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  • 28. Oktober 2009 14 2 Min.

Ein Einwanderungsanwalt ist in den USA zu einer Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden, weil er heterosexuellen Osteuropäern geraten hat, sich als schwul zu outen, um Asyl zu erlangen.

Der 41-jährige Steven Mahoney aus Kent (US-Bundesstaat Washington) wurde von einem Bundesgericht für schuldig befunden, mindestens 99 falsch ausgefüllte Asylanträge zwischen 1998 und 2007 eingereicht zu haben. Dabei habe der Amerikaner russischer Herkunft die meisten Bewerber angehalten, über ihre sexuelle Orientierung zu lügen. Einige Antragsteller erklärten zudem, Juden zu sein und deshalb in Europa verfolgt zu werden. In den Anträgen ist stets davon die Rede, dass die Bewerber Angst hätten, in ihrem Heimatland wegen ihrer Sexualität oder ihrer Religion gefoltert oder gar getötet zu werden. Für seine Dienste kassierte Mahoney zwischen 1.000 und 4.000 Dollar (700 bis 2.700 Euro) pro Kunde. Und das offenbar erfolgreich: Fast alle Bewerber haben eine Aufenthaltserlaubnis in den USA erhalten.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, echten Asylbewerbern Schaden zugefügt zu haben: "Die Gefahr von Verfolgung in Osteuropa aufgrund sexueller Orientierung ist real. Einwanderern zu raten, sich fälschlicherweise als Homosexuelle zu bezeichnen, verringert die Chancen derjenigen auf Asyl, die wirklich unter Verfolgung leiden."

Auch seine Ex-Frau Helen Mahoney wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt: Die 39-Jährige muss sechs Monate hinter Gitter. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie ihrem früheren Ehemann bei seinen illegalen Geschäften geholfen habe. So habe sie die Einwanderer mit Informationen über die Homo-Szene - etwa über "schwule Bekleidung" - versorgt und so für Gespräche mit dem Ausländeramt vorbereitet.

Schwule und Lesben werden seit 1994 von der US-Bundesregierung als eigene "soziale Gruppe" angesehen und können seitdem bei Verfolgung Asyl beantragen. (dk)

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#1 LorenEhemaliges Profil
  • 28.10.2009, 17:52h
  • "schwule Bekleidung" - wirklich köstlich

    Mal sehen, was ich da so im Kleiderschrank ...
    ah ja, T-Shirts, Pullover (uni), Hoodies (uni),
    Jeans (so blue), Boxer-Shorts (uni), Socken
    (kaum zu glauben, aber auch : uni). Und im Schuh-
    schrank: Halbschuhe (braun, schwarz), Sportschuhe
    (blau, weiß, rot). Und an der Garderobe: Mantel
    (schwarz) und Jacken (blau, grün), eine aus Leder
    (schwarz). Ganz schön schwul, Mr. Mahoney, oder?

    Merke: Sich schwul zu nennen bedarf es wenig,
    doch nur der Echte ist ein König!
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 28.10.2009, 20:55h
  • Recht so! Es kann ja wohl nicht angehen, dass sich ausgerechnet Leute als "schwul" schimpfen, die sonst wahrscheinlich auf Schwulenklatschen gehen, zumindest unsereins aber verachten. Das wäre ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die wegen ihrer Homosexualität WIRKLICH in ihrem Heimatland verfolgt werden bzw. staatliche Repressionen zu befürchten haben.
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#3 KT_77
  • 29.10.2009, 01:03h
  • Antwort auf #1 von Loren
  • Dann kommt bestimmt auch bald eine amerikanische Studie über das Sexualvehalten von Kleidung heraus ...

    Und wo kam noch der Reim her? Ich weiß, dass ich das in ähnlicher Form kenne! Jetzt werde ich statt zu schlafen noch lange drüber nachgrübeln, woher ... das müßte ein Lied sein, oder?

    Aber Scherz beiseite: Auf diese Weise nicht nur zu betrügen, sondern auch noch Klischees zu bedienen, finde ich wirklich ziemlich daneben.
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