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  • 27. Oktober 2009 10 2 Min.

Oscar-Gewinner Paul Haggis ("L.A. Crash", "Ein Quantum Trost") verlässt die Scientology-Kirche, der er 35 Jahre lang angehörte. Grund: Die umstrittene Glaubensgemeinschaft warb in Kalifornien dafür, die Homo-Ehe abzuschaffen.

Der 56-jährige Kanadier begründete seinen Ausstieg in einem Brief an Kirchensprecher Tommy Davis, der in mehreren amerikanischen Medien veröffentlicht wurde. Darin bezeichnet der Drehbuchautor und Regisseur die Organisation als "moralisch verwerflich". Er bezieht sich dabei insbesondere auf die Scientology-Unterstützung für Proposition 8. In diesem Volksentscheid stimmte eine knappe Mehrheit der Kalifornier dafür, Schwulen und Lesben das Recht auf Ehe wieder zu entziehen (queer.de berichtete). Insbesondere die Gemeinde in San Diego habe sich ungehindert mit Hassbotschaften gegen Homosexuelle hervorgetan, so Haggis.

"Die Weigerung der Kirche, sich von den Aktionen dieser Fanatiker, Heuchler und Schwulenhasser zu distanzieren, ist erbärmlich. Mir fällt dazu kein anderes Wort ein", schrieb der mit einer Frau verheiratete Haggis in dem Brief, der als Datum den 19. August trägt. "Wenn man sich dagegen nicht wehrt, erklärt man sein Einverständnis zu solchen Aktionen, Tommy. Ich weigere mich, mein Einverständnis zu geben."

Haggis kritisierte auch die internen Regeln der Kirche, wonach man sich von Freunden und Verwandten lossagen soll, die Scientology kritisch gegenüberstehen. Haggis erklärte, seine Frau habe deswegen den Kontakt zu ihren eigenen Eltern abgebrochen.

Insgesamt drei Mal wurde Haggis für den Oscar nominiert. 2006 erhielt er die Auszeichnung für das Großstadtdrama "L.A. Crash", das sich völlig überraschend gegen "Brokeback Mountain" als bester Film durchsetzte (queer.de berichtete). Nominiert wurden zudem seine Drehbücher für "Million Dollar Baby" und "Letters from Iwo Jima". Zuletzt wirkte er am Drehbuch für den James-Bond-Film "Ein Quantum Trost" mit. (dk)

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#1 AxelAnonym
#2 GunnarAnonym
  • 28.10.2009, 03:36h
  • Antwort auf #1 von Axel
  • Die Redaktion hat hier die journalistisch einzig richtige Entscheidung getroffen, indem sie eine eigene Deutung vermieden hat, ohne Dir durch die Formulierung jedoch Deine zu verwehren. Also: alles in Ordnung.
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#3 LeninAnonym