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Einzelkommentar zu:
Buju Banton: "Endloser Krieg zwischen mir und Schwuchteln"


#8 SchacharitAnonym
  • 20.10.2009, 06:12h
  • Antwort auf #7 von Andy
  • ".., denn die Heiligung des Lebens im Sinne einer körperlichen Unverserhtheit ist zentral in der Moral des Judentums...."

    Gut. Unversehrt immer gut. Zentral, auch immer gut - da weisse Bescheid.

    Besser als Zentralrat: Avrim Burg,
    jetzt auf deutsch: Hitler besiegen.

    Auszüge:

    "...Eine der paradoxen Folgen aus der Allgegenwart des Traumas ist unsere heutige Beziehung zu Deutschland und dem Nahen Osten. Die überhastete Versöhnung mit Deutschland ist einer der paradoxen Aspekte des fortwährenden Traumas der Erinnerung, das unsere feindseligen Beziehungen zu unseren unmittelbaren Nachbarn im Nahen Osten verschärft. Unsere Entfremdung und die Schwierigkeiten, die eine ganze Generation mit der modernen jüdischen Identität hat, gehen zum großen Teil darauf zurück, dass wir Deutschland viel zu früh verziehen haben…..Israel bewaffnet sich bis an die Zähne wie der schwache Junge, der mit Knüppel, Messer und Schleuder in die Schule kommt, um seine realen und eingebildeten Drangsalierer zu bezwingen. Unabhängig von Nation, Staat, Streitkräften, Bruttoinlandsprodukt oder internationaler Stellung sind wir in unseren Augen immer noch Partisanen, Widerständler, Ghettorebellen und Schatten in Konzentrationslagern. Die Schoah ist unser Leben, wir wollen sie nicht vergessen und lassen nicht zu, dass jemand uns vergisst. Wir haben die Schoah aus ihrem historischen Kontext gerissen und zur Entschuldigung und Triebkraft jeglichen Handelns gemacht. Alles wird mit der Schoah verglichen, erscheint neben ihr zwergenhaft klein und ist daher erlaubt: seien es Zäune, Belagerungen, Einkesselungen, Nahrungsmittel- und Wasserentzug oder unerklärte Tötungen. Alles ist erlaubt, weil wir die Schoah durchgemacht haben und niemand uns sagen darf, was wir zu tun haben. Uns erscheint alles gefährlich, und unsere normale Entwicklung als neues Volk, Gesellschaft und Staat steht still...
    ....Als Knesset-Sprecher erlaubte ich dem inzwischen verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau, zum ersten Mal in der Geschichte unseres Parlaments vor der Knesset eine Rede auf Deutsch zu halten. Deutsche Autos sind in Israel begehrte Statussymbole. Deutsche Erzeugnisse gelten als hochwertiger als andere Produkte, und selbst die deutsche Fußballmeisterschaft hat in Israel viele Fans und Anhänger.

    Aber den Arabern werden wir nie verzeihen, weil sie angeblich genauso sind wie die Nazis, schlimmer als die Deutschen. Wir haben unsere Wut und Rachegefühle von einem Volk auf ein anderes verlagert, von einem alten auf einen neuen Feind, und so erlauben wir uns, behaglich mit den Erben des deutschen Feindes zu leben – die für Bequemlichkeit, Wohlstand und hohe Qualität stehen – und die Palästinenser als Prügelknaben zu behandeln, an denen wir unsere Aggression, Wut und Hysterie auslassen, wovon wir mehr als genug haben. Das habe ich persönlich in einer Schule in Jerusalem erlebt...
    Die politische Manipulation, die aus den Arabern geistige Brüder der Nazis oder Schlimmeres machte, bot uns eine bequeme Möglichkeit, weiterzuleben. Die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Deutschland und dem Westen erlaubte es uns, Reparationen und Entschädigungszahlungen von Deutschland zu bekommen. Gleichzeitig beklagten wir weiter unser schlimmes Schicksal, brachten unsere Wut zum Ausdruck, pflegten die Erinnerung, vergaßen nicht und sahen die Reinkarnation des Nazigeistes im arabischen Körper...[eig. Anm., Islamfaschismus ! Mufti/Hitler-Bild-Kult]
    ...Ein Terroranschlag in New York zwang die größte Supermacht beinahe in die Knie [eig. Anm., Vorsicht, Legendenbildungsgefahr] und entfesselte bei ihr beängstigende Aggressionen. Dieser abscheuliche Akt brachte den amerikanischen Präsidenten dazu, sein Volk und die Welt zu belügen und einem schwachen Staat wie dem Irak aufgrund von Lug und Trug den Krieg zu erklären, um seine Rachsucht zu befriedigen und den »American way of life« zu erhalten...."

    Avraham Burg*, Eine Strategie des Optimismus:Hitler besiegen, gerade auf deutsch erschienen

    *ehem. Knessethmitglied, Vorsitzender des israelischen Parlaments, der Kneseth, ehem. kommissarischer Präsident Israels

    Shalom heißt Frieden ;-)
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