eine Packung Backhefe oder eine Zigarette. In diesem Kontext muss gedacht werden, wer die Entscheidung würdigen will.

    Für diejenigen, die den Verein unterstützen wollen und nach einer Möglichkeit suchen, wie sie dies denn tun können:


    Sprecht alle Politiker/innen, die ihr kennt an und weist sie darauf hin, wie ihr die Streichung der Zuschüsse für den Weissenburg e.V. findet. Schreibt einen Brief an die Fraktionen im Gemeinderat und bittet sie, ihre Entscheidung reiflich zu bedenken. Wendet Euch an einflussreiche Personen in der Stadt und unterrichtet sie über diese Entscheidung und bittet sie um Mithilfe für ein gutes Wort bei der Politik. Wer darüber hinaus den Verein stärken will, kann dies durch eine einmalige absetzbare Spende oder noch besser durch eine Fördermitgliedschaft im Verein tun. Formulare für die Mitgliedschaft gibt’s auf dieser Homepage..."

    www.zentrum-weissenburg.de/component/content/article/40-vera
    nstaltungen/90-wb.html


    für alle nicht-stuttgarter, die helfen wollen:

    wer mit pferd und/oder rauchzeichen
    unterwegs ist, möge sich bitte
    an die entsprechenden Fachbehörden
    wenden. (Ordnungsamt, u.ä.)
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